Wenn er’s nur aushält, der Zgonc …

Jaja, auch uns, denen vom Team Gmundl, tut manchmal ein Prospekterl ins Haus flattern tun. So wie dieser Tage, da hamma die frohe Kunde von der Wiedereröffnung des Freisitz bekommen ham tun. Und was tunma sehen tun? Alles tut anders sein tun. Und neu. Irgendwie halt. Soweit der Herr Gmundl sich halt erinnern tun können tut. Ein „Wirtshaus“ tuts jetzt geben tun. Und eine Weinkapelle (ob sie dort jetzt nur Messwein ausschenken tun werden, das müssma noch herausfinden tun). Und beim Schiff „Hochlecken“ hamma uns fast verlesen haben tun, aber das tunma jetzt nicht sagen tun, wie mir uns verlesen ham tun, weil das nämlich ordinär sein tuert, und das tunma nicht sein, mir vom Gmundl. Gell! Und a Schlosserei tuts auch geben tun. Hamma schon glauben getan, dass da wer Nägel mit Köpfen machen tun tut oder so. Aber nein. Das soll die „Sommer-Lounge im Freisitz“ sein tun, was immer das bedeuten tun tut. Vielleicht kann man sich dort neue Hufe auf die Schuhe nageln lassen tun. Mir werden sehen tun. Und das was der hässliche Zubau ist, das tut jetzt „Orangerie“ heissen tun. Weil das tut nämlich irre modern sein tun, eine Orangerie, das tut jeder haben tun. Zumindest damals, als wie der Prinz Eugen noch am Leben sein hat tun. Da haben das alle Adeligen haben tun. Jetzt tunmas im vornehmen Gmunden auch haben tun. Mir tun das Gefühl haben tun, da tut wieder einmal einer, der was zuviel Marketing studiert haben tut, Amok laufen tun. Soll demnächst eh eine olympsiche Sportart werden tun. Aber da werma trotzdem ka Chance haben tun werden, weil beim Amoklaufen werden uns die Amis noch lange weit voraus sein tun, weil die tun jetzt ja auch die Lehrer bewaffnen tun. Tolle Idee übrigens. Man muss es sich nur vorstellen tun: da tut man an der HAK oider am BORG vorbeigehen tun, und aufeinmal tun einem die Kugeln um die Ohren pfeifen tun, weil nämlich die Schülerleins und die Lehrerleins und die Elterleins und die Landesschulrätleins aufeinander einballern tun.

Aber was die ganz grosse Überraschung sein tut: der Asamer tuts nicht mehr selber tun. Ooops, he didn’t do it again. Es haben alle schreiben getan, dass der alte Herr Kommerzialrat Asamer das wieder persönlich übernehmen tun tut. Was natürlich ein Unsinn sein tut, weil er es verpachtet haben tut. Da ist jetzt eine WIFF Mairhofer & Co.KG am gastronomischen Werken. Die was bisher nur in Salzburg weltberühmt sein hat tun, weil sie die Kantine im Salzburger WiFi betreiben haben tun. Und haben dort die Welt mit so unvergesslichen und kaum mehr erhältlichen Genüssen wie „Toast Hawai“ oder „Berner Würsteln“ verwöhnten haben tun. Was wieder voll auf dem Niveau der Gmundner Gastronomie sein tut, das welches ein beschissenes ist. Was wiederum vielleicht nicht so wahnsinnig wiff sein tun tut, auf dem Gmunder-Ess-Niveau zu sein. Aber tunma uns überraschen lassen tun. Auch dass uns versprochen werden tut, dass das „Hochlecken“ ein „Genussschiff“ werden sollen tut, hat uns irritieren tun getan. Weil nämlich net, mir uns schon fragen tun, wie man ein Schiff essen soll, das was aus Stahl und Holz und so gebaut sein tut. Tunma doch keine Holzwürmer und auch kein Rost sein tun. Tut wahrscheinlich auch unter Amoklauf fallen tun.
Und „Ostereiersuchen“ wirds auch geben tun, „mit tollen Preisen“, was uns natürlich richtig fürchten tun tut, gell, weil das werma uns ned leisten können, etwas „mit tollen Preisen“, das tun ja hohe Preise sein, wenn mir nix missverstehen tun. Weil mir sind net der Kommerzialrat und haben net soviel Kohle, dass mir uns tolle pPreise leisten tun könnterten. Und wenn dann die Leute etwa den dritten Preis gewinnen tun, einen Kochkurs im Grünberg mit der unglaublichen Ingrid Pernkopf hinter dem Herd, da tut uns dann Angst und Bang werden tun. Weil wenn die Leute im Grünberg sind, da könnte sich dann schon einer fragen tun, warum er nicht beim Schmied bleiben tun solltert, anstatt zum Schmiedl im Freisitz zurückgehen zu tun.

Mir Gmundlinger tun nur froh sein tun, dass es ned unser Geld sein tut, was dort reinfliessen tun tut. Jedenfalls tut das kein grosser Sprung nach vorn sein tun für die trostlose Gastronomie in Gmunden. Weil wer das nicht glauben tut, der soll mal seine Zunge aus Gmunden rausstrecken tun, und ein bisserl in der Welt herumkosten fahren tun. Der wird sich dann auch nimmer wundern tun, dass in Gmunden keinen Kwalitätsturismus geben tun tut. Weil anständig tun hier nur die Preise sein tun. Das Essen ned. Das tut jeder wissen tun, der was in einer beliebigen Trattoria in Italien oder in einem Pariser Bistro essen tun war. Weil dort tut sogar die normale Gastronomie um Grössenordnungen besser sein tun, als wie das, was uns in Gmunden und Umgebung geboten werden tut. (Wie da manche, eh ned viele, zu ihneren Hauberln gekommen sein tun haben, tätert einen schon interessieren tun. Weil die Gastrokritik tut ja total unbestechlich sein tun. So wie die Autotester!) Aber Preise wie in Paris oder London und ein Frass wie in Gmunden, das tut halt nicht zsammgehen tun. Gell! Da darf man sich dann ned wundern tun, wenn die Kwalitätsgäste net zu uns kommen tun wollen. Da könnma hundert Hotels rund um den See bauen tun, das wird nix werden tun.

Mir tun natürlich trotzdem hoffen, dass denen im Freisitz was gelingen tut. Weil mir nämlich Hoffer sein tun und keine typisch kleinkarierten Landsleute, die was niemandem anderen einen Erfolg gönnen tun. Neinnein, mir tun viel Erfolg gönnen tun, wenn er verdient sein tut. Kleiner Tipp: es tut schon a riesige Verbesserung sein tun, wenn man den Toast Hawai ned mit Pressschinken und Dosen-Ananasscheiben zsammbasteln tut, sondern wenn man sich trauen tut, einen Beinschinken zu nehmen zu tun und frische Hawai-Ananas. Man tätert nicht glauben tun, dass dann sogar der Hawai-Toast aus den 1950er-Jahren aufeinmal fast modern wirken tun tut.

Und damit tun wir uns vertschüssen tun bis zum nächsten Mal, das was nicht allzulang sein werden wird. Weil wir tun da ein paar interessante Sachen in der Röhre haben tun, die was mir den Gmundnerinnen und Gmundern, die was uns so fleissig lesen tun tun, nicht vorenthalten möchten tun. Also dann wieder die übliche „Gmundner Mischung“: Hotel, Seilbahn & warum die Bezirkshauptmannschaft total bürgerfeindlich sein tut und endlich abgeschafft gehören tätert, weil mir eh zuviele Verwaltungsebenen haben tun, seit mir bei der EU sein tun.

Tschüss!

PS.: Heute tut sich zum 75. Mal der Tag des Anschlusses an Deutschland wiederholen. Und das hat ein Tag sein tun, wo viele Gmundnerinnen und Gmundner (und viele Österreicherinnen und Österreicher) sich als echte Schweine bewiesen tun haben. Als niederträchtige Schweine. Als Nazis, die was ihre jüdischen Landsleute gepeinigt haben bis aufs Blut. Bevor sie umgebracht worden sind. Dankenswerterweise hat die Bad Ischler Bezirksrundschau sehr ausführlich berichten getan, während die Tipps in tiefes Schweigen versunken tun gewesen sind.

Hier ein kurzer Auszug aus der Bad Ischler Rundschau und fünf Minuten Nachdenken darüber, ob das heute wirklich nicht mehr möglich wäre, ob die Saat wirklich schon unfruchtbar sein tut:

Aber auch Gmundner Juden wurden in den ersten Tagen Opfer von Übergriffen. Der Journalist Rudolf Leitner bescheibt die Situation folgendermaßen: „Auf dem Stadtplatz wurden Sessel aufgestellt, auf denen die Juden von Gmunden Platz nehmen mussten. Jedem von ihnen wurde sodann eine Tafel umgehängt, auf der sein angebliches Verbrechen zu lesen war. Unter den gemeinsten Beschimpfungen und Verhöhnungen mussten sie, von SA-Leuten bewacht, der nordischen Edelrasse mehrere Stunden ein Schauobjekt abgeben“.

 

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