Liedgut

Wir machen Urlaub!
Leute, bleibt nüchtern – 2015 kommt bestimmt!
Das Team Gmundl


Conchitus Extrawurst
Gesendet am 28.12.2014 um 4:32 nachmittags

War die Posterin wirklich von den Goldhauben-Frauen? Wenn ja, dann bitte schickt mir die Email-Adresse. Mich törnen Goldhauben unglaublich an. Besser als die HiHeels von der Babsy. Goldhauben-Frauen in Dirndl und mit Trachtenschuhen, das ist echt der ultimative Kick.
Bitte nicht mißverstehen! Mein Therapeut hat mir empfohlen, das auszuleben.


Steinkoagla
Gesendet am 28.12.2014 um 11:46 vormittags

Ich kann das Weihnachtsgedudel schon nicht mehr hören.
Wenn ich daran denke, dass jetzt auch noch die Heiligen unglaublich vielen Könige singend durchs Land ziehen werden, wird mir jetzt schon schlecht. Ich spende immer das Doppelte, damit sie ja nicht singen bei uns vorm Haus.
Frage: gibt es eigentlich keine kirchenamtliche Höchstgrenze dafür, wieviele Leute pro Sammlergruppe die Heiligen Drei Könige mimen dürfen? Ich bilde mir ein, die werden jedes Jahr mehr. Bald muß man die Bibel umschreiben: die Heiligen Vielen Könige oder so ähnlich.


karlheinz könig
Gesendet am 28.12.2014 um 9:00 vormittags

grundsätzliches über die qualität des weihnachtsliedgutes (ausufernder excurs. es tut mir aufrichtig leid!)

zum einen finde ich inmitten all der klebrig-süssen, ja, fast schon roseggeridyllischen waldbauernbubweihnachtsharmonie harsche worte wie “dschungelmusik” geradezu erfrischend. es erinnert mich an meine jugend, die ich- ich schäme mich durchaus nicht es zu gestehen- als marodierender jungspund mit gitarre und mannshohen, schwarzen truhen zur lärmerzeugung in einem haufen ähnlich gesinnter verbracht habe. meine jugend ist längst verflogen, meine freunde aus der zeit habe ich allesamt behalten. allesamt gute jungs und thx 4 ur support, to whom it concerns.
damals, jung und wild, waren unsere musikalischen feindbilder die gerade eben aufkommenden stars der volkstümlichen musik (wir nannten sie volksdümmlich aber das ist längst verjährt) und mehr noch diejenigen, die diese musik hörten und- musikantenstadl sei dank- frenetisch bejubelten, wenn diese playbacksingend durch die tischreihen wanderten. wir fanden es in dieser offensichtlichkeit dumm. dafür entschuldige ich mich nicht, es war meine, war unsere meinung, eine meinung, die ich heute natürlich so nicht mehr vertreten würde, ein zeichen von altersmilde vielleicht.

nun hielt ich den post auf den ich bezugnehme, ich räume es nur ungern ein, für einen scherz, beim scrollen nach unten aber … freddy quinn? peter alexander? nun, eines steht fest: peter alexander, udo jürgens und eine handvoll anderer (moser, valente, torriani etwa) waren auch in der rezeption begnadete entertainer ohne die unsere deutschsprachige (nicht nur) musikkultur um vieles ärmer wäre. aber das bedeutet nicht, dass man musik die spuren hinterlässt und musiker wie hörende nachhaltig beeinflusst, auch mögen muss. ich werde ungeachtet der verdienste eines elvis aron presley seine musik nie mögen, erkenne aber seinen stellenwert an. die beatles natürlich, die stones, das sind alles einflüsse, die man in vielem später kommenden erkennen kann. oder auch anleihen, die bei klassikern genommen wurden, der leider schon verstorbene jon lord (sarabande, the teleman-experiment), uli jon roth (venga la primavera), allesamt hardrocker, die den einfluss klassischer musik in die gegenwart transponieren, oder auch richie blackmore (der meister!) mit seinem langjährigen renaissanceprojekt backmore´s night.

die obgenannten sind fanale einer ära, die stimmliche leichtigkeit eines dean martin oder von doris day, die vielseitigkeit eines frank sinatra oder sammy davis jr., das ist geschichte. nun gut, paul anka lässt rockklassiker swingen und robbie williams tut das nämliche. weil sie es können, gefallen muss es mir nicht, die proffessionalität ist dennoch beeindruckend und muss anerkannt werden.

worauf ich hinauswill? ein vom hintermölltaler stubenmusiviergesang gespieltes “es wird scho glei dumpa” gefällt den einen, und das hier manch anderem.

oder, wenns ein bisschen akzentuierter sen darf so etwas:

und was die toten hosen aus unseren schönen weihnachtsliedern gemacht haben, getraue ich mich gar nicht erst zu verlinken. wie bitte? nein, keine chance. nur soviel: wer “die roten rosen” in die suchleiste der internettube drückt, wird es finden … *hüstel*

kurzum: jeder nach seiner fasson, weder ist die jugend besser (wie die jeweilig aktuelle jugend meint) noch sind es die altvorderen (wie die glauben, die ihre jugendrebellion vergessen haben). man vergleiche sokrates. wie? ja, das ding mit den moiren und erynnien, hat man doch alles auch schon mal gehört und so muss ich das nicht auch noch wiederholen (speicherplatz ist auch teuer).

zu hansi “moonboot” hinterseer fehlen allerdings auch mir die worte … ;O)

ach leute, anstatt euch über die musik zu ärgern freut euch doch lieber über den schnee, über weihnachten und die familie von der urli bis zum urgrossenkerl. denn alles andere ist unbedeutender kleinkram.

(ende des ausufernden excurses. und es tut mir immer noch aufrichtig leid.)


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