Archive for 24. Oktober 2014

Die Slapstick-ÖVP
24. Oktober 2014

Lieber Leserleins!

Gestern war ein ziemlich wilder Tag. Der Kommentar des Gmundner Autors Michael Amon hat ziemlich viel Staub (oder sonst etwas …) aufgewirbelt. War in der österreichweiten Tageszeitung die PRESSE der an diesem Tage am zweithäufigsten online aufgerufene Kommentar. Es bewegt sich was, und sei es die der Finger auf der Maus beim Klicken auf den Kommentar.

Danke an den edlen Spender des edelen Weins aus seinem Weinkeller. Die Flasche wurde inzwischen an das Team weitergeleitet. Wir werden diese Flasche mit einem lauten Toast (neudeutsch für Trinkspruch) auf den grosszügigen Spender leeren. Sobald der Bruno gesund ist. Dann trinkt das Gmundl-Team auf Brunos Gesundheit und auf die des Spenders, dessen Namen wir hier nicht sagen, weil es sonst heisst, wir sind gegen die RegioTram. (Übersetzung für unseren lieben Freund Gottfried „The Internet“ Schrabacher: breites Grinsen).
Die Botschaft des Spenders ist angekommen. Keine Sorge: wir werden uns nicht bessern und machen weiter wie bisher.

Jetzt sind wir so frei und bringen zwei Postings, die zu diesem Kommentar im Online-Forum der Presse erschienen sind. Josef Aigner postet, Michael Amon postet zurück. Mache jedes Leserlein sich sein eigenes Bild.

Hier nochmals der Link zum Kommentar:

diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/4194637/Die-Spatenschwinger-von-Gmunden

Und hier die Postings von diepresse.com:

Josef Aigner
23.10.2014 17:22
Lokalbahnausbau ist klug und zukunftsweisend
Kräftig in den öffentlichen Verkehr zu investieren, hier eine moderne Verkehrsader ins künftige Siedlungsgebiet im nördöstlichen Vorfeld der Stadt zu legen und dabei die Stadt zu modernisieren, das halte ich für klug und zukunftsweisend.
Einige wie Michael Amon mögen das verschandeln oder vergeuden nennen, für mich ist es das Gegenteil, weil ich keinen bloß touristischen, musealen Blick auf die Stadt habe, sondern ständig hier lebe und möchte, dass sich weiterhin Menschen hier ansiedeln.
Gegen eine Veränderung zu argumentieren, indem man sagt die Bahn sei bislang weitgehend leer gefahren, ist doch mit Verlaub widersinnig. Wenn kaum einer Bahn fährt, schreit das doch nach einer Veränderung, oder?
Ich kann mir gut vorstellen, dass Michael Amon mit der selben intellektuellen Verve gegen eine verantwortungslose Politik angeschrieben hätte, wenn die Traunsee-Lokalbahn und Straßenbahn eingestellt worden wären.

michaelamon
23.10.2014 20:54
Info
Was Josef Aigner nicht sagt: er ist Ex-Redakteur der Salzkammergut-Zeitung und wurde nach deren Einstellung von der Gemeinde „aufgefangen“. Mittels Sondervertrag als teuerster Gemeindemitarbeiter nach dem Stadtamtsdirektor – als „Jugendbeauftragter“ und Macher eines als „Amtsblatt“ getarnten, von den Steuerzahlern finanzierten Jubelorgans für den Bürgermeister, eines Blatts, dessen Einstellung von den anderen Ortsparteien bereits gefordert worden ist.
Ich habe bewußt zur Frage der Straßenbahn keine Stellung bezogen, sondern nur das System beschrieben, nach dem hier vorgegangen wird. Dieser Logik folgend müßten jetzt die Ischler, die Goiserer etc. damit beginnen, Straßenbahnnetze zu planen, um ebenfalls andere Infrastrukturkosten „eh vom Land“ finanziert zu bekommen. Ob es die richtige Veränderung ist, eine – wie Aigner zugibt – leere Bahn dadurch besser zu füllen, daß man die Kapazitäten vervielfacht, wage ich nicht zu beurteilen. Dazu fehlt mir der objektive Blick von Aigner. Daß er sich aber vorstellen kann, was ich schreiben würde, wenn – da kann ich ihn beruhigen: meine Verve überschreitet mit Sicherheit sein Vorstellungsvermögen. Interessant auch, auf welche Punkte er gar nicht einzugehen versucht. Ironie am Rande: Aigner selbst ist längst in einen Nachbarort gezogen, der von der Straßenbahn nicht erreicht wird. Wohnraum in Gmunden ist nämlich teuer und wird wegen einer Bim nicht billiger. Da brauchts andere Maßnahmen, um wieder junge Menschen anzusiedeln.


 

Inzwischen ist ein heftiger Politstreit zwischen der Gmundner FPÖ einerseits und der hiesigen SP, den Grünen, Kammerhofer und Stadtliste ausgebrochen. Es geht um die Einberufung der Sondersitzung in Sachen Lacus Infelix. Hotel, Hotel, du kehrst stets wieder! Das Thema ist im Grund todernst.
Wir denken noch einen Tag darüber nach, wie wir das hier unseren Leserleins am besten zugänglich machen. Wir wollen keine parteipolitischen Raufereien hier im Blog. Wenn wir jedoch die Aussendungen beider Seiten so veröffentlichen, wie sie sind, läuft es genau darauf hinaus. Wir überlegen also noch, ob wir die Originaltexte kommentarlos veröffentlichen, oder eine Gegenüberstellung der Argumente veröffentlichen. In der Sache selbst glauben wir, dass die Gmundner FPÖ falsch liegt mit ihrer Kritik am Antrag für diese Sondersitzung.
Gleichzeitig ist diese Auseinandersetzung sehr symptomatisch für den Zustand, der durch die sture Vorgangsweise der ÖVP in vielen strittigen Fragen entstanden ist. Die Fronten laufen quer durch die Bevölkerung, und das auf vielfache Weise, je nach Thema. Die Hauptthemen Hotel und RegioTram zeigen das deutlich. Hotelgegner für die RegioTram, Hotelgegner auch gegen die RegioTram, RegioTramgegner für das Hotel, Hotelbefürworter gegen die RegioTram. Bund durcheinander. Die Politik der ÖVP, angeblich eine „Volks“partei hat dazu geführt, dass es keine Ansätze mehr für eine Politik gibt, die von möglichst vielen Wählerleins mitgetragen wird.

Ausserdem bringen wir einige wichtige Fragen in Richtung RegioTram, die bisher noch nicht die nötige Aufmerksamkeit gefunden haben.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

 

 

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