Gmundner Geschichten

Heute bringen wir wieder einen Beitrag von AndyB Gabt. Ist ein schönes Stimmungsbild. Schön vielleicht doch nicht. Aber Stimmungsbild.

Der gestrige Beitrag vom Seehund hat ziemlich viel Staub aufgewirbelt und jede Menge Zugriffe erzeugt. Bitte unbedingt die Kommentare zum gestrigen Beitrag lesen. Die Diskusson läuft langsam an. Vielleicht zu spät.
Morgen dann ein Hammer-Beitrag über Investoren, Hotels und Finanzwelt.
Lasst euch überraschen, lieber Leserleins.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


AndyB Gabt – Betrachtungen

Ich muss sagen, ich resigniere so langsam, daher habe ich auch länger nichts mehr geschrieben.

Man wird in Gmunden nichts verändern. ÖVP (und FPÖ) werden am Drücker bleiben und auch die nächsten Jahre wieder gewählt werden. Es gibt, wie auch in diesem Artikel deutlich wird, keine Alternative. SPÖ unfähig, Grüne zu klein.

Also müssen wir weiter mit Köppl (oder seinem Nachfolger) leben, da nutzen auch keine Rücktrittsforderungen was.

Er wurde kein Projekt verhindert! Das “Lacus Wirdnixx” hat sich selbst verhindert und Asamer hat sich selbst aus dem Rennen gekickt.

Die Gmundner Bürger wachen immer dann auf, wenn es schon zu spät ist (Regio) oder lassen sich von falschen Versprechungen einlullen. Oder wissen überhaupt nicht, was um sie herum geschieht oder es interessiert sie halt nicht.

Straßenbahn nach Vorchdorf? Tolle Sache! Das es sich um ein 50 Tonnen Monster handelt und 32 Meter lang ist, sich alle 15 Minuten durch die Innenstadt quält und das ganze Stadtbild völlig verändert (versaut), damit hat natürlich keiner gerechnet. Der wirtschaftliche Nutzen wird bei Null liegen.

Firmen, die der Stadt mit “Verlegung des Firmensitzes” drohen, wenn ihr Projekt X nicht realisiert wird, sollten überhaupt von allen öffentlichen Projekten ausgeschlossen werden.

Als nächstes wird wieder das Thema “Thermen” auf den Tisch kommen, da die Thermen heuer Rekordumsätze vermelden. Das sich diese Umsätze nur durch den schlechten Sommer entwickelt haben, wird niemanden interessieren.
Therme – Rekordumsätze = “Wir brauchen eine Therme!”
Das wird gebetsmühlenartig so lange wiederholt, bis es alle glauben und auch noch fest davon überzeugt sind.

Es werden neue Asamers auftauchen und neue Investoren, die auch nur Schaumschläger sind.

Man kann aufklären, informieren und Hohn und Spott über die vermeintlichen Projekte, Investoren, Politiker ausschütten, aber ändern wird es im Grunde nichts.

Am Blog selber beteiligen sich viel zu wenig Leute. Es schreiben immer die gleichen Leute und richtige Diskussionen kommen nicht zustande. Schade.

Anderes Thema

Der jährliche “Restlmarkt” war heuer eine Katastrophe! Die Händler, die sich über die schlechten Besucherzahlen und schlechten Umsätze wundern, denen kann geholfen werden.

Richtige Schnäppchen gab es da kaum noch, einige wenige vielleicht, aber ansonsten ……
Vor einigen Jahren konnte man dort noch echte Schnäppchen machen, aber damit ist es vorbei.

Die Preise sind teilweise dermaßen lächerlich, da fällt mir schon nichts mehr ein. 50% auf Artikel, die man woanders immer zu diesem Preis bekommt, das hat mit “Schnäppchen” nichts mehr zu tun.

Ein Jeanshemd für 99 Euro (statt 199 Euro) und andere Fantasiepreise verfehlen den Sinn des Restlmarktes schon erheblich. Es genügt halt nicht, Produkte mit überhöhten Preisen zu versehen und dann den Leuten einen Preisnachlass von 50% vorzugaukeln.

Es ist ja nun kein Geheimnis, dass grade bei Bekleidungsartikeln mit einer Marge von 300 – 400% gearbeitet wird.

Ein Händler, der nun wirklich “Schnäppchen” hatte, erzählte mir, er hätte inzwischen nur noch 10% des Umsatzes gemacht, den er vor einigen Jahren gemacht hat.

So, ich habe fertig.


Dank an AndyB!
In einem Punkt wollen wir ihm widersprechen. Was die Diskussionen und die immer gleichen Leute betrifft. Das ist so nicht ganz richtig. Es stimmt, es schreiben immer wieder die selben Leserleins, aber das ist bei allen Onlinemedien so. Was man im Blog nicht sieht, sind die vielen Diskussionen, die sich jenseits des Blogs entwickeln. Da entsteht schon ein Druck und eine Dynamik. Es spricht sich herum. Und gerade bei der RegioTram finden wir auch ein durchmischtes Meinungsspektrum. Viele haben sich noch keine klare Meinung gebildet, wir auch nicht, und jetzt gibt es endlich Diskussion. Zeit wäre noch genug, um bei diesem Projekt etwas zu ändern. Verhindern kann man diese Form der „Strassenbahn“ wahrscheinlich nicht mehr. Aber wenn es wenigstens gelingt, die Einbindung und die Stadtgestaltung zu verbessern, wäre auch etwas gewonnen. Ob das möglich ist, wenn praktisch eine Eisenbahn durch die Stadt zischt statt einer Strassenbahn, ist natürlich die grosse Frage. Denn mit der alten Strassenbahn und der damit zusammenhängenden Nostalgie hat die neue Bahn nichts mehr zu tun. Und ob das viele Steuergeld in diesem Projekt sinnvoll angelegt ist, wird auch erst die Zukunft weisen.
Dass aber ein Politiker sagt: „Besser hier das Geld vergeuden als im Mühlviertel“, das ist ein starkes Stück. Man kann es kaum glauben. Aber hier herrscht halt die Mentalität: zahlt ohnehin das Land, der Bund, die EU. Ist aber, blöd aber wahr, immer unser Geld. Sollte man vielleicht den Verantwortlichen mal verklickern.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

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Eine Antwort

  1. Ein Schreckensszenario, was sich da einige Leute mithilfe dumpfbackiger Gemeindepolitiker für unser Gmunden da ausgedacht haben: Einen potthässlichen, monströsen Narrenturm wollen sie mitten in den Traunsee stellen, und eine nicht minder monströse Eisenbahn – an die 50 Tonnen schwer und 32 m lang, also alles andere als die beliebte Gmundner Straßenbahn von ehedem –, soll sich im 15-Minuten-Takt durch die Stadt wälzen und sie somit brutal durchschneiden. Unsere Stadtpolitiker, vor allem schwarzer Provenienz…, wollen uns damit glauben machen, dass solcherart die Stadt genesen, also wie Phönix aus der Asche steigen wird! Dass sie die Stadt mit diesen ihren Plänen nachhaltig ruinieren und die Lebensqualität der Gmunderinnen und Gmundner und ihrer Gäste massiv beeinträchtigen werden, schert sie nicht im Geringsten. Schließlich müssen sie als Handlanger zweier Familienclans denen unbedingten Gehorsam leisten und dafür Sorge tragen, dass diese den großen Reibach machen. Was dabei besonders empört: Das Hotel Lacus Infelix soll vom Land gefördert, die Regiotram aus Steuermitteln subventioniert werden, das heißt, dass wir als Steuerzahler nolens volens dazu beizutragen, sozusagen mithelfen müssen, unserer Stadt zu schaden!

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