Die Diskussion ist eröffnet

Liebe Leserleins!

Wir werden geflutet. Mit Mails und Zugriffen. Der gestrige Blog-Beitrag Ihrer Babsy Blitzschnell hat voll eingeschlagen und das Dorf aus dem Winterschlaf geholt. Die Empörung schlägt Wellen, wenn ich so pathetisch formulieren darf. Die Interessen der Bürgerleins: schnurz. Deren Gesundheit auch – während der Büromitarbeiter von SP-Entholzer auf die Gesundheit der Bevölkerung pfeift, veröffentlicht sein Chef Inserate, er werde sich um die Gesundheit der Menschen kümmern. Quod erat demonstrandum. Oder so halt irgend wie.

Die Ablehnung geht quer durch alle Bevölkerungsschichten und quer durch alle Parteien. Ein Thema, das spaltet. Allerdings: je mehr Infos die Leute bekommen, umso skeptischer werden sie. Mit jeder leeren Monstergarnitur, die sie fast leer zum Klosterplatz zuckeln sehen, steigt die Ablehnung dieses Projekts. Wahrscheinlich werden schon bald Schulklassen zum täglichen RegioTram-Fahren abkommandiert, damit man endlich zu Fahrgastzahlen kommt.

Ihre Babsy kommt zu der Erkenntnis: Die RegioTram bewegt – allerdings kaum Fahrgäste, sondern die Gemüter. Ob das mit dem öffentlichen Verkehr so gemeint war? Ehr nicht, wollen wir jedenfalls hoffen!

Heute also mal erste Beiträge und einen Gastkommentar von AndyB. Infolge dann in den nächsten Tagen weitere Gastbeiträge. Keine Sorge, der von uns geschätzte Ex-Gemeinderat Kammerhofer meldet sich für die Befürworter zu Wort. Mögen die Bürgerleins entscheiden, ob sie seinen Argumenten folgen wollen oder nicht. Wir werden in diesem Fall auch unseren Senf dazu geben, also ich, Ihre Babsy, weil ich glaube, dass der verdiente Karl Kammerhofer sich da verrannt hat, von den eigenen Denk-Volten schwindlig geworden ist. Aber ich will nicht vorgreifen.

Da bleiben leider andere, wichtige Themen auf der Strecke: die Zerstörungswut in einer Kirche (keine Sorge, wir bringen das noch!), die Deponie-Geschichte in Ohlsdorf (ist in Arbeit) und natürlich die Ärzte- & Spitalsmisere, die unser Herr Landeshauptmann verursacht hat (unter teilweise tatkräftiger Mithilfe der anderen Parteien). Dazu aber ein paar Anmerkungen gleich hier und jetzt.

Wenn es ein Auseinanderdriften zwischen den verschiedenen Ärtzeeinkommen gegeben hat, dann ist das in erster Linie die Schuld des Landeshauptmanns. Die Ärztebesoldung ist Landessache. Pühringer hätte seit Jahren mehr als genug Zeit gehabt, Ungleichgewichte und Ungerechtigkeiten zu beseitigen. Hat er nicht getan, sondern im Gegenteil, er hat die Probleme wachsen lassen und verstärkt. Dass er jetzt im Wahljahr aufeinmal eine neidgesteuerte Gehaltsdebatte anzettelt, ist typisch dafür, wie Politik agiert. Seit Jahren war bekannt, dass die EU mit Ende 2014 die bisherigen irren Arbeitszeiten verbietet. Man hat nichts getan. Jetzt mit der Brechstange vorzugehen, wie es Pühringer versucht hat, zeigt vor allem eines: die Legislaturperiode von sechs (!!!) Jahren ist zu lang und demokratieschädlich. Sie gehört auf vier Jahre verkürzt (ebenso wie im Bund, die Selbstverlängerung der Amtszeit durch die Abgeordneten war skandalös). Und: die Amtszeit eines Landeshauptmanns gehört auf zwei Legislaturperionden beschränkt. Als kleines Mittel gegen Landeskaiser, die den Kontakt zur Bevölkerung verlieren. Als Mittel für ein wenig mehr Bodenhaftung. Inzwischen kann man nur hoffen, dass die Ärzteschaft Herrn Pühringer die Möglichkeit zum Kontakt mit dem normalen Patientenvolk verschafft: indem er nicht vorzugsbehandelt wird, sondern sich genauso wie alle Bürgerleins anstellen und warten muss, bis er dran ist. Das wäre vielleicht eine kleine Lektion für den Herrn Landeshauptmann – eine kleine Lektion aus dem wirklichen Leben. Dann schaut vielleicht auch die Spitalsreform ein wenig anders aus.

Und jetzt ab in die Bim!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Vom Unsinn der RegioTram

Ein Gastkommentar von AndyB
(als Antwort auf das Posting von Argusauge)

Wieso jetzt ein Gegner der Straßenbahn auch gleichzeitig ein “strikter Gegner” von öffentlichen Verkehrsmitteln ist, das mag für immer Ihr Geheimnis bleiben ….

Ich bin ein Gegner der weiteren Verschandelung der historischen Innenstadt und habe schon mehrfach für eine Fußgängerzone – ohne Auto- und Straßenbahn – plädiert. Diese Straßenbahn halte ich für eine riesige Steuerverschwendung, für ein völlig unnötiges Projekt.

Wir wollen einmal festhalten: Es geht eben NICHT um eine Bahn Vorchdorf – Bahnhof Gmunden, sondern es geht vielmehr um wenige 100 Meter, die die wenigen Reisenden gehen müssen. Das halte ich durchaus für vertretbar und zumutbar.
Wenn ich einige 100 Meter von einer Haltestelle entfernt wohne, dann muss ich diese Strecke auch gehen. Man wird nicht vor jedem Haus eine Haltestelle einrichten.

Die Leute aus meinem Umfeld, die für eine Straßenbahnerweiterung sind, sind ausgerechnet Leute, die direkt an der Straßenbahn wohnen. Dies ist auch der einzige Grund, wieso sie für die Straßenbahn sind. Umweltaspekte oder gar die Verschandelung der Stadt sind ihnen dabei völlig egal. (Und die Lebensqualität der Anrainer der Kuferzeile ebenso. Anm. v. Babsy)

Bei den meisten Bürgern wird es eher anders sein: sie müssen eine größere Strecke zurücklegen, damit sie überhaupt zu einer Haltestelle gelangen.
Ich müsste z.B. mehrere 100 Meter gehen und noch 2 x umsteigen.

Der Großteil der Bürger ist doch nicht gegen öffentliche Verkehrsmittel, sie sind gegen ein 50 Tonnen Monster, also gegen DIESES Verkehrsmittel.

Die Nachteile die DIESES öffentliche Verkehrsmittel (NICHT öffentliche Verkehrsmittel ganz allgemein!) für viele mit sich bringt, stehen in keinem Verhältnis zu den Vorteilen einiger weniger Leute.

Dass sich der Ausstoß der Abgase verringern wird, halte ich für reines Wunschdenken und ist im Bereich der Fantasie anzusiedeln. Durch die Größe der Straßenbahn werden sich größere Staus nicht vermeiden lassen. Also ist die Verweildauer der restlichen Verkehrsteilnehmer länger als vorher und somit auch mit mehr Abgasen verbunden.

Ich nehme mal als Gegenbeispiel den Gmundner Berg. Was machen denn die Leute, die dort wohnen oder arbeiten? Oder gar Besucher des Krankenhauses und Touristen oder Gasthausbesucher?
Die gehen den Gmundner Berg zu Fuß hoch? Dort fährt kein öffentliches Verkehrsmittel!


Einige Postings.

Gmundens Totenglöckchen
Gesendet am 30.01.2015 um 9:18 nachmittags

Das kommt heraus, wenn die Gmundner Duckmäuser sind und die selbsternannte Elite seit Jahrzehnten den Ton angibt. Ich selbst warnte oft genug bei jedem Wahnprojekt seit 2009. Gäbe es einen Scheiterhaufen oder Pranger am Rathausplatz, eine der ersten, die dort wären, wäre meine Wenigkeit.
Fact ist: die Gmundner Frauen sind mit Färben des Greisinnenhaarhelms beschäftigt – diese Ausführung gibt es in “Gmundenbraun” bzw “Gmundenblond”. Es gibt sogar schon Autosondermodelle für Gmundens Greisinnen 20+ – die meisten sind schon als Greis geboren – damit sie ihre gefärbten Einheitshaarhelme plus Narrenhut – mittlerweile DAS Wahrzeichen der Gmundner Hauptwohnsitzler – noch in einem Auto unterbringen können.
Babsy – wir 2 sollten eine Alchimistenstube einrichten, um aus allen Gmundner Männern endlich einmal einen Brauchbaren zu basteln, der zumindest von jeder 100000-sten Gehirnzelle getroffen wurde – Aussehen wäre zweitrangig, müsste nicht George Clooney oder Hugh Jackmann sein. Ich habe schon viele Anfragen von zugezogenen Gmundnerinnen, die meinten, ihren Mann könnte ich auch zum Einschmelzen haben, ev käme nach 30, 40 Ehejaaren endlich einmal etwas Passables heraus.


Harald Gstöttinger
Gesendet am 30.01.2015 um 6:32 nachmittags

Zur Abrundung des Sittenbildes “Politik FÜR Gmundner Bürger” möchte ich folgenden Brief sehen, den ich gestern, in Unkenntnis der angesprochenen Sitzung, an Herrn Stadtrat Sageder geschrieben habe.

Sehr geehrter Herr Stadtrat Sageder!
Lieber Wolfgang!

Nachdem sich seit der Versammlung mit dem Verkehrsausschuß am 12.8.2014 in dem von mir bewohnten Streckenabschnitt der Kuferzeile (Haus Kuferzeile 20) an der der Verkehrssituation (über dem Geschwindigkeitslimit fahrende Autos; Strassenbahnfahrten mit nicht tolerierbarer Lärmentwicklung) nichts geändert hat, folgende Ersuchen:

– Wie schaut die am 12.8.14 versprochene Fahrplangestaltung für die Strassenbahn – beginnend ab der Fahrplanänderung am 14.12.14 – tatsächlich aus? Auf welchem Streckenabschnitt müssen zu welcher Zeit die Strassenbahnfahrten mit der reduzierten Geschwindigkeit fahren? Welche Einschränkungen zu diesen Vorgaben gibt es?

– Momentan ergibt sich folgende Situation: Je nach Lust und Laune bewegen die Strassenbahner ihre Garnituren zu wechselnden Zeiten mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten auf unterschiedlichen Streckenabschnitten. Besonders belastend ist diese Vorgangsweise vor unserem Haus, weil hier “glücklicherweise” zwei Kurven eingebaut sind, in denen sich die “schlagenden” Räder anscheinend besonders wohlfühlen und zeitweise eine sehr starke Lärmbelastung hervorrufen. Anzumerken ist, dass bei diesen Fahrten mit “schlagenden Rädern”, sich die Schwingungen bis in den dritten Stock fortsetzen. Das heißt, man kann beobachten, wie sich Getränke im Glas bewegen.

– Besonders bemerkenswert ist, dass gerade bei Leerfahrten – von diesen gibt es ja genügend – von den Chaffeuren das geringe Gewicht ihrer Garnitur ausgenützt wird, um umso schneller die Kuferzeile zu durchfahren.

– Leider sind zur Senkung und Verhinderung der Geschwindigkeitsübertretungen in der Kuferzeile noch keine Massnahmen gesetzt worden. Gerade an den unübersichtlichen Punkten ist die Gefährdung durch zu schnell fahrende Autos erheblich. Bitte um Info, wann welche Massnahme gesetzt wird, um die durchschnittlichen(!) Geschwindigkeitsübertretungen in der Kuferzeile von mehr als 30% (laut Messberichten) erfolgreich zu senken.

Mit der Bitte um eine fundierte Antwort verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen

Harald Gstöttinger


Elisabeth Hitzenberger
Gesendet am 30.01.2015 um 1:31 nachmittags

Gleich vorweg schließe ich mich mit einem “DANKE” an Sie und Ihr Team dem Posting von Frau Lössl vom 28.01.2015 vollinhaltlich an. In diesem Zusammenhang deklariere ich mich auch gleich als Mitglied des “gewöhlichen Volkes”, als Besitzerin eines PKWs und als Befürworterin eines sinnvollen Ausbaues des öffentlichen Verkehrs, aber auch als Kritikerin dieses Bahnprojektes durch Gmunden. Dies sei nur festgehalten, damit “Argusauge” keinen falschen Eindruck bekommt. Ich sehe auch keinen Grund, Frau Lössl für Währungsspekulationen, missglückten Projekte und falsche politische Entscheidungen der vergangenen Jahre indirekt veranwortlich zu machen. Wo war “Argusauge” in diesen Jahren? Ich habe von seinem/ihrem Bürgerengagement gegen all dies nichts bemerkt. Sollte es dennoch entsprechende Initiativen seiner/ihrerseits gegeben haben, dann wäre es doch nur logisch auch in diesem Fall Respekt vor dem Engagement der Bahn-Kritiker zu haben, auch wenn man/frau in der Sache anderer Meinung ist. Ich wünsche jedenfalls “Argusauge”, dass vor seiner/ihrer Residenz und Schlafgemächern auch in Zukunft keine Bahn und kein “exorbitanter” PKW-und LKW Verkehr vorbeirauscht, sondern umweltschonende und geräuschlose E-Busse.


Selbstdenker
Gesendet am 30.01.2015 um 11:54 vormittags

Wann kapieren die Regiotrambefürworter endlich, dass man als sogenannter Straßenbahngegner nicht automatisch gegen Öffentliche Verkehrsmittel sein muss. Für ein wohlbedachtes Konzept öffentlicher Verkehrsmittel, für die Verringerung des Individualverkehrs und für die Belebung der Stadt durch eine Begegnungszone zu sein, muss einem nach reiflicher Überlegung eigentlich zwingend zu dem Schluss führen, dass ein überdimensionierter Zug hier nicht die Lösung ist.


AndyB
Gesendet am 30.01.2015 um 11:31 vormittags

Das Leute für ein beteiligtes privates Unternehmen tätig sind und gleichzeitig ein öffentliches Amt bekleiden, halte ich schon für einen Skandal an sich.

So etwas darf es nicht geben und müsste grundsätzlich (auch vom Gesetzgeber) verboten sein.

Genau wie der …. ääääh …. Unglücksschütze *hüstel* …. ein hohes Amt beim S&H Verein Pro Regio inne hatte. (Und im Aufsichtsratsvorsitzender der privaten Betreiber-Firma war! Anm. v. Babsy)

Private und öffentliche Ämter zu verquicken ist einfach ein absolutes “No-Go”.


karlheinz könig
Gesendet am 30.01.2015 um 10:57 vormittags

@sehr geehrtes argusauge

der gestaltungswille ist etwas sehr subjektiv empfundenes. soweit es mein eigentum angeht, bin ich- nach meinem empfinden- hierin die höchste instanz und mir durchaus bewusst, dass mein geschmack polarisierend und als fehlgeleitet empfunden werden kann. der betrachter ist, in aller regel, nicht gezwungen sich damit auseinanderzusetzen (der vergleich strommast/ fassade ist übrigens in seiner relevanz überdenkenswert und wirkt daher persönlich motiviert.) .
anders verhält es sich mit dem öffentlichen verkehr in form einer strassenbahn. grundsätzlich ist der öpnv zu begrüssen und zu fördern. kontraproduktiv ist hingegen, zum individualverkehr noch eine strassenbahn hinzuzuverordnen, denn kein mensch ist bislang aus dem auto und in die strassenbahn gestiegen womit sich also lediglich eine addierung des verkehrs bei gleichzeitiger kostensteigerung ergibt.

das launige argument des aufsteigenden kohlenstoffmonoxyds bis hin zum schlafzimmer in luftiger höhe? nun, das ist billige polemik. ja, luft ist unwesentlich schwerer (100 zu 96,5 wenn ich mich recht entsinne), aber in der praxis erhöht zigarettenrauch in ungelüfteten räumen den gehalt an CO bei weitem mehr. im ersten stock, also in alles anderem als schwindelerregender höhe, wird sich die ach so hinterlistig aufsteigende giftkonzentration im freien nicht auswirken. in einer diskussion würde ich dieses argument also als schwach bis irrelevant bezeichnen, und selbst als befürworter es gar nicht erst vorbringen.
als schelm, der ich bin empfehle ich daher eine änderung des nicks (weil ich das argument als kleines, vielleicht internes scherzerl und nicht als auch nur ansatzweise ernstgemeint empfinde), “zwinkernder polyphem” böte sich an … so unter schelmen halt …;)

zusammengefasst stellt sich die lage also so dar:
zusätzlich zum individuellen strassenverkehr installieren wir eine strassenbahn, also ein mehr an bewegtem volumen, lärm und vibrationen. dieses mehr befördert nur eine unwesentliche zahl an fahrgästen und bedingt dafür bauliche massnahmen, die alle anrainer betreffen. dieses mehr wird auswirkungen auf die umliegenden bausubstanzen aufweisen (niemand kann davon ausgehen, dass eine dauerhafte dämpfung von schwingungen in der praxis möglich ist und so weitere kosten in der zukunft generiert werden. meine prognose: in zehn jahren wird saniert, alles herausgerissen und neu gemacht. als grund wird die lobenswerte sparsamkeit bei der errichtung angegeben werden, was sind wir doch gut.).

bisher hat sich schon die prognose der fahrgastzahlen als sehr … nunja, optimistisch bis realitätsfern erwiesen. man muss wirklich kein prophet sein um ein abnehmen des automobilverkehrs aufgrund der tram schlichtweg in abrede und diesbezügliche hoffnungen als unbegründet in abrede zu stellen.

die schlussfolgerung hingegen finde ich grossartig: wer in der vergangenheit nicht gegen dieses aufgetreten ist, hat heute auch kein recht gegen jenes zu opponieren. ganz davon abgesehen, dass sich mir die grundlage entzieht, aufgrund derer sich der nicht stattgefunden habende protest beweisen liesse …


Argusauge
Gesendet am 30.01.2015 um 8:31 vormittags

Antwort auf Babsy Blitzschnell:

War ja zu erwarten, dass Sie so antworten. Gmundl ist mittlerweile eine Plattform für Strassenbahngegner geworden, und so gesehen, ist man als Strassenbahnbefürworter ein bunter Hund in IIhrem Medium.

Sie haben meinen Kommentar natürlich sehr “neutral” bewertet. Sie sind nicht auf alles eingegangen, z.B. den ausufernden Autoverkehr, durch die Stadt die Umwelt, das Kohlenmonoxyd… etc. Welche Alternative gibt es zur Verbannung des Autoverkehrs aus der Innenstadt? Da haben die Strassenbahngegner bis heute keine schlüssige Antwort geliefert. Dieser Autoverkehr zerschneidet die Stadt im allgemeinen und die Abgase im speziellen nagen an der Altstadtsubstanz (auch am Haus von Frau Lössl). Will man beim Bau der Traunbrücke so lange warten, bis sie einstürzt, wie die Reichsbrücke?
Sie wissen ja,, dass die Alternative zur Regio Tram die komplette Einstellung der Bahn gewesen wäre.

Ausserdem wurden bekanntlich in wirtschaftlichen Krisenzeiten wie in den Dreissigerjahren in Infrastrukturprojekte investiert, wie z.B. die Golden Gate Bridge in San Francisco, die Great Ocean Road in Australien, und die Welt erfreut sich noch heute daran. Wir sehen solchen Krisenzeiten entgegen, und Kaputtsparen, besonders bei öffentlichen Infrastrukturprojekten wäre kontraproduktiv. Es wurden nicht umsonst mehr als eine1 Billion Euro von der EZB in das Währungssystem gepumpt, es war um in die europäische Wirtschaft zu investieren, nicht um die Spekulation anzukurbeln.

Ja, es war nicht anders zu erwarten von Gmundl, so zu reagieren. Ich danke Ihnen jedenfalls, dass Sie trotzdem meinen Kommentar veröffentlicht haben, der von vielen meiner Bekannten als treffend bezeichnet wurde. Nochmals , in einer Demokratie darf man ja seine eigene Meinung haben und auch sagen, das gilt auch für die Strassenbahnbefürworter. Die Strassenbahngegner zeigen in ihren Blogs sehr wohl eine gewisse Aggressivität, die wird im Gmundl kaum kritisiert. Die Strassenbahngegner dürfen im Gmundl ihren Emotionen freien Lauf lassen. Hat vielleicht schon der Wahlkampf etwas verfrüht begonnen?

Wir sind keine Strassenbahngegner. Wir zeigen nur die Probleme und Widersprüche auf. Wir könnten sogar mit einer Durchbindung der Bim leben – wenn sie einspurig erfolgen würde, und wenn danach eine Weiterführung nach Traunkirchen erfolgte, wenn das Spital erschlossen würde und andere Teile Gmundens. Das was jetzt geschieht, ist ein Pflanz und dient ausschliesslich den Monopol-Interessen von S&H, deren Versuch, die Gelder des öffentlichen Verkehrs in private Taschen umzulenken. Die Verschandelung der Stadt liesse sich übrigens mit ein bisserl Hirn und Weltoffenheit leicht vermeiden. Aber von den Verantworltichen hier wird eben nur zweidimensional gedacht. Mit dem Wahlkampf haben wir insofern nichts zu tun, als wir die Distanz zu allen Parteien möglichst gleich weit halten und uns von niemandem vereinnahmen lassen – unabhängig von unseren persönlichen politischen Haltungen. So gehört es sich im unabhängigen Journalismus. Das unterscheidet uns ja von anderen. Wir nehmen uns einfach die Freiheit, aus unserer Sicht Lob und Tadel zu verteilen, Irrtümer unsererseits in beide Richtungen nicht ausgeschlossen.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


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Eine Antwort

  1. Gastkommentator Andy B.

    Wann geht der fleissige Blogger Andy B. endlich aus der Deckung und schreibt unter seinem vollen Namen? Er hat im gmundl so etwas wie eine Gastkommentarposition, und Gastkommentatoren sollten schon den Mut haben, unter ihrem vollen Namen zu schreiben.

    Das sehen wir hier im Team nicht so. Warum sollte er aus der Deckung gehen? Hier im Dorf, wo man dann gleich seine Existenz aufgeben kann? Wir wissen auch nicht, wer AndyB ist und kennen nur seine Beiträge, die wir für eine Bereicherung halten. Schon allein deshalb, weil sie ausnehmend gut geschrieben sind. Es wird Ihnen doch schon aufgefallen sein, dass wir gute Blog-Kommentare gern vorn im Blog als Gastkommentar veröffentlichen. Das ist dann jeweils eine redaktionelle Entscheidung, denn AndyB schreibt immer ganz bescheiden im Kommentar zu den Blogs, und wir entscheiden dann, es nicht als normalen Kommentar, sondern gross als Gastkommentar zu bringen. Ich meine mich richtig zu erinnern, dass wird das auch schon mal bei einem Beitrag von argusauge so gehandhabt haben.
    Ich denke aber, dass wir diese konkrete Diskussion an diesem Punkt beenden sollten. Es ist alles gesagt (im Gegensatz zur Regio-Frage, da ist noch einiges zu sagen!).
    Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

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