Archive for September 2012

„Parkwächtermütze statt Pachtvertrag“ und eine Ankündigung vorab
23. September 2012

Wir vom Team Gmundl kündigen für die nächsten Tage an, dass mir ein Märchen erzählen tun werden. Das Märchen vom reichen Mann. Aber net der Jedermann, gell! Ein gar wundersames Märchen wird das sein. Spielt natürlich nicht hier in der Gegend, sondern ganz woanders. Weil hier sowas ned möglich wärert.  Aber des macht niks. Weil nämlich Märchen erstens immer schön sein tun, zweitens immer auch grauslich sein tun, und manchmal ein glückliches Ende haben tun. Manchmal auch nicht.

Ausserdem stellen wir ein paar Fragen zur Verlängerung der Bahngleise bis zum Klosterplatz. Weil nämlich sich da schon ein paar Fragen ergeben, was nämlich öffentliche Gelder und private Kosten betrifft. Das hat niks damit zu tun, ob man diese Verlängerung für gut hält oder nicht. Was das betrifft, da wissma ned, ob die Verlängerung gut oder schlecht ist. Wenn ma uns vorstellen, wie sich die Bahn da durch die Engstellen zum Klosterplatz zwängt, kommen einem schon Zweifel. Aber dass der öffentliche Verkehr mehr Raum bekommen sollterte, dass tun wir schon auch finden. Aber wie tut man dann auch noch die Strassenbahn auf den Klosterplatz kriegen? Da hättma schon gern Pläne gesehen, oder ist das gestorben?
Weil in Gmunden stirbt ja vieles, vor allem hochfahrende Projekte.

Es gäbert so viel zu kommentieren. Dass unser Bürgermeister jetzt nicht mehr vom Staatsanwalt untersucht wird. Und dass da jetzt Vorwürfe in der Luft hängen bleiben, von beiden Seiten, von allen Seiten, was nämlich den tragischen Tod des Stadtamtsdirektors betrifft. Aber dass der Bürgermeister da jetzt raus ist, ist schon ok. Ein bisserl nachdenken solltert er halt schon tun, ob er im Umgang mit Menschen immer alles richtig gemacht hat. Weil er is ja ein Heferl, und nach so vielen Jahren an der Macht, täterts ihm ganz sicher gut, wenn er in sich geht und nachdenkt. Weil um jede Ecken lauert heutzutage ein Börnaut. Da ist es besser, vorher in sich zu gehen. Ned erst nachher, wenns schon geschehen ist.

Freut uns, dass jetzt wenigstens die Grünen über das 100-Millionen-Ding berichtet haben, in ihrer Zeitung. Daumen rauf! Sehr wacker! Auch wenn sie niks darüber geschrieben haben, dass es da um einen Vertrag auf vierzig (!) Jahre geht. Aber eine gute Idee, hättma selbst draufkommen können, habns schon ghabt, die Grünen: warum betreiben die Herrschaften die Parkplätze nicht selbst? Investieren ihr privates Gerschtel und übernehmen das Risiko, wie das in der Privatwirtschaft so üblich ist, statt das unternehmerische Risiko auf die Gemeinde abzuwälzen, und selbst risikolos die Grundrente (so nennt man das nämlich, wenn Leut arbeitsloses Einkommen aus Grundbesitz kassieren tun) einzustreifen. Eine wirklich erstklassige Idee: der Grundeigentümer als Parkwächter. Wenn er dann mit Parkgebühren viel verdient, wermas ihm ned neidig sein, weil er dafür hackln muss und das Risiko hat, dass es sich ned rechnet, weil die Seilbahn nie gebaut wird, oder das Hotel net kommt. Oder weil beides ausfallt. Man weiss ja heut in Gmunden nimmermehr, was wirklich geschieht. Ob nämlich die ganzen Versprechen net nur Versprecher waren.
Wir vom Team Gmundl sind sehr dafür: Parkwächtermütze statt Pachtvertrag, eine schöne Losung, eine schöne Lösung. Aber bitte eine schöne Parkwächteruniform anziehen, mit Kapperl, ka Jagdgwandl, gell, und die Jagerflinten zhaus lassn, damit sich die Leut ned fürchten tun, wenns schlecht einparken.

 

 

 

Advertisements

Seehotel & Asamer & überhaupt
16. September 2012

Es gibt Neues vom Seehotel und vom Asamer. Aber wir tun die Spannung noch ein bisserl steigern tun, gell. Dafür für zwischendurch ein kleiner Link zum Fernschauen ganz allgemein über Fragen des Seehotels:

http://www.doschau.com/urlaub-traunsee/urlaub-in-gmunden/lacus-felix-gmunden/

Tschüsserchen!

PS.: Wir rasen übrigens von Zugriffsrekord zu Zugriffsrekord. Danke liebe Bürgerinnen und Bürger! So funktioniert Demokratie. Nämlich net. Lesen. Sich informieren. Sich zur Wehr setzen. Seine Meinung sagen. Dann können die nicht mehr machen, was sie tun wollen. Die, was das Geld haben und damit die Mächtigen haben. Weil nämlich die Mächtigen nur mächtig sind, weil wir sie mächtig sein lassen. Und weil die, die was das Geld haben, dann die „Mächtigen“  dirigieren tun können.

PPS.: Weil sich im Online-Standard einer beschweren tun tut:

„Danke für den Link, aber ich hab mittendrunter aufgehört zu lesen. Dieses ‚Pseudo-Landei-Dodel-Deutsch‘ hält ja kein Mensch auf Dauer aus.“

Eh, das ist kein Landei-Dodel-Deutsch, sondern Bernhard-Modern, klaro? Verstando? Ausserdem sind wir ja Landeier, streng biologisch natürlich, Freilandhaltung, Bodenkratzerli – und landen nie im Suppentopf, weil man uns nämlich so lieb haben tun tut. Bis auf a paar Ausnahmen, die würden uns natürlich sofort in den Suppentopf hauen oder sonstwie grillen tun. Dabei sind wir sowas von zach! Darum halten wir auch durch, versprochen!

 

Herr Bürgermeister! Stoppen sie das Gmundner 100-Millionen-Ding!
12. September 2012

Liebe Leute!

Wir beginnen diesmals ein wengerl verwirrend und widmen uns zuerst dem Wortfeld „stehlen“. Ist nämlich eine kleine Übung in Sozialkunde und Deutsch.

Jeder kennt das aus der Schule: da muss man alle Wörter auf einen Zettel schreiben, die einem zu einem anderen Wort einfallen tun, und mit denen man das Wort umschreiben tun könntert, wenn man es denn können tätert. Wir haben hier unseren Versuch machen getan. Wem noch mehr einfallen tun tut, bitte mailen oder kommentieren tun.

abgreifen
abnehmen
abräumen
abstauben
an sich bringen
ausbeuten
ausnehmen
ausplündern
ausrauben
ausräubern
ausräumen
beiseite bringen
berauben
bestehlen
einsacken
einstecken
entreissen
entwenden
entwinden
erbeuten
erleichtern
grapschen
greifen
krallen
mitnehmen
nehmen
neppen
plündern
rauben
sich aneignen
sich befreien
sich bemächtigen
sich vergreifen
stehlen
unterschlagen
veruntreuen
wegnehmen
zuschanzen
zuschieben

Warum dieses niedliche Wortfeld? Weil es beim 100-Millionen-Ding um Diebstahl geht. Nicht im strafrechtlichen Sinn, eh ned. Aber moralisch und politisch als Wertung. Weil das 100-Millionen-Ding nämlich ein Attentat auf die Zukunft ist, auf die Stadtbudgets der nächsten 40 Jahre. Mundraub an der Zukunft. Aber bitte weiterlesen.

S. g. Herr Bürgermeister Köppl!
Wir vom Team Gmundl, die was wir keine grossen Politiker oder Mathematiker sind, sondern bloss nur kleine Bürgerinnen und Bürger, unbedeutende Bürgerleins halt, haben vorgerechnet, was ein 100-Millionen-Ding ist. Wir haben nur noch nicht gesagt, um was es sich drehen tun tut. Das wissen nur ein paar Eingeweihte und ein paar Gneisser, die geschnallt haben, was gemeint sein könnte. Die 100 Millionen sind in guten, alten Schillingen, Alpendollars, gerechnet, weil man sich da was drunter vorstellen können tun tut. Weil nämlich die Euro eine billigere Optik machen, weshalb nämlich immer von Euro die Rede ist, wenn wir Bürger was blechen müssen, aber man vor unseren Augen mit Schillingen wachelt, wenn wir angeblich was bekommen.

Es geht nämlich um 80.000 Euro im Jahr. Dazu ein Vertrag, der was das auf 40 (vierzig!) Jahre fixiert, absichert. Und weil ma nämlich ned kleinlich sein tun tut, tut mas auch noch jedes Jahr erhöhen, die 80.000 Euronen, damits ned weniger werden (wie das Geld in den Taschln von uns Normalobürgern), um die Inflationsrate werdens erhöht, die eh schon läppischen Achtzigtausend. Irgendein Index halt. Da wird einer einzigen Familie, zu der was Ihr Herr Bezirkssekretär der ÖVP Gmunden gehört, weil er nämlich Sohnemann ist und net nur Sekretär, wird denen auf vierzig Jahre ein bombiges Einkommen gesichert. Da hat ihr glücklicher Herr Bezirkssekretär heute schon ausgesorgt, der was ja einstmals den Vertrag vermutlich erben wird, obwohl wir dem Erblasser natürlich nicht vorgreifen können, aber schon heute für eine ordentliche Erbschaftssteuer sind. In dem Fall für möglichst nah bei 100 Prozent. Weil das nämlich unser Geld sein tut, was da kassiert und abkassiert etc. werden soll. Alles rechtens natürlich, so mit Vertrag und Notar und Mehrheitsbeschluss. Gratulation zur Zukunftssicherung des Bezirkssekretärs!

Das können nämlich 99,99 % der Gmundner Bürgerinnen und Bürger ned von sich sagen, dass sie aus dem Schneider sind. Weil sie nämlich eher in der finanziellen Zwangsjacke stecken, und die Dodeln sind, die was das zahlen müssen. Vierzig Jahre lang. PachTeuro für wertlose Grundstücke unter der Seilbahn. Die welche was man angeblich als Parkplatz für die Seilbahn braucht und für das Lacus Infelix. Die Gemeinde, also wir alle, logo, brennen das. Dabei zahlma jetzt schon überhöhte Gebühren (Müll!!!), damit sich die Stadt was leisten tun kann. Und was sich da so geleistet wird, geht auf ka Rindviechhaut net.

Man muss sich das vorstellen: 80.000 Euroeier im Jahr für wertlosen Boden, gesichert auf 40 Jahre. Man kanns gar net oft genug wiederholen tun. Damit es alle auch wirklich begreifen: das österreichische Durchschnittsnettoeinkommen von normalen Arbeitern und Angestellten jedweden Geschlechts beträgt 13.900 (Arbeiter) und 23.400 (Angestellte). Da ist schon das Urlaubs- und das Weihnachtsgeld dabei. Wenn die Bezieher der 80.000-Teuro-Pacht sehr deppert versteuern, bleiben ihnen netto 40.000 ohne einen Finger krumm gemacht zu haben. Entschuldige, glatt vergessen, einmal wurdert der Finger im Ernstfall dann doch krumm gemacht worden sein: fürs Unterschreiben des Vertrags.

Für soviel Kohle muss ein Angestellter zwei Jahre buckeln, ein Hackler beinahe drei Jahre. Kann aber dauernd rausfliegen, nix Gehalt, nix Lohn. Andere haben dafür 40 Jahre Garantie auf arbeitsloses Einkommen, für das wir alle brennen und buckeln müssen werden dürfen. Mir zahlen Dodelsteuer, damit die Pacht reinkommt für wertlose Grundstücke, weil dort nix gebaut werden dürfen darf, wegen der Seilbahn, die oben drüberfahren tun wird (so wie man unten über uns drüberfährt in der Stadtpolitik), wenn sie irgendwann doch noch gebaut worden werden sein solltert. So einen Vertrag kann man Diebstahl an der kommenden Generation nennen tun. An uns jungen, die was wir im Team Gmundl sind, weil wir uns um die Zukunft von unsereins selbst und von Gmunden und überhaupt nämlich sorgen tun.

Darum unser kleines Wortfeld zum Wort „stehlen“ am Beginn dieses Kommentars. Weil nämlich wir bestohlen werden mit einem solchen Vertrag. Nicht rechtlich, eh ned, eh klar. Die Mächtigen können es sich nämlich immer richten tun. Darum steht im Wortfeld auch das Wort „bemächtigen“ und „sich bemächtigen“. Es ist die Art von Diebstahl, die was nämlich in keinem Strafgesetzbuch bestraft wird. Drum darf man es tun tun, wenn sich niemand wehrt.

Herr Bürgermeister! Tun Sie den Diebstahl an unserer Zukunft stoppen, an uns und unseren eigenen, noch zu bastelnden Kindern! Wir tun von vierzig Jahren reden, auf die man die Gemeinde mit einem solchen Vertrag binden tut. Völlig überflüssig. Drei oder fünf Jahre tätertens auch tun. Und viel weniger Kohle. Ein paar Tausender im Jahr und baba und fall net! Ghalt dir deine Ramschgrundstücke. Parken kann man auch anderswo.

Wir tun nämlich überhaupt net einsehen tun, warum da ein Einzelner und seine Nachkommenschaft die nächsten vierzig Jahre ganz ohne Arbeit jedes Jahr dreimal soviel kassieren dürfen sollterten, als wie ein Hackler, der was net weiss, wie er mit die paar Netsch durchkommen sollen können tut. In Gmunden brauchen wir in diesen Zeiten wieder einen Sozialmarkt, und die Gemeinde wirft einer Einzelperson völlig sinnlos 100 Millionen Schilling nach! Das ist keine Gerechtigkeit nicht. Das ist unsozial. Asozial, mit megafremdwortmässigem Verlaub.

Herr Bürgermeister! Früher waren auch Christdemokraten gegen solche arbeitslosen Einkommen! Besinnen Sie sich Ihnen! Stoppen Sie diesen Wahnsinn.

Die anderen Parteien haben angeblich im Stadtrat dagegen gestimmt. Aber warum sagen die das nicht laut? Warum erheben die nicht die Stimme und erzählen den Bürgern, was da geplant war oder ist?

Herr Bürgermeister! Sie haben erst vor kurzem sowohl im Fernsehen als auch in der Kronenzeitung bestätigt, dass sie über Parkplätze verhandeln. (Übrigens: im Fernsehen war Ihr Kopferl ziemlich rot. Sie sollterten was gegen den Bluthochdruck tun, wiel nämlich der is sowas von ungsund, gell, und wir wollen sie noch lang haben, ned unbedingt als Bürgermeister, aber als einfachen Bürger Köppl, und weniger Salz essen, na vergessens das mit dem Salz, das ist schon wieder widerlegt, und net soviel aufregen, und weniger Geld ausgeben für wertlose Grundstücke, und mehr Geld verlangen für wertvolle Grundstücke, wir sagen nur Seebahnhof, das alles hilft alles gegen Hochdruck!) Warum sagen Sie nicht laut, um welche Beträge es geht? Wer hier profitiert? Dass das ein Diebstahl an der Gmundner Jugend ist!

Herr Bürgermeister! Stoppen Sie den Wahnsinn! Kein Mensch kann heute wissen, was in vierzig Jahren sein wird. Aber Sie wollen einen Vertrag machen, der das Budget auf Jahrzehnte belastet. Sie wollen arbeitsloses Einkommen auf der Basis wertloser Grundstücke ermöglichen, wenn man den Gerüchten glauben darf.

Verhindern Sie das 100-Millionen-Ding oder nehmen Sie Ihren Hut!

Die nächste Wahl tut nämlich bestimmt kommen tun. Da werden dann die Bürger Ihnen Ihren Hut grapschen, wenns blöd lauft für Sie, gell! Vielleicht werden die Bürger bis dahin vieles vergessen tun haben. DAS ganz sicher nicht. Weil da nämlich wir vom Team Gmundl sein tun. Wir tun nichts vergessen tun. Wir werden die Leute daran erinnern machen: ob Sie dieses Wahnsinn aufgehalten oder aber ermöglicht tun haben! Dschango vergisst, wir nicht!

Das werden wir tun, nämlich die Leutln erinnern, gell, ganz sicher, weil es nämlich um die Zukunft von uns allen tun gehen tut.

Nachbemerkung: Es gibt ein Märchen aus einer fernen Stadt, die was angeblich ein bisserl was ausschauen tut wie Gmunden, isses aber ned, eh klar, und dort sind Leute fest davon überzeugt, dass ein Neubau der Seilbahn auf ihren Hausberg verhindert werden soll, weil dann wertlose Grundstücke auf einmal preislich aufsteigen wie Raketen. Dort gibt es angeblich ganz Oberschlaue, Typen, die sichern sich doppelt ab: wenn sie die Seilbahn als Anlieger nicht verhindern können, kassieren sie halt von der Gemeinde viele, viele, dutzende Millionen Schilling Pachtgebühr. Ein Zehntel von einer Milliarde Schilling. Aber da tut es sich ganz sicher um ein dummes, ganz ein dummes Märchen handeln tun. Weil es nämlich in Gmunden keine Oberschlauen nicht geben tut. Nur Unterschlaue. Und weil nämlich im übrigen wie immer die Unschuldsvermutung gilt. Eh klar, gell!

Auf wiederlesen! Tschüssi!

%d Bloggern gefällt das: