Was läuft schief in Gmunden?

Heute:
Zwei Einserkastln
Ein Gastkommentar von Steinlaus
Postings
Eine Ermahnung

Liebe Leserleins!

Bei uns spielt sichs ab. Mails, Mails, Mails. Postings. Postings. Postings. Wir versuchen, der Fülle Frau und Herr zu werden. Bitte Geduld!

Aus aktuellem Anlass: wir lachen immer recht herzlich über die Beiträge von „Gmundens Totenglöckchen“. Wir interpretieren sie als Mittelding zwischen Satire, Ironie und Eulenspiegelei. Meist sind die Beiträge haarscharf am Rande des Möglichen. Diesmal jedoch war es ein wenig zuviel. Wenn konkrete Personen direkt als „Kretie und Pletie“ (falsches „ie“, „i“ reicht! So ein Schreibfehler macht sich nicht gut, wenn man andere damit einer Unbildungsschicht zurechnen will!) bezeichnet werden, ist das rechtlich eine Beleidigung und keiner Wertung mehr. Das selbe gilt für Ausdrücke wie „charakterlich verkrüppelt“ oder „Bauerntölpel“, wenn damit konkrete Personen inklusive Namensnennung angesprochen werden. Sorry, aber sowas können (und wollen) wir nicht veröffentlichen. Unser Massstab sind hier die entsprechenden Rechtsvorschriften zur Ehrenbeleidigung. Wir veröffnetlichen gern wieder, wenn dabei niemand ad personam verunglimpft wird.

Wir möchten heute besonders auf den Gastkommentar von Steinlaus hinweisen. Wir sehen die Lage der Dinge sehr, sehr ähnlich!

Der Orkan ist ausgeblieben. Nicht, dass Ihre Babsy darob in Trauer verallen würde, aber die Wettervorhersage war diesmal echt mistig. Mal sehen, ob es am 1. Mai wirklich blattelt. Aber ist hier in der Gegend leider ohnedies egal. Oder ist irgend einem Leserlein irgend eine Ankündigung einer Aktivität der örtlichen Sozialdemokratie aufgefallen? Ihrer Babsy jedenfalls nicht. Und den anderen im Team auch nicht. Traurigtraurigtraurig. Überlässt man die Pflege von Traditionen jetzt den Goldhaubenfrauen allein? Noch dazu mitten in einem Wahljahr?

Ihre Babsy wird halt was summen zur Feier des Tags der Arbeit. Vielleicht hörens die Verdammten dieser Erde.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Einserkastl Nummer 1

AndyB über Werbung und so

Kommen wir nun zu etwas völlig Anderem ……

Mich nervt schon seit Jahren etwas ….., aber das hat nun nichts mit Politik oder Regio-Monstern oder der Stadt zu tun.

Werbung im Fernsehen

Mich gruselt es vor der Werbung des …… äääääh …. Dingsda Bettenlagers. Erst einmal haben sie seit Jahren das gleiche Gelumpe, und was noch viel schlimmer ist: was machen diese Gestalten mit Helmen, Ski-Anzügen, Ski-Schuhen und Brettl da im Bett oder auf der Sonnenterrasse?

Geht hier ein Leserlein mit voller Ski-Ausrüstung ins Bett oder legt sich in die Sonne? Habe ich da einen Trend nicht mitbekommen?

Aber vielleicht haben die beiden Männer auch eine schlimme Allergie und müssen deshalb diese Anzüge tragen.

Mir ist der Sinn schon klar …. Werbung und so … aber es sieht doch völlig bescheuert aus!

Ebenfalls die Werbung der Volksbank “V wie Flügel”. Wie soll ich zu einer Bank Vertrauen haben, die nicht mal ihren Namen buchstabieren kann?
Wenn die das Geld so anlegen wie sie buchstabieren, da würde ich nachts ja nicht in den Schlaf kommen, wenn ich mein Geld dort angelegt hätte.


Einserkastl Nummer 2

Leonardo DV über Geschichte und Gegenwart

Schienen durch die Enge der Altstadt von Gmunden – ein Blick in die Geschichte

Am 17. 5. 1862 wurde Gmunden offiziell zur Kurstadt erklärt, wenige Monate später, Mitte Juli, wurde ein neues Badehaus eröffnet. Der Arzt Dr. C. Feuerstein erbaute an der Esplanade ein Cur- und Badehaus, das später unter dem Namen Hotel Bellevue bekannt wurde. Heute befindet sich dort, an einem der schönsten Plätze Gmundens, die Bezirkshauptmannschaft.

Der Stadtplatz von Gmunden war zu dieser Zeit Umschlagplatz des über den See ankommenden Salzes auf die Waggons der (Pferde)Eisenbahn. Zu diesem Sachverhalt formuliert Dr. Feuersteine in seinem 1869 erschienen umfassenden Führer für die Curstadt Gmunden einige fromme Wünsche.
So wendet es sich mit einer Bitte an die “löbliche Direction der Westbahn” – damals Eigentümer der Gmunden–Lambacher Bahn. Er ersucht “die Stadt mit ihrer sehr engen Einfahrt von den ohnehin schon lang und geduldig ertragenen Eisenbanden, sobald es nur die Finanzen ermöglichen werden, zu befreien”. Er glaubt, es hätten die Einsicht und die Intelligenz der Verwaltung die “gefahrdrohenden Schienengeleise” erkannt und schlägt als Lösung die Verlegung der Salzverladung nach Weyer (1871 wurde der Gmundner Seebahnhof Wirklichkeit) vor.

Heute fordern (im Vergleich zu Dr. Feuerstein und seine Verdienste um Gmunden völlig unbedeutende) Politiker diese Schienen – sogar zweigleisig – zurück!
4000 Unterschriften bringt sie nicht zum Nachdenken, diese sind für sie wahrscheinlich nur Recycling-Material für eine Papierfabrik.


Was läuft schief in Gmunden?

Gastkommentar von Steinlaus

Bericht zur Lage der Stadt Gmunden

Was läuft schief in Gmunden ?
Umstrittene Monsterprojekte, Verschuldung, die politische Kultur, die sich nur scheinbar gebessert hat, der Verbrauch an Landschaft bei sinkender Einwohneranzahl, die einst prosperierende Innenstadt bewegt sich in Richtung ökonomischer Sahelzone, und die Medien stellen den derzeitigen Zustand als Erfolg dar. Der Bürger fühlt sich hintergangen. Die Frage drängt sich auf, wo liegt der Grund für diese bedauerliche Entwicklung.

Vor ca. 20 Jahren erstellten engagierte Bürger in Zusammenarbeit mit der Stadtpolitik ein vielversprechendes Leitbild. Doch die weitere Entwicklung verlief geradezu konträr. Warum?
Falls dem Weg Gmundens in den vergangenen 2 Jahrzehnten etwas zugrunde lag, ein Plan war das nicht. Besonders ab dem Jahr 1997 wurde Politik auf Zuruf praktiziert. Plötzlich dominierten Einzelinteressen wesentliche Entscheidungen des Rathauses.

Einer der Hauptgründe des Niedergangs war eine verfehlte Grundstückswidmung entlang der Nordumfahrung. Diese Grundstücksreserven wurden für Supermärkte und Diskonter verschleudert. Gmunden verlor und verliert noch immer produzierende Betriebe. Von Neuansiedlungen gar nicht zu reden. Die Wichtigkeit eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen produzierenden Betrieben und Handelsbetrieben war für die Stadtpolitiker nicht zu erkennen.

Kaufkraftverlust war das Argument. Kaufkraft entsteht aber nur, wenn vorher Wertschöpfung stattfindet. Wertschöpfung ist der Unterschied zwischen Input und Output und sollte im Interesse der Menschen einer Region so groß wie möglich sein.

Das Gegenteil passiert durch den Diskont. Große Mengen an Waren werden durchgeschleust. Der in der Region verbleibende Nutzen ist gering. Die Lohnkosten liegen im extrem niedrigen Bereich. Umsatz und Gewinne fließen in die Zentralen ab.
Das Warenangebot aus lokaler Produktion ist unterrepräsentiert oder dient als Alibi. Supermarktagglomerationen und vor allem die Diskontläden sind Abpumpstationen für lokales Vermögen, zerstören die Landschaft, sind eine Kontraindikation für hohe Wertschöpfung und vernichten das, was entscheidend für die Lebensqualität einer Region ist, die lokalen Arbeitplätze.

Es war   d e r   strategische Fehler der Ära Köppl, hier die falschen Entscheidungen getroffen zu haben. Es ist einfacher, Supermarktmanagern Grundstücke zur Verfügung zu stellen, als sich auf die – zugegeben mühsame – Suche nach produzierenden Betrieben zu machen. Die Abwanderung zu minimieren wäre zumindest ein Teilerfolg gewesen.

Die Auswirkung dieser Fehlentscheidungen ist für alle Bevölkerungsschichten negativ. Die Wertschöpfung, die produzierende Betriebe generieren, wird abgelöst von einem Geldfluss, der im Gully des Diskont vergurgelt. Hier wird das Fehlen des Leitbildes, das das Wohl der gesamten Gemeinde zum Ziel hatte, schmerzhafte Realität.

Noch ein Wort zum Tourismus. Selbstverständlich ist der Tourismus eine strategische Option für Gmunden. Allerdings gibt es neben der touristischen Gesamtausrichtung drei Prämissen, die unabdingbar sind:

1. Erhaltung des Landschaftsbildes / Stopp der Landschaftversiegelung
2. Erhaltung des Stadtbildes
3. Revitalisierung der Innenstadt – hier ist besonders darauf verweisen, dass es nicht genügt, passiv auf die Segnungen des Tourismus zu warten. Im Gegenteil, nur eine vitale Innenstadt ist Grundlage für einen prosperierenden Tourismus.

Die Prognosen sind allerdings düster. So wie es gerade ausschaut, wird an der Demontage dieser Voraussetzungen gearbeitet. Soll von politischer Seite zum Thema Tourismus in Zukunft mehr kommen als das kontaminierte Geschwätz der vergangenen 10 Jahre, ist hier ein fundamental anderer Umgang mit unserer Landschaft geboten.

Derzeit wird Gmunden von einer classe politique beherrscht, die die Ausbeutung der Stadt durch dubiose Projekte zum Ziel hat. Hier das Steuer herumzureißen wäre die große Aufgabe für eine neue Politikergeneration.

NB und zur Diskussion: es mag sicher mehrere Gründe dafür geben, dass die durchschnittliche reale Kaufkraft in den vergangenen 2 Jahrzehnten kaum gestiegen ist. Einer davon ist ganz sicher der Diskont.


Postings.

Gernot Grübel
Gesendet am 28.04.2015 um 11:01 vormittags

Neustart für Gmunden
Wie wäre es mit einer Abrüstung der Worte und konkreter sachlicher Information anstelle pauschaler unbegründeter Behauptungen?
Von “Verluderung” in Gmunden zu schreiben klingt ja recht gut, manch eine und einer wird dem auch zustimmen. Aber: Ist die “Durchbindung” der StadtRegioTram schon eine Verluderung?
“Hohes Zerstörungspotential” meint was? Das Stadtbild (Schienen, Oberleitung, vorbeifahrende bzw. wartende “Trams”), die Gewohnheiten der autofahrenden bzw. zu fuß gehenden Gmundner), die – aufgrund einer Bürgerbeteiligung vergangenes Jahr thematisierten – “Begegnungszone” oder ….???
Wenn man schon den demokratisch gewählten Organen (Landtag, Gemeinderat) unterstellt, aufgrund von falschen oder einseitigen Informationen entschieden zu haben, dann hätte ich als Bürger schon auch eine logische Argumentation und keinen Generalverdacht.
Ob es mit rechten Dingen zugeht, wird das Verwaltungsgericht zu entscheiden haben. Noch leben wir in einem Rechtsstaat.
(Damit ich nicht missverstanden werde: Jede Bürgerin und jeder Bürger hat auch das Recht, seine Meinung zu äußern und sich in Bürgerinitiativen zu engagieren bzw. sich auch an politischen Diskussionen zu beteiligen.)


Wilhelm Krausshar
Gesendet am 28.04.2015 um 9:39 vormittags

Lieber Gernot Grübel,
selbstverständlich haben Sie recht, dass weder das Landschloß Orth noch die Toscana-Parkregion Gmunden und den Gmundnern gehören. Und dass die Entscheidung einer “Verwertung” nicht in den Händen der Bürger liegt.
Aber die Methode: Wir fragen, was geplant ist und die Antwort ist “schmecks, wird scho guat werdn”, ist einer entwickelten Demokratie des 21. Jahrhunderts nicht würdig.
Es kann wirklich nicht sein, dass ein stadtentwicklungswürdiges Gebiet von dieser Größe ohne Mitwirkung der betroffenen Bürger “verwurstet” wird.
Und, by the way, auch alle anderen, die sich bisher zu Wort gemeldet haben, haben dazu das gleiche Recht wie ich, nämlich gar keines.
Ich verlange einzig und allein, dass diesmal ein eventuelles Projekt professionell und auf internationalem Niveau mit entsprechender Bürgerbeteiligung angegangen wird. Pfusch haben wir in Gmunden in der letzten Zeit genug gehabt!


 

Tja, und hier das stark gekürzte Posting von Gmundens Totenglöckchen (Streichungen sind am XXXX erkennbar). Siehe dazu unsere obigen Anmerkungen.

Gmundens Totenglöckchen
Gesendet am 28.04.2015 um 8:23 nachmittags

Falsch! Die echten Gmundner a la mir prangerten schon lange vor Gemeinderatsbeschluss Nonsense SRT an. Wir mussten Online agieren, da von selbsternannter GM-Elite angefeindet. Das Projekt hätte man stoppen können.
Dann kommt einer der XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX, man konnte nicht früher agieren. Da hätten schon die Pioniere Sorge tragen sollen, dass sich nicht Kretie und Pletie XX XXX XXXXXXX XXXXXXXXX – das Schandfleckgebiet seit Jahrzehnten von Gmunden.
Mein Dank als Verwandte(r) des Pioniers von dem Gebiet an die lieben zugezogenen Nachbarn,XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
XXXXXXXX Weit brachte es die selbsternannte Elite beim Gmundenimage!

Dank eines Vorfalls wusste ich zwar, dass ich die A…..karte ziehe. Da kommt Freude auf. Du bist völlig ausgebrannt, kämpfst mit einer schweren Erkältung und kannst nicht einmal einen Menschen XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX in die Schlacht werfen, der schaut, ob die 12 Pfoten zumindest in den Garten kommen bzw der Dir ein Medikament oder etwas zu Essen besorgt. Zu dieser XXXXXXXXXXX  XXXXXXXXXXXXX Gruppe gehört auch XXXXXXXXXXXXX XXX XXXXXXXXXXX. XXXXXXX und Co waren entsetzt, als ich von DEM Status Quo erzählte – schlecht für Gmunden, gut für mich!


 

 

 

Advertisements

There are no comments on this post.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: