Tram, Hotel und Fragebögen

Liebe Leserleins!

Noch immer schiebt eure Babsy hier Dienst, weil der arme Bruno hat sich schwer verkühlt, liegt mit Fieber und was Grippösem darnieder. Hoffen wir auf baldige Besserung!

Heute gibt es wieder ein paar Kommentare hier im Blog. Ein wichtiger Beitrag zur Bahn-Diskussion und einer, der auf die allgemeine Situation in Gmunden eingeht, auch das Hotel wieder ein wenig in den Blickpunkt holt und über die Fragebogenaktion des unabhängigen Gemeinderats Karl Kammerhofer (Ex-SP) nachdenkt.

Inzwischen sollten die Fragebögen in den meisten Haushalten angekommen sein. Liebe Leserleins, wenn sich der Kammerhofer schon so viel Arbeit macht und auch eine Menge Geld aus eigener Tasche riskiert, dann seid bitte so lieb, und füllt den Fragebogen aus und schickt ihn zurück. Weil das viel Geld kostet, wurde je Haushalt nur ein Fragebogen verschickt. Man kann sich jederzeit zusätzliche Fragebögen von der Homepage Kammershofers herunterladen. Bitte, das machen. Man muss nicht über alle Fragen glücklich sein, es können einem auch wichtige Fragen fehlen, aber wir denken schon, dass die Bürgereleins die Eigeninitiative Kammerhofers unterstützen sollten. Hier der Link zum Download:

http://www.arte77.at/report/images/Fragebogen.pdf

Ein paar Leserleins haben uns schon geschrieben, dass sie ihre Babsy und den Bruno als jene Leute genannt haben, von denen sie sich wünschen würden, dass sie eine grössere Rolle in der Politik Gmundens spielen sollen. Danke, wir hören das natürlich gern, und wer das glaubt, kann das auch gern in den Fragebogen schreiben. Allerdings versprechen wir: wir gehen nicht in die Politik, wir bleiben was wir sind, ein kleines Team (die anderen kennt man nicht, die aber wertvolle Hintergrundarbeit leisten), das von Parteien unabhängig bleiben will, weil wir nur so jenen unabhängigen lokalen Journalismus im Netz machen können, der uns vorschwebt. Aber schreibt uns ruhig trotzdem hin, es ist eine nette Geste und vielleicht auch für manche ein Signal. Dass der Blog gmundl.com für viele sehr wichtig ist, nehmen wir klarerweise an und hoffen, dass das entsprechenden Niederschlag in den Fragebogen-Antworten findet. Danke übrigens an Kammerhofer, dass er uns gleichberechtigt in die Liste der mächtigen Lokal-Zeitungen aufgenommen hat.

Das war es wieder einmal von
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


find-out2
Gesendet am 22.09.2014 um 3:37 nachmittags

Liebe Babsy Blitzschnell!
Irgendwie bin ich schon etwas traurig über Deine Mutlosigkeit, diesen W(B)ahnsinn noch verhindern zu können. Schon Adenauer selig hat sinngemäß gesagt, dass er sich nicht scheut zuzugeben, gescheiter worden zu sein und eine Sache nun anders betrachtet wie früher. Obwohl ich bei unseren Politikern da berechtigten Zweifel hege, gebe ich nicht auf.
Auch wenn alles beschlossen ist, die Entscheidung dafür aber auf – sagen wir´s im Moment noch einmal so – nicht ganz nachvollziehbaren Entscheidungshilfen wie falschen Fahrgastzahlen und absurden Potentialanalysen, die schwer am Thema vorbeigehen, entstanden ist, dann darf man sich schon fragen, ob sich die haupsächlichen Geldgeber – das Land Oberösterreich – das gefallen lassen.
In der Ausgabe vom 18.September2014, findet sich zu diesem Thema eine bemerkenswerte Aussage von Herr Stadtrat Sageder: Auf die Frage: ” Wäre das nicht auch ohne Strassenbahn gegangen”, gibt´s die schlichte Antwort: “Grundsätzlich schon, aber durch den Bau der Strassenbahn werden auch die Baumaßnahmen für die Begegnungszone finanziert und ermöglicht.”
Aber Hallo! Das heißt eigentlich, um neue Gasleitungen, Pflasterungen für Plätze und andere wichtige Sachen, für die normal keine Geldmittel vorhanden sind, zu bekommen, braucht man nur beim Land mit falschen Zahlen vorstellig zu werden und baut mit Landesgeld – also mit unserem Geld als Steuerzahler – einen Regionalzug – den keiner braucht lt. Herrn Sageder – durch Gmunden.
Da werden die anderen Kommunen in Oberösterreich dieses “Gmundner Finanzierungskonzept” schnell in ihre Budgetpläne einbauen!

Ich würde es nicht Mutlosigkeit nennen, sondern leider Realitätssinn. Nicht, dass der den RegioTram-Gegnern fehlt, aber es wurden ein paar Tatsachen geschaffen, die wahrscheinlich eine Umkehr im Denken verhindern. Man hat die Züge bereits bestellt, die kommen, da fährt wirklich die Eisenbahn drüber. Da in der Gesamtbestellung meines Wissens sieben Züge drin sind, und da sind die für die Gmundner Bahn benötigten einkalkuliert, kommen diese Züge auch, was immer wir hier wollen oder nicht wollen. Jetzt wäre es zwar noch möglich, dass man das Stadtverschandelungs-verschönerungs-Konzept mit dem Umbau des Klosterplatzes zu beenden und die Durchbindung abzusagen. Ja, vielleicht geht noch was, wenn andere Gemeinden aufstehen und sagen: so gehts aber nicht, dann wollen wir auch eine Bahn durchs Dorf, damit uns die Kanäle vom Land erneuert werden. Und dass das Land dann unter dem Druck anderer Gemeinden zurückzieht. Aber ob so ein Vorgang im Wahljahr wirklich möglich ist? Da wird sich kein Bürgermeister, die noch dazu mehrheitlich schwarz sind, trauen, so einen Wirbel zu veranstalten. Man hat doch schon beim Zubau zur Landesmusikschule gesehen wie das läuft. Der Landesrechnungshof hat dieses Vorhaben nicht genehmigt, weil Gmunden zu hohe Defizite macht, und daher diese Ausgabe nicht vertretbar ist. Da der Köppl aber schon den Spatenstich angekündigt hat, und der Rechnungshof 14 Tage vor diesem Spatenstich Einspruch erhoben hat, hat der Köppl – so erzählt man sich im Dorf – den Pühringer angerufen, und der hat dann angeblich den Rechnungshof zurückgepfiffen, womit der Spatenstich stattfinden konnte – unter Teilnahme gschaftlhuberischer Politiker. So läuft das hierzulande.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Zivilcourage
Gesendet am 22.09.2014 um 7:18 vormittags

Antwort an Babsy Blitzschnell
Liebe Babsy,
Du hast recht, die Parteivorsitzenden der Roten und Grünen halten sich derzeit in der Versenkung auf. Haben die Grünen hoffentlich keine Angst vor der eigenen Courage bekommen? (wegen der machtpolitischen Abweisung der Klage an die Staatsanwaltschaft in der Causa Lacus Felix durch die damalige ÖVP Justizministerin). Ziehen die Grünen jetzt ängstlich den Schwanz ein? Sie müssten den Kontakt zu den Bürgern suchen. Aber wenn man einen Gemeinderat/in zufällig trifft u. ihm eine Frage stellt, hat er/ sie weder Zeit noch Lust zur Diskussion u. fühlt sich irgendwie belästigt. Meiner Meinung nach muss jemand, der in die Politik geht, dies aushalten, oder er muss geregelte Sprechtage abhalten. Aber nichts passiert hierorts. Man hat das Gefühl, die Bürger werden allein gelassen u. dann vor vollendete Tatsachen gestellt. Die Roten geben nicht einmal eine Parteizeitung heraus, obwohl sie von Steuergeldern finanziert werden. Die ÖVP nützt das Gemeindesteuergeld für ihre Werbung.
Bei der GR Sitzung wird die Öffentlichkeit bei wichtigen Themen ausgeschlossen.
Bei dieser lokalpolitischen Konstellation können die wirtschaftlichen Einflussnehmer gut agieren. Die Leute dumm und uninformiert halten, das war schon immer die Devise von Machthabern, nur dann sind sie gut manipulierbar.

Was die Umfrageaktion von Herrn Kammerhofer anlangt, so ist er wie es aussieht ein Idealist. Warum tut er sich das an? Glaubt er wirklich an das Gute im Menschen? Wie will er die Rückmeldungen ohne Partei im Hintergrund im Gemeinderat umsetzen, wo er jetzt schon bei geringsten Äusserungen von den anderen niedergebügelt wird.? Fragen über Fragen….
Ich wünsche ihm viel Glück! Es hat schon immer solcher Leute wie Herrn Kammerhofer in der Geschichte bedurft, die Eigeninitiative ergriffen u. eigenes (finanzielles) Risiko auf sich genommen haben, sonst hätte sich nie etwas verändert.
Auf jeden Fall ist Herr Kammerhofer eine schillernde Figur in der öden und faden politischen Landschaft in Gmunden.

Da sind wir ganz auf der selben Linie, liebe Zivilcourage. Es ist leider so, wie es ist. Aber noch immer gibt es genug Leute, die auf Veränderung nicht nur hoffen, sondern auch was dafür tun. Wie heisst es doch: Steter Tropfen höhlt den Stein (und da meinte eure Babsy nicht das, was oft in etwas zu grosser Menge durch Politikerkehlen gurgelt, nein, keine Babsy-Doppelmoral, ich trink echt nur in homöopathischen Dosen/Gläsern).
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

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Eine Antwort

  1. Kleine Zwischenfrage: Bis jetzt habe ich immer geglaubt, der Rechnungshof kann nur ausgeführte Projekte prüfen? Hat sich das geändert, oder liege ich falsch?

    Unseres Wissens gibt es eine begleitende und zeitnahe Projektkontrolle, von der seit 1. 1. 2014 auch Gemeinden erfasst werden.
    Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

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