Die leidige Gmundner BIM

Liebe Leserleins!

Unten gibt es ein paar Zusatzinfos zur Franken-Melange vor Ort in Gmunden, die uns die Kollegen von der Krone geschickt haben. Für uns ist es schon ein Ritterschlag, wenn die Krone-Leute uns auswählen, um solche Infos, die den verfügbaren Platz in der Krone wahrscheinlich sprengen, zu veröffentlichen. Das zeigt, dass wir im ganz lokalen Bereich eine Grösse geworden sind, ein Player, den man nicht mehr überhört und nicht mehr übersehen oder überlesen kann. Wie immer man im Detail über die Krone denken mag, sie ist sicher eine der bestgemachten Boulevard-Zeitungen der Welt, weitab von der schmierigen Schäbigkeit einer SUN oder der BILD, von „Österreich“, wo man Nachrichten mitunter auch mal frei erfindet, ganz abgesehen. Dazu kommen eine Reihe erstklassiger und unumstrittener Schreiber: Trost, „Telemax“ Löffler oder Seinitz (dessen Reportagen und Hintergrundberichte mancher Qualitätszeitung gut anstünden).

Den Bericht über die neueste Asamer-Pleite (wieder einmal als Liquidierung getarnt) verschieben wir aus Aktualitätsgründen. Wir bringen dafür heute die neueste Aussendung der Initiative für ein zugfreies Gmunden. Wir haben auch ein paar interessante neue Hintergrund-Infros in petto, die wir aber erst überprüfen müssen. Interessant ist jedenfalls, dass Neumann von Stern & Hafferl herumläuft und verlautbaren lässt, der Klosterplatz und die neue BIM würden gut angenommen. Das hat in etwa den Wahrheitsgehalt von Verlautbarungen aus Nordkorea. In den Zügen hocken genauso viele Leute wie immer, sprich: genauso wenig Leute wie immer. Als Fahrgast in diesen beinahe Geisterzügen ahnt man, was echte Einsamkeit ist … Wie lange eigentlich will man den Leuten noch solches Blümelblamel verklickern?
Dazu nun auch der neueste Polittrick, um die Gegner des Projekt auszumanövrieren und möglichst schnell Tatsachen zu schaffen: anstatt in weiteren zwei Etappen (einmal Brücke, einmal Durchbindung) zu bauen, soll nun alles in einem Durchgang gebaut werden. Angeblich um die Bauzeit zu verkürzen und auf Wunsch der Kaufleute der Innenstadt. Dazu das neueste Gerücht: weil den Errichtern der Durchbindung angesichts des Klosterplatzes selbst ein wenig unheimlich bei dem Gedanken geworden ist, quer durch die Innenstadt riesige Strommasten aufzustellen, soll die BIM jetzt angeblich zusätzlich mit Batterien ausgestattet werden, um dann die Innenstadt mit Batteriestrom statt Oberleitungsstrom durchqueren zu können. Platz für den Einbau der Batterien wäre ja, so merkt Ihre Babsy ironisch an, mehr als genug, da die Züge ja so gut wie leer durch die Stadt fahren werden. Wenn das Gerücht nicht bloss ein Sketch vom Ebensseer Fasching, sondern wahr ist, dann fragt man sich allerdings wirklich, warum man dann so vehemnt gegen E-Busse ist, weil deren Batterien angeblich so teuer seien. Aber die Wahrheit ist – um einen österreichischen VP-Politiker abzuwandeln – eine Tochter der RegioTram.

Hier also die Aussendung an die Gmundner Haushalte, hier nochmals zum Nachlesen, da nach unseren Infos, die Gratiszeitungen (Tips, Rundschau) zu 90 – 95 % ungelesen im Altpapier landen. Für Originalgrösse bitte anklicken!

bim_aussendung

http://www.zugfreiesgmunden.at


Die Postings.

Krone Linz
Gesendet am 22.01.2015 um 8:15 vormittags

Franken-Lage in Gmunden: Per 31.12.2014 waren CHF im Gegenwert von 9.755.548 Euro (Kurs 1,203) aushaftend, das waren am 20.1.2015 beim Kurs von 1,03 11.394.480 Millionern Euro. Inzwischen sind es noch mehr, gestern, Mittwoch, 21.1., war das EZB-Fixing erstmals unter Parität (0,9997 Franken je Euro). Weiters hat die KG Frankenschulden, die zu Jahresende 2014 1.434.561 Euro ausmachten, was am 20.1. schon 1.675.568 Euro waren.
Insgesamt aushaftender CHF-Saldo in Gmunden am 20.1.2014 beim Kurs von 1,03 daher 13.070.048 Euro.

Das sind zumindest die Zahlen der Gemeindeaufsicht, die wir rechechiert haben. Sollten also stimmen, eigentlich…

Liebe Grüße von der Krone in Linz!

Danke! Wir senden ebenso liebe Grüsse zurück! Die Krone ist eines der wenigen Medien in OÖ, die sich bemühen, kritisch und objektiv über Landes- und Kommunalsachen zu berichten. Nur beim Köppl und der Hotelsache, da wart ihr irgendwie auf dem falschen Dampfer.
Wir schätzen auch eure Berichte über den Deponieskandal in Ohlsdorf. Danke auch für die Infos! Die VereinsKG der Gemeinde ist übrigens ein ganz eigenes Kapitel. Was dort vorgeht, da graust einem nur noch. Wir werden uns demnächst damit beschäftigen.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

Gmundens Totenglöckchen
Gesendet am 22.01.2015 um 10:02 nachmittags

Jeder Korruptionsstaatsanwalt, der an einen Gmundner Kommunalpolitiker, zugleich Synonym der Gmundner Gesellschaft, in den letzten Jahren anstreifte – von BGM ADE Köppl abwärts – konnte nur zur Erkenntnis kommen: “Sie wissen nicht, was sie taten und Dummheit ist bekanntlich nicht strafbar”.
Ich erdreistete mich schon, Auge in Auge mit Gmundens Kommunalpolitikern zu reden. Antwort bekam ich auch. Ich wusste gar nicht, dass die von mir Angesprochenen so schnell rennen können – Speedy Gonzales war Schnecke gegen die, wenn sie mich nur sahen und ich wieder recht hatte bei Causa A, B oder C etc. Als Orakel von Gmunden hätte man mich ab 2009 verpflichten können.
Gmundens Bevölkerung hätte vor spätestens 10 Jahren ausgetauscht gehört – die Zugezogenen ab in ihre Heimatdörfer inkl Nachwuchs, die einfach gestrickten Urgmundner ab ins “Death Valley”. Mehr als 5 Gmundner Bürger, auf deren Niveau man aufbauen hätte können, wäre nicht übriggeblieben.
2009 wurde bei Wahl endgültiger Untergang von Gmunden besiegelt dank DER Bevölkerung. Die geistige Unterschicht – da hilft auch kein Studium und ein akademischer Titel, der Horizont blieb gleich klein, reicht nur mehr bis zur nächsten Zimmerecke, nicht 1x mehr bis zum Traunstein – die sich seit Jahrzehnten für die Oberschicht hält und glaubte, ganz Gmunden gehört ihnen, trägt Hauptschuld am Totenstatus von Gmunden. Resultat dieser Fehleinschätzung sieht man nun. 


Argusauge
Gesendet am 22.01.2015 um 8:53 vormittags

Antwort auf borgare

Verantwortung der Politiker:

borgare, Du hast schon recht, wie meine Erfahrung gezeigt hat, ist Durchhaltevermögen und Dranbleiben beim politischen Geschehen sicher bis zu einem gewissen Grad zielführend. Tatsache aber ist, dass ich persönlich mir oft viel Mühe gemacht habe, an gewisse Lokalpolitiker zu schreiben oder sie angerufen habe, und von ihnen nicht einmal eine Antwort bekommen habe, geschweige dass sie Argumente liefern. Manchmal verlässt auch mich Argusauge zeitweise der Optimismus, besonders bei der derzeitigen finanziellen Situation in Gmunden.

Die Lokalpolitiker müssten für ihre Entscheidungen viel mehr in die persönliche Verantwortung gezogen werden. Die Protokolle der Gemeinderatssitzungen müssten klar darlegen, wer namentlich für oder dagegen etwas gestimmt hat, und für ihr Stimmverhalten persönlich verantwortlich gemacht werden. Diese Protokolle sollten auch veröffentlicht werden (Amtstafel u. Internet). Wir als Bevölkerung sollten unsere Volksvertreter besser kennen. Natürlich verstecken sie sich gerne unter der Anonymität, und wenn der Schaden eingetreten ist, war keiner schuld .Die derzeitigen Gesetze schützen aber die Politiker, man kann sie nicht zur Verantwortung ziehen, denn die Politiker haben sich ja die Gesetze selbst gemacht, zu ihrem Vorteil.

Dein Argument, “bohren harter Bretter” wird langfristig sicher zielführend sein, obwohl wir derzeit schon den Schaden durch fahrlässiges Handeln der Politiker davongetragen haben.


 

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