Sommerdolm 2014

Liebe Leserleins!

Bevor Eure Babsy Blitzschnell sich endlich blitzschnell über die Häuser haut und die Sommergeschäfte an den lieben Bruno weiterreicht, darf sie noch namens des Teams Gmundl die virtuelle Auszeichnung

„Dolm des Sommers 2014“

überreichen. Wir konnten bei dieser Entscheidung naturgemäss aus dem Vollen schöpfen, die Entscheidung war wirklich schwer, aber wir haben all jene ausgeschieden, die sich für die Dolme des Jahrzehnts qualifiziert haben, und da blieben dann zwei sehr attraktive und um das Dolmwesen verdiente Einrichtungen über, die sich diesen Titel teilen dürfen.

Einerseits ist das die OÖ Seilbahnholding stellvertretende für all jene, welche die neuen Häuser der Berg- bzw. Talstation der Seilbahn zu verantworten haben. Ein leiser Applaus und laute Pfuirufe also mal für diese Leute und unter anderem dank diesem Bau (ein Bild der Bergstation, für all jene, die noch nicht oben waren, und das sind wohl die meisten Einwohnerleins der Stadt):

seilbahn_berg_1

Man beachte die wirklich gelungene Industriearchitektur, die sich an das Grün der Bäume anhaltenden Glaseinlagen in auqamarin-grün sowie den Look, der echtes Salzkammergut-Feeling verströmt. Eindeutig: ein solcher Bau kann nur hier stehen. Und unsere Besucherleins aus den deutschen Industriegebieten fühlen sich sofort total heimisch. Dass es auch anders geht, zeigt das neue Haus der Naturfreunde am Traunstein (und das, ohne den Lederhosenlook zu strapazieren).

Der zweite Preisträger ist die Wirtschaftsstelle der Gemeinde Gmunden in Tateinheit mit der Stadtgemeinde und den örtlichen Tourismusverantwortlichen. Denen ist es gelungen, den diesjährigen MONDSCHEINBUMMEL auf einen geradezu eleganten Termin zu legen. Wie der Name sagt: man bummelt im Mondschein. Hier sind jetzt alle Besucherleins und Bummlerleins schwer gefragt: bummeln können sie selber – und leuchten müssen sie auch eigenhändig. Denn die Verantwortlichen haben den Mond nicht in ihre Überlegungen mit einbezogen: am 31. 7. ist es gerade mal vier Tage nach Neumond – viel wird da also nicht scheinen.
Unter einem Mondscheinbummel stellt sich das romantische Gemüt Ihrer Babsy schon was deutlich Anderes vor! Kein Wunder, dass man da in Gmunden keinen Lover findet – wenn mich einer bei fast noch Neumond zu einem Mondscheinbummel einlädt, frage ich ihn, ob es ihm auch wirklich gut geht … oder ich fürchte, es ist einer in die Richtung Jack the Ripper, der in den dunklen Ecken Gmundens frauenmordet.

Perfekt wird diese tolle Sache damit, dass das Tourismusbüro an diesem Tag auch angebliche „Mondscheinführungen“ veranstaltet – die erste um 17 Uhr. Da ist gewährleistet, dass man und frau nicht einmal die dünne Sichel des gerade erst zuzunehmen beginnenden Mondes sehen, also gar nicht merken, dass kein Mondschein da ist. Auch bei der Führung um 19 oder 21 Uhr sollte man eher nicht erwarten, vom Schein des Mondes getroffen zu werden. Liebe Bewohnerleins, lasst Sonnen- und Mondbrillen zu Hause. Weder das Licht der einen noch das des anderen wird nächtens die Augen blenden. Aber immerhin, wer die dazugehörigen Plakate genau studiert, wird bemerken, dass da ein Ironiker oder eine Ironikerin am Werk war: dem Mond wurde eine Zipfelhaube verpasst. Da war jemandem wohl klar, dass der gute Mond noch als dünner Nach-Neumond im Bett liegt und schnarcht, folglich der Mondscheinbummel ein Strassenbeleuchtungsbummel sein wird (so irgend wann ab 21h30 oder so, weil wir haben nämlich Sommerzeit auch noch, weshalb das Strandbad ebenfalls schon um 20h zusperrt).

So, das waren die Sommerdolme 2014. Mögen die Pfuirufe noch lange in deren Ohren widerhallen!

Diese Woche geht es weiter mit der Diskussion um die Regio-Tram. Bis dann!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Otis Spann und „Moon Blues“

Diana Krall – Fly me to the moon

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4 Antworten

  1. *dingdong* da fällt mir ja noch was ein …..

    Wir näheren uns ja einem weiteren Höhepunkt der jährlichen Gmundner Events, dem Restlmarkt.

    Vor einigen Jahren konnte man dort (auch bei den Gmundner Kaufleuten für das Lacus Wirdnixx) doch wirklich Schnäppchen machen. Markenjeans für 70 Schilling, Boss Pullover für 350 Schilling etc.

    Wir haben uns da praktisch jedes Jahr eingekleidet. Marken Bekleidung im Wert von 30000 Schilling für 5000 Schillinge. Lederjacken, Hosen, Schuhe, Taschen etc.

    In den letzten Jahren findet man allerdings kaum noch „richtige“ Schnäppchen.
    Entweder handelt es sich um, extra für den Markt zusammen gekauftes, Schrottgelumpe oder Dinge, die so lächerlich reduziert sind, dass mir die Tränen kommen.

    Eine Jacke, von 700 Euro auf 399 Euro reduziert, ist mir schlicht zu teuer. Zumal viele Dinge eh schon viel zu teuer angesetzt sind, die man woanders eh für einen Bruchteil des Preises bekommt. Da bin ich geizig und verfresse das Geld lieber^^ oder kaufe mir mehrere Sportwagen oder überziehe meine Türklingen und Wasserhähne mit Gold oder baue ein 5-Sterne-Hotel ….. *huch* jetzt fantasiere ich schon wieder.

    Immobilien findet man ja auch eher selten auf dem Restlmarkt. So ein nettes Haus, in Seelage, statt 3 Millionen für 300.000 Euro wäre ja auch mal was. Gerne auch auf verseuchtem Gebiet, so wie das Seebahnhof Gelände.
    Aber solche Dinge bleiben ja nur bestimmten Leute vorbehalten, die genug (ACHTUNG : WORTSPIEL!) Schotter haben.^^

    Naja, trotzdem wird noch das eine oder andere Schnäppchen dabei sein.

    Viel Spaß bei der Schnäppchenjagd ….

  2. Mondscheinbummel ab 17 Uhr ist von jeher schon dem Altersheimambiente von Gmunden geschuldet – um spätestens 18 Uhr sind ganzjährig seit einigen Jahren in Gmunden die Gehsteige in die Höhe geklappt.
    Das Ambiente negieren schon seit Jahren Touristen – die kommen nie wieder, weiters American-Cup-Segler, die sich zum Traunsee verirren, da er schwer zu segeln ist als Nichtsegelgebiet und potentielle Käufer von EW`s um 900000 Euro.

    • hmmmm ….. ich weiß jetzt nicht, woher Sie immer Ihre Informationen beziehen.

      Also ich war letztes Jahr beim „Mondscheinbummel“, zwar nicht zum einkaufen, sondern wegen einer Feier.

      Wir waren von ca. 18.00 – 23.00 Uhr in der Stadt unterwegs (an verschiedenen Orten) und die Stadt war relativ voll. Nicht nur die Stadt, sondern auch die Esplanade und Càfes. Es waren sehr viele „Einheimische“ unterwegs und Touristen habe ich da relativ wenig gesehen.

      Wie es dieses Jahr war, mag ich nicht zu beurteilen, denn das Wetter war sehr schlecht …..

      Wir haben nichts über die Anzahl der Leute geschrieben – das ist auch zweitrangig. Dass die meisten angeblichen „Touristen-Attraktionen“ die Zielgruppe verfehlen, kann man auch rundum überall in Gmunden beobachten. Die ganze „Mondscheinbummel-Aktion“ ist in Wahrheit ein getarnter Sommerschlussverkauf, und da sind halt die Jagdkommandos in rauen Scharen unterwegs. Wenn es etwas billiger gibt, sind die Massen noch zu bewegen. Dass Gmunden mit solchen Billig-Aktionen sich nicht gerade für Qualitätstourismus qualifiziert, ist auch klaro.
      Wir haben uns nur erlaubt, einen Mondscheinbummel zu kritisieren (und für ziemlich doof zu halten), der so angesetzt wird, dass der Mond (unabhängig vom Wetter) schlichterdings nicht zu sehen ist, und dass Mondscheinführungen um 17 Uhr angesetzt werden. Das ist wirklich dolmwürdig. Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl

      • tztztztztztztz war doch eine Antwort auf das diskriminierte Totenglöckchen, das in die große weite Welt hinaus zog ……

        Jajaja! Wissen wir. Aber es war ein schöner Vorwand, noch ein paar Bemerkungen nach zu schieben … Bruno B. f. d. Team Gmundl

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