Archive for Februar 2015

In eigener Sache: 2014 im Rückblick
14. Februar 2015

Liebe Leserleins!

Heute in eigener Sache!
Wir machen voraussichtlich ein paar Tage Faschingspause. Der nächste Blog erscheint sicher am Mittwoch, 18. 2. 2015. Sollten wir im Faschingstrubel dazu kommen, gibt es schon vorher wieder Beiträge. Mal sehen!
Und heute eine kleine Statistik über diesen Blog im Jahr 2014.

 

Die WordPress.com-Statistik 2014 für diesen Blog

Etwa 8.500.000 Menschen besuchen jedes Jahr das Louvre Museum in Paris. Dieses Blog wurde in 2014 etwa 150.000 mal besucht. Wenn dieses Blog eine Ausstellung im Louvre wäre, würde es etwa 6 Jahre brauchen um auf die gleiche Anzahl von Besuchern zu kommen.

Der stärkste Tag hatte 2.460 Besucher. Der meistgelesen Beitrag an diesem Tag war „Ruhmloser Abgang“.
Die meisten Aufrufe 2014 hatte der Beitrag „Ein Bürger über die RegioTram“.

Die fünf meistgelesenen Beiträge:
1.) Ein Bürger über die RegioTram
2.) Ruhmloser Abgang
3.) Wir für Asamer
4.) Asamer vergreift sich im Ton …
5.) Gier und Grössenwahn

Die meisten Besucher geben inzwischen die Gmundl-Weg-Adresse direkt ein.
Danach kommen Links von salzi.at, vom Standard, von doschau.com und Facebook.
Die Zugriffe erfolgten aus 107 Ländern, an der Spitze Österreich, dann Deutschland und USA.

AndyB führt die Liste der Postings mit 82, danach zivilcourage mit 68 und Gmundens Totenglöckchen mit 38.

Wir danken allen unseren Leserleins. Sie sind die Basis unseres Erfolgs. Und Dank natürlich auch all denen, die uns mit Infos versorgen. Danke in unserem und im Namen der Bürgerleins.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

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Retten wir Gmunden!
13. Februar 2015

Heute:
Gastbeitrag von AndyB: Retten wir Gmunden!

Liebe Leserleins!

Wir haben lange überlegt, ob wir diesen Gastbeitrag von AndyB bringen sollen. Unsere Befürchtung: die Gmundner Politik könnte seine Vorschläge in die Tat umsetzen. Die Erfahrungen der letzten Jahre sind dazu angetan, diese Befürchtung zu bestätigen.

Aber es gilt „no risk – no fun“. Also harren wir zukünftiger Gemeinderatsbeschlüsse, mittels derer die Ideen von AndyB Gmundner Realität werden. Vielleicht werden wir dann zur Boomtown des österreichischen Tourismus.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

Retten wir Gmunden!

Ein Gastbeitrag von AndyB

Jajaja, ich habe sie, die ultimative Lösung für die Finanznotlage der Stadt.

Folgende Vorschläge möchte ich einbringen :

1) Zuerst einmal sollte man einen Kalender drucken lassen. …..hmm… keinen “normalen” Kalender. Also nicht Traunsee und Landschaft und sowas.
Ich habs in der Zeitung und im Internet gesehen. z.B. haben sich Stewardessen für eine Fluglinie leicht bekleidet ablichten lassen.
Das könnten wir nun mit dem Gemeinderat machen.
Bei einer “kleinen” Start-Auflage von nur einer Million Exemplaren und einem Preis von 19,95 Euro, würde das 20 Millionen in die leere Gemeindekasse spülen.

2) Eine großzügige Tombola, mit sensationellen Gewinnen!
Jeder Gmundner Bürger kauft ein Los (oder auch mehrere), eins ist Pflicht für jeden Bürger der Stadt, allerdings darf jeder so viele Lose kaufen, wie er will.

Zu gewinnen gibt es folgende gigantische Preise :
* 5.000 x eine 3tägige Gehirnwäsche im Trainingscamp des Vereins “Pro Gmundner Strassenbahn”, allerdings ohne kaltes Buffet …..
* 3.000 x Fahrten mit der Regio Bahn
* 500 x Karten für einen Vortag von “The Man himself” Miiiiistttteeeeeer Freundschlag
Thema : “Wie war das wirklich mit dem Lacus Felix und warum ich noch immer nach Investoren suche”
* 300 x Karten für die Besichtigung der Ohlsdorfer Deponie mit Führung und anschließendem Vortrag mit der Familie Asamer (Abfall kann mitgebracht werden)
* 200 x einen Internet Kurs mit dem GR Gottfried “The Internet” Schrabacher
* 100 x einen Stadtrundgang durch das museale Gmunden. GR Aigner präsentiert seine “Heimatstadt”
* 10 x Mag. Dr. Christoph Mizelli prüft Ihre Verträge, Lebensversicherungen, Fonds etc. auf ihre Richtigkeit
* 5 x einen “Crashkurs” in Latein mit Stefan Peter Krapf, BGM. Mag. phil.
* 5 x einen Abend “5-Sterne-Kochen” mit GR Siegfried John

und der Hauptpreis … taaaaataaaaa …..
* 2 x ein Jagd-Wochenende mit ex-BGM Köppl (das Gmundl-Team legt eine Unvallversicherung dazu! Anm. v. Babsy B.)

Das dürfe erst einmal die größte finanzielle Not beseitigen und manchem Bürger den Angstschweiß … ääääh ……*hüstel* die Freudentränen über seinen Gewinn ins Gesicht laufen lassen …..


 

Ich heisse nicht Spatzi …
12. Februar 2015

Liebe Leserleins!

Ich heisse vielmehr Babsy Blitzschnell. Und das ist gut so.
Heute nur ein paar Zeilen, weil ich muss zum Ball, zum Opernball. Hin und wieder muss frau hinabsteigen in die Tiefen der Trivialität. Es ist ja bald das Ende des Faschings da. Natürlich nicht hier in Gmunden, denn dank der ÖVP und ihrer engen Verzahnung mit diversen Familien-Clans ist hier das ganze Jahr über Fasching.

Nein, ich fahre natürlich nicht nach Wien, und ich habe natürlich auch keine Karte für den Opernball. Bin ich meschugge, mir um viel Geld (das ich nicht habe) eine Loge zu mieten, und dann hockt nebenan der Lugner mit seinem Spatzi und einem verzweifelt dreinschauenden „Star“! Eine normale Karte ist mir, ehrlich gesagt, auch zu teuer. Dort findet sich die grösste Ansammlung von Ungustln pro Quadratmeter ein, die man um diese Jahreszeit in Wien treffen kann. Ich zahl doch nicht Eintritt, nur damit ich dann unter lauter Leuten bin, die mir unsympathisch sind, die in grotesken Stofffetzen, sogenannten „Roben“, das Parkett mehrmals während des Abends reinigen, auf einer überfüllten Tanzfläche ein paar Zuckungen machen, egal was das Orchester gerade spielt, dabei eingekeilt in die Menschenmassen sind. Ich steh einfach nicht auf den Achselschweiss von Baron und Baroness Altadelig, Herrn und Frau Neureich, die Cousinen Gar-nicht-reich-aber-wir-wären-es-gern und ähnliches Gesocks. Also ehrlich. Wobei: das ist noch das Beste am Opernball, dass man dort beim besten Willen nicht tanzen kann, bloss so tun als ob. Ich bin absolute Nichttänzerin.

Aber ich schau gern zu. Gemeinsam mit Freundinnen und Freunden. Was gibt es Schöneres, als zu Hause vor dem Fernseher die Bekl0pften auszurichten, sich über die geschmacklosen Kleider und den noch geschmackloseren, sündteuren Schmuck lustig zu machen. Sich über die total grässlichen Frisuren zu zerkugeln. Das ist Fasching, liebe Leute! Ich schmeiss mich in alles, was auf dem Opernball verboten ist (haben sie alles im ORF aufgezählt): in meinen kürzesten Ledermini, meine höchsten HiHeels, schwarze Nahtstrümpfe, tiefes Dekolleté mit push-up, mein schmuckes Armbanduhrchen. Und keiner kann mich rauswerfen. Und was noch besser ist: ich dreh den Ton weg, weil ich die ORFler und ihr Gequatsche nicht ertrage. Ich verstehe bis heute nicht, wieso der Haider (also der Schauspieler, der was noch leben tut) angeblich der Lieblingsschwiegersohn der Mütter ist. Nicht weil er schwul ist, das ist mir wurscht, aber ich ertrag den seine schmalzige Freundlichkeit nicht. Dass die Fragen, die von den ORFlern gestellt werden, grenzblöd sind, kommt noch dazu. Nein, ich weiche aus ins benachbarte Ausland. Den Wiener Opernball muss man sich beim Bayrischen Rundfunk anschauen. Da macht es richtig Spass. Die haben den richtigen Blick drauf: eine Gaga-Gesellschaft feiert sich selber ab. Na gut, die vom Bayrischen kennen das natürlich, weil in München sind sie selbst die Gaga-Gesellschaft.

Also wird Ihre Babsy im Kreise Gleichgesinnter ein paar Glaserln guten Champagner inhalieren, ein paar leckere, von uns selbst gemacht Brötchen futtern, viele Soletti und Chips reinstopfen, zwischendurch mit vollem Mund über die tollen Roben lästern und zum Abschluss, kurz nach Mitternacht noch einen ihrer geliebten Indianerkrapfen verspeisen. Was habe ich ein Glück, dass ich das alles noch reinstopfen kann, ohne davon zuzunehmen.

Eines macht mir schon Sorgen: sollte ich mal ein Kind haben, dann wäre der grösste Schlag, den es mir bereiten könnte, der Wunsch, auf dem Opernball zu „debütieren“. Argrrrr…§$%&1($3?/§4@. Das wäre echt ein Enterbungsgrund, auch wenn es bei mir nix zu erben gibt, gell! Aber so, als Symbolik wär das echt vollgeil. Ich würde am Opernball auftauchen, das Jung Damen-Jung Herren-Komitee (schon dieser Name ist total bescheuert) durcheinander wirbeln, meiner Tochter das Krönchen runterreissen, dem Sohnemann den Frack zerfetzen, und dann laut rufen: „Ihr seid fristlos enterbt!“. Hach, das wäre ein echt prachtvoller Auftritt. Aber lieber wärs mir, mein eventueller dereinstiger Nachwuchs gäbe nichts auf solch geistlose Veranstaltungen, wo sich nur Namen und Orden einfinden, um sich gegenseitig ihre Wichtigkeit zu bescheinigen.

Ja, es stimmt, ich hasse Bälle an sich. Am Tag des Maturaballs habe ich morgens drei Tuben Zahnpasta in mich hineingestopft, echt, das war kein Honiglecken, und mich dann mit Fieber freudig ins Bett begeben. Die Matura war Qual genug, warum sollte ich dann auch noch auf so einen behämmerten Ball hatschn, um dort von pickelgesichtigen Jünglingen anfadisiert zu werden.

Wems gefällt, gut, der soll auf sowas gehen. Aber mich, liebe Leute, lassts in Ruh mit Einladungen auf so eine grausame Veranstaltung.

So, jetzt muss ich noch schauen, ob der Schampus eingekühlt ist. Man muss ja was tun für den Budgetvollzug. Jetzt, wo die Schaumweinsteuer hinaufgesetzt worden ist.

Alles Walzer, liebe Leute! Humpa, humpa, tätarää!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

PS.: Morgen geht es dann wieder ganz ernst weiter.

Es stinkt zum Himmel …
11. Februar 2015

Liebe Leserleins!

Ihre Babsy will Ihnen hier heute nur ein paar Zusatzinfos zu unserem Bericht über die Ohlsdorfer Asamer-Deponie geben.

Grundsätzlich sei angemerkt, dass ein Grossteil der Aufnahmen in der TV-Sendung „Am Schauplatz“ schon vor einigen Wochen, noch im Jahr 2014, gemacht wurde. Daher hat sich in der Zwischenzeit einiges geändert, was nicht ganz uninteressant ist.

Erstens ist der im TV noch auftretende Asamer-Vorstand inzwischen verräumt worden. Er ist per 31. 12. 2014 aus dieser Funktion ausgeschieden. Insider erzählen, dass das Teil der Aufräumaktion von Raiffeisen im Asamer-Konzern ist, in dem ja die Asamers eigentlich nichts mehr zu plauschen haben nach der Totalpleite. Wahrscheinlich wurde der RLB die Mischkulanz aus Politik, Unterschleif, Giftmüll und Pleite einfach zu viel. Jetzt zeigt sich ja auch unsere Einschätzung als richtig (wir haben berichtet), dass auch die Asamer-Bad-Bank (wie von uns vorhergesagt) nicht gerade werthaltig ist, und daher von der RLB in die Liquidation geschickt wurde.

Was aber wirklich interessant ist: der neue Geschäftsführer bei Asamer ist der Sohn der Ohlsdorfer Bürgermeisterin. Zum Zeitpunkt des Interviews im TV wusste sie bereits von dieser Bestellung. Da versteht man auch gleich ihr Herumgestotter viel besser. Wir erleben also auch in Ohlsdorf (beinahe noch extremer) als hier in Gmunden die enge Verzahnung von Asamer und Politik (=ÖVP). Man muss in diesem Zusammenhang auch daran erinnern, dass die Ohlsdorfer ÖVP-Bürgermeisterin ihre Asamer-Affinität bereits beim Aufkommen des Deponieskandals eindrücklich bewiesen hat. Denn im April des Vorjahres, als längst allen klar war, dass die Verschmutzung von der Asamer-Deponie ausgeht, hat die ÖVP- und Asamer-Bürgermeisterin Eisner in einer Bürgerversammlung noch heftig dementiert, dass die Verschmutzung von der Asamer-Deponie ausgehen könnte. Das sei unmöglich, undenkbar und überhaupt. Anscheinend war damals „with a little help of my friends“ angesagt und nicht ehrliche Information der Bürger.

Besonders skurril liest sich das in der Zeitung der Bürgermeisterin vom Apirl 2014, die sogar als „Amtliche Information“ firmiert (das Wort „Information“ ist in diesem Zusammenhang eine besondere Verhöhnung der Bürgerleins):
„Der naturbedingte, unangenehme Einfluss in unserem Wasser, gleicht einem Erdbeben oder Lawinenabgang, auch dagegen kann man nichts tun und keiner kann etwas dafür, dass es geschehen ist. Ich bedanke mich bei Ihnen allen für das Verständnis der Unannehmlichkeiten, die Sie bis zur Umstellung auf unsere neue Versorgung aus Föding, Laakirchen und Gmunden hatten. Nach Aussage der Experten müssen wir jetzt abwarten, bis sich das Problem so erledigt, wie es gekommen ist, nämlich von selbst.
In der selben Zeitung folgen dann auch noch zwei Seiten vernebelnder Berichte von einem Herrn Dr. Johann Wimmer, der zum Schluss kommt: „Die örtlichen geologischen Verhältnisse machen es sehr unwahrscheinlich, dass die Geruchs- und Geschmacksbeeinträchtigungen auf den Eintrag von Stoffen im Bereich der Niederterrasse von Unterthalham (… Baurestmassendeponie …) zurückzuführen sind. … Die
derzeit wahrscheinlichste Erklärung ist, dass die Beeinträchtigungen in direktem oder indirektem  Zusammenhang mit dem Junihochwasser 2013 an der Traun stehen.“
So stellt man sich Information vor. Die Traun ist schuld! Ab mit ihr ins Häfn!
Die Tatsache, dass unübersehbar ein paar Verbrecher (für namentlich in diesem Beitrag genannte Leute gilt natürlich die Unschuldsvermutung) das Grundwasser versaut und sich dabei bereichert haben, wird bei der Asamer-ÖVP-Bürgermeisterin zu einem „naturbedingten Einfluss“. Sie meint vielleicht, dass das in der Natur von Verbrechern liegt, oder? Und natürlich verspricht sie entschlossenes Handeln: „Abwarten, bis sich das Problem von selbst erledigt“, denn es sei ja auch „von selbst gekommen“. Wem es da nicht die Sprache verschlägt, dem ist nicht mehr zu helfen. Zu diesem Zeitpunkt waren der Gemeinde Ohlsdorf, also den Steuerzahlerleins, bereits Kosten von fast 60.000 Euro entstanden, um das Wasserproblem zu beheben. Wenn einer Bürgermeisterin da nicht das Wort „Schadenersatz“ sondern nur „es kam naturbedingt von selbst“ einfällt, sollte sie sich eigentlich selbst aus dem Amt gefeuert haben. Oder demnächst aus dem Amt katapultiert werden.

Hilfe unter Freunden statt Eintreten für die Interessen der Bürgerleins. Manche nennen sowas auch Freunderlwirtschaft. Aber wir wollen tolerant sein, gell, denn Freundschaftsbande können ganz schön eng geflochten sein. Körpersprache und Gestotter der ÖVP-Asamer-Bürgermeisterin Eisner sprachen tatsächlich nicht nur Bände, sondern beinahe schon ganze Bibliotheken. Aber kein Wunder, denn nun, im TV, war es nur noch schwer möglich, das Offensichtliche weiterhin zu verleugnen. Also entwand sie sich unter Krämpfen ein paar verurteilende Worte, ohne Klartext zu reden. Ein Manöver im Wahljahr.

Wenn man noch die Gmundner Situation hinzurechnet ergibt sich ein schauderhaftes Bild. Eine ganze Region in der Geiselhaft einer Unternehmerfamilie, die meinte, nach Gutdünken Schalten und Walten zu können. Die Haberer in der Politik würden es schon richten. Ein Sittenbild, das einer Sau graust. Die ganze Region eine einzige Grauzone. So schaut es leider auch aus. Die lokalen Medien haben brav mitgespielt. Man erinnere sich daran, als die SP in Ohlsdorf das Bürgermeisteramt erkämpfte (vorher hat der Asamer das selbst in eigener Person erledigt). Die „unabhängigen“ örtlichen Blätter haben sofort begonnen, den roten Bürgermeister zu mobben, viel anders kann man die damaligen Vorgänge nicht beschreiben. Denn ein SPler in Asamer-City, das darf nicht wahr sein. Dafür verfährt man mit Frau Eisner-Asamer jetzt recht nachsichtig. Weil ÖVP + Asamer + Ohlsdorf, das passt – wenn man asamerhörig ist.

Leider ist ein Teil der Ohlsdorfer SP damals auf diese Propagandaschmähs hereingefallen. Man hatte das Ziel erreicht: der SP-Bürgermeister Spitzbart war isoliert und traf in der Folge mitunter „einsame“ Entscheidungen (was kein Wunder ist, wenn man politisch vereinsamt wird).

Man kann nur hoffen, dass die Ohlsdorfer Wählerschaft bei der nächsten Wahl in der Mehrzahl eine Entscheidung trifft, die dazu führt, dass die enge Verquickung von persönlichen Interessen, politischen Funktionen und Unternehmensinteressen der Asamers endlich aufgebrochen und geschwächt wird.

Angefangen hat es mit etwas modrigem, schlecht riechendem Wasser. Inzwischen stinkt der Skandal und die politisch-wirtschaftlichen Verquickungen plus Behördenversagen zum Himmel. Mögen die Schleusen des Wählerhimmels sich öffnen und ein mächtiges Gewitter die ganze Partie hinwegschwemmen.

Über die fatalen Folgen für die Steuerzahlerleins berichten wir demnächst.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

 

Der Skandal ist perfekt!
10. Februar 2015

Heute:
Deponieskandal und kein Ende – Babsy B. berichtet
Postings

Liebe Leserleins!

Nun ist der Deponieskandal tatsächlich zu einem perfektem Skandal geworden. Private Gewinngier trifft auf Behördenversagen. Die perfekte Kombination. Unschuldig sind sie natürlich alle.

Also stellte sich vorige Woche ein Vorstandsmitglied von Asamer in die Sendung „Am Schauplatz“ und machte dort Werbung bei der Müllmafia. Wir haben berichtet, dass dieser Herr klar und deutlich sagte, man könne jederzeit etwas in die Deponie hineinschummeln, denn es gelte, was am Begleitzettel steht. Leider könne man, schluchz, nicht kontrollieren, schluchz. Die Darstellung war derart, dass man nicht verpflichtet sei, den Inhalt des angelieferten Mülls zu überprüfen.

Der uns vorliegende Bescheid für den Betrieb der Deponie spricht eine andere Sprache. Dieser Bescheid schreibt klar vor, welche Kontrollmassnahmen zu treffen sind. Der Herr Asamer-Geschäftsführer hat der Öffentlichkeit Deponiedreck in die Augen gestreut.

Wir vom gmundl bringen hier und heute die wichtigsten Passagen des Bescheids in Kurzform. Man lese, wundere sich und reibe sich erstaunt die Augen:

a) Es muss ein geschultes und zuverlässiges Eingangskontrollpersonal vorhanden sein, das der Behörde namhaft gemacht werden muss. Die Fachkundigkeit des Fürhungspersonals muss mindestens durch den Besuch einschlägiger und staatlich anerkannter Kurse nachgewiesen werden.

b) Die Organe der Eingangskontrolle müssen eine ganze Reihe von Kontrollaufgabe durchführen. Unter anderem auch die Führung von genauen Aufzeichnungen über Anlieferer, Menge und Inhalt. Ausserdem haben sie zu kontrollieren, ob die Ablagerung der angelieferten Stoffe zulässig ist. Nicht zulässige Materialen sind auszusondern und gesichert bis zum ehest möglichen Abtransport zwischenzulagern. Auch über diese abgewiesenen Stoffe sind Aufzeichnungen zu führen. Diese Aufzeichnungen sind Grundlage für jährliche Materialbilanzen, die an die Behörde zu senden sind.

c) Veranlassug des ehestmöglichen Abtransportes unzulässiger Materialien, längstens aber innerhalb eines Monats.

d) Angelieferte Abfälle müssen auf einer abgedichteten und befestigten Zwischenlagerstätte abgeladen werden, und sind von der Deponieleitung (!!!) einer visuellen Kontrolle zu unterziehen. Dazu ist das gesamte Material gegebenenfalls auch maschinell zu „durchörtern“. Der Untergrund des Zwischenlagers muss sicherstellen, dass nichts in die Deponie austreten kann.

Das sind nur die wichtigsten Punkte, aber sie machen eindeutig klar, dass der Deponiebetreiber zu einer wirksamen Kontrolle der eingebrachten Stoffe verpflichtet ist. Hätte eine Kontrolle nach d) stattgefunden, sprich: hätte man die angelieferten Materialien wie vorgeschrieben abgeladen, ausgebreitet und dann visuell überprüft, wäre die Ablagerung der verbotenen Stoffe kaum möglich gewesen.

Der Skandal liegt darin, dass es – so wie es aussieht und unserem Informaitonsstand entspricht –  anscheinend nie Eingangskontrollon und -kontrollore gegeben hat. Jeder konnte jederzeit durch den immer offenen Schranken fahren (was der Asamer-Mann im TV ja bestätigt hat). Das wiederum unterstreicht das eklatante Behördenversagen. Hätten die Behörde nämlich regelmässig überprüft, ob es wirklich Eingangskontrollen oder gar Dokumentationen darüber gibt – z.B. Fotos von jedem LKW-Inhalt -, wäre die Geschichte mit dem Clopyralid wohl nicht passiert.

Es kann also keine Rede davon sein, dass es ausreichte, sich diverse Begleitscheine zuzuschupfen und ansonst den Herrgott einen guten Mann sein zu lassen. Die von uns angeführten zwingenden Auflagen der Deponiebewilligung verlangen einen hohen und genauen Kontrollaufwand. Von einer reinen Zettelwirtschaft ist nirgendwo die Rede. Weder hat die Betreiberfirma dafür gesorgt, dass ausreichend kontrolliert und dokumentiert wird, noch hat die Behörde das je überprüft. Ein evidenter Skandal zu Lasten der Gesundheit der Bürgerleins und deren Brieftasche (worüber wir noch berichten werden, das ist dann der Folgeskandal!).

Inzwischen kommt noch hinzu, dass es immer offensichtlicher wird, dass die natürliche Barriere (Flyschreigel) zwischen Nord- und Südteil der Deponie gehalten hat, sprich: tatsächlich undurchlässig war. Das wiederum erhöht den Verdacht, dass die Schadstoffe nicht vom Südteil in den Nordteil gesickert sind, sondern mit Absicht dorthin verbracht wurden. Eventuelle Schuldige sind auszuforschen.

Inzwischen wurde uns auch berichtet, dass auch in der Gmundner Kläranlage immer wieder LKWs eines Entsorgungsunternehmens gesichtet wurden, die dort den selben Dreck wie in der Asamer-Deponie „entsorgt“ haben. Vorwiegend während der Jausen- und Mittagspause der in der Gmundner Kläranlage Beschäftigten. Prost Mahlzeit!

Halten wir fest: der Herr Asamer-Vorstand hat uns – wie wir das von den Asamers gewohnt sind – wieder einmal voll verarscht. Hotel Lacus Infelix schau oba!

Jetzt braucht Ihre Babsy aber blitzschnell zwei doppelte, damit die Wut mich nicht magenkrank macht. Nicht zwei doppelte Schnäpse, sondern zwei doppelte Beruhigerli. Zu den Nebenwirkungen befragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, aber bitte nicht die Asamers und deren Statthalter.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Postings.

AndyB
Gesendet am 10.02.2015 um 3:38 vormittags | Als Antwort auf Hans Heidinger .

Wenn man die Bahn bis zum Ortsende baut, dann hätte sie sogar einen Fahrgast mehr. Also könnte man sie auf 40 Meter erweitern …… (4 Fahrgäste 32 m = 5 Fahrgäste 40 m) ……


DAVID
Gesendet am 09.02.2015 um 10:23 vormittags

Fragen an Herrn BM Mag. Krapf:

Wann meldet sich Gmunden bei “www.offenerhaushalt.at” an?
Regau, Gschwandt Pinsdorf und viele weiteren Grenzgemeinden sind teilweise schon lange dabei.

Lässt sich Gmunden einmal freiwillig vom Rechnungshof prüfen?

Dies alles würde das Vertrauen für die nächsten Wahlen stärken. Dann wird nicht nur der Schulweg sicherer sondern auch das Steuergeld.

Oder gibt es “rationale” Gegenargumente? Dann bitte bei der anstehenden Wahlwerbung thematisieren.

DANKE


Hans Heidinger
Gesendet am 09.02.2015 um 8:37 vormittags | Als Antwort auf Argusauge .

Liebes Argusauge!

Obwohl meine Wortwahl von Ihnen in Bezug auf einige “unserer” Politiker nicht goutiert wird – ich wollte niemanden beleidigen, sondern nur in diesem Drama wieder einmal einen Schmunzel-Beitrag leisten – möchte ich gerne auf Ihren Kommentar antworten.

Die Problematik in der ganzen “Zugdiskussion” liegt ganz woanders, nicht in diesen kleinen Scharmützeln, die hier im Blog ausgetragen werden.

Leider wird von “Befürwortern” und “Gegnern” des Projektes nicht sinnvoll miteinander diskutiert, sondern aneinander vorbeigeredet .Alleine Herr Kammerhofer hat sich geoutet und vertritt seine Meinung, dass auf Kosten des Landes einige kommunale Einrichtungen im Zuge des Bahnbaues renoviert, errichtet oder erneuert werden. Dass dann als Kollateralschaden ein Zug durch Gmunden geführt wird, akzeptiert er zwar, sieht diese Tatsache aber als vernachlässigbar an.Ok – seine Meinung!

Die wirklichen Fragen, die einer Antwort der “Mächtigen” harren, liegen ganz woanders und wurden schon oft gestellt, doch leider nie beantwortet. Vielleicht passiert es diesmal:

Wieso benötige ich einen 32m langen Zug, mit rechnerischen 186(!) Plätzen, in jedem Fall aber mit 76(!) Sitzplätzen, für die Verbindung von Traundorf mit der Innenstadt?
Dass Fahrgäste aus Gschwandt oder Kirchham nicht mit dem neuen Zug zB. zum Tennisplatz fahren werden, liegt ja wohl auf der Hand!
Also bleiben wohl nur die Mitbürger aus Traundorf/Weyer, die den neuen Zug durch die Innenstadt benützen werden.

Zählungen – nicht Schätzungen – haben ergeben, dass das Potenzial für die einzelnen Fahrten bei ca. 4 Fahrgästen (gut gerechnet) durchschnittlich liegt.

So, harren wir der Antwort, weitere Fragen folgen!


AndyB
Gesendet am 09.02.2015 um 7:05 vormittags | Als Antwort auf Argusauge .

Langsam wird es ärgerlich und lächerlich, mit welcher Penetranz Sie laufend “Beweise” anbringen, die sachlich jeder Grundlage entbehren.

Dazu kommen noch laufend Ihre unsinnigen “anonym/mit vollem Namen” Anspielungen. Wenn Sie das dann so stört, wieso posten Sie denn nicht mit Ihrem vollen Namen?!

Sie können doch keine Personen des öffentlichen Lebens mit “normalen” Bürgern vergleichen! Was hätte es für einen Sinn, wenn S&H hier Kommentare anonym posten würden oder gar der Bürgermeister? Keinen?!

Grade Herrn Aigner als Beispiel zu nehmen … naja …

Nicht nur das er einen hochbezahlten Job hier inne hat … von ihm kommen auch so “kluge” Sätze wie:

“Indem man sagt, die Bahn sei bislang weitgehend leer gefahren, ist doch mit Verlaub widersinnig. Wenn kaum einer Bahn fährt, schreit das doch nach einer Veränderung, oder?”

oder
“……. weil ich keinen bloß touristischen, musealen Blick auf die Stadt habe, sondern ständig hier lebe …..”

Herr Aigner wohnt nicht mal hier!!

Das können Sie alles im Blog hier lesen. Suchen Sie mal bei den Einträgen um den 25.10.2014.


 

 

 

Mach mal Pause
9. Februar 2015

Liebe Leserleins!

Auch Ihre Babsy braucht mal einen freien Tag. Zumindest halbwegs frei, gell. Darum also heute nur ein Posting von gestern mitsamt meinem Kommentar dazu.
Am Dienstag geht es dann mit Neuigkeiten von der Ohlsdorfer Deponie weiter.

Liebe Leute, glaubt nicht, dass das uns hier in Gmunden nichts angeht, denn so weit ist Ohlsdorf nicht. Ausserdem hat man vielleicht Freunde, Bekannte oder Familienangehörige, die dort im Umland leben. Die wurden all die Jahre ganz schön verscheissert. In aller Unschuld der Beteiligten.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Posting.

Argusauge
Gesendet am 08.02.2015 um 9:22 vormittags

Liebe Babsy Bltzschnell:

1.) In Beantwortung Ihres ausführlichen Kommentars auf meinen Blog möchte ich zu Ihrer Feststellung, es würden eigentlich gar keine Befürworter im gmundl schreiben, hinweisen, dass vor einiger Zeit, Herr Josef Aigner u. Herr Erich Langwiesner m.M.n. einen sachlichen Blog im gmundl pro Strassenbahn geschrieben haben, und zwar unter ihrem vollen Namen, von einigen Ihrer Blogger in beleidigender Form “heruntergemacht” wurden. Herrn Langwiesner stellte man sogar als kompletten, wie ich mich erinnere, Ignoranten (milde ausgedrückt) hin. Dass sich keiner der Befürworter mehr hergibt, im gmundl sachlich zu schreiben, verstehe ich.

2. In Ihrem Beitrag “Wenig beruhigend”, letzter Absatz, schreiben Sie, zitiere: Entscheidung des VwGH aus dem Jahre 2000 …. die Bewilligung des Projektes scheint rechtswidrig erfolgt zu sein.
Warum ergreift nicht einmal einer dieser Strassenbahngegner die Initiative und reicht eine Klage ein. wenn die Sachlage so eindeutig rechtswidrig ist? Unter den Strassenbahngegnern wären sicher einige die sich einen solchen Schritt leisten könnnten…
Die Bürgerinitiative “Gmundner Zukunft” hat im Falle des ” Lacus Felix” Hotelprojektes auf eigene Kosten und eigener Arbeitsleistung bei der EU Kommission und bei der Volksanwaltschaft interveniert. Die Grünen haben die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Da wurde nicht nur anonym polemisiert sondern auch gehandelt. Im Falle der Strassenbahngegner wäre jetzt die Gelegenheit zu klagen, wenn das Projekt gesetzeswidrig bewilligt wurde.

3.)Was Herrn Kammerhofer anlangt, bin ich auch der Meinung, dass man ihn von allen Seiten im Regen stehen hat lassen. Aber so wie ich Herrn Kammerhofer kenne, hat er viele Interessen u. wird über diese Enttäuschung gut hinwegkommen. Undank ist der Welten Lohn, da ist schon was Wahres dran.

ad 1.)
Auf den Beitrag von Josef Aigner gab es eine sehr sachliche Antwort von Michael Amon (auf dessen Beitrag in der Presse “Die Spatenschwinger von Gmunden” Aigner geantwortet hatte). Dabei wies Amon Herrn Aigner unter anderem eine ziemlich willkürliche Zitierung von Thomas Bernhard nach. Ausserdem sei festgehalten, dass Herr Aigner sein Statement nicht hier gepostet hat, sondern in der PRESSE. Wir haben uns nur erlaubt, es hier wiederzugeben, damit wir wenigstens irgend etwas von Befürwortern hier stehen haben (eben mangels deren Bereitschaft, hier zu diskutieren).
Der Beitrag von Herrn Langwiesner wurde unserer Meinung nach zurecht ziemlich heftig kritisiert. Ein vor Sachlichkeit strotzender Beitrag war das nämlich nicht. Demokratiepolitisch waren einige seiner Äusserungen ziemlich fragwürdig. Die Kritik daran war nachvollziehbar und vergleichsweise mild im Ton (wenn man Langwiesners eigenen damaligen Tonfall als Messlatte nimmt, etwa das Wort “kotzzuwider” in Richtung der Haltung der Regio-Gegner).
Aufrecht bleibt meine Feststellung, dass von den eigentlichen Betreibern des Projekts niemand bisher hier Stellung bezogen hat; dass man die Diskussion offenbar scheut; sich den Gegnern nicht stellen will, sondern sich auf die eigene Macht verlässt. Herr Aigner und Herr Langwiesner sind wohl nicht den Projektbetreibern zuzurechnen.

ad 2.) Wir haben sehr genau erläutert, dass es unter Umständen zu einer deutlichen Verzögerung des Baubeginns kommen wird, wenn die gerichtliche Klärung nicht abgeschlossen ist. Oder dass das Projekt womöglich überhaupt platzt. Warum wohl haben wir das geschrieben? Ich ging davon aus, dass damit klar ist, dass es bereits gerichtliche Einsprüche gibt.
Die Verdienste der “Gmundner Zukunft” sind ohnedies unbestritten. Schade, dass dieser Kreis in der Frage der Strassenbahn “gespalten” ist.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

 

Langsam gehen uns …
8. Februar 2015

… die Überschriften für die Regio-Berichte aus.

Heute:
Babsy B. zu Propagandakosten
Gastkommentar peipino zur Regio

Liebe Leserleins!

Wirklich, das ist so. Natürlich fallen uns genug Headlines ein, aber die sind alle nicht ganz gepflegt, sondern mehr der Sprache der normalen Menschen, der Umgangssprache entnommen wie etwa Verarschung etc.

Gestern habe ich ein paar Beispiele dafür geliefert, wie wir an der Nase herumgeführt werden und dass der dringende Verdacht besteht, dass die eine oder andere Entscheidung nicht ganz so gefallen ist, wie der Gesetzgeber sich das vorgestellt hat. Aber gut, das werden die Gerichte zu entscheiden haben.

Aber was wir gestern schon angedeutet haben: für die Promotion, mit der man uns verarscht, müssen wir noch selbst bezahlen. In den beschlossenen Budgets – die wie gesagt aus Steuergeldern gespeist werden, nicht von S&H, die aber das grosse Sagen hier haben – in diesen Budgets finden sich die Öffentlichkeitsverarsche unter dem Titel „Begleitende Massnahmen“. Hübsch, gell!? Und dort unter dem Spezialposten „Öffentlichkeitsarbeit“. Wie wichtig den Betreibern der Durchbindung und diverser Neubauten die architektonische Ausgestaltung ist, sieht man daran, dass die Kosten dafür sich ebenfalls unter „Begleitende Massnahmen“ finden. Man sieht: die Verantwortlichen halten die Gestaltung der Haltestellen und Bahnhöfe für keine zentrale, stadtplanerische Aufgabe. Nein, das erledigt man nebenbei.  Auch der Posten „stadtgestalterische Massnahmen“ findet sich in der Rubrik „Flankierende Massnahmen“.

Halten wir also fest: die Verschandelung der Stadt, die architektonische Verluderung der Stadttopografie ist den Verantwortlichen kein zentrales Anliegen, sondern nur eine „flanierende Massnahme“. Die Frage ist: flankierend gegen was? Gegen den Bürgerunmut? Gegen die Hässlichkeit der Ausgestaltung haben die flankierenden Massnahmen jedenfalls nicht viel geholfen. Allein für die Öffentlichkeitsarbeit sind 160.000 Euroeier der Steuerzahlerleins eingeplant. Die architektonische Begleitung des Projekts ist den Betreibern immerhin auch noch 143.000 Euronen von unserem abgelieferten Steuergeld wert. Die „stadtgestalterischen Massnahmen“ sogar die Summe von 1,3 Mille. Man fragt sich echt: was von dem Mist kann soviel kosten?

Wäre das Durchbindungsprojekt tatsächlich so ein Bedürfnis der Leute und wäre es wirklich so ungemein logisch und einleuchtend, wofür dann das Geld für die Öffentlichkeitsarbeit? Die Leute würden jeden Tag mit den Hinterfüssen am Rathausplatz scharen und auf die neue Eisenbahn warten. Offensichtlich ist das aber nicht so. Also muss Steuergeld her, um den Leuten zu verklickern, wie notwendig sie das brauchen. Und dass der Klacks von 60 Mille (ohne Folgesubventinen!) gut angelegt ist.

Wir dürfen uns also um unser Steuergeld auch noch die Propaganda selbst bezahlen. Nach dem Motto: liebe Bürgerleins, bereitet euch den Kakao, durch den man euch zieht, auch noch selbst zu.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

Für wie dumm hält man uns?

Gastkommentar von peipino

Herrn Heidinger ist vollinhaltlich zuzustimmen!!!!!!
Die Namensgebung “Zug Wolferl” ist viel zu schmeichelhaft!
Welcher geistigen Leistung seine Idee von der “Begegnunszone” entspringt, wird ihm nun auch schon von Seite der Behörde bestätigt.
Uns – er meint damit offenbar alle Gmundner – als geistig minder bemittelt zu bezeichnen, ist schon eine gehörige Portion Frechheit!!!
Vermutlich hat er sich, gemeinsam mit dem Mastenotto, in der Kindheit nicht genügend beim Zugspielen austoben können und möchte sich jetzt dafür schadlos halten!!! Aber das bitte nicht auf Kosten der Steuerzahler und um € 60 Mio!! Die Initiative könnte sich vielleicht überlegen, beim Schedenig ein paar hundert Euro in Märklin zu investieren?! Vielleicht sind die beiden dann so beschäftigt, dass sie die Öffentlichkeit und den Steuerzahler nicht mehr mit ihren geistigen Glanzleistungen beschäftigen und vor allem nicht unsere Steuergelder sinnlos vergeuden!!
Die Beschäftigung der zuständigen Behörden mit diesem Schwachsinn und die, wie man hört, sehr fundiert abgefassten Beschwerden gegen die diesbezüglichen Bescheide geben Anlass zur Hoffnung, dass diesem Unfug endlich ein Ende bereitet wird!
Von Seite der (unabhängigen!) Presse (mit Ausnahme der Krone) ist keinerlei Hilfe zu erwarten.
Eigentlich seid ihr die Einzigen, von denen effektive Hilfe kommt (wie schon in den bisherigen Angelegenheiten).
Die “O.Ö. Regierungspresse” darf natürlich nichts Negatives schreiben!
Unter Metternich wars fairer! Dort konnte man die zensurierten Stellen wenigstens feststellen, da sie geschwärzt waren! Heute macht mans viel hinterlistiger und täuscht den Leser, indem man an allen passenden und unpassenden Stellen einfließen lässt, welche tolle Idee der Zug durch Gmunden ist. Davon fühlen sich unsere beiden “Märklin-Fans” natürlich bestätigt und sind überzeugt, dass alle anderen daher geistig behindert sein müssen, wenn sie ihren grandiosen Ideen nicht folgen können!!!
Macht daher bitte weiter und unterstützt die schweigende und (“verblödete”) Mehrheit!
(Übrigens: ich bin begeisterter und regelmäßiger Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel (Zug, U- und Straßenbahn) – dort wo es sinnvoll und wirtschaftlich ist – und besitze seit meiner Kindheit eine Märklinbahn!!!!


Posting.

Argusauge
Gesendet am 07.02.2015 um 7:27 vormittags

Antwort an Hans Heidinger: und an gmundl:

Ist der Ausdruck “Zug Wolferl ” nicht auch ein persönlicher Angriff auf Herrn Sageder.u. hat mit Sachlichkeit nichts zu tun.?? Wo bleibt die von gmundl eingeforderte Sachlichkeit? Ebenso wenig sachlich ist der Ausdruck “S&H Stammbuch” sehr feindselig u. hat mit Argumentation nichts zu tun.
Aber Strassenbahngegner dürfen sich verbal ja austoben u. jemanden persönlich attackieren, das wird von gmundl toleriert. Aber wie gesagt,,das gmundl Team bestimmt, was durchgeht,, schliesslich sind sie ja Chef, . arbeiten ehrenamtlich u. auf eigene Kosten u. sind niemandem verpflichtet. Das betonen sie ja immer wieder……Aber wenn man die andere Seite nicht zu Wort kommen lässt, wird es auch langweilig, denn, wie man beobachten kann, drehen sich die selben Personen mit den selben Meinungen immer wieder im Kreise. ..

Also an “Zug Wolferl” kann ich nichts Ehrenrühriges erkennen. Leute, die Herrn Sageder kennen, haben mir versichert, dass er das wahrscheinlich sogar eher als Ehrentitel betrachten könnte. Von “verbalem Austoben” kann doch da keine Rede sein. Was an “S&H Stammbuch” feindselig ist, kapiere ich nicht. OK, wenn Leute kritisiert werden, dann neigen sie dazu, diese Kritik als “feindselig” zu empfinden. Das ist nur all zu menschlich, da nehme ich uns selbst gar nicht aus. Ein bisserl ironisch formulieren darf aber man schon, gell. Wir setzen uns die Grenze dort, wo auch rechtlich die Beleidigung anfängt. Allerdings versuchen wir schon vor dieser Grenze einzugreifen, damit die Sitten nicht verrohen. Ich denke, wir haben da bisher einen ganz guten Mittelweg gefunden, einzelne Fehler sind natürlich nicht auszuschliessen.

Dass sich die “Meinungen im Kreis” drehen, sehen wir so nicht. Ich denke wir haben gerade im heutigen Blog einige interessante neue Infos verbreitet, die zum Denken geben sollten. So pipifein ist dieses Projekt nicht: merkwürdige Beruhigungszonen, mögliche Gesetzesbrüche, gerichtlich festgestellte nötige Fahrgastzahlen für Wirtschaftlichkeit etc. Von im Kreis drehen kann da keine Rede sein. Das sind neue Erkenntnisse, die es in sich haben.

Was aber wirklich nur eine kühne Behauptung ist und allen Tatsachen widerspricht, ist die Unterstellung “wenn man die andere Seite nicht zu Wort kommen lässt”. Wir haben jede uns erreichende Stellungnahme pro Bahn/Eisenbahn/Zug/Bim/Strassenbahn unzensuriert und ungekürzt veröffentlicht. Leider mussten wir feststellen, dass die Verantwortlichen keine Diskussion wünschen. Auch die sogenannte “Informationsveranstaltung” in der WKO war eine reine Werbeveranstaltung. Diskussion war ausdrücklich nicht erwünscht. Die Bürgerleins waren dorthin nur zur Befehlsentgegennahme in Form einer “objektiven” Information durch die Projektbetreiber eingeladen.
Es sind die Betreiber des Projekts, die jede Diskussion verweigern und nur auf manipulative Informationen und Vergatterung der Bevölkerung setzen. Dafür sind sogar Steuergelder im Budget eingeplant – siehe dazu den Blog am Sonntag, dem 8. 2.
Mit Ihrer Ausnahme und der des couragierten Karl Kammerhofer hat sich niemand für dieses Projekt hier auf die Schienen geworfen. Den Kammerhofer liess man zum Dank für seinen Einsatz im Regen auf den Geleisen liegen, wenn ich so sagen darf (als diejenige, die ihn hier scharf kritisiert hat). Wie gesagt: wir warten bis heute auf einen interessanten Beitrag von S&H oder anderen Projektbetreibern. Aber die setzen auf die Macht des Faktischen, denn sie haben die Macht, Fakten zu schaffen, sowie auf manipulative Werbung auf Kosten der Steuerzahler.

Man streut den Bürgerleins ja noch immer Sand in die Augen, wenn man jetzt auf einmal davon spricht, das Projekt nicht ein zwei Teilen (zuerst Brücke, dann Durchbindung), sondern auf einmal umzusetzen und damit sogar noch im September 2015 zu beginnen. Damit will man sich dem Vorwurf entziehen, man würde, um die Wählerchens nicht zu verschrecken, mit den Bauarbeiten erst nach der Wahl beginnen. Nach der derzeitigen Lage der Dinge – und das wissen die Projektbetreiber – wird ein Baubeginn zu diesem Zeitpunkt nicht möglich sein, weil die entsprechenden Bescheide ihre Rechtssubstanz erst auf dem Gerichtsweg beweisen müssen. Und der wird dauern. Die Schuld an der absehbaren Verschiebung des Baubeginns soll mit diesem Trick den Projektgegnern in die Schuhe geschoben werden, und man meint, dann elegant den Wahltermin umschifft zu haben: wir haben keine Angst vor der Wählerschaft, wir wollten eh mit dem Bau beginnen, aber leider Gottes haben das die Projektgegner verhindert. Wobei natürlich völlig offen ist, ob die Durchbindung der Bahn den Rechtsweg überlebt oder nicht. Das weiss heute niemand.
Der Vorwurf, wir würden hier nur selektiv Meinungen zulassen, der in Ihrem Beitrag mitschwingt, wird von uns ausdrücklich und geharnischt zurückgewiesen. Dieser Vorwurf ist nachweislich falsch. Aber wenn wir keine Pro-Beiträge bekommen, können wir sie auch nicht bringen.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Wenig beruhigend …
7. Februar 2015

Saunazug

Liebe Leserleins!

Wenig beruhigend scheint die geplante Gmundner Beruhigungszone zu sein.

Zu aller Erst ist diese Beruhigungszone der Ausdruck der Feigheit der Politik und der Politiker.
Man will sich – so behauptet man zumindest – auf diesem Weg langsam in Richtung Fussgängerzone bewegen. Wozu diese Vorsicht? Fussgängerzonen sind weltweit bewährt und haben sich überall, wo man sich traute, auch durchgesetzt. Nur hier in Gmunden muss man zuerst eine Eisenbahn quer durch die Innenstadt legen, damit man dann eine Beruhigungs- oder Begegnunszone schafft, die dann, auf wundersame Weise, irgend wann zu einer Fussgängerzone mutieren soll. Toller Plan, echt. Und ungemein kostengünstig. Ein kleiner Umweg, der lachhafte 60 Mille kostet. Angesichts der Feigheit der Politiker muss man sich ohnehin fragen, ob sie jemals den Mut haben werden, eine echte Fussgängerzone einzurichten. Wahrscheinlich wird man, wenn diese Frage aufs Tapet kommt, auf die Gefährlichkeit der Regio hinweisen, weshalb man, leider, leider, keine FuZo machen könne.

Denn was immer die Regio-Befürworter sagen, welchen Wortschwindel sie auch versuchen mit der RegioTRAM, es handelt sich um eine Eisenbahn. Rein eisenbahnrechtlich gesehen. Denn unzweifelhaft fällt die Vorchdorfer Bahn unter den Begriff „Eisenbahn“, sie kann sich also schwerlich am Klosterplatz zur Strassenbahn verwandeln bzw. umgekehrt von der Strassenbahn wieder zur Eisenbahn werden.
Die Definition einer „Eisenbahn“ hängt nämlich nicht vom Beförderungsmittel ab, sondern von der befahrenen Strecke. Laut Eisenbahngesetz ist die lange Strecke bis Gmunden eindeutig Eisenbahn, da sie nicht auf oder direkt neben einer Strasse geführt wird (vereinfacht gesagt), sondern durch natürliches Gelände oder landwirtschaftliche Flächen führt. Entscheidend für die Einstufung ist – wiederum grob vereinfacht dargestellt – welcher Streckenteil dominiert. Eindeutig die Eisenbahn. Dafür spricht auch die Tatsache, dass man von einem „Seebahnhof“ spricht. Strassenbahnen haben aber Haltestellen. Halten wir also fest: es handelt sich nicht um eine Durchbindung der Gmundner Strassenbahn zum Klosterplatz, sondern um die Beseitigung der Gmundner Strassenbahn und die Verlängerung der Gmunden-Vorchdorfer Lokal(eisen)bahn quer durch die Stadt Gmunden. Alles andere ist Etikettenschwindel.

Was nun die Beruhigungszone betrifft, haben wir bereits darauf hingewiesen, dass der Amtssachverständige des Landes eine solche angesichts der Verkehrsdichte und der unterschiedlichen Verkehrsmittel, die auf einer Ebene verkehren (Auto, Bim, Motorrad, Fahrrad, Busse), wegen zu hoher Gefahr für die Fussgänger abgelehnt hat. Es kommt aber noch dicker. In einem Amtsgutachten kann man nachlesen, dass der Bereich Kammerhofgasse/Arkaden als besonders kritisch eingestuft wird. Die Geleise liegen dort direkt neben den Ausgängen aus den Arkaden, die ihrerseits mit Vitrinen verstellt sind, und so dem Zugsführer keinen freien Blick erlauben. Dadurch kommt es zu einer Gefährdung und unzumutbaren Belastung für den Strassenbahnfahrer, wenn Fussgänger plätzlich aus den Arkaden auf die Fahrbahn treten. Verschärft wird das durch den Wegfall der Fussgängerübergangs zwischen Traungasse und Kammerhof.
Der Amtssachverständige verlangt gleichlautend mit dem betrieblichen Gutachter, dass sämtliche Arkaden mit Hindernissen abgesperrt werden. Wörtlich: „Dies gilt auch für die Franz Schleiss-Straße sowie den Vorplatz beim Kammerhof in Richtung Gleisbogen und unter dem Trauntor Richtung Traunbrücke. Auch ist der Ausgang in das Trauntor aus dem Torbogen der Spitalkirche betroffen. Diese Sperren sollen ein Hinaustreten der Fußgänger auf die Fahrbahn verhindern. Entsprechende Kettenabsicherungen werden als geeignete Maßnahmen angesehen.“
Genau so stellen wir uns eine verkehrsberuhigte Begegnungszone vor: Absperrketten und Durchgangshindernisse, um die Gefährdung von Betriebspersonal und Fussgänger weitgehend auszuschliessen. Dass dann noch immer die Möglichkeit besteht, dass Kinder oder Jugendliche über die Absperrungen klettern oder unter ihnen durchschlüpfen, liegt auf der Hand. Mangels eines nahen Übergangs, werden vielleicht auch Erwachsene einen gefährlichen „Abkürzer“ versuchen. Für heftige Begegnungen ist somit gesorgt.

Des weiteren gibt es einen Entscheid der VwGH aus dem Jahr 2000, der klar sagt, dass eine Strassenbahn erst ab 5.000 Fahrgästen pro Tag ökonomisch und beförderungsmässig einer Buslinie überlegen ist. Der VwGH schliesst aus dieser Tatsache, dass die Nachteile, die sich aus einer Strassenbahnlösung für die Anrainer ergeben, nur dann zumutbar sind, wenn das öffentliche Interesse überwiegt. Dieses überwiegt aber erst ab einer tatsächlichen Fahrgastanzahl von mehr als 5.000 Personen täglich. Sprich: auch das öffentliche Interesse spricht gegen die RegioTram-Lösung. Darüber hinaus verlangt der VwGH in diesem Urteil, dass die Schätzung der zu erwartenden Fahrgastzahlen nachvollziehbar begründet (sprich: plausibel) sein muss. Der VsGH spricht in diesem Urteil von der Anforderung „der grossen Genauigkeit bei der Prüfung der verkehrlichen Auswirkungen“. Also: mindestens 5.000 Fahrgäste täglich und das auf Basis einer realistischen, nachvollziehbaren und plausiblen Schätzung. All das ist im Fall der RegioTram nicht gegeben. Aus unserer Sicht war das Projekt damit gar nicht genehmigungsfähig. Die Bewilligung scheint rechtswidrig erfolgt zu sein.

Wie gesagt: wenig beruhigend das Alles!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


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Hans Heidinger
Gesendet am 06.02.2015 um 3:33 nachmittags

Wenn ich das Zitat von Stadtrat “Zug-Wolferl” Sageder richtig deute, unterstellt er mir als Gmundner, dass ich nur nach hinten schaue und nach vorne stolpere.
Abgesehen von der wählervertreibenden Präpotenz dieser Aussage, sei dem “Zug-Wolferl” ins Politiker(?) – oder S&H Interessensvertreter(?)- Stammbuch folgender Spruch aus dem oberen Salzkammergut geschrieben:” A guata Stolpara fallt net!”.
Wohin soll man als Gmundner denn sonst schauen, wenn von hinten ein 32m langer Zug in der Begegnungszone herandonnert und vorne eine 24cm hohe Bahnsteigkante gerade zum Stolpern einlädt?


 

 

Deponiendreck – Drecksdeponien
6. Februar 2015

Liebe Leserleins!

Heute mal ein kleiner Zwischenstopp mit einem anderen Thema. Weil es gerade wieder aktuell ist, dank der Sendung „Am Schauplatz“ vom Donnerstag. Klar, da konnte die Asamer-Deponie nicht fehlen. Mitsamt Rudi „Ratlos“ Anschober. Was in dieser Sendung eindruckvoll belegt wurde, sagen wir schon lange: die Gesetze sind völlig unzulägnlich und organisieren bloß die kollektive Verantwortungslosigkeit. Schon die Grundidee, dass ein Giftstoff, der dort nicht gelagert werden darf, dort auch nicht gelegert werde, folglich auch nicht kontrolliert werden müsse, ist jenseitig. Wenn es so wäre, dürfte es keine Parkplatz-Sheriffs geben, keine Geschwindigkeitskontrollen und keine Steuerprüfungen. Jaja, die Abfallbeseitiger sind die einzigen hierzulande, die sich an alle Gesetze halten.

Wir sind an dem Thema ja schon seit längerer Zeit dran und wollten es über Weihnachten so weit aufbereiten, dass wir es hier weiter behandeln können. Leider ist unser Bruno Beinhart, der das übernommen hatte, wieder erkrankt und ausgefallen. So mussten wir von vorn beginnen, wurden aber durch die aktuelle Debatte bei der Regio blockiert.

Von skuriller Qualität der Auftritt des Vorstandsmitglieds der Asamer-Firma. Das war ein einziger Werbeauftritt, in dem der Mann die vereinigte Müllmafia Österreichs de facto dazu eingeladen hat, den ganzen illegalen Mist bei ihm abzulagern. Nein, sagte der gute Mann sinngemäss, wenn auf dem Begleitzettel stehe, das dieses oder jenes Zeug drin sei, für das die Ablagerung hier genehmigt ist, dann kontrolliere man natürlich nicht, ob da auch was Verbotenes dabei sein könnte. Und dann wörtlich: „Wenn ich die Absicht hab, da jemanden was hineinzuschummeln, dann funktionierts, dann wird das gehen, das is kloar.“. Danke für den Hinweis, Ihre Müll-Mafia! Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Auf die Nachfrage des Reporters sagte der Herr Geschäftsführer doch glatt: „Ja, es ist sehr einfach, das etwas reinzuschwindeln, was nicht reingehört.“

Interessant wäre es übrigens, von einem Spezialisten für Körpersprache ein Gutachten einzuholen zur Frage der Übereinstimmung von gesprochenem Wort mit inhaltlicher Aussage bei der interviewten Ohlsdorfer VP-Bürgermeisterin Eisner, die ja im Gegensatz zum früheren SP-BM Spitzbart ziemlich Asamer-affin ist. Der Gedanke, den Asamers „zuwesteign“ zu müssen, quälte die Dame sichtlich.

Dafür ist der blass-grüne Rudi „Ratlos“ Anschober bis heute die Antwort schuldig geblieben, warum innerhalb seines Resorts eine Abteilung die Deponie betrieb, während die andere die Genehmigung der filterlosen Versickerung der Abwässer ins Grundwasser für gesetzeswidrig hielt. Und noch entscheidender: warum der offensichtlich gesetzwidrige Beschluss des (nicht mehr existierenden) Unabhängigen Verwaltungssenats (UVS) zur Genehmigung von seiner Abteilung nicht in einer weiteren Instanz bekämpft, sondern kommentarlos zur Kenntnis genommen worden ist.
Dafür will Herr „Ich will diesen Sessel“-Anschober nun neue Gesetze. Da kommt er spät drauf. Angesichts seiner bisherigen Durchschlagsfähigkeit, wird man davon ausgehen müssen, dass sich die Deponie- und Abfall-Lobbyisten ein weiteres Mal durchsetzen werden. Aber Hauptsache, Herr Anschober, Landesrat für Umwelt in OÖ, bekämpft Atomkraftwerke in Grossbritannien. Da kann man ihn für Misserfolge dann wenigstens nicht verantwortlich machen. Vielleicht sollte er sich mal vorrangig um jene Dinge kümmern, die er selbst direkt beeinflussen kann. anstatt das schweigende Beiwagerl der Landes-ÖVP zu sein.

Wir bleiben in der Deponie-Sache dran. Denn der eigentlich Skandal ist noch gar nicht diskutiert. Die Unterlagen haben wir. Aber wir brauchen aufgrund unserer knappen Ressourcen noch ein wenig Zeit.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Wer die Sendung nicht gesehen hat, kann sie Online über das Internet in der TVThek des ORF noch einmal anschauen (am besten unter „verpasste Sendungen“, Donnerstag 5. 2.). Sehenswert!


 

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peipino
Gesendet am 05.02.2015 um 9:06 vormittags

Man kann AndyB und Hans Heidinger nur vollinhaltlich zustimmen!!!
Das “Trio Infernal” – “Mastenotto”, “Infoerich” und nun auch noch
“Beruhigungs Sageder” – wird gemeinsam mit S/H zu den Totengräbern Gmundens!
Die “Beruhigungszone” ist so etwas von absurd, weltfremd und abstrus, dass es tatsächlich eher in den Bereich der Ebenseer Faschingssitzung gehören würde, wenn es nicht so traurig und vor allem teuer wäre!
Vielleicht kommen die Drei noch auf die Idee beim Trauntor und beim Stadttheater ein Tor zu machen, damit Sie ungestört auf Ihrem geliebten
” Regio Bahndamm” spazieren können!
Gestört werden wir aber auch ohne diese Tore nicht werden, weil dann ohnedies kein Mensch mehr nach Gmunden kommt!


 

Zitat von SP-Stadtrat Sageder in Sachen Regio:
„Die Gmundner solten von ihrem Image wegkommen, dass sie immer nach hinten schauen und nach vorne stolpern.“
Wow! Die Übung ist zumindest bei der Regio gelungen. Da schaut man nach vorn und stolpert nach hinten.


 

 

Nächste Station …
5. Februar 2015

Liebe Leserleins!

Bei uns stauen sich die Themen, weil im Moment alles von der Regio über“strahlt“ wird. Die Sache ist keineswegs „gegessen“, wie manche Leute, egal ober Gegner oder Befürworter, glauben. Es gibt Einsprüche gegen diverse Bescheide. Und diese Einsprüche haben es in sich. Sie haben das Zeug, den Baubeginn deutlich zu verzögern, wenn nicht gar zu verhindern. Einige Entscheidungen scheinen rechtlich auf sehr wackeligen Füssen zu stehen. Wir werden in den nächsten Tagen berichten. So bewegen wir uns regio-mässig langsam von Station zu Station.

Heute wieder ein Gastkommentar von AndyB. Um es nochmals klar zu stellen: wir wählen Blog-Kommentare aus, die wir dann hier als Gastkommentar bringen. Hauptkriterium: die oder der Schreibende hat was zu sagen. Kriterium Nummer zwei: es wird gut gesagt/geschrieben. Auch solche Gastkommentatoren brauchen im Normalfall die Anonymität, um nicht ihre berufliche Existenz (oder die von Anverwandten) zu gefährden. Das ist nun einmal so hier im Dorf – und nicht nur hier.

Ergänzend zu den Erörterungen von AndyB wollen wir als Redaktion noch ein paar Infos geben, die AndyB, der uns ja unbekannt und kein Team-Mitglied ist, nicht zur Verfügung gestanden sind.
Der Amtssachverständige des Landes widerspricht heftig den politischen Vertretern der Stadt. Der Sachverständige ist der Ansicht, dass „das Verkehrsaufkommen in der Theatergasse und Kammerhofgasse sowie auf der Traunbrücke und am Klosterplatz zu hoch ist und die Sichtbereiche in der Kammerhofgasse zu gering, um eine Begegnungszone einrichten zu können“. Auf Seiten der Stadtpolitik wird mit dem Prinzip Hoffnung geantwortet: durch die Ostumfahrung werde der Durchzugsverkehr geringer (daran gibt es schon seit langem grosse Zweifel, aber man wird sehen). Auch der Ausschluss von Reisebussen und Schwerverkehr werde helfen. Mag sein. Ob die meist eher älteren Tagestouristen tatsächlich bereit sein werden, die Innenstadt herunter zu hatschen und dann wieder hinauf zu schnaufen, wird ebenfalls die Zukunft zeigen. Es steht eher zu befürchten, dass die Reisebüros da irgendwann nicht mitspielen werden. Besonders kurios ist aber das Argument, die Einrichtung einer Begegnunszone würde selbst dafür sorgen, dass der Durchzugsverkehr geringer werde. Da träumt mal schön weiter! Die Idee, die Kammerhofgasse so zu verbarrikadieren, dass eine Querung durch Fussgänger unmöglich wird, ginge nicht ohne massive Eingriffe in die Eigentumsrechte der Hauseigentümer (die bereits entsprechende Klagen eingebracht haben). Aus heutiger Sicht ist die versprochene Begegnunszone dank Bim und Autoverkehr rechtlich schwer bis kaum umsetzbar. Hier tanzt die Stadtpolitik wieder einmal am Hochseil – nur ohne Seil und ohne Netz. Was sonst noch alles gegen die „Begegnungszone“ spricht, kann man bei AndyB jetzt und hier nachlesen. Was er da beschreibt, regt uns beinahe dazu an, einen neuen Fachbegriff einzuführen: „Beruhigt: Das Gmundner Modell“. Die Fachleute werden sich vor Freude überschlagen. Kann aber auch sein, dass man mit diesem Modell nur bis Ebensee kommt: zur dortigen Faschingssitzung. Die haben schon immer gern die Gmundner verarscht. Jetzt legt die Stadt ihnen auch noch die Bälle auf …

Morgen kommen dann noch ein paar andere dicke Hämmer in Sachen Regio.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

Wenig beruhigende Gedanken zur Beruhigungszone

Ein Gastkommentar von AndyB

Aha ….. ab 2017 wird es eine “verkehrsberuhigte Zone” geben …..
Was genau ist denn damit gemeint?

Ich finde da nur folgendes : Begegnungszone – Fußgängerzone – Parkraumbewirtschaftungszone – Verkehrsberuhigter Bereich/Wohnstraße – Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich (Tempo-20-Zone) – Tempo-30-Zone

Hier die Zitate:
“Innerhalb dieses Bereiches gilt:
– Fußgänger dürfen die Straße in ihrer ganzen Breite benutzen; Kinderspiele sind überall erlaubt.
– Der Fahrzeugverkehr muss Schrittgeschwindigkeit einhalten.
– Die Fahrzeugführer dürfen die Fußgänger weder gefährden noch behindern; wenn nötig müssen sie warten.
– Die Fußgänger dürfen den Fahrverkehr nicht unnötig behindern.
– Das Parken ist außerhalb der dafür gekennzeichneten Flächen unzulässig, ausgenommen zum Ein- oder Aussteigen, zum Be- oder Entladen. Die Markierung der Parkflächen geschieht meist nicht durch Schilder, sondern über Markierungen wie verschiedenfarbige Pflasterungen.”

“Das bedeutet, der verkehrsberuhigte Bereich muss baulich so angelegt sein, dass der typische Charakter einer Straße mit Fahrbahn, Gehweg, Radweg nicht vorherrscht. In der Regel wird dies durch einen niveaugleichen Ausbau (Pflasterung), Pflanzbeete, wechselseitige Parkstände, Plateau-Aufpflasterungen und Einengungen erreicht.”

“Als Bindeglied zwischen Tempo-30-Zone und Verkehrsberuhigtem Bereich ist der verkehrsberuhigte Geschäftsbereich insbesondere dazu geeignet, zum Teil denkmalgeschützte Innenstadtbereiche hinsichtlich des Verkehrs flächig zu beruhigen. Durch die geringen Geschwindigkeiten verbessert sich zum einen die Verkehrssicherheit in Bezug auf die Nutzung des öffentlichen Raums etwa durch gastronomische Aufstellflächen und hohe Fußgängeraufkommen. Zum anderen kann im Hinblick auf die teilweise historische Bepflasterung und die geringen Straßenbreiten in den Innenstädten von einer erheblichen Lärmentlastung der Anwohner ausgegangen werden. Außerdem wird somit der Durchgangsverkehr erheblich reduziert. Von dem geringeren Verkehrsaufkommen profitiert der Denkmalschutz, indem durch Verringerung des Schwerverkehrs weniger Erschütterungen auftreten. Die meist empfindliche Bausubstanz wird gleichzeitig weniger Schadstoffen aus Verbrennungsmotoren ausgesetzt. Weil bei der flächigen Einrichtung einer Tempozone theoretisch nur im Zonenübergang beschildert werden muss, kann der verkehrsberuhigte Geschäftsbereich zusätzlich zu einer Reduzierung der Beschilderung in den Ortskernen beitragen.”
Quelle Wikipedia

In allen “verkehrsberuhigten Zonen” finde ich nichts über Busse und schon überhaupt nichts über Straßenbahnen/Regio Bahnen/Züge.
Fahren dann die Bahnen dort “Schritt-Tempo”?

Das hört sich alles nach einer “Gmundner Spezialanfertigung” für eine “verkehrsberuhigte Zone an, denn fast alle Vorteile eine “verkehrsberuhigten Zone” fallen weg.

Es treten eben NICHT weniger Erschütterungen auf, sondern mehr und auch die Bausubstanz der Häuser wird nicht weniger gefährdet.
Eine “gastronomische Nutzung” ist nicht möglich, wenn alle 15 Minuten eine Bahn fährt.
Für Fußgänger wird es nicht ungefährlicher, da Ortsunkundige in einer “verkehrsberuhigten” Zone eben nicht mit einer Bahn rechnen. Während sie bei einer “normalen” Straße zwangsläufig mit viel Verkehr rechnen = aufmerksamer sind.
Viele tausend Verkehrsteilnehmer müssen Umwege in Kauf nehmen, damit einige wenige Bahnfahrer nicht ein paar hundert Meter laufen müssen.
Das ist absurd und nichts Halbes und nichts Ganzes.

Um noch einmal klar zu sagen : Ich bin FÜR eine verkehrsberuhigte Zone in diesem Bereich.
Allerdings bin ich gegen eine verkehrsberuhigte Zone mit Regio Verkehr.
Entweder verkehrsberuhigt oder auch generell Fußgängerzone, aber nicht diese “Gmundner Lösung”.

Eine Belebung der Innenstadt wird es nur durch eine “richtige” verkehrsberuhigte Zone geben. Alles andere ist Wunschdenken. Es wird kein einziger Kunde durch eine vorbei fahrende Bahn gewonnen.

Zum Abschluss noch etwas, was mir schon länger in den “Fingern brennt”.
Touristen …. man jammert über ausbleibende und sinkende “Nicht-Tages-Touristen”. Stammurlauber reagieren überaus sensibel auf nachteilige (bauliche) Veränderungen.
Dazu zähle ich die Verwahrlosung der Innenstadt, die RegioBahn, hässliche Großstadt-Bauten. So etwas haben die Leute das ganze Jahr, und sie kommen in solche Orte, wo sie das eben nicht haben.

Absurd hoch 10 : eine Genehmigung für einen Eis-/Würstlstand etc. in Seenähe ist nahezu unmöglich. Eine Genehmigung für ein hässliches Hochhaus ist kein Problem.

Man jammert über ausbleibende Touristen, und gleichzeitig jammert man über eine Überalterung der Touristen. Die “überalterten Touristen” sind genau die, die schon seit Jahrzehnten hier ihren Urlaub verbringen. Viele waren schon mit ihren Eltern hier und kommen auch später gerne wieder zurück an Orte, wo sie sich wohlgefühlt haben. “Leute, ihr habt über Jahrzehnte eure Kohle hier gelassen, aber jetzt könnt ihr langsam mal weg bleiben.”

Man macht praktisch alles Mögliche um Touristen zu vertreiben und meint dann tatsächlich, man brauche ein Fünf-Sterne-Hotel für gehobene Gäste, und dann würde alles wieder gut. Völlig lächerlich! So können nur Kleinstadt-Politiker denken, die sich nicht in die Lage der “Fremden” versetzen können.
Es ist eben kein “Wünsch Dir was”, welche Touristen man gerne hätte, sondern man muss mit der Realität leben.

Ein Blick nach Bad Ischl würde genügen. Dort hat sich auch vieles verändert, aber nicht zum Negativen. Man hat die Stadt “schöner” gemacht und trotzdem nicht den alten Charakter der Stadt verändert.

Man sollte auch nicht vergessen : Ein Urlaub in Österreich ist eben auch nicht mehr preisgünstig. Für das Geld, das ein Urlaub hier kostet, kann man auch einen Urlaub in exotischen Ländern verbringen, sogar mit “All-you-can-eat” Paket. Das war “früher” eben nicht so.

Noch etwas zu dem Thema
“Wir bauen die Bahn für unsere Kinder, unsere Zukunft.”
Diese Stadt hat keine Zukunft!!! Kluge Menschen behaupten: bis zum Jahr 2030 würden die meisten Menschen in Großstädten wohnen.
Viele Schulabgänger werden sich dort niederlassen, wo sie die besten Berufschancen haben und wo sie nicht vor Langeweile sterben. Daher wird auch jedes noch so kleine Fest zum Komasaufen missbraucht.

Gmunden ist keine Großstadt und wird keine werden.

Allerdings besteht die Hoffnung das Touristengebiete dann wieder häufiger besucht werden.
Da sollte man sich in Gmunden schon einmal positionieren, wo man denn auf lange Sicht hin will.

booah … das musste jetzt mal raus ….


Postings.

Hans Heidinger
Gesendet am 04.02.2015 um 12:48 nachmittags

Also, wenn ich das jetzt richtig verstehe, hat Frau Dr. Rumpf wahrscheinlich eine andere Meinung als die “Grünen”, stimmt aber, obwohl sie sich – nach ihren Worten – nicht genügend informiert fühlt und die Sache nicht genügend ausdiskutiert ist, aus Parteiräson dem B(W)ahnsinn zu. Das nenne ich verantwortungsvolle Politik zum Wohle der Bevölkerung!


Argusauge
Gesendet am 04.02.2015 um 7:04 vormittags

Lieber Vilosofio,

Wen sollen wir denn wählen???

Gute Frage!
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Exgmundner
Gesendet am 03.02.2015 um 8:06 nachmittags

Millionenförderungen für die Regiotram – gibt es da auch öffentliche Ausschreibungen für diese Geldverschwendung, oder reichen 3 Pseudokonkurenzanbote um solche Summen vom Steuerzahler zu lukrieren? Wer hat die Kostenschätzungen für die Förderungen gemacht – wer hat dann alles ausgeschrieben, wer wurde von wem öffentlich zur Anbotlegung eingeladen, wer war bei einer möglichen Anboteröffnung dabei, wer war eventuell 2. oder 3.Bieter und arbeitet dann als Subunternehmer für S&H?
Viele Fragen zum lieben Geld, egal ob für oder gegen den Zug, aber für alle Steuerzahler von großem Interesse!

Im Geiste der Vorschriften der EU, insbesondere im Sinne der Wettbewerbs- und Erwerbsfreiheit, müsste die Betreibung der gesamten Linie unseres Erachtens neu ausgeschrieben werden. Hier führt sich allerdings das Wettbewerbsrecht der EU selbst ad absurdum. Wenn die Schienenwege im Eigentum der S&H sind, wie soll dann eine Neuausschreibung erfolgen? Ein neuer Betreiber müsste dann sein eigenes Schienennetz bauen? Nicht umsonst hat man bei der Eisenbahn meist einen staatlichen Netzbetreiber, der dieses Netz möglichen Interessenten am Fahrbetrieb vermietet (siehe etwa das Modell der Konkurrenz auf der Westbahnstrecke). Ob die Privatisierung des öffentlichen Verkehrs eine sinnvolle Lösung ist, wäre allerdings einmal im Grundsatz zu diskutieren. Wenn – wie im Fall Gmunden und S&H – der private Betreiber noch dazu nicht einmal ein Unternehmerrisiko trägt, dann ist es zweifelhaft, dass diese Lösung wirklich effizienter ist. Jemand, der sein privates Geld/Kapital riskiert, also ein unternehmerisches Risiko trägt, würde mit Sicherheit die Gmundner Lösung keine Sekunde in Betracht ziehen.
Wir halten den öffentlichen Verkehr für kein besonders gutes Exerzierfeld der Privatisierungsidee. Behäbigkeit von Politik und Beamtenapparat addieren sich mit dem Gewinnstreben der Privaten. In Summe: noch höhere Kosten für die Steuerzahlerleins.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Hans Heidinger
Gesendet am 03.02.2015 um 3:29 nachmittags

Leider geht aus dem Beitrag von Frau Dr. Rumpf nicht hervor, wer Verfasserin der Headline ist: sie selbst oder sogar Babsy Blitzschnell!

Auf jeden Fall fehlt die Subheadline:

UND DIESMAL SIND DIE “GRÜNEN” VOLL DABEI UND MITTENDRIN!

Irgendwie ist der Kommentar von Frau Dr. Rumpf schwer einzuschätzen:
– Will sie sich von den “Grünen” distanzieren?
– Keimt das zarte Pflänzchen Hoffnung, dass die “Grünen” endlich einsehen, welchen (B)Wahnsinn sie mit ihrer Zustimmung zu dem Mörderprojekt geleistet haben?
– Haben die “Grünen” endlich eingesehen, dass sie von “Mastenotto” und “Infoerich” auf den falschen Weg geschickt wurden?
– Oder haben die “Grünen” endlich “Fracksausen” bekommen, ob ihrer sklavischen Treue zu den manipulierten und falsch interpretierten “Potenzzahlen”?
– Haben sie endlich genug von geschönten, manipulierten, realitätsfernen Abbildungen und Fotos in Infoveranstaltungen und Prospekten?
– Sind sie endlich in der Realität angekommen, wo wirklich der Kernpunkt ihrer politischen Arbeit liegt: Den Bürgern die Stadt Gmunden lebens- und liebenswert zu erhalten ( wie sie es eindrucksvoll beim Lacus Infelix bewiesen haben oder ob sie – nach Frau Dr. Rumpf – die “parteipolitische Freunderl – und Jagdgenossenschaft” unterstützen sollen?
– Haben sie endlich eingesehen, dass NIEMAND einen 32m langen Zug mit 76 Sitzplätzen benötigt, der einige Fahrgäste vom Klosterplatz bis zum Stadtplatz befördert, wobei gesundheitspolitisch ein Fußmarsch auch nicht abzulehnen wäre.
– Haben sie endlich kapiert, dass aus Gschwandt, Kirchham etc. KEINE Fahrgäste kommen , die die Stadt durchqueren und so zum Bahnhof gelangen wollen, wo doch die neue Umfahrung und die neue Park&Ride Anlage, mit mehr als 3X sovielen Parkplätz wie bisher, keinen halbstündigen Umweg mit Zug durch Gmunden bedeuten wird?
– Haben sie endlich erkannt, dass sie sich unter dem Titel “Öffentlicher Verkehr” naiv vor den Karren der Bauwütigen, Stadtbildzerstörer und Steuergeldverschleuderer spannen haben lassen?

Was mich beim Beitrag von Frau Dr. Rumpf etwas stört ist, dass sie erst jetzt eine “ehrliche regionale und überregionale Diskussion und Information vor Beschlußfassung und Bewilligungserteilungen” fordert. Das heißt eigentlich nicht mehr oder weniger, dass die “Grünen” OHNE genaue Information, Diskussion und Abwägung aller Vorteile und Nachteile, diesem B(W)ahnsinn zugestimmt haben.
Jetzt ein “Gesamtverkehrskonzept” zu fordern, vor zwei Jahren aber dem Schwachsinn “32m Zug durch die Gmundner Innenstadt” zuzustimmen, wirft kein gutes Licht auf die – sagen wir´s mal so – professionelle politische Handlungsweise.

Und zur Frage, was nach der Wahl sein wird?

Läßt sich relativ einfach beantworten: Nehmen wir die von der Bürgerinitiative gesammelten 5000 Unterschriften, reduzieren wir die Zahl um die in Gmunden nicht wahlberechtigten Unterzeichner, schauen wir, wer gegen den B(W)ahnsinn ist und…. dann haben wir die Antwort!

Für Überschriften ist grundsätzlich die Redaktion verantwortlich – wie bei den meisten Medien üblich. Was nicht ausschliesst, dass von Fall zu Fall auch Titelvorschläge der Autorinnen oder Autoren übernommen werden. Es ist aber nicht üblich, bekannt zu geben, von wem die Betitelung letzten Endes stammt oder angeregt worden ist.
Der Kommentar wurde von Frau Drin. Rumpf persönlich mit ihrem Namen gezeichnet, ohne Hinweis auf die Grünen oder ihre eigene Funktion bei den Grünen. Wir haben das – branchenüblich – so interpretiert, dass sie hier nicht für die Grünen schreibt, sondern ihre persönliche Meinung äussert. In welchem Ausmass diese Meinung von den Gmundner Grünen mitgetragen wird (oder nicht), können wir nicht beurteilen.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


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