Archive for 6. Februar 2015

Deponiendreck – Drecksdeponien
6. Februar 2015

Liebe Leserleins!

Heute mal ein kleiner Zwischenstopp mit einem anderen Thema. Weil es gerade wieder aktuell ist, dank der Sendung „Am Schauplatz“ vom Donnerstag. Klar, da konnte die Asamer-Deponie nicht fehlen. Mitsamt Rudi „Ratlos“ Anschober. Was in dieser Sendung eindruckvoll belegt wurde, sagen wir schon lange: die Gesetze sind völlig unzulägnlich und organisieren bloß die kollektive Verantwortungslosigkeit. Schon die Grundidee, dass ein Giftstoff, der dort nicht gelagert werden darf, dort auch nicht gelegert werde, folglich auch nicht kontrolliert werden müsse, ist jenseitig. Wenn es so wäre, dürfte es keine Parkplatz-Sheriffs geben, keine Geschwindigkeitskontrollen und keine Steuerprüfungen. Jaja, die Abfallbeseitiger sind die einzigen hierzulande, die sich an alle Gesetze halten.

Wir sind an dem Thema ja schon seit längerer Zeit dran und wollten es über Weihnachten so weit aufbereiten, dass wir es hier weiter behandeln können. Leider ist unser Bruno Beinhart, der das übernommen hatte, wieder erkrankt und ausgefallen. So mussten wir von vorn beginnen, wurden aber durch die aktuelle Debatte bei der Regio blockiert.

Von skuriller Qualität der Auftritt des Vorstandsmitglieds der Asamer-Firma. Das war ein einziger Werbeauftritt, in dem der Mann die vereinigte Müllmafia Österreichs de facto dazu eingeladen hat, den ganzen illegalen Mist bei ihm abzulagern. Nein, sagte der gute Mann sinngemäss, wenn auf dem Begleitzettel stehe, das dieses oder jenes Zeug drin sei, für das die Ablagerung hier genehmigt ist, dann kontrolliere man natürlich nicht, ob da auch was Verbotenes dabei sein könnte. Und dann wörtlich: „Wenn ich die Absicht hab, da jemanden was hineinzuschummeln, dann funktionierts, dann wird das gehen, das is kloar.“. Danke für den Hinweis, Ihre Müll-Mafia! Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Auf die Nachfrage des Reporters sagte der Herr Geschäftsführer doch glatt: „Ja, es ist sehr einfach, das etwas reinzuschwindeln, was nicht reingehört.“

Interessant wäre es übrigens, von einem Spezialisten für Körpersprache ein Gutachten einzuholen zur Frage der Übereinstimmung von gesprochenem Wort mit inhaltlicher Aussage bei der interviewten Ohlsdorfer VP-Bürgermeisterin Eisner, die ja im Gegensatz zum früheren SP-BM Spitzbart ziemlich Asamer-affin ist. Der Gedanke, den Asamers „zuwesteign“ zu müssen, quälte die Dame sichtlich.

Dafür ist der blass-grüne Rudi „Ratlos“ Anschober bis heute die Antwort schuldig geblieben, warum innerhalb seines Resorts eine Abteilung die Deponie betrieb, während die andere die Genehmigung der filterlosen Versickerung der Abwässer ins Grundwasser für gesetzeswidrig hielt. Und noch entscheidender: warum der offensichtlich gesetzwidrige Beschluss des (nicht mehr existierenden) Unabhängigen Verwaltungssenats (UVS) zur Genehmigung von seiner Abteilung nicht in einer weiteren Instanz bekämpft, sondern kommentarlos zur Kenntnis genommen worden ist.
Dafür will Herr „Ich will diesen Sessel“-Anschober nun neue Gesetze. Da kommt er spät drauf. Angesichts seiner bisherigen Durchschlagsfähigkeit, wird man davon ausgehen müssen, dass sich die Deponie- und Abfall-Lobbyisten ein weiteres Mal durchsetzen werden. Aber Hauptsache, Herr Anschober, Landesrat für Umwelt in OÖ, bekämpft Atomkraftwerke in Grossbritannien. Da kann man ihn für Misserfolge dann wenigstens nicht verantwortlich machen. Vielleicht sollte er sich mal vorrangig um jene Dinge kümmern, die er selbst direkt beeinflussen kann. anstatt das schweigende Beiwagerl der Landes-ÖVP zu sein.

Wir bleiben in der Deponie-Sache dran. Denn der eigentlich Skandal ist noch gar nicht diskutiert. Die Unterlagen haben wir. Aber wir brauchen aufgrund unserer knappen Ressourcen noch ein wenig Zeit.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Wer die Sendung nicht gesehen hat, kann sie Online über das Internet in der TVThek des ORF noch einmal anschauen (am besten unter „verpasste Sendungen“, Donnerstag 5. 2.). Sehenswert!


 

Posting.

peipino
Gesendet am 05.02.2015 um 9:06 vormittags

Man kann AndyB und Hans Heidinger nur vollinhaltlich zustimmen!!!
Das “Trio Infernal” – “Mastenotto”, “Infoerich” und nun auch noch
“Beruhigungs Sageder” – wird gemeinsam mit S/H zu den Totengräbern Gmundens!
Die “Beruhigungszone” ist so etwas von absurd, weltfremd und abstrus, dass es tatsächlich eher in den Bereich der Ebenseer Faschingssitzung gehören würde, wenn es nicht so traurig und vor allem teuer wäre!
Vielleicht kommen die Drei noch auf die Idee beim Trauntor und beim Stadttheater ein Tor zu machen, damit Sie ungestört auf Ihrem geliebten
” Regio Bahndamm” spazieren können!
Gestört werden wir aber auch ohne diese Tore nicht werden, weil dann ohnedies kein Mensch mehr nach Gmunden kommt!


 

Zitat von SP-Stadtrat Sageder in Sachen Regio:
„Die Gmundner solten von ihrem Image wegkommen, dass sie immer nach hinten schauen und nach vorne stolpern.“
Wow! Die Übung ist zumindest bei der Regio gelungen. Da schaut man nach vorn und stolpert nach hinten.


 

 

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