Verwirrung um Lacus Infelix

Jaja, Ihre Babsy ist verspätet dran. Wollte schon am Sonntag den Blog erledigen, aber wie es so ist: die Hitze, die Hitze. Habe zwar meinen superknappen Bikini nicht gefunden, mit dem ich mich eher nicht ins Gmundner Strandbad trauen würde, weil, na gut, lassen wir das, aber manche sind aufklärungsmässig noch nicht so weit. Weissenbachtal wollte ich auch nicht, weil ich blöderweise hier im Blog schon geschrieben habe, dass ich dort nackert herumkugle. Wer weiss, wer da aller spechtln kommt. Nee, wollt ich auch nicht. Aber zum Blog-Schreiben doch zu faul, sonst bin ich fleissig wie eine Biene, na zumindest fast. Aber es gibt einen neuen Geheimtipp für Nacktbadende aller Geschlechter, den ich hier natürlich jetzt nicht verrate, weil dann ist es kein Geheimtipp mehr. (Nicht so wie der Fellner in seinem „Österreich“, da werden dauernd irgendwelche angeblichen Geheimnisse … aber lassen wir das!) Und wenn es kein Geheimtipp mehr ist, dann hocken dort alle herum, inklusive der Spechtler. Aber so war es sehr gemütlich. Jetzt wissen Sie also, warum Ihre Babsy verspätet liefert und verzeihen ihr!

Ja, der SP-Dickinger hat zwei offene Brieferln beschrieben. An den Asamer und an den Freunschlag (das ist der, welcher angeblich das Geld, das er nicht hat, ins Hotel investiert, wir nennen ihn darum ja hier nur „Inwestohr“). Eigentlich sind die beiden Briefe auf eine bestimmte Art völlig und total sinnlos. Weil: die Fragen, die der Dickinger stellt, beantworten sich aus den Ereignissen von selbst. Ausserdem darf man im Gedenken der Ereignisse der letzten Jahre eher nicht davon ausgehen, dass die darauf so antworten, wie es die Öffentlichkeit erwarten darf, nämlich ohne neue Schmähs und ohne weitere Vernebelungen. Wenn ich ehrlich bin, ich fand die beiden Briefe diesbezüglich schwach. Ein Vzbgm. braucht bei denen nicht höflich nachzufragen angesichts der Vorgeschichte! Er sollte in Wirklichkeit sich selbst die auf der Hand liegenden Antworten geben und die der Bevölkerung mitteilen. Aber wahrscheinlich wollte er damit die Sommerflaute überbrücken, oder so ähnlich. Warum wir die beiden Briefe hier trotzdem bringen? Weil sie trotzdem interessant sind: sie zeigen nämlich doch recht deutlich, dass wir, die Bevölkerung, von den fiktiven Hotelerbauern und Möchtegerninvestoren seit Ewigkeiten an der Nase herumgeführt werden. Verarscht werden. Verhöhnt. Diese beiden Briefe sind sozusagen die Chronik dazu. Aber wie gesagt: die Antworten könnte der Dickinger sich selbst geben. Konmt vielleicht noch. Wir bleiben ja weiterhin recht skeptisch, was die Haltungsänderung der SPÖ in Sachen Lacus Infelix betrifft. Oder sagen wir: nicht der SPÖ, sondern jener Leute, die dort im Moment das Sagen haben. Zu oft wurde die Linie schon geändert. Aber Ihre Babsy gibt die Hoffnung nicht auf: vielleicht bleiben sie diesmal auf Kurs. Und jetzt einen heissen Grog nach diesem Temperatursturz. Der wird Ihrer Babsy echt gut tun!

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OFFENER BRIEF AN KURT ASAMER                  

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Sehr geehrter Herr Asamer!

Die Hotel-Causa „Lacus Felix“ begleitet uns nun schon seit vielen Jahren. Deren Chronologie, Wege und Irrwege, sind Ihnen wohl besser bekannt als uns allen, haben sie doch die wesentlichen Weichen gestellt. Ich weiß nicht mehr, wie viele Male Sie oder „Firmensprecher“ gegenüber der Stadtgemeinde und den Medien den „Baubeginn“ angekündigt haben. Sie waren es, der den als „Investor“ gefeierten Peter Freunschlag in’s Boot geholt hat. Wie lange hat der „Investor“ Freunschlag nun Investoren gesucht? Wie oft hat Herr Freunschlag angekündigt, „in Kürze“ eben solche namhaft zu machen? Die ÖVP-Mehrheit im Gmundner Gemeinderat, Ihre „Freunde“, haben mehrfach den Rückkauf der Seebahnhof-Gründe verhindert. Zuerst wollte die ÖVP Ihnen bzw. Freunschlag „noch Zeit geben“, zuletzt war nur noch von der Gefahr eines „jahrelangen Rechtsstreits“ die Rede. In der letzten Gemeinderatssitzung haben Ihnen ÖVP, FPÖ und Stadtliste noch eine „letzte Frist“ (habe ich schon öfter gehört) eingeräumt, im September wird erneut über den Rückkauf abgestimmt.

Nun haben wir von „kompetenter Seite“, auch aus Ihrem Hause, „gehört“, Herr Freunschlag sei seit Monaten nicht mehr „im Spiel“, die Verträge zwischen Asamer und Freunschlag seien seit Monaten (?) „abgelaufen“, während eben dieser Herr Freunschlag in den Medien immer wieder behauptet, er sei weiter mit dem Projekt beauftragt („Wer soll es denn sonst machen, wenn nicht ich?“). Ich erwarte von Ihnen, dass Sie endlich „hochoffiziell“ die Stadtgemeinde (nicht nur die ÖVP) und die Bevölkerung über die wahre Sachlage informieren.

Vor diesem Hintergrund ersuche ich dringend um die Beantwortung folgender Fragen:

a)    Ist es richtig, dass Herr Freunschlag mit den Vorhaben und Abläufen des Hotel-Projektes (und des Wohnbauprojektes auf den ehem. „Holzinger-Gründen“) nichts mehr zu tun hat?

b)    Wenn JA, wann sind die Verträge abgelaufen und warum haben Sie die Stadtgemeinde und die Öffentlichkeit nicht über diesen Umstand informiert?

c)    Wenn JA, warum dementieren Sie die öffentlichen Aussagen Freunschlags nicht?

d)    Wenn JA, haben Sie „die Gemeinde“ etwa doch informiert und diese Information „exklusiv“ Bürgermeister Köppl zukommen lassen, was dieser freilich dementiert?

e)    Wenn JA, wie geht es mit dem Hotelprojekt aus Ihrer Sicht weiter? Wer ist nun mit der „Entwicklung“ beauftragt? Haben Sie nun endlich „Investoren“ und – wenn JA – wer sind diese?

 Mit freundlichen Grüßen

Vizebürgermeister Dr. Christian Dickinger, SPÖ-Stadtparteivorsitzender

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 OFFENER BRIEF AN PETER FREUNSCHLAG                  

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 Sehr geehrter Herr Freunschlag!

Unter „normalen Umständen“ würde ich ein Schreiben an Sie mit folgenden Worten einleiten: „Da Sie gewiss intensiv mit der Entwicklung des Hotelprojektes „Lacus Felix“ in Gmunden beschäftigt sind, will ich Ihre kostbare Zeit nicht über Gebühr in Anspruch nehmen …“ Nun sind aber seit einiger Zeit doch ernsthafte Zweifel ruchbar geworden, ob Sie mit diesem Projekt überhaupt noch etwas zu tun haben. „Man hört“, und dies durchaus von „kompetenter Seite“, dass die Verträge zwischen Ihnen und Asamer „abgelaufen“ seien. Andererseits habe ich kurz nach der letzten Gemeinderatssitzung, in welcher von ÖVP, FPÖ und Stadtliste die Tagesordnungspunkte bezüglich „Rückkauf durch die Gemeinde“, der uns vertraglich zusteht, auf September „verschoben“ wurden, in einer Tageszeitung gelesen, dass Sie davon nichts wissen würden. Sie wurden mit folgenden Worten zitiert: „Wer soll es denn sonst machen, wenn nicht ich“?

Eine gute Frage! Viel lieber wäre mir allerdings eine schlüssige und verbindliche Antwort auf die Frage, ob Sie nun noch immer mit der Projektabwicklung Hotel und Wohnbebauung beauftragt sind! Höflichkeit und Professionalität gebieten es, diese meine Fragen nicht unbeantwortet zu lassen, die Stadtgemeinde und die Öffentlichkeit haben ein Recht darauf, dass uns endlich „reiner Wein“ eingeschenkt wird.

Vor diesem Hintergrund ersuche ich dringend um die Beantwortung folgender Fragen:

a)    Sind Sie noch Vertragspartner der Asamer-Firmen und weiterhin mit der Abwicklung und „Investorensuche“ beauftragt?

b)    Wenn JA, wann darf die Öffentlichkeit mit der Namhaftmachung eines oder mehrerer Investoren rechnen?

c)    Wenn NEIN, warum behaupten Sie gegenüber Medien, Sie seien weiterhin mit der Projektabwicklung des Hotels und der Chalets betraut?

Mit freundlichen Grüßen

Vizebürgermeister Dr. Christian Dickinger, SPÖ-Stadtparteivorsitzender

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Tja, ob die auf diese Fragen mit mehr als …. antworten werden? Man wird sehen …

In den nächsten Tagen führen wir die Debatte um die Regio-Tram weiter, die jetzt richtig heftig wird. Langsam erwacht der Ort …

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

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