Das war der Klosterplatz

Liebe Leserleins!

Selbst engagierte Befürworter der RegioTram sind über die architektonische Gestaltung des Klosterplatzes irgendwas zwischen not amused und entsetzt. Sie fürchten, dass diese Orgie des schlechten Geschmacks und der Gedankenlosigkeit sich auf Rathaus- und Franz Josefs-Platz nicht nur fortsetzen, sondern neue Höhepunkte erklimmen könnte. Dass man bei der Aussengestaltung und Farbgebung der Züge selbst auch nicht sehr viel Einfallsreichtum hatte, ist bekannt. Da hätte man sich farblich tatsächlich mehr einfallen lassen können. Stattdessen muss man befürchten, dass die Züge gar im Stil der Milchpackerln von Gmundner Milch durch die Stadt pfeilen werden. Wummstibumms!

Gemeinderat Karl Kammerhofer, ein vehementer Befürworter der RegioTram, hat sich über die ästhetische Wirkung der Stationshäusln (eine in diesem Fall von uns mit grosser Berechtigung gewählte Bezeichnung, Häusl treffe es noch besser) Gedanken gemacht, die wir den Leserleins nicht vorenthalten wollen. Aber Achtungs: das ist keine ganz ironiefreie Zone, gell.

Den für Sonntag geplanten Gastkommentar des Gmundner Autors Michael Amon haben wir auf Montag verschieben müssen. Er hat noch nicht geliefert, weil er, wie er uns mitteilte, noch ein paar Unterlagen studieren muss, die er erst am Freitag erhalten hat. Also wappnen wir uns mit Geduld. Der Typ ist fast so fleissig wie Ihre Babsy Blitzschnell, die hier seit Wochen allein die Stellung hält, zumindest was das Schreiben betrifft. Das Technische und die Diskussion wird natürlich vom Team gemeinsam gemacht. Ich muss nur in die Tasten klopfen. Bruno, wir vermissen Dich! Ich experimentiere schon mit einem ultra-super-gesunden Bruno-Willkommens-Drink, total gesund, minus(!) 5 % Alkohol, gesünder gehts echt nicht, gell! Also schau, dass Du bald das Krankenhaus (das ja merkwürdig, aber wahr, eben nicht Gesundenhaus heisst) verlassen kannst. Wir vermissen auch Deine Abschweifungen, gell. Wir werden uns darüber auch nie wieder beschweren, Ehrenwort! Heiliges Hexenehrenwort von Deiner Babsy und double crossed fingers vom Rest des Teams!

Und jetzt auf zum neuen Schuhplattl-Platz!
Vamos!
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Zusatzbemerkung:
Wir werden uns sonntags mit der Frage der Kostenüberschreitungen bei den bisherigen Arbeiten (vor allem am Klosterplatz) rund um die RegioTram befassen. Seitens Stern & Hafferl wurde behauptet, das sei nicht belegbar, im Gegenteil, man habe sogar Einsparungen erzielt und überlege, so melden die Tips, eine Klage gegen die Verbreiter dieser angeblich „unbelegten Behauptung“. Interne Papiere sprechen eine andere Sprache. Wir werden am Sonntag berichten und verraten schon jetzt: S & H muss die Anwälte nicht losschicken – warum, das erläutern wir am Sonntag. Nur soviel: auch das ein neues Beispiel für die selektive Wahrnehmung und Information, wie sie in derzeit Gmunden üblich sind. Ob es die Gegner der RegioTram schwächt, wenn man mit ausgewiesenen Halbwahrheiten gegen sie agitiert, wird sich weisen.

kosten_stern_hafferl_tips

(Auszug aus den Tips)

Ja, was das bewusste Verbreiten von Unwahrheiten betrifft, da können wir Herrn Neumann nur zustimmen. Er verbreitet mit Sicherheit nicht bewusst die Unwahrheit, er hat wahrscheinlich bloss die entsprechenden Unterlagen nicht gelesen oder nur sehr selektiv „überflogen“. Oder hat sie ihm das Rathaus gar vorenthalten? Ei der Daus! Wie konnten die nur!
Ist es übrigens im Sinn einer „sachlicheren Gesprächskultur“, die Einstellung der Gmundner Strassenbahn und die Verlängerung des Vordorfer Zugs quer durch die Stadt als „Durchbindung der Strassenbahn“ zu verkaufen? Auch wenn man von einem Projekt überzeugt ist, sollte man nicht mit Marketing-Wischiwaschi-Begriffen den wahren Sachverhalt zu vernebeln. Zu einer sachlichen Diskussion gehört auch, nicht mit NLP-Wortscheisse herumzuwerfen und nicht mit Orwellschem Quacksprech die Zivilgesellschaft anzuflunkern. Man hat ja schliesslich nichts zu verbergen, gell! Und ausserdem funktioniert eine demokratische Diskussion nur mittels ehrlicher Information, aber nicht mit verschleiernder Propaganda. Und schon gar nicht mit der Androhung rechtlicher Schritte …


Statt einer PA (Presseaussendung)

Liebe Freundinnen und Freunde Gmundens,
Es tut sich seit 1. November 2014 viel im Gmundner Stadtteil Weyer.

1) Die neue Platzbezeichnung
Am 11.November um 11:11 wird der Klosterplatz nun offiziell und bürgernah umbenannt:  Entsprechend den Wünschen der Anwohner  in „ Schuhsohlenplatz“ ( volkstümlich: „Schuahplattlploz“) .  Diese Bezeichnung entspricht  der anmutigen Haltestelle viel besser als die bisherige Namensbezeichnung. Gleichzeitig mit der feierlichen Umbenennung werden die alten  Klosterplatz Hausnummern versteigert. Wir ersuchen um rege Teilnahme bei der Versteigerung.  Die Stadtgemeinde braucht jeden Euro, denn die  vielen tollen Verträge rund um den ovalen Hotelscherzsilo – samt den wassergekühlten Chalets –  haben schließlich zum Nachteil Gmundens zehnhausende Euros gekostet.

2) Die Minarette
Das Geld ist aber noch nicht ganz verloren. Die neuen Betreiber der Stadtbahn arbeiten seit geraumer Zeit an der Zweitnutzung der Leitungsmaste im Stadtteil Weyer.  Sie fanden die muslimische Gesellschaft Weyer/Gmunden als begeisterten Kooperationspartner. An Stelle von schlanken (Stahl)lösungen für die Tragemaste bei anderen Stadtbahnen (siehe untenstehende Beispiele aus anderen Städten) werden eine Vielzahl von fetten Minaretten entlang der Stadtbahntrasse in Weyer geführt. Nicht schlank, den die vielen Minarette müssen optisch auch was hergeben. Die Minarette werden daher super schön, dick und fett aus Beton gefertigt. Kommt auch billiger. Als Verkleidung hat man sich graffitifeindliche Mosaike aus eloxierten Aluminium ausgedacht (was die künstlerische Weiterentwicklung der Gmundner Jugend empfindlich hemmt!, Anm. d. Red.). Der weiteren Zusammenarbeit mit der Muslimischen Gesellschaft Gmunden/Mitte steht bei Fortführung dieser Art von Stadtbahntrasse nichts im Wege.

3) „Stadtneugestaltung“
Ist es daher nicht völlig unangebracht, das weitere Stadtbahn Bauvorhaben (Stationen, Platz/Straßengestaltungen, Brücke, Haltemasten, Verankerungen bei den Häusern etc. ), einem Gestaltungswettbewerb von Architekten (Antrag  GRÜNE plus GR Kammerhofer) auszusetzen? Es wird eine touristische Attraktion werden, die ständig erweiterten  verhaltensoriginellen dreidimensionalen architektonischen Strukturen  Gmundens bestaunen zu können: Beginnend von der anmutigen Hochofenfilteranlagenarchitektur (Seilbahnbodenstation), hin zu den fetten Minaretten, unförmig gedrungen/gelungenen Mehrfamilienhäusern (merhstöckig inmitten von einstöckigen Einfamlienhäusern!, Anm. d. Red.), Stadtbahnhaltestationen usw. Ohne architektonischen Gestaltungswettbewerb könnten wir diese geschmacksbefreiten Baulichkeiten bis zu K.F.J.Platz fortführen.  Nun, wir werden sehen, ob die GRÜNEN Spaßverderber (Was heisst Spassverderber? Spassbremsen sind das! Anm. d. Red.) nicht doch noch diesen originellen architektonischen Leistungen ein Hindernis entgegensetzen.

In diesem Sinne richten wir doch auch heuer wieder unsere Wünsche an das liebe Christkind.
Liebe Grüße

Karl Kammerhofer
(Gemeinderat zu Gmunden)

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2 Antworten

  1. Kommentar zu Punkt 3) von Herrn Kiammerhofer:“Stadtneugestaltung“:

    …Mehrfamilienhäuser (mehrstöckig inmitten von einstöckigen Einfamilienhäusern..)..
    Mir fällt dabei auf, dass es auf der Schiffslände ein Riesenbetonklotz errichtet wurde, in einer Umgebung von niedlichen Häuschen, die sogar Auflagen bekommen über die Farbe ihres Daches. Ich habe gehört, dass dieser Mini-Hotel-Errichter Grün-affin ist?
    Wenn man solche Klötze in die Landschaft knallt, darf man dann einen Asamer Bau in Weyr kritisieren?

    • Sehr gut – leider

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