Stadtbild versaut …

Liebe Leserleins!

Wegen technischer Probleme sind wir heute etwas später als gewohnt online. Viel Neues gibt es ohnehin nicht.

Gestern in der Krone war wieder ein völlig sinnloser Hofbericht über die Neu“gestaltung“ des Klosterplatzes. Eine Nicht-Neuigkeit sozusagen. Keine Ahnung, was die Krone neuderdings dazu treibt, jeden Unsinn der Gmundner Machthaberer kritiklos zu bringen. Jetzt rennt mal die Propagandawalze in Richtung Klosterplatz. Der Seilbahnschmäh vom Grünberg hat sich weitgehend abgenutzt. Die angeblich hohen Nutzerzahlen sind mit grosser Skepsis zu beäugen, gell, weil, klar, bei einem so merkwürdigen Sommer, hurteln die Leute ganz schnell raus, wenn ein wenig Sonne sich zeigt. Und was tun sie dann, wenn das Wasser nicht so richtig warm wird? Auf den Grünberg fahren, ist ja neu die Seilbahn. Ich liege sicher nicht falsch, wenn ich sage: wir werden erst Ende 2015 oder 2016 wissen, wie das wirklich läuft. Jetzt ist alles neu und ein Sommer, der selten zum Baden Anlass gab.

Jedenfalls war der Artikel in der Krone sowas von grenzwertig, das packt man schon nicht mehr. Da hätten sie gleich den Platz frei lassen können und gar nichts hindrucken. Unbedrucktes Zeitungspapier ist ja auch ganz nett. Besser als die Propaganda-Sprüche in jedem Fall.

Wenn ich mich hier bei den Leuten umhöre, wir Eingeborenen nutzen die Seilbahn kaum. Die meisten sagen, sie hätten sie nicht gebraucht, sie gehen lieber zu Fuss rauf. Aber gut, dafür kommen die Tagesausflügler. Das Problem: von dieser Art Tourismus hat die Stadt so gut wie gar nichts. Oder merken die Kaufleute in der Innenstadt, dass sich ihre Kassen schneller und besser füllen? Eher nicht, gell! Zumindest wenn ich denen glaube, die darüber offenherzig sprechen.

Jetzt rufen wir unsere Leserleins noch auf, uns Bilder (bitte in jpg und nicht grösser als 200 kb!!!) von Stadtverschandelungen zu schicken. Gibt es schliesslich genug. Also bitte Augen auf, Handy oder Fotoapparat zücken und uns mailen. Am besten mit Angabe, wo die Scheusslichkeit zu finden ist. Wir bringens dann innerhalb von ein paar Tagen.

Heute mal ein erstes Bild. Da hat man doch tatsächlich erlaubt, dass ein Haus hoch und nah hinter einem Einfamlienhaus hingeknallt wird. Ich frage mich zwei Sachen: wer ist so dumm, in den unteren Stockwerken eine Wohnung zu kaufen, wo man nur auf das Haus vor sich sieht? Und wie kommen die Leute im Einfamilienhaus dazu, dass ihnen die Nachbarn in den Magen schauen können? Wer genehmigt so etwas? Wo ist da der Gestaltungsbeirat? Hat irgendwer in der Gemeinde irgendeine Idee, wie diese Stadt gestaltet werden soll? Wie sie in 20 oder 30 Jahren aussehen soll? Wie eine Müllhalde für die realisierten Entwürfe von Betonklotz-Architekten? Ein buntes Sammelsurium von Bausünden? Ist das die Idee für den Tourismus?

Gmunden, die Stadt wo man alles bauen darf, Hauptsache, es schaut scheusslich aus?

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

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Eine Antwort

  1. Liebe Babsy!
    Ganz nachvollziehen kann ich Deine Argumente bezüglich des Grünbergs wirklich nicht.
    Seien wir doch froh, dass endlich einmal eine sinnvolle Tourismus-Investition in Gmunden getätigt wurde, die in die richtige Richtung – zum Tagesgast – geht. Glaubt irgendwer in Gmunden, außer ein paar Realitätsverweigerern, dass Gäste in großer Zahl, mehrere Tage hier verweilen werden? Bei November-, Dezember-. Jänner- und Februarnebel? Bei verregneten Sommern und ohne Alternativangeboten an solchen Tagen?
    Dass Gmundner nicht auf den Grünberg mit der Seilbahn fahren, also diese Erkenntnis ist ja wirklich nicht neu. Die Ebenseer fahren ja auch nur auf den Feuerkogel mit der Seilbahn um Ski zufahren und nicht, weil die Seilbahnfahrt sowas von lustig ist.
    Mir, als fanatischen Grünberggeher(!), taugen die neuen Attraktionen für Familien, die errichtet wurden, endlich wurde dem Berg wieder „Leben“ eingehaucht. Und ich glaube dass diese Attraktionen und der neu inszenierte Grünberg auch in den nächsten Jahren ein Anziehungspunkt für viele sein wird.
    Dass die „Gemütlichkeit“ gelitten hat, ist klar, aber dieser Kollateralschaden wird die Betreiber nicht sonderlich stören.
    Die Feststellung, dass die Kaufleute in der Innenstadt von der Seilbahn nicht profitieren, disqualifiziert sich von selbst. Selbstverständlich gehört zu einem Tagesausflug mit Grünbergbesuch, auch der Besuch der Innenstadt und der Keramik dazu! Vielleicht liegt aber der „Frust“ einiger Kaufleute in ihrem falschen Angebot für Tagesgäste begründet und sie haben die Wandlung von Gmunden als „Kurstadt“ zum „Ausflugsziel“ nicht mitbekommen.
    Übrigens: Einmal bin ich schon mit der Seilbahn gefahren, weil „einmal anschauen“ als Gmundner war Pflicht.
    Die Seilbahnstationen sind Zweckbauten – zugegeben etwas gewöhnungsbedürftig – aber gegen das, was die Innenstadt durch den Regionalzug erleben wird, sind diese Bauten noch immer ein ästhetisches Highlight!

    Dass die Seilbahnbauten vergleichsweise „ein ästherische Highlight“ sind, sagt ja alles darüber aus, was hier im Ort abgeht!
    Was die Wandlung zum „Ausflugsziel“ betrifft, die hat auch die Kommunalpolitik und der Tourismusdirektor nicht mitbekommen. Sonst würden sie endlich ihr Hotel“konzept“ überdenken. Der Gmundner WKO-Chef, Gottfried „The Internet“ Schrabacher, detto.
    Das Grundproblem ist: Gmunden will überall mitmischen (Keramikstadt, Universitätsstadt, Filmstadt, Kurstadt etc.) und macht daher nichts wirklich konsequent.
    Wir haben auch nichts gegen die Investitionen am Grünberg, nur die leicht durchschaubare Schönfärberei und die unerträgliche Propaganda, die alle anderen Versäumnisse zudecken soll, geht uns schwer auf die Nerven. Ausserdem stellen wir uns die berechtigte Frage, warum Bad Ischl mit seiner funktionierenden Tourismusstruktur (und hoher Wertschöpfung) den Neubau der Katrin-Seilbahn nicht finanziert bekommt, Gmunden ohne Tourismuszukunft und mit geringer Wertschöpfung (Tagestourismus!) jedoch eine neue Seilbahn erhalten hat. Vielleicht weil der Ischler Bürgermeister kein Schwarzer ist? Und weil die Landes-ÖVP bemerkt hat, dass ihnen in Gmunden – dank einer desolaten Orts-ÖVP – die Felle wegschwimmen. Dem Köppl sein Glück ist nur, dass ihm die Orts-SP leider einen harten Wettkampf in Fragen „desolat“ liefert, sonst sähe es für die ÖVP noch schlimmer aus.
    Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

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