Verwirrspiele

Der SPÖ-Vzbgm. Christian Dickinger schreibt in seinem neu gestarteten Blog (wir tun vermuten, es tut sich bei diesem Wortschwall um eine Beschwerde handeln):

In einem so genannten BLOG im Internet, in welchem die deutsche Sprache gepeinigt wird, um den Intellekt des Autors, dessen Selbstüberschätzung nur von seiner in der Anonymität lustwandelnden Feigheit übertroffen wird, zu tarnen, wurde mir jüngst die Ungnade des autoritativ Zensuren verteilenden Zuchtmeisters aller KommunalpolitikerInnen, die ohnehin alle deppert, unfähig und womöglich auch noch „korrupt sein tun“, zuteil.

Nun gut. Jeder, wie er können tut. Vielleicht gibt es sogar Leute, die diesem Satzungetüm (wer peinigt hier die Sprache?) etwas Sinnentnehmendes abringen können. Wir tun auf das nur ein einziges Mal antworten. Hier, jetzt, heute. Denn was tut die Diskussion für einen Sinn haben mit einem, der in der eigenen Partei eine Entwicklung zulassen tut, die alle kritischen Leute vertreiben tut, und immer wieder das Gegenteil beteuern tut. Warum gehen die Leute dann?

Also das mit der „Feigheit“ tut halt nur zeigen, dass noch nicht alle Menschen entwickungsgeschichtlich das Neandertal verlassen haben, gell. Weil das ist ein sogenanntes Testosteron-Argument, schlichter gesagt: männlich, patriarchalisch, Macho-Niveau. Du feig sein, wenn nicht springen tun. Dabei hamma schon im Kindergarten gelernt haben tun, dass man nicht springen tut, nur weil einer „feig“ brüllen tut. Wer mit diesee Art steinzeitlichem Mut handeln tut, tut unklug sein und würdert eher einen Mangel an Intelligenz beweisen. Angesichts des Drucks, dem Kritiker hier in der Stadt ausgesetzt sein tun, tut es eine Frage der Klugheit sein, dass wir uns nicht outen tun.

Nirgendwo haben wir geschrieben, dass ALLE Kommunalpolitiker deppert sind. Wenn Dickinger diesen Schluss aus unserer Beschreibung mancher Vorgänge in Gmunden ziehen tut, dann tut das sein Problem sein tun. Typischer Politikertrick: eine scheinbar gemeinsame Front gegen Kritiker schaffen. Wir tun aber Wert drauf legen tun, dass wir genug kluge Leute in der Gmundner Kommunalpolitik kennen tun, auf die aber leider niemand hören tut. Die sind mit unserer Kritik nicht gemeint. Hinter denen und dem Wort „ALLE“ braucht Dickinger sich nicht zu verschanzen.
Den Konflikt von GR Kammerhofer mit „seiner“ SP auf die persönliche Ebene zu schieben, ist … wir tun das jetzt nicht qualifizieren, weil sich das selbst qualifizieren tut. Dass allerdings der studierte Politologe Dickinger uns einen politischen Konflikt als persönliche „Fehde“ vergackeiern tun will, lässt tief blicken lassen. Er sollte vielleicht das eine oder andere Semester noch einmal absolvieren tun und dabei die Lauscher aufstellen tun. Die Personalisierung eines politischen Konflikts tut der typische Versuch eines Politikers sein, die Vorgänge mit Worten vernebeln zu tun und den Bürgerinnen und Bürgern Sand in die Augen streuen tun. Dass der Kammerhofer geht, ist eine Schande für die SP-Gmunden. Der Mann ist rotes Urgestein. Der war schon in der Partei aktiv, da hat so mancher seiner Gegner in der SP-Gmunden noch an Windeln geschnüffelt.
Besonders nett tut die Behauptung sein, wir täterten behaupten, „alle seien korrupt“. Das Wort „alle“ tun mir bei politischen Einschätzungen nicht kennen tun. Wir tun immer sagen, wer gemeint ist, gell! Dafür tut im ganzen Blog, auf den der Dickinger sich beziehen tun tut, das Wort „korrupt“ gar nicht vorkommen. Offenbar hat er inzwischen eine NLP-Schulung besucht (das ist das, womit Figuren wie KHG Interviewer und Zuhörer nerven tun): behaupte etwas, was gar nicht gesagt worden ist, und widersprich dieser Eigenerfindung heftig. Damit lenkt man vom Kern des Problems ab und tut sich die Antwort auf unangehme Fragen ersparen tun. Wir haben ausserdem angenommen, dass der Dickinger in der Lage sein tut zu merken, wenn ein Text ins Satirische kippen tut. Wenn er von uns als „grösster Intellektueller Gmundens“ bezeichnet werden tut, dann tut das eine satirische Übertreibung sein, gell. Ein bisserl was zum Lachen halt, gell! Weil ein bisserl lächerlich tut das schon sein tun, was hier „politisch“ abläuft, gell!

Klar kann einer in der Politik Fehler machen tun, das tut doch nicht die Frage sein. Jeder würde politische Fehler machen tun, auch wir vom Team Gmundl. Das Problem tut aber sein, dass der Kammerhofer genau diese Frage gestellt hat: die nach den Fehlern und deren Ursachen. Mehr hat er ned braucht haben tun! Wir tun niemandem Fehler vorwerfen, wenn es wirklich Fehler waren. Komisch ist nur, dass in Gmunden von den selben Leuten immer wieder die gleichen Fehler gemacht werden tun. Auf unseren eigentlichen Vorwurf, die Verquickung von Stadt, Politikern und Asamer-Konzern und warum die SP mit keinem Wort gegen diese Vermanschung auftreten tut, tut der Dickinger schweigen. Auch eine Art von Antwort.

Der Rest (im wahrsten Wortsinn) von Dickingers Rechtfertigungsblog tut ein wehleidiges Sammelsurium von unpolitischem Gsuder (Copyright Alfred Gusenbauer) im rein persönlichen Bereich sein. Keine politische Antwort auf politische Fragen. Ein typischer Trick von schwächelnden Politikern aller Farben: politische Kritik als persönliche Befindlichkeit der Kritiker abzutun bis hin zum in diesem Zusammenhang grenzenlos dummen Wort „Hass“. Lieber Dickinger! Mir tun Sie ned hassen. Nein, eher betrauern. Weil es schad sein tut, wenn jemand nicht mehr merken tut, was in der Stadt und bei der Mehrzahl der Menschen vorgehen tut. Wir tun nix dafür können, wenn Politiker sich immer wieder so verhalten tun, dass das dumme Vorurteil genährt wird, dass die ohnedies alle korrupt, dumm oder sonstwie ausgerastet sind. Vor allem weil es auch all jene treffen tut, die was parteiübergreifend nicht so sein tun.

Noch was wollma erwähnen tun: der Dickinger ist wirklich schlau. Damit sich die Zugriffszahlen auf seinen Blog besonders eindrucksvoll ausmachen tun, tut sich der Zähler bei jedem Klick, den jemand auf der Seite machen tut, um eins erhöhen (Stand heute!). Wenn also der geneigte Besucher sich von einem Menupunkt zu einem anderen klicken tut, wird das immer als ein Besucher gezählt. Wenn sich daher jemand durch alle Punkte durchklicken tut, hat der Dickinger, auch wenns nur eine Person gewesen sein tut, gleich fünf, sechs oder zehn Besucher gehabt. Verwirrspiele halt.

Jaja, so clever ist er, der Dickinger. Es tun genau diese Tricksereien sein, die was die Bürgerleins satt haben tun, gell! Liebe Leute, tuts das jetzt ned alle ausprobieren tun, oder nur mit zwei Klicks, gell, weil sonst tut der Dickinger bald soviele Besucher haben tun, dass er sich vor seiner eigenen Schlauheit zu fürchten beginnen wird. Es gilt jedenfalls: angezeigte Besucherzahl mindestens durch 10 dividieren, dann tut man auf die Zahl derer kommen, die was sich den Dickinger wirklich anschauen tun.

Die Kommentare einiger seiner Parteigänger zu/auf seinem Blog tun dafür sowas von peinlich sein tun. Klingt wie die PRAWDA des Jahres 1970 oder so. Oder Nordkorea 2013. De gustibus non est disputandum …

Aber einmal sollten auch die Fans vom Team Gmundl und unserem Blog sich die Dickinger-Bloggerei angucken tun. Sie tun dann ein recht gutes Bild vom Politiker Dickinger bekommen tun. Einem Politiker, der nicht kapieren tut, dass sich inzwischen viel Unmut aufgestaut hat, so viel, dass sich Gruppen von Leuten bilden tun, die was gemeinsam was gegen die Zustände unternehmen, die hier herrschen. Wie wir vom Team Gmundl zum Beispiel. Weil das tut der ganz grosse Irrtum vom Dickinger sein tun: glauben zu tun, dass wir nur einer sein tun. Das Erwachen wird bitter sein tun.

So! Das war einmal für alle Mal. Mir werden keinen Krieg gegen den Dickinger führen, auch wenn Teile seiner Partei einen Krieg gegen Kritiker führen. Wir werden ihn kritisieren tun, wenns was zum Kritisieren geben tut. Wir werden ihn loben tun, wenns was zum loben tun gibt. Wir werden für das freie Wort in Gmunden kämpfen tun. Gegen alle Mächte, gegen jeden Politiker, gegen alle, die versuchen tun, das freie Wort zu behindern. Früher war die Sozialdemokratie auf der Seite solcher Kämpferinnen und Kämpfer. Heute tun leider Teile der Gmundner SP scheinbar selbst mitmachen tun beim Kampf GEGEN das freie Wort. Es liegt an der Gmundner SP, diesen Eindruck glaubhaft zu widerlegen. Wenn die Genossen Vorschläge brauchen, wir vom Team Gmundl beraten sie gern, auch wenn wir eine stabile Beratungsresistenz vermuten tun.

Irgendwann heute tuts noch einen zweiten Kommentar im Blog geben, weil es nämlich die Aktualität so verlangen tun tut. Wenn die ÖVP eine Pressekonferenz geben haben tut, in der sie die anderen Parteien in die Hotel-Geislhaft nimmt (allerdings: selber schuld die anderen), dann tut das für uns ein Thema sein tun. Weil ein Argument hat uns besonders gut gefallen haben tun. Auf das werma besonders eingehen tun. Also unbedingt lesen und weiterempfehlen! Mir wissen nur ned, ob wirs heute noch online bekommen tun. Weil mir tun die Kommentare alle gegenlesen tun, weil mir nämlich ein Team sein tun (früher hat man das „Redaktionskollektiv“ nennen tun, aber das tut heut net mehr so richtig cool klingen tun).

Auweiha! Mir ham shcon wieder viel zviel geschrieben. Aber jeder von uns hat noch ein Absatzerl dazuknallen wollen, und da noch eine Bemerkung, und dort einen Hinweis … und schon samma wieder zlang!

Bis später & tschüss!

Team Gmundl

 

To whom it may concern:

Umsonst sei all dein Ringen nach Kränzen blut’gen Ruhms,
Dein Name sei vergessen, in ew’ge Nacht getaucht,
Sei, wie ein letztes Röcheln, in leere Luft verhaucht!
Ludwig Uhland, Des Sängers Fluch

 

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Eine Antwort

  1. dass gerade Ihr die „Peinigung der deutschen Sprache“ kritisiert finde ich ausgesprochen witzig! (oder tue ich witzig finden tun)

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