Götterdämmerung

Liebe Leserleins!

Der montägliche Gastkommentar hat uns die zweithöchsten Tageszugriffszahlen seit Bestehen dieses Blogs beschert. Das beweist uns, dass wir die richtigen Themen aufgreifen und offensichtlich jene Kommentare zum Geschehen und jene Interpretationen der Vorgänge liefern, welche unsere Leserleins von uns erwarten: klar, deutlich und hart in der Sache, informativ und aufklärend in Sachen Fakten. Ein grosses Dankeschön an Sie, unsere Leserleins – auch wenn Sie sicher nicht immer mit jeder Meinung übereinstimmen, das liegt in der Natur der Sache und in der Natur des Menschen, die Fakten, die wir vorlegen, kann man aber nicht vom Tisch wischen. Wir geben Ihnen die Möglichkeit, sich Ihre eigene Meinung zu bilden.

Die Ereignisse überschlagen sich, die Götter und Götzen werden entzaubert und fallen. Siehe da: die Könige sind nackt! Diejenigen, die bisher als Machthaberer das Sagen hatten, werden immer mehr entzaubert. Wo immer man genauer hinschaut: die angeblichen Wohltäter entpuppen sich als Gewinnprivatisierer und Verlustvertaatlicher. Als Aussackler der Steuerzahlerleins verfolgen sie ausschliesslich ihre Eigeninteressen. Diejenigen, die das finanzieren müssen, profitieren davon keinen Deut.

Die Ereignisse überschlagen sich, und wir wissen nicht, worüber zuerst berichten: ein unglaublicher Kriminalfall in Ohlsdorf rund um das verseuchte Wasser. Wir haben darauf schon vor einiger Zeit aufmerksam gemacht, und ein ziemlich böses (manche sagen: dumm-böses) Posting bekommen, was denn etwa Löschübungen und Grundwasser miteinander zu tun haben könnten. Jetzt ist es klar: ganz so dumm war unser Hinweis nicht. Denn noch immer ist ungeklärt, warum die Vergiftung gerade jetzt auftritt: die Hochwässer der letzten Jahre? Die intensiven Regenfälle? Vorschädigung durch Löschübungen? Interessante Fragen, denen wir weiter nachgehen werden. Die interessanteste Frage aber: wer trägt die Schuld? Wie man leicht voraussagen kann: niemand! Dass man erst in der Montag-Krone erstmals mit dem Namen des Deponiebetreibers herausrückte, spricht Bände (wenn auch damit keine Schuldzuweisung stattfindet, es gilt die Unschuldsvermutung): die Asamer-Gruppe. Was man ebenso leicht voraussagen kann: die Kosten der Schadensbehebung, und die können enorm sein, werden Sie, liebe Leserleins in Ihrer Funktion als Steuerzahlerleins berappen dürfen (siehe Bachmanning, siehe Fischer-Deponie in NÖ). Versprochen: wir bleiben dran.

Inzwischen hat die Hotelerrichtungsgesellschaft der Asamers eine Klage eingebracht, die Rückübertragung des Eigentums am Seebahnhofgrundstück wegen vertragswidrigen Rückkaufs wieder aus dem Grundbuch zu löschen. Dazu gibt es einen unglaublich frechen Brief an die Gemeinde Gmunden, in der die Asamers meinen, den Gemeinderäten eine Vorgangsweise „vorschlagen“ zu können. Dieser Brief – wir werden ihn morgen veröffentlichen – ist eine Verhöhung der gewählten Volksvertreter. Hier soll offenbar ein Druck gegen die Forderungen aller Parteien mit Ausnahme der ÖVP (die fordert gar nix, die schlottert nur mit den Knien) aufgebaut werden: Asamer verlangt, äh: schlägt vor, dass bis auf weiteres keine Rückwidmungen oder Umwidmungen erfolgen sollen. Damit ist erstens klar, dass der angeblich aufgetauchte Investor, welcher der RAIKA die Holzinger- etc-Grundstücke abkaufen will, eine neuerliche Luftnummer ist. Denn Asamer ist noch immer im Spiel. Zweitens: Asamer behauptet, dass er jetzt alle Tätigkeiten auf der Hotel“baustelle“ ruhen lässt. Das nennt man originell: dort hat es noch nie irgendwelche Bautätigkeiten gegeben, wenn man von der mutwilligen Demolierung von Seebahnhof und Hotel absieht.

Punkt drei der Gmundner Misere: die RegioTram. Auch hier liegen uns neue Infos vor, die das Bild, das unsere Gastkommentator Michael Amon gestern gezeichnet hat, aufs Wunderschönste abrunden. Darüber mehr am Donnerstag.

Dazu kommt, dass wir auch über das Anliegen einer Bürgerinitiative berichten wollen, die sich gegen viel zu hohe Wohnbauten zur Wehr setzen will. Auch das wollen wir noch in dieser Woche behandeln.

Liebe Leserleins! Sie sehen: uns gehen weder Stoff noch Arbeit aus. Ihre arme Babsy Blitzschnell fühlt sich langsam aber sicher etwas im Stress. Bruno macht zwar gesundheitlich Fortschritte, aber es wird noch ein wenig dauern. Die anderen im Team sind voll damit ausgelastet, die Infos zu überprüfen, die Emails zu checken etc. Wir leisten hier professionelle Redaktionsarbeit. Nur zu dumm, dass wir keine Gönner haben, keine öffentliche Förderung 😉 und so weiter. Also keine Gasch nach dem Journalisten-KV. Alles gegen null Knete, allein im Interesse der Bürgerleins. Und das ist auch gut so, denn darauf beruht unsere Unabhängigkeit.

Heute bringen wir die Postings von gestern nochmals hier vorn im Blog. Es sind wichtige Infos und Kommentare enthalten, die wir hier leichter zugänglich machen.

Tschüss!
Babsy Blitzschnell, die kurz nach Mitternacht irre müde ins Bett fällt!


 

Statistikat2
Gesendet am 03.11.2014 um 9:04 nachmittags

Einige Fakten zur Ergänzung des Gastbeitrages von Herrn Amon:
Interessant, der Landtag hat auf Basis der “Potenzialanalyse (sic!) StadtRegionalBahn Gmunden – Hauptergebnisse” den 57 Mio Beschluss zum Euro-Verbrennen gefasst. Dieses schmale, 17 Querseiten lange Papier, von der Firma Snizek + Partner erstellt, hat nur 3 wesentliche Zahlen: Es wurden an einem Werktag zugleich Schultag zugleich Markttag an den Endstationen Straßenbahn und Vorchdorferbahn 944 Personen gezählt. Mehrfach haben unabhängige Beobachter nachgezählt, diese Zahl wurde bei weitem nie erreicht! Potzblitz, der Tag der offiziellen Zählung war vielen bekannt, wie man hört. Könnte es da nicht sein, dass einige Personen mehr zur Fahrt animiert wurden?
Und weiter:
“Auf der Grundlage von aktuellen Verkehrserhebungen und dem Einsatz eines Verkehrsmodells ergab sich, dass die Durchbindung der Gmundner Straßenbahn zur Traunseebahn zu einer Verdoppelung der Personenfahrten pro Werktag gegenüber der heutigen Nachfrage auf diesen beiden Strecken führt.
In runden Zahlen stehen 3330 (2. Zahl, Anm.) Personenfahrten pro Werktag auf der neuen StadtRegionalBahn 1660 (3. Zahl, Anm.) auf den beiden bestehenden Strecken ohne Durchbindung gegenüber. Dieser Zugewinn an Fahrgästen ergibt sich aus der Verlagerung von Fahrten vom heutigen Bussystem, aus der Verlagerung von anderen Verkehrsmitteln, vor allem dem Auto, und aus Neuverkehren aufgrund der Attraktivität der StadtRegionalBahn und der Siedlungsentwicklung.”
Es gibt keine weitere Zahl! Keine Jahresauslastung (Samstag, Sonntag, Ferien und so), keine Fakten über “boomende Siedlungsgebiete in den vorgelagerten Orten Gschwandt und Kirchham (c/Aigner)”; nichts.
Soweit, so einfach. Die Verfasser muten dann den Landtagsabgeordneten folgendes Niveau der Beurteilung zu: “Zusammenfassende Beurteilung. Die untersuchte Durchbindung der Gmundner Straßenbahn zur Traunseebahn und die damit geschaffene StadtRegionalBahn zwischen den Bahnhöfen Gmunden und Vorchdorf stellt eine hoch effektive Maßnahme der Verbesserung des Öffentlichen Verkehrs im Raum Gmunden dar.” Das war genug für die Vorlage eines Beschlusses im Landtag.
Na, neugierig machen wir uns dann über das Hauptwerk her: “Straßenbahn-Durchbindung Gmunden – Potenzialanalyse (sic!)” von Snizek und Partner, 90 Seiten dick. Irgendwie bekommt man das schon. Gut, da steht auf Seite 2 – Auftraggeber: Stern & Hafferl Verkehrsgesellschaft m.b.H.; das zu vermerken wurde wohl in der Zusammenfassung für die Landtagsabgeordneten vergessen. Kann passieren. Die Spannung beim Durchlesen erreicht ihren ersten Höhepunkt auf Seite 6: 2) Methode…(Siehe Faksimile). Diese kaum lesbare Aussage lässt aber auf wirklich neue Zahlen hoffen. Was dann: Nichts, keine weiteren Fakten, die die Bezeichnung “hoch effektiv” beweisen. Jedoch gibt es wirklich fundierte Aussagen zur Siedlungsentwicklung. Beispiel gefällig: “Kirchham – Die Entwicklung konzentriert sich auf das Ortszentrum von Kirchham. Die mittelfristige Stadterweiterung (sic!) umfasst vor allem den Bau von Einfamilienhäusern. Darüber hinaus ist der Bau einer mit ca. 20 Wohnungen ausgestatteten Wohnhausanlage vorgesehen.” Das ist mal richtig “boomend”! Weiters viele Grafiken, wirklich viele Modellvarianten. Ja, und ein paar aufhellende Bemerkungen: dass man mit Linienänderungen sozusagen jetzige Busfahrer zwingt mit der zukünftigen Bahn zu fahren. Das ist zwar nicht kundenorientiert, hebt aber das Potential.

Mit dem Thema, dass es zu gravierenden Eingriffen in das Bussystem kommt, um die Leute zu zwingen, mittels Umsteigen die RegioTram zu benutzen, werden wir noch in den nächsten Tagen eingehen. Wo man bisher ohne Umsteigen fahren konnte, muss man in Hinkunft unter Umständen zwei Mal umsteigen.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


peipino
Gesendet am 03.11.2014 um 12:19 nachmittags

HERVORRAGENDER KOMMENTAR !!!!!!!

Leider wird er jedoch bei den betroffenen Gemeindpolitikern in Gmunden und beim Land kaum Wirkung zeigen!!!

– Die Gmundner ÖVP Mandatare kennen sich nicht aus oder wollen (oder dürfen?) nicht dagegen sein, da sie bei Abstimmungen offenbar auf den Köppl schaun und warten, wo und wann der seinen Arm hebt!!!

– Die SPÖler trauen sich offenbar auch nicht dagegen zu sein, da ja ihr “grandioser Verkehrsexperte”, STR Sageder, gesagt hat, der Zug sei der größte Segen und die Zukunft für Gmunden!

– Die Ansicht der Grünen kann man ja aus dem völlig daneben liegenden Leserbrief ihres Obmannes zum Thema “Hotel” nachlesen!!
Die haben anscheinend noch nicht kapiert, dass Geldverschwendung extrem unökonomisch sein kann??
Wenn die nur “Öffi” hören, dann ist die Welt für sie schon in Ordnung!?

– Und die FPÖler sind nach dem Abgang von STR Gramplhuber scheinbar so aus den Fugen geraten, dass sie offenbar selbst nicht wissen, was sie wollen?

Den Gmundner Bürgern dämmert es aber doch schön langsam, was ihnen die Gmundner “Stadtregierung”, die zuständigen Beamten und Politiker beim Land und das “altehrwürdige und eingesessene” Unternehmen
Stern&Hafferl da einbrocken!

Ich war gestern um 10h auf dem (“ehemaligen”) Klosterplatz!!
Die Ausdrücke, die beim Besichtigen der Baustelle gefallen sind, würden einige auf Ehrenbeleigungsprozesse spezialisierte Anwaltskanzleien längere Zeit beschäftigen!!!!

Hoffentlich denken die Bürger da ökonomischer und kürzen diesen Prozess im nächsten Jahr im Zuge der Wahlen ab!!!!


Auf einem Auge blind
Gesendet am 03.11.2014 um 8:26 vormittags | Als Antwort auf xxxxxxxxxxxxx .

De gustibus non est disputandum (über Geschmack lässt sich nicht streiten). Daher mündet diese Diskussion in eine endlose Debatte, ….Kritik ohne Lösungsangebote….

Entschuldigung, aber dieses Argument kam auch von den Hotelbefürwortern. Wo das endete, ist inzwischen bekannt. Dazu kommt, dass die Frage der RegioTram keine Geschmacksfrage ist (von der Gestaltung der Haltestellen/Bahnhöfe mal abgesehen). Natürlich hatten auch die Hotel”gegner”, also die Gegner des konkreten Lacus Infelix-Projekts Gegenvorschläge: Neubau am Areal des alten Parkhotels, Landschloss etc.
Auch die Gegner der konkreten RegioTram bieten Alternativen an: E-Bus, flexibel, keine doppelte Infrastruktur, der Strom für beide Lösungen (RegioTram oder E-Busse) kommt ja nicht einfach so aus der Steckdose …
Ausserdem ist es nicht Aufgabe der Kritiker, immer gleich Alternativvorschläge zu machen. die Kritiker sind meist zuerst kleine Bürgerinitiativen, die sich dann auswachsen. Aber sie haben keine “Experten”-Büros, kein Geld etc. Sie bkeommen auch kein Geld der öffentlichen Hand, mit dem sie dann mehr oder weniger gut fundierte Studien erstellen lassen können. Bei Bürgerinitiativen ist alles “handmade”, sie verfügen nicht über die Apparate der Machthaberer. Sie können also immer nur Denk- bzw. Nachdenkanstösse geben, niemals jedoch “fertige” Konzepte als Alternative vorlegen.
Auch möchte ich darauf hinweisen, dass die Frage nicht geklärt ist, ob die RegioTram auch unter ökologischen Gesichtspunkten wirklich die beste Lösung ist, wenn man eine ökologische Gesamtbilanz über das Gesamtprojekt über die Lebensdauer zieht. Das ist ein wenig wie mit dem einstigen Sager eines ehemaligen Bundeskanzlers, der zum Energiesparen empfahl, die Männer sollten sich nicht elektrisch sondern nass rasieren. Dass die Erwärmung des Wassers für die Nassrasur mehr Strom verbraucht, als eine E-Rasur, stellte sich dann beim Nachrechnen schnell heraus. Wo gibt es eine solche Berechnung für die RegioTram? Das drohende öllose Zeitalter wird nicht ohne Energie auskommen. Und wie oben schon gesagt: REgioTram und E-Busse brauchen die selbe Energieform: Strom.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

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7 Antworten

  1. Na wenigstens bin ich nicht der einzige Gmundl Leser, der sich auf die Straßenbahn freut. Auch gut, dass hier noch einmal der Straßenverkehr angesprochen wird.

    Mittlerweile schneidet der Durchzugsverkehr und vorallem, die absurd langen Ampelintervalle an den Übergängen eine regelrechte Schneise durch die Stadt.

    Gleichzeitig muß man sich bewußt machen, wie wenig präsent die Tram im Vergleich dazu im Stadtbild wäre. Wenn die Bahn alle 30 Minuten fährt und ich für die Überquerung der Straße eine Minute kalkuliere, so bekomme ich mit einer Wahrscheinlichkeit von 30:1 die Regiotram gar nicht zu Gesicht.

    Ich bin übrigens kein Anhänger einer Totalsperre für Autos in der Innenstadt, weil dies einerseits für manche zur Schikane werden kann und andererseits auch die Gefahr besteht, dass noch weniger los ist. Aber wenn die Durchfahrt wegen Begegnungszone und Bim unattraktiver wird und gleichzeitig die Umfahrung öffnet, so kann es sicher zur Beruhigung kommen.

    Nutzerverhalten und Wege der Bewohner unterscheiden sich natürlich stark. Manche nützen den Bus und brauchen die Straßenbahnlinie nicht. Ich nutze wiederum keinen Bus und muss öffentlich nur zum Bahnhof. Es ist auch Grundsätzliche so, dass ich immer Infrastruktur mitfinanziere, die ich nie nutzen werde.

    Die Kosten finde ich persönlich noch vertretbar. Wieviele km Autobahn und wieviele Meter Tunnel, kann man für 30 Mille bauen? Wie oft werde ich durch den Koralmtunnel fahren. Alles eine Frage der Perspektive. Natürlich ist die Einwohnerzahl von Gmunden für das Projekt um unteren Limit, das ist eh klar…

    • Sorry, aber da muss ich meine selbst verordnete Schreibpause mal unterbrechen.

      Ihre Argumente sind mehr als haarsträubend.

      Die Wahrscheinlichkeit die Straßenbahn zu sehen verringert sich also ….. *laut lache*. Der Stau, der jetzt schon vorhanden ist, wird sich mit Sicherheit verlängern und die Chance, die Regio Bahn zu sehen, erhöht sich um ein vielfaches.
      Schienen, Oberleitung und architektonische Haltestellenverbrechen bleiben allerdings immer präsent.

      Die Sperrung der Innenstadt wäre also eine Schikane …. komisch, Bewohner andere Städte sehen das nicht als Schikane und das noch „weniger los ist“, ist mehr als lächerlich.

      Welche Belebung für den Handel bringen denn endlose Durchfahrer? a) keine b) überhaupt keine c) gar keine?
      Wählen Sie jetzt ….

      Ooooh, ich hatte jetzt ganz die Autofahrer vergessen, die die Schaufenster der Geschäfte betrachten, während sie durch die Stadt fahren und den nächsten Parkplatz ansteuern, um die gesehenen Artikel zu erwerben …..

      Ansonsten lese ich nur ich, ich, ich, ich zahle, ich benutze, ich sehe, ich muss, ich, ich, ich.

      Ich fand es schon immer sehr merkwürdig, wenn Leute meinen, sie würden mit ihren Steuern alles zahlen.

      Zufällig weiß ich genau was Sie zahlen! Durch geheime Quellen und langen Recherchen habe ich in Erfahrung bringen können, wo Ihre Steuergelder landen : im Bundeskanzleramt und Sie zahlen damit die Klofrau. Sie können sich also beruhigt zurücklehnen ……

      Sie sind also kein Bewohner der Stadt oder der Innenstadt, sondern wollen nur einfach schnell zum Bahnhof. Ob nun die Stadt verschandelt wird und wie Anwohner, Geschäftsleute oder Touristen die Sache sehen ….. mir doch egal. ICH muss ja eh nur zum Bahnhof! Gruselige architektonische Verunstaltungen durch die Haltestellen …. mir doch egal, ICH muss ja nur zum Bahnhof.

      Gmunden wird immer unattraktiver und man wundert sich über ausbleibende Touristen …. mir doch egal, ICH habe eh nichts von den Touristen, die verstopfen nur zusätzlich die Straßen und Parkplätze, die ICH zahle.

      Ich sehe von der Straßenbahn überhaupt nichts, weil ich im „Grünen“ wohne und ich fahre auch durch die Innenstadt.
      Mein Arzt ist zufällig auf der anderen Seite der Brücke und ja, es würde mich schon nerven, wenn ich einen 15 Minuten Umweg nehmen müsste, um dort hin zu gelangen. Nur ….. ich würde die Pille schlucken, dann mir liegt die Stadt am Herzen und nicht mein ich, ich, ich Gefühl, obwohl ICH höhere Fahrtkosten hätte, ICH meine Zeit vergeuden würde.

      Würde ich mein ICH-Gefühl noch verstärken, dann würde ICH schreiben : ICH muss doch nicht zum Bahnhof, mir doch egal wie Sie zum Bahnhof kommen. ICH zahle doch nicht für Bahnstrecken, die ICH selber nie nutze ……

      • Sie denken, dass ich kein Gmundner bin, weil ich mit der Tram zum Bahnhof fahre? Fasch gedacht!

        Sie schrieben: „ICH muss doch nicht zum Bahnhof, mir doch egal wie Sie zum Bahnhof kommen.“

        Glaube ich gerne, ist aber nicht sehr solidarisch gegenüber Bahnreisenden.

        Nur ein kleiner Hinweis: das war eindeutig (bitte genau lesen) ironisch gemeint. AndyB hält Ihnen hier Ihre Argumentation vor, er wendet Ihre Argumente gegen Sie selbst. Das ist im Kontext eigentlich ziemlich klar, oder? Er kritisiert genau dieses „ich ich ich“, wie er es nennt.
        Babsy Blitzschnell f. d. TG

  2. Leider kapiere ich noch immer nicht, warum für 3, 4 Fahrgäste, die auf dieser Strecke vom Klosterplatz bis zum Franz-Josefsplatz fahren werden, 32m lange Züge mit 76 Sitzplätzen verkehren müssen. Diese Strecke und die zu erwartetenden Fahrgäste wären leicht mit einem VW- Bus oder mit dem von Herrn Sageder angekündigten Sammeltaxi bewältigbar.

    Und:
    Ceterum censeo „RegionalZUG durch Gmunden“ esse delendam!

    Die Idee mit den Sammeltaxis, die dafür sorgen, dass die Leute zur RegioTram kommen, hat allerdings einen geradezu überirdischen Scharm, gell! Auf das muss man mal kommen. Würde in einer Grossstadt jemand um viele Millionen eine Linie von nirgendwo nach nirgendwo für eine Handvoll Fahrgäste planen und bauen, und dann sagen: ok, die fährt exakt dort, wo niemand ist, wir müssen die Fahrgäste mit Sammeltaxis zu den Stationen bringen, was würde man mit so jemanden tun? Auslachen wäre das Mindeste, fürchte ich. Das sind ja echt Verzweiflungs-Aussagen.
    Frage: was wurde aus all den bisherigen Sammeltaxi-Lösungen in Gmunden? Oder die „Anruftaxis“? Na eben …
    Basy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

  3. Ich bin durch Lacus Felix auf Sie aufmerksam geworden und nun einigermaßen irritiert, dass freie Erfindungen der „Öffihasser“ von diesem Blog verbreitet werden.

    1. Die bestellten Garnituren Vossloh Tramlink3 sind normale Straßenbahngarnituren, mit gleicher Bauart, wie sie auch in den anderen Österreichischen Städten mit Bim (Linz, Innsbruck, Wien) eingesetzt werden. Sprich 100% Bim, 0% Zug. Was die Länge betrifft, so kenne ich keine kürzere Version wie diese 30m Variante.

    2. Warum wird 2015 nicht direkt weitergebaut?
    Weil an der Traunbrücke erst gebaut werden soll, wenn die Umfahrung Gmunden offen ist.

    Grundsätzlich: wir zensurieren nicht, solange es nicht um Strafrechtliches geht oder um Verletzungen der Menschenwürde. Nicht jeder, der gegen die RegioTram ist, ist deshalb gleich ein „Öffihasser“. Vielmehr muss man feststellen, dass halt leider manche beim Wort „Öffi“ das rationale Denken abschalten. Soweit wir das sehen, treten die Gegner der RegioTram keineswegs gegen die „Öffis“ auf, sondern gegen dieses Konzept. Sie sind vehement für den Einsatz von E-Bussen – kann man diskutieren, aber ein „Öffi-Hassen“ können wir da beim besten Willen nicht erkennen.
    Und bitte, nicht einfach nur eine Behauptung aufstellen, sondern diese auch belegen: was haben die Gegner des RegioTram-Konzepts „frei erfunden“? Bitte Belege und Zitate, nicht einfach nur irgendwas pauschal in den Raum stellen. Das Einzige, was wir bisher tatsächlich als „frei erfunden“ erkennen konnten, sind die angeblich erhobenen Fahrgastzahlen und die darauf basierenden Hochrechnungen. Entschuldige, frei erfunden sind die natürlich nicht, nur geschätzt, eine noble Umschreibung für „aus der Luft gegriffen“, gell!

    Dass sich die neuen Züge deutlich vom niedlichen Nostalgie-Strassenbähnchen Gmundens unterscheiden, steht wohl ausser Diskussion. Die Durchfahrt durch die enge Gmundner Innenstadt (insbesondere Theatergasse und Kammerhofgasse) kann man in keiner Weise mit den Strassenzügen von Innsbruck, Linz oder gar Wien vergleichen. Niemand käme in Linz auf die Idee, eine Bim durch die Domgasse und über den Pfarrplatz zu führen. In die Wiener Innenstadt verirrt sich ebenfalls mit gutem Grund keine Strassenbahn. In engen Gassen, wie gerade bei der Durchbindung durch Gmunden, bekommt auch eine 30m-Tram den Charakter eines Zugs bzw. einer Eisenbahn. Selbst die alte, zierliche Gmundner Nostalgiebahn wurde einst einspurig(!!!) durch die Theatergasse zum Rathausplatz geführt. Das hatte gute Gründe!
    Ja, was ist das für ein Argument, dass es keine kürzere Variante gibt? Das bestätigt ja die hier im Blog vertretene (und im Gastkommentar von Michael Amon gut argumentierte) Position, dass man ausschliesslich den Bedürfnissen von S&H gefolgt ist. Von Vorchdorf bis zum Klosterplatz sind die langen Garnituren kein Problem. Es geht eben nicht um die Durchbindung der Bim, das ist nur ein Vorwand, es geht um die Erneuerung der Betriebsmittel von S&H, die von den Steuerzahlerleins finanziert werden sollen. Die Gmundner Bim nimmt man nebenbei mit, anstatt ein Konzept zu machen, das den Gmundner Bedürfnissen entspricht.

    Und mit Verlaub, dass man auf die Traunbrücke wartet, weil man auf die Umfahrung Gmunden wartet, ist ein Politschmäh. Ausgerechnet im Jahr 2015, im Wahljahr, muss man, leider, leider eine Pause einlegen. Und diese Pause hat gar nichts damit zu tun, dass man im Wahljahr keine Diskussionen über RegioTram etc. haben will, gell! Nein, auf so eine Idee kämen Politiker nie. Offen und ehrlich gesagt: Ihr „Argument“ beleidigt meine Intelligenz und die vieler Leserleins dieses Blogs.

    • Die Bezeichnung Öffi… für „Kritiker“ hat niemanden konkret angesprochen und sollte mit Augenzwinkern auf den Punkt bringen, was meiner Meinung nach, die Beweggründe für die kreativen Argumente sind.

      – Personen, die sich jetzt plötzlich E-Busse herbeisehnen, sind wahrscheinlich jene, welche kaum einen Fuß in solche Busse setzen würden. (Vermutung)

      – Vossloh Tramlink wird laut Herstellerseite ausschließlich als Bim angeboten. Was soll hier noch groß belegt werden?

      – Sie sprechen von Nostalgie Bähnchen, ich rede von öffentlichen Nahverkehr im Jahr 2014. Wenn man nun eine Garnitur auswählt, dann wohl aus dem gegenwärtigen Angebot. Straßenbahnen sehen heute eben so aus wie das gewählte Muster. Und nochmal: Eine Straßenbahn kann nicht den „Charakter eines Zuges“ annehmen. Die beiden Konzepte unterscheiden sich technisch grundlegend. (Die Straßenbahn kann ihnen höchstens optisch zu brutal oder massig erscheinen, deshalb mutiert sie aber nicht zum Railjet)

      – Natürlich ist am Kammerhof eine etwas enge Stelle, aber mir will nicht eingehen, warum eine Straßenbahn deshalb nicht passieren sollte. Auch in anderen Städten gibt es durchaus Passagen wo es mal enger wird z.b. Schmidtorstraße Linz.

      – Ob aufgrund der Wahlen 2015 nicht gebaut wird kann ich nicht beurteilen. Aber es erscheint mir sinnvoll, die Öffnung der Umfahrung abzuwarten bevor man die Traunbrücke partiell abreißt.

      Mit freundlichen Grüßen!

      • Antwort auf toob
        Ich habe es aufgegeben, im Gmundl über die Strassenbahn zu kommentieren. Der Gmundl, besonders Babsy, würden sich sowieso weder in eine Strassenbahn noch in einen E-Bus setzen. Da könnte sie sich weitere Laufmaschen einheimschen u. nach den deftigen Drinks könnte ihr vielleicht schlecht werden.
        Aber zurück zum Thema: eine Strassenbahn kann nicht durch die Innenstadt geführt werden, aber tausende Autos durch die Stadt u. am Stadtplatz dürfen schon die in der Innenstadt wohnenden Fussgänger vergasen. Babsy ist, wie mir scheint, nachtaktiv u. bekommt davon nicht viel mit. Mind. 3 Minuten muss man bei jeder Ampel warten, bevor man unter Lebensgefahr sich vor den heranrasenden Autos auf die andere Strassenseite retten kann. Ich wohne seit 20 Jahren hier in GM, aber den Autoverkehr konnten sie nicht eindämmen, ganz im Gegenteil, sogar Lastwagen donnern durch die Innenstadt. Oder glaubt Babsy, dass ein paar E-Busse das Problem lösen?.
        Ein Vorchdorfer, der mit seinem Koffer nach Ischl oder Bad Aussee fahren will, soll der am Klosterplatz aussteigen, u. dann den Koffer bis zum Franz-Josef-Platz karren.? Gell, Babsy, hast keine Ahnung, Dir fehlt wahrscheinlich die tägliche Praxis.
        Warum ist man so gehässig gegen S u. H., die in die Zukunft investiert, d.h. in die Mobilität aller. Denn in der Zeit der zu gehenden fossilen Ressourcen werden sich viele das Auto nicht mehr leisten können.. .(Babsy vielleicht schon) Besonders bei vielen jungen Leuten entsteht schon ein Trend gegen das Auto.

        P.S.: Die FPÖ, die Partei Jörg Haiders, die sich in GM so gegen die Strassenbahn stark macht, soll sich einmal an der Nase nehmen u. an die 27 Milliarden Euro denken, die die Steuerzahler für die HYPO Bank zu berappen haben, die ihnen ihr Partei-Obmann Jörg Haider selig an Schulden hinterlassen hat. 27 Milliarden, das sind 27,000 Millionen Euro, da können Sie mit 7 Millionen, oder 30 Millionen Euro herumtüfteln was sie wollen, mit der Einsparung der Strassenbahn werden Sie die Hypo-Schulden nicht retten.
        Ausserdem, dem Asamer 70 Millionen Euro zuzuschanzen, indem sie ihm, auch unter Zustimmung der FPÖ, das Seebahnhof Seegrundstück fast geschenkt haben, damit hat die FPÖ kein Problem.

        Keine Sorge: Babsy bekommt ziemlich viel mit, weil ich lebe unter den Menschen, gell. Und ich habe als Öffi-Nutzerin ziemlich viel Ahnung, etwa: in Zukunft dürfen die Leute am Klosterplatz in die Bim umsteigen, damit sie dann am FJ-Platz (oder am Rathausplatz?) wieder in den weiterführenden Bus einsteigen können. Das nenne ich nicht gerade ein gescheites Konzept, wenn man bisher ohne Umsteigen durchfahren konnte.

        Und was die Fahrgewohnheiten von Babsy betrifft: ich habe selbst kein Auto, wenn ich eines brauche, borge ich es mir im Freundeskreis aus. Wir haben da eine informelle Fahrgemeinschaft, gell! WEil wir uns eigene Töffis zum Teil gar nicht leisten könnten. Im übrigen bin ich sogar schon mit der Vorchdorfer Bahn, die jetzt zur Gmundner Strassenbahn wird, gefahren. Habe es sehr genossen: schön leer, keine Leute, sehr ruhige Fahrt. Ausser mir nur noch zwei weitere Fahrgäste. Ehrlich: ich habe mir Sorgen gemacht, man würde die irgend wann einstellen mangels Frequenz … Wir vom Team Gmundl fahren alle, wenn es irgend wie geht, mit Öffis, also auch mit den Bussen in Gmunden. Nur mit der Bim bin ich nur zwei oder drei Mal gefahren, weil sie nicht dorthin führt, wo ich normalerweise hinfahre. Eine Umfrage unter sehr viel älteren Bekannten hat gezeigt, dass auch ältere Mitmenschen in all ihren Lebensjahren kaum jemals die Strassenbahn benutzt haben. Bin mir nicht sicher, ob überhaupt alle Bewohner Gmundens wenigstens einmal im Leben mit dem Ding fahren. Man hält diese Bim nämlich im allgemeinen für keine Verkehrsmittel, sondern für ein wenig wirksames Werbemittel des Fremdenverkehrs und für einen teuer erkauften Spleen, an dem S&H inzwischen dank öffentlicher Förderung sogar etwas verdient.

        Was die tausenden Autos betrifft, die durch die Innenstadt düsen: ja, das ist ein Wahnsinn. Dieses Problem lösen weder RegioTram noch E-Busse, gell, aber es gibt da eine ganz einfache Lösung, unabhängig von der Frage Bus oder Regio,aber über die trauen sich die Politiker bis heute nicht „drüber“: Sperre der Innenstadt von 8 bis 18 Uhr. Dafür bin ich. In den Städten an den oberitalienischen Seen funktioniert das prima. Der Nahverkehr in einer so kleinen Stadt wie Gmunden ist eindeutig mit Bussen besser zu lösen.
        Ich würde gern viel mehr mit den Öffis von Gmunden fahren, wenn das Busnetz ein wenig besser ausgebaut wäre, und wenn die Busse abends etwas länger fahren würden.

        Die Tatsache, dass Jörg Haider das Hypo-Unglück verursacht hat, ist ja noch lange kein Grund, weiterhin Steuergelder zu vergeuden. Also wirklich, dieses „Argument“ ist mir zu, wie soll ich sagen, nein, ich sage es lieber nicht. Aber es kann doch nicht Ernst gemeint sein, nur weil schon Milliarden verschwendet worden sind, denen weitere Milliarden nachzuwerfen, oder? Man muss die Verschwendung hier in Gmunden nur mal hochrechnen auf das ganze Land, gell! Da sind wir schnell in der Dimension der Hypo-Adria, aber nicht einmal, sondern alle Jahre fröhlich wieder, gell!

        Und noch was: Stern & Hafferl investiert nichts, gar nichts! Jeder Handgriff wird vom Steuerzahler berappt, geblecht, finanziert. Müßte S&H, wie von Michael Amon verlangt, das unternehmerische Risiko für die umstrittenen Investitionen übernehmen, wäre die RegioTram über Nacht gestorben. Man kann leicht Prognosen machen, für deren Folgen andere, die Steuerzahlerleins, die Kosten tragen. Die Logik, warum es egal ist, wenn hier ein paar Mille vergeudet werden, weil man anderswo viel mehr versenkt, kann ich jedenfalls nicht nachvollziehen, gell! Scheint mir irgendwie nicht logisch.

        Weil mir das auch gerade einfällt: auch das Argumente, man wisse etwas nicht, weil man es nicht selbst mache, ist nicht gerade von hoher Logik. Ich muss nicht auf einen 8000er klettern, um zu wissen, dass das eine riskante und u. U. lebengefährliche Sache ist. Der Mensch hat nämlich ein Hirn und kann denken, vergleichen, Erfahrungen einbeziehen etc., gell! Man muss nicht vorher vom Wolkenkratzer springen, damit man nachher weiss, dass das tödlich ist. Da genügt ein bisserl Nachdenken …
        Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

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