Runder Tisch – hoffentlich mit Ecken und Kanten!

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Liebe Leserleins!

Auch wenn Ihre Babsy gestern schon darüber geschrieben hat. Ich wiederhole es hier heute noch einmal, damit niemand sagen, er oder sie hätte von nichts gewusst.

Zuerst noch ein kleiner Ausflug zum Begriff „Runder Tisch“. Ursprünglich kommt das vom König Art(h)us und seiner Tafelrunde. Neu in den aktuellen Sprachgebrauch kam der Begriff 1989 beim Zusammenbruch des Ostblocks, als die Regierungen sich mit den oppositionellen Bürgerrechtlern zusammen setzen mussten. Die Regierungen erkannten die Bürgerrechtler nicht an und umgekehrt. Man benötigte „hierarchielose“ Tische. Das war die Stunde der neuzeitlichen „Runden Tische“. Wollen wir hoffen, dass sie nicht auch in Gmunden Ausdruck der gegenseitigen Nichtanerkennug sind, sonder ein Zeichen dafür, dass man auf Augenhöhe (auch so eine gedankenlos eingebürgerte Phrase!) mit einander spricht.

Wir wünschen uns, dass diese Tisch viele, viele Ecken und Kanten hat, damit vielleicht ein kantiges, profiliertes Ergebnis am Ende der Gespräche steht.

Wir wollen noch einmal ein paar wichtige Dinge in Erinnerung rufen.

1.) Der Spruch „Wir brauchen ein Hotel“ ist sowas wie das Mantra der Gmundner Gemeindepolitik geworden. Man glaubt, wenn man es nur oft genug wiederholend vor sich hin murmelt, damit die Stadt gerettet zu haben. Dem ist aber nicht so. Es hat einen Grund, dass hier in den letzten Jahrzehnten ein rasantes Hotelsterben stattgefunden hat. Es gab keinen Bedarf. Da können die ÖVPler und der Tourismusdirektor uns dieses Mantra noch so oft wiederholend vormurmeln, das wird nichts mehr. Die Hotels haben nicht wegen übergrosser Nachfrage geschlossen.

2.) Wir erleben jetzt seit vielen Jahren den grossen Investoren-Klamauk. Die Wahrheit ist: es gibt keine Investoren, weil die Hütte sich niemals rechnen wird. Nicht unter den jetzigen Voraussetzungen. Solange Gmunden kein klares, eindeutiges Stadtkonzept hat, muss man über Hotelneubauten und Investoren nicht diskutieren. Die Asamers sind ohnehin nur mehr Getriebene. Der Konzern hat eine fulminante Pleite hingelegt, die nur durch eine verdekcte Sanierung kaschiert werden konnte. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die RAIKA unter Luigi Monetti viel zu lange den grossen Geldgeber gespielt hat. Die Nachfolger des grossen Luigi müssen jetzt die Scherben wegräumen und versuchen, aus den Resten noch irgend etwas Werthaltiges zusammen zu kitten. Es ist ein ebenso offenes Geheimnis, dass die RAIKA längst überlegt, wie sie sich am restlichen Privatvermögen der Asamers schadlos halten kann. Etwa den Villen …
Daher: kein Wort mehr ernst nehmen, wenn die Asamers oder ihre Anwälte selbiges ergreifen. Ernst zu nehmen ist nur noch die RAIKA. Die können hoffentlich besser rechnen – oder sind jetzt dank Luigis Erblast dazu gezwungen. Eine neue und gute Lösung führt, ob einem das gefällt oder nicht, über die RAIKA. Nicht über die Asamers.

3.) Die Seebahnhofgrundstücke müssen zurück ins direkte Gemeindeeigentum. Das ist unser Mantra. Wiederherstellung demokratischer Zustände in jener Form, wie sie die Gemeindeordnung verlangt. Es muss ein Ende sein mit den Tricksereien und der Rosstäuscherei. Und weg mit dem ganzen Chalet-Unfug. Die Seebahnhofgrundstücke gehören zur Nutzung durch die Bevölkerung „hergerichtet“.

4.) Ein neues Stadtkonzept, Stichwort: Kurstadt Gmunden, Hallenbad, moderner Kongressbetrieb. Ein neues Konzept für die Nutzung der brachliegenden Gründe rund um den Klosterplatz und Lände. Dann erst neue Überlegungen, ob man ein Hotel braucht, und welche Art von Hotel mit welcher Kapazität das sein muss. Welcher der beste Standort wäre: alter Grand-Hotel-Platz oder Toskana?

5.) Die Stadt muss aktiv werden. Der Investoren haben wir genug gesehen. Es reicht.

6.) Der neue Bürgermeister wird daran zu messen sein, in welchem Ausmass die obigen Vorgaben berücksichtigt werden. Das bisherige Dilettieren muss ein Ende haben.

Als kleine Erinnerungshilfe bringen wir nachstehend einige Bilder aus der Geschichte rund um das Hotel. Viel Missvergnügen können wir da nur wünschen, obwohl aus heutiger Sicht manches geradezu absurd lachhaft war.

Wenn der Runde Tisch wieder nur ein Verzögerungsmanöver wird, schlage ich vor, Gmunden zur Hauptstadt des „Indianers mit Schlag“ zu erklären. Vielleicht hilft wenigstens das war.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

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phantom-of-the-opera_plakat

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2 Antworten

  1. Jetzt legt der Vice sein Amt doch nicht zurück weil in der bessere Indianerstamm nicht wollte. Ja muß er halt beim Alten bleiben, Hat er ja die schlechte Besetzung mitverursacht! Bewirken wird die Windfahne mit seinen schmutzigen Kleinfähnchen nicht viel bis gar nichts.
    Hasenöhrl Mausgrau

  2. Ganz gleich welcher Kommentar gesendet wird, ist nicht genau das Thema!
    Aber man ist bestürzt von Rücktritt des grundehrlichen Gemeinderates Mag. Ing. Karl Kammerhofer!!!!! Wo doch 72 % der Befragten in Gmunden Korruption vermuten. Bei so einem Meinungsbild kann man annehmen, dass dies die pure Wahrheit ist. Klar ist, dass die Fragenbögen nicht alle angegebenen Haushalte erreicht haben. Sonst wäre die Zahl der Korruptionsvermuter noch weit höher!
    Der Ex Gemeinerat Kammerhofer ist halt ein sehr bescheidener Mensch und hat die Umfrage abgeschwächt, weil er sich wahrscheinlich für diese Schweinereien trotz seiner Grundehrlichkeit und Charakterstärke schämt.!!!
    Mit freundschaftlichen Grüssen!
    Hugo von Wald und See

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