Von runden Tischen und Bierdeckeln

adventkerze_2Heute:
Erasmus Erpel berichtet vom „Runden Tisch“
davor eine kurze Einschätzung  von Babsy B.
ein Gastkommentar von AndyB
Online-Debatte über den neuen BGM in den OÖN
OÖN-Brandner tut Zugfahren tun

Liebe Leserleins!

Wir haben geunkt und leider recht behalten. Der Runde Tisch war genau das, was solch Runde Tische oft sind, nicht besonders ergebnisreich. Ihre Babsy hat da eine sehr schonende Formulierung gewählt.
Unser Spezialreporter Erasmus Erpel, nicht ganz neu im Geschäft, aber neu hier bei uns, hat sich unter den Teilnehmern diskret umgehört, und die haben auch sehr diskrete Antworten gegeben. Daraus hat Erasmus einen knochentrockenen Bericht gebastelt. Unseren Kommentar dazu, den wird es morgen geben. Ihre Babsy muss da noch ein Weilchen nachdenken, und wir diskutieren das auch noch im Team. Enttäuscht sind wir jedenfalls nicht, weil wir nichts erwartet haben. Unsere genaue Einschätzung wird morgen hier zu lesen sein.

Bruno bastelt noch immer am Bericht über die Asamer-Deponie in Ohlsdorf. Da haben wir inzwischen noch ein paar Infors bekommen, danke liebes Leserlein, die wir teilweise schon hatten, teilweise noch studieren müssen. Die Sache ist brisant und muss gut überprüft werden. Aber die systemischen Ähnlichkeiten zu den Ereignissen in Kärnten sind erschreckend. Bis hin zum Versagen eines grünen Landesrates beim Krisenmanagement. Die Folgen für die Bevölkerung und die Landwirte dort sind halt in Kärnten momentan deutlich dramatischer. Dort hat es ein ganzes Tal erwischt, in dem die Bauern auf bio und nachhaltig umgestellt hatten. Die Systemfehler sind offen erkennbar, und es sind sehr ähnliche wie hier in Ohlsdorf. Die Willfährigkeit der Politik und der Verwaltung gegenüber Industrie und Wirtschaft wird zu einem immer grösseren Problem. Sie bedroht mehr denn je unsere Lebensgrundlagen.

Dazu noch ein Gastkommentar unseres höchst bewährten AndyB, der schon mal einen Blick in die neue Propagandaschrift der ÖVP geworfen hat. Ein dünnes Blatterl mit ebenso dünnem Inhalt. Ihre Babsy wird so frei sein, morgen dazu auch noch ihren höchstpersönlichen Senf dazuzugeben, der sich mit vom Inhalt des Senffasses des Teams nicht unterscheidet. Hinten angehängt noch der Auszug aus einer Debatte bei OÖN-Online. Weil es zum Thema passt, und wir dem eine grössere Öffentlichkeit gönnen, gell!

Weil wir schon oft gefragt worden sind: Gastbeiträge werden von uns meist redaktionell bearbeitet. So, wie das auch in Zeitungsredaktionen üblich ist. Wir achten aber streng darauf, keine sinnstörenden Änderungen vorzunehmen. Meist handelt es sich nur um „kosmetische“ Korrekturen, Verklarung undeutlicher Formulierungen. Kleinzeug also.

Bis morgen! Und warm anziehen, es bleibt kalt im Land. In jeder Hinsicht.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Weil es so schön ist: hier ein Propaganda-Video der unabhängigen OÖN und ihres unabhängigen Redakteurs Edmund Brandner über die erste (Probe)Fahrt des RegioZugs.
http://www.nachrichten.at/nachrichten/videos/Erste-Strassenbahnfahrt-in-Gmunden;sts11308,6043


Runder Tisch
Nichts gewesen – nicht einmal sehr viele Spesen

Ein Bericht von Erasmus Erpel

Neben Vertretern aller Parteien und RA Mizelli waren von der Gegenseite Kurt Asamer und seine beiden Rechtsanwälte anwesend! Diese halten fest, ausschließlich von Hans Asamer mandatiert zu sein, Kurt A. ebenfalls mit Vollmacht des Vaters. Die Anwälte betonen, nicht die RLB zu vertreten, wovon ohnehin alle Parteien ausgegangen sind. Die RLB hatte keinen Vertreter entsandt, obwohl dies in der Einladung angekündigt war. Dazu die Aussage der Anwälte von Asamer: „Bank wird sicherlich nicht aktiv mitwirken“. Gemeint war damit die „Investoren“suche.

Kernaussage seitens der Asamers: „Wir können noch keine Lösung anbieten!“ Und: „Wir haben kein griffiges Angebot am Tisch!“ An allem sei wieder einmal die Stadt schuld, die das Rückkaufsrecht in Anspruch genommen hat, zu einem Zeitpunkt, da man ganz kurz vor der Unterschriftsleistung gestanden sei! Die Asamers wollen jetzt erst den Ausgang der Löschungsklage abwarten, bis dahin würde es von ihnen keine Aktivitäten geben. Kurt Asamer: „Ich sehe mich in der Passivrolle!“ Angeboten sehe er mit Interesse entgegen! Wir auch! Auf die warten wir und die Stadt seit Jahren. Bisher immer Seifenblasen.

Die Gesprächsführung seitens der Stadt übernahm kurioserweise SP-Vizebürgermeister Christian Dickinger, denn der neue VP-Bürgermeister Krapf begnügte sich damit zu begrüßen und die Sitzung zu schließen sowie der Ankündigung die VP werde „in Klausur gehen“! Dickinger verlangte von der Gegenseite, endlich bekannt zu geben, wer nun eigentlich der entscheidende Ansprechpartner sei, Asamer, RLB oder Anwälte.

Die Antwort war, dass man mit Asamer verhandeln müsse! Dickinger stellte in den Raum, dass die Holzinger-Putz-Gründe mit einem Pfandrecht der Bank in der Höhe von € 13 Mio belastet seien, was die Anwälte bewog, festzuhalten, dass eine Lastenfreistellung selbstverständlich durch die Bank zu erfolgen habe! Asamer hätte dies mit der Bank auszuverhandeln!

Die ÖVP klammert sich nach wie vor an einen erhofften Verkauf des bisherigen, sattsam bekannten Projektes am Seebahnhof mitsamt Chalets, was bedeuten würde, dass die Seebahnhofgründe seitens der VP erneut verkauft werden würden. Immer schön unter zweifelhafter Umgehung der Gemeindeordnung.
Dickinger bzw. die SPÖ erklärten, sie präferierten eine eventuelle Hotelerrichtung auf den ehem Holzingergründen, der Seebahnhof müsse im Besitz der Bevölkerung verbleiben. Die FPÖ will, dass diese Gründe auch noch von der Stadt gekauft werden, wissen aber nicht, wie dies finanziert werden soll. Geldreserven sind nämlich keine mehr da.

Die Grünen haben sich in die Diskussion nur mit wenigen Sätzen eingebracht. Sehr erstaunlich!
Abschließend wollte Dickinger von Asamer wissen, ob er mit dem Vorschlag der SPÖ einverstanden sei, unabhängig von den Seebahnhofgründen in Verhandlungen über die weitere Verwertung der Holzinger-Putz-Gründe einzutreten, was dieser bejahte. Dafür sei er offen. Dickinger führte aus, dass die Stadt die Möglichkeit zur Rückwidmung und zur Verhängung eines Neuplanungsgebietes in der Hand und somit gute Karten habe. Es sei ein Konsens anzustreben, der die Gefahr eines jahrelangen Rechtsstreites zu bannen habe.

Erste subjektive Einschätzung des Teams Gmundl:
Neue Ideen oder eine Haltungsänderung der ÖVP sind nicht erkennbar. Der Erneuerungswille scheint auch unter dem neuen Bürgbermeister sehr begrenzt zu sein. Von ihm kamen keine Impulse. Wie oben schon beschrieben. Niemand weiß, was der Bürgermeister selbst wirklich denkt. Ob er nur schweigt, weil er die alte Linie weiterführt. Weil er in der ÖVP keinen Spielraum hat, weil er das alte Projekt, für das er schliesslich immer gestimmt hat, noch immer für supersupiüberdrübertoll hält. Man weiß einfach nicht, woran man politisch und in inhaltlichen Fragen mit ihm ist. Auch von Leadership war in dieser Sitzung nichts zu erkennen. Von einem Bürgermeister darf man erwarten, dass er eine Linie vorgibt oder neue Ideen präsentiert. Keine Spur davon!

Insgesamt eine enttäuschende Veranstaltung. Es wird weitergewurstelt wie bisher. Eine neue, erfolgsversprechende Lösung ist nicht in Sicht, da die Mehrheitspartei ÖVP sich keinen Millimeter bewegt. Vielleicht auch nicht bewegen darf. Ermutigend ist das, was Erasmus Erpel über den Runden Tisch in Erfahrung bringen konnte, auf keinen Fall. Sieht mehr nach Scheinaktivität und Ruhigstellen der Bevölkerung aus. Beruhigungspillen und wirkungslose Placebos. Die ÖVP zieht ihre schon bisher erfolglose und katastrophale Politik in Sachen Hotel weiterhin ungerührt und beinhart durch. Jetzt halt nicht mehr mit rotem Kopf und Bluthochdruck, sondern mit freundlich lächelndem Gesicht. Man kann nur hoffen, dass die Leute sich davon nicht blenden und täuschen lassen. Hinter dem neuen Gesicht lauern noch immer die altbekannten Gesichter und bestimmen, wo es lang geht.


 

Die Sau durchs Dorf treiben

Ein Gastkommentar von AndyB

Jetzt fängt das ganze Gelumpe wieder von vorne an : Hotel, dann Therme – ohne Therme kein Hotel (und eine Therme gibts eh nicht).

Ich war einigermaßen schockiert über die Ergebnisse der Umfrage von Herrn Kammerhofer, der eine große Lücke in der Gmundner Politik hinterlassen wird.
68% der Leute (wenn ich mich richtig erinnere) sind gegen eine Erhaltung des historischen Schwimmbades …. unglaublich.

Was das bedeutet werden die “normalen” Bürger dann erfahren, wenn Schulferien sind, und der Eintritt für eine Therme 15 Euro + kostet. Wer wird sich das dann noch erlauben können, seine Kinder in den Ferien jeden Tag ins Schwimmbad zu schicken? Die meisten “normalen” Bürger jedenfalls nicht.

Jetzt kommt auch schon wieder diese unselige “Toscana Hotel”-Sau, die durch das Dorf getrieben wird. 1 A Lagen für öffentliche Gebäude sind/waren da, aber jetzt will man auch noch den denkmalgeschützten (und laut Wikipedia einen „der schönsten Parks Österreichs“) versauen.

Baut doch das Hotel auf dem Seebahnhofs-Ding und aus die Maus. Da steht eh nixx mehr, und da kann man nixx versauen. Hotel, Seezugang mit Freizeitgelände für den Bürger und Ende.

Und zu allem Überfluss kam heute auch schon wieder das ÖVP-Werbeblättchen mit allen möglichen Informationen über den neuen Bürgermeister.
Mich interessiert kein von Steuerzahlern bezahltes Werbeblättchen mit Bürgermeister-Lebenslauf!
“Too much Information”!!
Mich interessiert nicht was der Bürgermeister mal gemacht hat und sein Vater oder sein Hund!!!!
Ich will das alles nicht wissen!!!!!
Damit soll den Leuten auch noch suggeriert werden, er wäre “einer von uns”!

Er ist KEINER von “uns”! Er ist in erster Linie ein ÖVP Mitglied, der die Interessen der ÖVP vertreten wird und dann erst die der Bürger.

A : “Der ist ja einer von uns”
B : “Ja eh, wast eh …”
A: “Dann wast eh, wosd des Kreutzerl machen musst!”
B: “Ja eh, wast eh!”
A :”Ja eh”

Er ist, bei seinen schweren Erbe, an den Taten zu messen und nicht daran, dass sein Vater mal einen Trafik besessen hat, oder was immer er selbst bisher gemacht hat.
Alleine seine kommenden Taten interessieren, und daran wird er zu messen sein!


Argusauge
Gesendet am 10.12.2014 um 8:13 vormittags

Dialog von zwei Kommentatoren zu dem Artikel über Pläne von BGM Krapf in den OÖN.

Betreff: BGM MAG. KRAPF
Ich bin überzeugt, dass es ein wenig blauäugig ist als Bürgermeister einer Kleinstadt den Vorsitz jener Partei nicht zu übernehmen die einen aufgestellt hat.
Sicher ein Bürgermeister hat auch im kleinen Bereich viel zu tun und zu entscheiden, aber für die in der Wirtschaft massgeblichen Personen wäre er wohl bald nur eine Art “Frühstücksdirektor” der die von anderen getroffenen Entscheidungen verkünden darf.
Von einem jungen BGM darf man sich wohl mehr erwarten, denn die Stadt braucht dringend zeitgemässe, kreative Führung und die funktioniert nicht ohne DIREKTEN ,nachhaltigen Einfluss auf die eigene Partei nehmen zu können.

ANTWORT:
Betreff: FRÜHSTÜCKSDIREKTOR
Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Wenn sich der neue BGM Krapf halten will, dann muss er lieb und nett sein, darf nirgends anecken. Weil er lieb und nett ist, wurde er ja auch von den Grünen u Dr. Löcker sofort in die Arme genommen. Menschlich zu verstehen, nach einem cholerischen Ex-BGM. Aber lieb und nett allein sind keine Kriterien für eine Leitfigur, die diese Stadt aus dieser schwierigen Lage herausführen soll. Es bedarf einer Persönlichkeit, die genügend Durchschlagskraft, vor allem gegenüber den eigenen Parteikollegen u. der Wirtschaft hat, jedoch höflich u. distanziert bleibt. Nur Distanz, vor allem persönlich, könnte diese schwierige Aufgabe bewerkstelligen. Ich halte nichts davon, sich mit den GR Kollegen im “Schwan” auf ein Bier zu setzen. BGM Krapf ist Lehrer u. hat keine Erfahrung mit Personalführung z.B. in einer Firma. Ein guter Chef ist nett zu seinem Team hält aber persönlich Distanz. Ansonsten verliert er seine Autorität. Gerade für einen Politiker wie einen Bürgermeister sind Freundschaften und Seilschaften in der eigenen Partei eher hinderlich. Denn er könnte sich aus der angeblich so “gut gemeinten” Umklammerung der Parteifreunde schwer befreien.

Nach meinem Dafürhalten will er ja mit allen Mitteln Bürgermeister bleiben, und das wird er am ehesten, wenn er FRÜHSTÜCKSDIREKTOR bleibt. Lieb und nett, das haben die Grünen und Dr. Löcker bewogen, alle Entscheidungen, die Krapf mit der ÖVP mitzuverantworten hatte u. durch die die Stadt in diese miesliche Lage gekommen ist, zu vergessen u. ihn “ungschaut” zu küren.

Noch eines: Meiner Meinung nach hätte der Anwalt von Asamer beim heutigen Runden Tisch nichts zu suchen. Es hätte eine sogenannte “Regierungsklausur” sein müssen, da haben artfremde wie Asamer-Anwälte nichs verloren. Oder regieren die schon wieder hinein?


 

 

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Eine Antwort

  1. (KLEIN)FORMAT DER STADTPOLITIKER IN GMUINDEN

    Haben denn die Stadtpolitiker gar kein Format? Sie lassen gleich beim ersten Runden Tisch mit dem neuen BGM Krapf zu, dass Asamer plus Rechtsanwälte die Spielregeln vorgeben. Asamer hat die Stadt geklagt, da wäre Distanz u. Vorsicht seitens der Politik angebracht. Asamer hatte nie die Interessen der Stadt u. ihrer Bevölkerung im Visier, sondern immer seine eigenen. Jetzt hat er sich enttarnt, indem er die Stadt geklagt hat, Obwohl er sich schamhaft zurückziehen sollte wegen seiner Pleite, hat er die Stirn, noch Bedingungen zu stellen. Dazu gehören immer zwei: Der es tut u die anderen (Politiker) die das zulassen. Karl Kammerhofer war eine Persönlichkeit, die stark u. energisch aufgetreten ist, aber als Einzelkämpfer in dieser amorphen Masse der Politik verliert man irgendwann einmal die Motivation. Frau Dr. E Rumpf von den Grünen wäre eine Politikerin, die, wenn sie nicht Ersatz-Gemeinderätin wäre, noch manches retten könnte. Sie hat das Wissen, das politische Know-how,, ist hartnäckig, mutig u. konsequent. Vor allem hat sie einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, der sie motiviert, nicht aufzugeben.

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