Archive for 8. November 2014

Leere Drohungen?
8. November 2014

Liebe Leserleins!

Langsam gehen uns die Überschriften für die einzelnen „Affären“ aus. Unglaublich, aber wahr!

Die RegioTramWahnBahnBimZug-Diskussion geht mehr oder weniger fröhlich weiter. Je mehr Details man sich erschnuppert, umso fragwürdiger wird das Projekt. Darum auch heute wieder die Postings aus den Kommentaren hier vorn im Blog wiederholt!

Der Wasserkrimi in derzeit noch unbekannt vielen Folgen geht weiter. Die örtliche Müllfirma Vorwagner hat zwar Material der in Frage stehenden Urpsrungsfirma der Chemiestoffe verarbeitet, tut dies aber laut eigener Aussage schon seit einigen Monaten nicht mehr. Ausserdem habe man nie mit solchen Stoffen zu tun gehabt. Man verweist auf die Möglichkeit, dass die Schadstoffe aus der Landwirtschaft kommen, die Mengen auf den Feldern seien beachtlich, vielleicht habe man in der Landwirtschaft Oberflächenerde abgetragen und deponiert. Und da hat niemand hingeschaut?
Man wird das Gefühl nicht los, dass nier ziemlich oft nicht genau genug hingeschaut worden ist. Und zwar von allen Seiten. Nicht hinschauen. Nichts wissen. Nichts fragen. Und zum schlechten Ende zahlt dann, wie wir hier schon prophezeit haben, jedes kleine Steuerzahlerlein für den Mist, mit dem andere reich geworden sind. Leutln, es gibt Umverteilung, aber die Leute zu denen hin umverteilt wird, gefallen mir nicht besonders.

Womit wir schon bei der unsäglich endlosen Hotelmisere wären.
Seit Wochen erzählt der alte Asamer jedem, egal, ob der/die es hören will oder nicht, dass er die Gemeinde Gmunden wegen des Rückkaufs klagen will. Er will offenbar, dass man sich vor ihm fürchtet und nichts macht, was seinen Interessen zuwiderläuft, welche immer das sein mögen.
Dem Gmundner Gemeinderat und seinen Mitgliedern kann man nur mit der Bibel zurufen: „Fürchtet euch nicht.“
Wie unsere Recherchen am Freitag zeigten, sieht alles danach aus, das bis Freitag keine Klage seitens Asamer vorliegt (in diesem Fall eine Läschungsklage auf Löschung des Rückkaufs durch die Gemeinde aus dem Grundbuch). Vielleicht hat er selbst auch schon bemerkt, dass er Gefahr läuft, dass man ihm die Klage mangels Klagslegitimation sofort zurückwirft. Vielleicht denken aber auch nur seine Anwälte schon so lange darüber nach, wie sie denn den Klagsverzicht von Asamer (Verzicht auf Klage aus welchem Rechtsgrund immer!) aus der Welt schaffen könnten. Da werden sie noch lange nachdenken müssen. Aber vielleicht kommt ja noch eine juristische Kamikaze-Aktion.

Morgen geht es weiter mit den Bekenntnissen einer/eines alteingesessenen/r Gmunders/in. Heja, das wird ein Spass, obwohl es ziemlich traurig ist.
Man kann die Sparpolitik und die Budgetrestriktionen der EU ja mit gutem Grund für ziemlich dumm und in einer Wirtschaftskrise für kontraproduktiv halten. Ein Gutes haben sie aber: die hirnlosen Verschwendung von Steuergeldern wird ein wenig schwieriger. Inzwischen wird als Täuschungsmanöver rund um die RegioTram sogar die Wiederbelebung der Bahn von Laakirchen nach Gmunden als Schmalspurbim ins Spiel gebracht. Nachdem jetzt offiziell ist, dass die Bahnlinie zur ÖSPAG eingestellt wird, weil man sich den Neubau von Eisenbahnbrücken ersparen wollte. Dafür rollen in Hinkunft besonders umweltfreundliche, hahaha, Lastentransporte mit Diesel-LKWs durchs Land. Aber in Gmunden glaubt man, E-Busse bekämpfen zu müssen, während der Lastenverkehr auf der Strasse mutwillig erhöht wird. So schaut er in Wahrheit aus, der Umweltgedanke in Gmunden. Man kann gar nicht soviel Biogemüse futtern, wie man rauskotzen will.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


toob
Gesendet am 07.11.2014 um 11:21 vormittags | Als Antwort auf AndyB

Sie denken, dass ich kein Gmundner bin, weil ich mit der Tram zum Bahnhof fahre? Fasch gedacht!

Sie schrieben: “ICH muss doch nicht zum Bahnhof, mir doch egal wie Sie zum Bahnhof kommen.”

Glaube ich gerne, ist aber nicht sehr solidarisch gegenüber Bahnreisenden.

Nur ein kleiner Hinweis: das war eindeutig (bitte genau lesen) ironisch gemeint. AndyB hält Ihnen hier Ihre Argumentation vor, er wendet Ihre Argumente gegen Sie selbst. Das ist im Kontext eigentlich ziemlich klar, oder? Er kritisiert genau dieses “ich ich ich”, wie er es nennt.
Babsy Blitzschnell f. d. TG


peipino
Gesendet am 07.11.2014 um 8:43 vormittags

Andy B. Antwort auf toob

Kann Ihnen nur zustimmen!
Manche glauben, ihre eigene Situation sei die wichtigste!

Das Argument “es wird ohnedies soviel verschwendet und Steuergelder unnütz verwendet”, daher ist es bei den restlichen sinnlosen Projekten auch egal, wieviel da den Bach runter geht, ist schon ziemlich dümmlich!
Da muss man dann immer wieder feststellen, dass diese Menschen sich mit den eigentlichen Problemen gar nicht genauer beschäftigen und kritisch nachprüfen!
Unerträglich ist für mich vor allem das Argument: “wartet erst einmal ab, ihr werdet dann schon sehen ob die Sache funtioniert” (oder nicht!).
Ich habe dies schon von einigen Gmundner Geschäftsleuten gehört. Dabei sind diese in einer Situtation, in der es für sie existentiell sein wird, ob die Verschandelung Gmundens zu einem kollateralen Schaden für die Stadt und ihre Bürger und Geschhäftsleute führen wird oder nicht. Ich befürchte, dass diese Gefahr für Gmunden bereits sehr groß ist!
Ich selbst bin davon persönlich und wirtschaftlich gar nicht betroffen.
Es ist daher dann immer wieder verwunderlich, dass Gmundner mich zumindest unterschwellig als Querulanten bezeichnen und sich über ihre vielleicht schon dramatische Situation gar nicht im klaren sind!


Zivilcourage
Gesendet am 07.11.2014 um 8:11 vormittags

Batteriebetrieb sehr teuer

Habe soeben von einem Autohändler erfahren, dass bei einem normalen PKW der neu 45.000 Euro kostet, ein Batterieaustausch, der wegen der Kurzlebigkeit einer Batterie bald notwendig ist,35.000 Euro koset. Wohlgemerkt bei einem PKW!.
Jetzt kann man sich vorstellen, wie hoch die Kosten für Elektrobusse sind u. auch für die Straßenbahn. Haben die Straßenbahngegner schon einmal die Kosten für Batterie-Austausch bei E-Bussen durchgerechnet.? Bei allen statistischen akrobatischen bevölkerungs-basierenden Berechnungen von gmundl, wäre auch interessant, wenn er einmal die technischen Erhaltungskosten von diesen quirligen E-Bussen real berechnen würde. Ich warte darauf.

Das stimmt derzeit noch. Die grossen Autobauer wissen ganz genau, dass hier noch einiges zu tun ist. Wenn es aber gelingt, aus E-Fahrzeugen ein Massenprodukt zu machen, sieht das ganz anders aus. Schon jetzt sind die automobilen Ersatzakkus deutlich billiger als noch vor ein paar Jahren. Wie so oft bei neuen Techniken sinken die Kosten rapid, sobald eine Technologie sich durchzusetzen beginnt.
Die ersten grossen Flachbildschirme kosteten bis zu 20.000 Euro. Heute bekommt man die Dinger für unter 1.000 Euro. Als die ersten Laserprinter auf den Markt gekommen sind, waren sie für normale Leute unerschwinglich (15.000 Euro). Heute kosten viele Laserdrucker weniger als die Druckerkartuschen. Laptops kosteten ebenfalls um die 20.000 Euro, kleiner Bildschirm, kaum Speicher, wenig Rechenkraft. Heute bekommt man um 1.500 Euro totale Powermaschinen für Games, Unmengen Speicherplatz sowie mit grossen Bildschirmen.
Das Problem des Verkehrs ist ein gravierendes, aber nicht wegen der Batterien, sondern ganz allgemein wegen des Energieverbrauchs. Eine Bahn mit 70 Sitzplätzen, von denen nur drei oder vier belegt sind, ist im Transport mindestens so teuer wie ein PKW. Kleinbusse kommen auf solchen Strecken auf jeden Fall günstiger. Insgesamt verbraucht der Verkehr zu viel Energie, das ist das Problem. Da braucht es aber sowohl Änderungen im Lebensstil als auch in der Organisation unserer Gesellschaft. Ich sage nur: Erdäpfeln quer durch Europa karren, Tiertransporte (dazu noch die Tierquälerei dabei, aber das ist eine andere Baustelle), Einkaufszentren vor den Städten/Orten etc. Wir fahren zu viel und zu weit herum.
Die Fortschritte in der Fortbewegungstechnologie haben nicht dazu geführt, dass wir schneller wo ankommen, sondern dazu, dass die Leute in der selben Zeit weiter fahren. Das wird bei 10 Milliarden Menschleins in absehbarer Zeit nicht mehr funktionieren. Die Debatte in 20 Jahren wird eine völlig andere sein: nämlich die um die Frage, wie weit sollen Menschen eigentlich fahren? Wie lokal leben wir? Wie kommt man aus den negativen ökonomischen und ökologischen Folgen der Globalisierung wieder heraus? Unter diesem Aspekt ist die Debatte RegioTram oder E-Bus lächerlich und retro. Die Zukunft liegt in geänderten Lebensstilen mit weniger Verkehrsaufkommen.
Das grösste Verkehrsproblem ist längst der Flugverkehr. Einmal Starten entspricht dem Anwerfen von 35.000 PKWs. Zerstörung der Schutzhülle unseres Planeten mittels Düsentriebwerken inklusive. Viele Dinge müssen wieder kleinräumig erledigt werden. Heute ist es billiger, mit dem Flugzeug nach London zu fliegen als mit dem Zug von Gmunden nach Wien. Das ist der Irrsinn.
Wenn wir unseren Lebensstil nicht ändern, laufen wir in eine Energiekrise ungeahnten Ausmasses. Egal ob RegioTram oder E-Busse, zu deren Gunsten und als Ausgleich zu derzeit hohen Akkupreisen man aber auch einrechnen sollte, dass keine zusätzliche Infrastruktur und deren Erhaltung notwendig ist, sprich Geleise und Bahnhöfe. Die vorhandenen Strassen können von Privaten und Öffis gleicherweise genutzt werden. Sie sehen, die Berechnung ist ziemlich schwierig. Die Gefahr, sich jeweils das eigene Denkmodell schön zu rechnen (und das andere schlechtzurechnen) also auch einigermassen hoch.
Babsy Blitzschnell f. d. TG


 

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