Wenn der Freunschlag plauscht …

… dann kannst annehmen, dass es eine Schmähtandelei ist. Oder?

Ein Interview und sein Wahrheitsgehalt

Eine Erkenntnis von Bruno Beinhart

Das Archiv ist die Rache des Journalisten, hat ein ORFler einmal gesagt. Nun gut, zumindest sind Archive mitunter aufschlussreich. Bei meinen unermüdlich durchgeführten Recherchen bin ich auf ein Interview in der Kronenzeitung gestossen. War am 23. Jänner 2014 drin, also rund um jenen unsäglichen Gemeinderat, in dem eine noch unsäglichere ÖVP mit absolut unsäglichen Tricks und mit Hilfe von total unsäglichen FPlern einen absolut unsäglichen Beschluss unter völlig unsäglicher Rechtsrelativierung gefasst hat.

Da hat der Freunschlag in der Krone ein Interview gegeben. Als Vertreter der GMP-Group. Wir haben inzwischen gelernt: „Group“ steht immer für den Zusammenschluss einiger Leute, die kein Geld haben, aber so tun als ob. Und sich dann „Inwestohren“ und „Group“ nennen, damit die angeblich dumme Bevölkerung und ein paar besonders dumme Politiker glauben, dahinter stehen viele Leute und noch viel mehr Geld. In Wahrheit ist es natürlich genau umgekehrt: keine Leute und ka Kohle.

Dortselbst also sprach Herr Freunschlag vollmundig: „… bis Ende Februar wollen wir alle Unterlagen abgeben.“ Wie ich diese Woche öffentlich machen durfte, ist es aber so, dass die Inwestohren nicht einmal noch alle Unterlagen bezüglich der erwünschten Förderung beim Land eingereicht haben. Da fragt man sich: was erzählt dieser Herr eigentlich? Was von dem, was er sagt, darf man ernst nehmen? Welche seiner Aussagen darf man zum Nennwert nehmen? Und vor allem: wann endlich werden die unsägliche ÖVP und ihre Trittbrettfahrer von der „gespaltenen“ FPÖ zur Kenntnis nehmen, dass man mit solchen „Vertragspartnern“ eher keine Geschäfte machen soll und darf? Nichts von dem, was die Inwestohren so behaupten, ist bisher eingetreten. In diesem Interview sagt der Freunschlag übrigens auch, dass es „wohl noch bis Mai dauert bis zum wirklichen Baustart“. Denn „erst muss der Baubescheid für die Luxus-Chalets da sein.“ Und die Förderung vom Land muss auch da sein, das sagt er in diesem Gespräch nicht, aber sonst überall. Auch wenn es absurd ist, dass ein 85-Millionen-Projekt an vier Millionen Landesförderung hängen soll.

Aber inzwischen wissen wir, warum die das dauernd wiederholen, dass sie ohne Landesförderung nicht bauen. Weil nämlich in den Richtlinien steht, dass nur Projekte gefördert werden dürfen, die ohne Landesmittel nicht zustande kommen. Gemeint war das natürlich ein bisserl anders: damit soll verhindert werden, dass Projekte, die ohnedies realisiert werden könnten, nebenbei auch noch ein paar Millionen Steuergelder aus der Landesförderung mitnehmen. Aber genau das geschieht hier. Wer 81 Millionen finanzieren kann, der kann auch 85 Millionen finanzieren. Oder anders gesagt: wer keine 85 Millionen auf den Tisch legen kann, schafft auch keine 81 Mille. Darum rennt der Freunschlag herum und sagt dauernd, dass er ohne Landesmittel nicht bauen wird. Weil er meint, damit die Bestimmungen des Landes zu erfüllen: ohne Förderung kein Bau. Aber wie gesagt: das war anders gemeint. Und die machen genau das, was verhindert werden soll: ein Projekt, dass sich selbst finanzieren müsste, soll mit Landesmitteln hochgezogen werden. Wie wir schon an anderer Stelle früher dargestellt haben: die vier Millionen fliessen kehrtwendend zurück an die privaten Käufer der Luxus-Chalets (im Rahmen eines Preisnachlasses, der in Summe fast die Höhe der erwünschten Landesförderung erreicht).

Der Fall Lacus Infelix wird eines Tages noch als Schulbeispiel an den Wirtschafts-UNIs gelehrt werden. Als Schulbeispiel für den Irrsinn unfähiger Politiker, für das unglückselige Zusammenspiel zwischen dilettierender Politik und ebenso dilettierenden „Inwestohren“, für die Verfilzung von Stadtpolitik, Parteien und Wirtschaft. Und ein Schulbeispiel dafür, wie man ein wichtiges Projekt am falschen Ort, mit den falschen Leuten und mit den falschen Argumenten formvollendet vermurkst.

Auf jeden Fall stellt sich beim Wiederlesen des Interviews vom Februar die ernsthafte Frage: wer ist noch so verrückt, seine politische Zukunft (und die städtebauliche Zukunft Gmundens) in die Hände solcher Leute zu legen? Und sage in einem oder zwei Jahren keiner der Verantwortlichen, man habe nichts gewusst … Man hat gewusst und – aus wer weiss welchen Gründen – entgegen diesem Wissen gehandelt. Daran wird zu erinnern sein. Und man wird überlegen müssen, wie man die Verantwortlichen dereinst ernsthaft in die Haftung nimmt, und zwar in eine Haftung, die sie spüren. Nicht irgendein Wischiwaschi von politischer Verantwortung, der man sich natürlich stellt, indem man im Amt bleibt.

Eigentlich sind jetzt schon eine ganze Reihe von Rücktritten fällig! Oder etwa nicht, Herr Bürgermeister?

Bruno Beinhart für das Team Gmundl

Ihre Augen werden Ohren machen!
Ihre Ohren werden Augen machen!
Gmundl kommt ins Haus.
Direkt zu Ihnen.
Demnächst.
Fasten seatbelts, stop smoking!
Denn der Irrsinn ist überall.
So wie der Herr Gmundl.
Das Schweigen hat ein Ende.
Da bleibt kein Auge trocken.
Hosenflattern ist angesagt.

 

 

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2 Antworten

  1. winever.kr

    Wenn der Freunschlag plauscht … | gmundl

  2. Rücktritt von „Wir sind BGM von Gmunden“ – sprich Ehepaar Köppl in Fassung Nr 3 – ist unwahrscheinlich bei DEM Niveau der Gmundner Bevölkerung. Der typische Gmundner hat ein Rückgrat wie ein Gartenschlauch und einen IQ auf dem Niveau der Dienstbotenmentalität – „Herr Karl“ lässt grüssen!

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