Archive for 13. März 2015

Parken … und dann?
13. März 2015

Heute:
Gastkommentar von Karl Kammerhofer
Gastkommentar von Luzifer

Liebe Leute!

Immerhin ist es dem Christian Dickinger gelungen, hier eine Debatte loszutreten. Sie geht weiter. Heute zwei Gastkommentare zum Thema.

Wie man hört, hat die Regierung gekreißt und ein Mäuslein geboren: eine Steuerreform. Jene Bürgerleins, die sich von dem, was bisher durchgesickert ist, verarscht fühlen, dürften zurecht dieses Gefühl haben. Sieht so aus, als ob es der Regierung gelungen wäre, ein Maximum an Verärgerung zu produzieren, statt allgemeine Zufriedenheit über ein paar Euronen mehr in der Tasche. Trügt die Bürgerleins das Gefühl, dass die Regierung ihnen mit einer Hand und mit grosser Geste ein paar Münzen rüberschiebt, während sie heimlich mit der anderen Hand schon in die Tasche greift, um dort ein paar Scheinchen zu grapschen? Wir werden sehen, wenn die Details da sind. Wir versuchen jedenfalls möglichst schnell einen fachkundigen Kommentar aufzutreiben, in dem uns erklärt wird, ob wir uns freuen, fürchten oder nur still lächelnd abwarten sollen.

Derweil spulen die Landeshauptleute ihr übliches Spiel ab – Vergeudung, Vergeudung, Vegeudung. Der Bund soll ihnen die Last der Haftungen aus der Hypo-Alpe-Pleite abnehmen. Liebe Leserleins! Wer es noch nicht gemerkt hat: die Landeshauptleute haben genau null Euronen eigener Steuern. Das zahlen alles die Bürgerleins, denen es egal sein kann, aus welcher Kasse es kommt – gefühllt wird sie immer von ihnen. Insofern ist es uns Bürgerleins egal, wenn das Land brennt oder der Bund. Aber einer Sache ist sich Ihre Babsy inzwischen sicher (dank der Gmundner Verschwundungs-, wollte schreiben Verschwendungsorgien): jeder Cent, den die Landeshauptleute bekommen, ist einer zuviel. Die Bundesländer sind eine völlig sinnlose Einrichtung zur spurlosen Beseitigung von Steuergeldern. Man kann sich als Oberösterreicher, Wiener, Kärntner, Steirer etc. auch dann fühlen, wenn es die Bundesländer nicht mehr gibt. Ich brauche jedenfalls keine Bundesländer.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

Ja zum Gratisparken!

Ein freudiges Ja für das  kostenloses Parken in Gmunden
Gastkommentar von Karl Kammerhofer gerichtet an Ch. Dickinger

.…..auf der Traunbrücke und zwar vierspurig !

Postscriptum:
Die Mehrheit der Gmundnerinnen und Gmundner will, gemäß meiner Befragung im Herbst 2014, etwas anderes: Autos raus aus der Innenstadt und ohne Vergabe von Privilegien. Die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler durchschauen dieses populistische Geschwätz mit Gratisparkplätzen in der Innenstadt. Gmunden geht unter mit den täglich 15.000 Fahrzeugen ( 10 bis 15 Tonnen CO2 täglich!), welche durch die Innenstadt stinken, brummen und rattern. Das geht den Menschen in Gmunden wirklich auf den Keks. Aber wer sagt, dass die Sozialdemokraten ernsthaft die Mehrheit in unser Stadt haben wollen?

Lieber Christian, schau Dir doch die Bad Ischler Sozialdemokraten an, wie die erfolgreich Kommunalpolitik machen, oder schau in die die Wiener Mariahilferstraße, wie es dort voll Leben wurlt – auch ohne Parkplätze. Auch die Befragung der Geschäftsleute und der Bevölkerung in diesen Wiener Bezirken war eindeutig.
Dies in aller Freundschaft samt einem Glück Auf – Karl


 

 SP-Gmunden:
schlüssige Verkehrspolitik?

Gastkommentar von Luzifer

Grundsätzlich finde ich es gut, wenn hier auch scheinbar nicht so Wichtiges behandelt wird. Es ist daher ok, wenn Herr Dickinger hier einen Vorschlag promotet, der vielleicht nicht alle Probleme Gmundens lösen kann, aber zumindest das Nachdenken wert ist. Die superüberdrüber tolle Lösung darf man von der Politik nicht verlangen, das schaffen die nie. Wahrscheinlich gibt es die auch nicht.

Was mich aber wirklich irritiert, ist was ganz was anderes. Reden die in der SPÖ nicht miteinander? Der Sageder vertritt doch mit der Regiobahn eine ganz andere Position. Für mich ist es Widersinn, wenn man viele Dutzende Millionen in die Regiobahn steckt, nur um dann die Parkplätze von Gebühren zu befreien.

Für mich sind das zwei verschiedene Konzepte: entweder Förderung des öffentlichen Massenverkehrs und hohe Parkplatzgebühren, oder wenig Öffi aber alles für den Individualverkehr. Die eierlegende Verkehrswollmichsau gibt es nicht. Wenn die Leute billiger mit dem Auto in die Stadt kommen, werden sie erst recht nicht die Regiobahn benutzen.
Wenn man die Parkplätze in der Innenstadt gratis macht und gleichzeitig die Zufahrt über die Brücke sperrt, dann fühlen sich die Leute aber wiederum gepflanzt. Wenn die Leute bei gesperrter Brücke über die Umfahrung in die Innenstadt und ihre Parkplätze fahren, ist das ökologisch zwischen Unsinn und Wahnsinn. Man müsste also jede Menge Parkplätze, Parkhäuser?, auf beiden Seiten der Stadteinfahrt bereitstellen. An denen aber wiederum die Regiobahn zielsicher nicht vorbeifährt.

Man kann es drehen und wenden, wie man will, aber der Vorschlag von Herrn Dickinger ist nicht zu Ende gedacht und steckt voller Widersprüchlichkeiten.

Ich glaube, Herr Dickinger sollte noch einmal nachdenken und seinen Vorschlag so überarbeiten, dass sein Konzept in sich schlüssig ist und nicht mit dem kollidiert, was sein Parteifreund Sageder mit der Regiobahn betreibt. Die Parkplatzidee ist jedenfalls mit der Idee des Vorrangs des öffentlichen Verkehrs nicht kompatibel. Da wird man sich entscheiden müssen.

Eine Frage stelle ich mir schon seit einiger Zeit. Wie will die SP es schaffen, im Wahlkampf die Verkehrspolitik von Herrn Sageder und die Parkplatz-Politik von Herrn Dickinger unter einen Hut zu bringen? Nach meinem Gefühl, das ich aus vielen Gesprächen über das Thema bekommen habe, schadet außerdem Herr Sageder mit seinen für mich unbedachten Aussagen sowohl der SPÖ bei den Wechselwählern als auch dem Projekt Regiobahn in einem Aufwaschen. Da sollte die SPÖ sich etwas einfallen lassen. Sonst geht sie bei den kommenden Wahlen baden, aber nicht gemütlich im Hochsommer im Traunsee, sondern beim Wahlergebnis im frischen Herbst.


Weitere Postings zum Thema Parken. Wie immer umgekehrte Reihenfolge des Eintreffens.

AndyB
(Antwort auf Dagober Zehschütz)
Naja, ich stehe dem “überall umsonst parken” und auch sonst alles mögliche “umsonst” etwas skeptisch gegenüber.

Ich befürchte eher, überall “umsonst” parken würde Dauerparkern entgegen kommen und nicht mehr Besucher in die Innenstadt locken. Die Parkgebühren finde ich persönlich jetzt nicht so tragisch oder überhöht. Es gibt Städte wo man für 20 Minuten parken 1 Euro zahlt = 3 Euro die Stunde und trotzdem findet man keinen Parkplatz.

Wie ich bereits geschrieben habe, so müsste es erst einmal Gründe geben die Innenstadt zu besuchen.

Würde eine generelle Grundsteuersenkung/Befreiung für Hausbesitzer nicht eher denen nutzen, die eh genug Geld haben oder den Besitzern von Zweit-Wohnsitzen? Davon gibt es eh schon viel zu viele und die sollen dann auch noch weniger zahlen?

Jemand der seinen ständigen Wohnsitz hier hat, der gibt auch zwangsläufig mehr Geld hier aus, was auch mehr Umsatz für die Geschäfte bedeutet. Außerdem zahlt er hier seine Steuern.

Wer bezahlbaren Wohnraum schafft, der sollte entlastet werden, aber generelle Vergünstigungen für Haus- und Wohnungseigentümern würden genau die falschen Bürger entlasten.


dagobert zehschütz

Ja die Parkplatzsache, die vom Dr. Dickinger im Blog zum Thema gestellt wurde ist eine wichtige Sache!
Fast jeder fährt mit dem Auto will es bei den Innenstadtbesuchen Sorgenfrei Gebührenfrei abstellen.
Nur die Forderung vom Dr. Dickinger 4 Stunden Gratisparken ist zu wenig bzw. gar keine Forderung. Wir müssen es ja nicht wie die ‘Affen nachmachen, wenn in anderen Städten die Parkplatzgeier Kleinbeträge eintreiben.
Wir könnten auch ein Vorbild für Österreich sein. Gratisparkerstadt Gmunden.
Z.B geringere Marktgebühren Zuckerl für Marktfahrer. Beispiel St Agatha (Goisern) da tut sich auch am Montag bei Jahrmärkten etwas.
Natürlich soll der Autofahrer gratis parken in Gmunden. Es ist starke Verbesserung der Situation notwendig.
Das Geld für die Verbesserung könnte man vom Straßenbahnprojekt abziehen..
Mit der Straßenbahn werden so wie so nur wenige Leute fahren.
Das wird das nächste Defizitprojekt wo die Gmunder ihr ganzes Leben zahlen werden aber nur wenige an einer Benützung Interesse haben.
Zieht man Geschäftsleute zum Gratistarif für Märkte an, kommen auch die Konsumenten von selbst, Da braucht es keine teure Werbung.
Die Klogebühren gehören auch abgeschafft. Solche Gebühren machen bei den Stadtbesuchern nur Unmut und bringen so viel wie gar nichts.
in Burghausen wird auch mit Gratisparken geworben.
Grundsteuersenkung/Befreiung für Hausbesitzer wäre ein Anreiz für Haussanierungen.
Zuerst Steuereinhebung von armen Leuten und dann eine sinnlose Hotelförderung ist der falsche Weg.
Hotels sollen Leute bauen die Bargeld zur Verfügung haben, denen sollte man es dann mit den Bewilligungen leicht machen. Keine Schikanen dann braucht man sich nicht mit Leuten herumschlagen die kein Geld besitzen und Luftschlösser bauen wollen.
Die Gemeinde soll sich nur um ihre eigenen Agenden kümmern, der freie Markt wächst völlig von selbst wenn man ihn nicht mit Schikanen umgibt.

Mit freundlichen Grüssen!
Dagobert Zehschütz


 

 

 

%d Bloggern gefällt das: