Pingpong

Heute:
Gastkommentare von Hans Heidinger
und Karlheinz König

Liebe Leserleins!

Österreich, das Land der Zeltstädte. Wahrscheinlich sollte man die Bundeshymne jetzt noch einmal umdichten, Land der Zelte …
Jetzt hat sich nach langem Schweigen auch der OÖ Landeshauptmann Pühringer zu Wort gemeldet, und hält wie sein Nachbar-LH Pröll dem bescheuerten Vorgehen der Innenministerin, seine Erfindung, gell, die Stange. Schade, es hätte so schön werden können: Pröll gegen Pühringer. Da bliebe kein Auge trocken, wenn die Alpha-Tiere sich mit ihren Geweihen ineinander verhaken. Aber in Wahlk(r)ampfzeiten ist eben alles ein wenig anders. Da ist man für stärkere Grenzkontrollen, was leider am bereits bestehenden Problem genau nullkommajosef ändert. Derweil stapeln sich die Anträge, und die Beamten versuchen verzweifelt, aus den Flüchtlingen die „Dublin-Fälle“ herauszusuchen. Schlimm genug, wenn Menschen zu „Fällen“ werden … aber wie will man das machen? Die Leute haben ja kein Pickerl am Hirn. Die Papiere werden meist rechtzeitig weggeworfen. Rein praktisch dürfte es in Österreich kaum Flüchtlinge geben, denn die Dublin-Regeln besagen, dass Asylanträge in jenem Land der EU zu stellen sind, das man als erstes betreten hat. Bei einem Binnenland wie Österreich müssten die also alle mit dem Flugzeug gekommen sein. Die Dublin-Vereinbarung ist von Beginn an Bullshit. Da hätten nämlich nur jene Länder Flüchtlinge, die an den Aussengrenzen liegen. Das spielts aber nicht, wie man sieht. Schon gar nicht, solange die Aussengrenzen nicht wirklich kontrolliert werden und man innerhalb von Schengen-Land (=EU) unkontrolliert herum reisen kann.

Inzwischen ist – das sei angemerkt – die Zahl der im Rahmen des G7-Gipfels und der damit eingeführten Grenzkontrollen aufgegriffenen Personen (Kriminalitätstouristen, steckbrieflich Gesuchte, Schlepper und Geschleppte) auf mehr als 8.500 angestiegen. Da fragen sich die Bürgerleins mit gutem Recht: wenn innerhalb zweier Tage sowas möglich ist, wieviele solche Leute sind eigentlich in Europa unterwegs? Warum also keine Grenzkontrollen? Weil es in den europäischen Verträgen steht? Für die hohen Politiker gilt das ja auch nicht, da werden Grenzen gesperrt. Aber die Bevölkerung soll sich damit herumschlagen. Dann wundern sich rot, schwarz, gelb und gagerlirgendwas, wenn die Leute FPÖ wählen! Die haben zwar keine Lösungen, aber machen wenigtens mächtig viel Lärm, während die Politik schweigt oder Zelte aufstellt. Kein Wunder, wenn dann die Bürgerleins Bäume aufstellen, gell!

Auf den Kommentar von Ernst Grabner gab es eine Menge Reaktionen. Nicht alles ist druckbar. Wir werden in den nächsten Tagen den einen oder anderen Beitrag hier online stellen. Auf jeden Fall hat im Bauauschuss vom Montag abend nur die ÖVP für die neuen Parkplätze gestimmt. Dummerweise hat die mit 5:4 die Mehrheit. Und im Gemeinderat auch eine Stimme Überhang. Nun, die Kommentare, die uns schon vorliegen, sind ziemlich unsanft. Sieht so aus, als ob die ÖVP da noch schnell vor den Wahlen was durchziehen will. Wenn ers nur aushalt, der Zgonc … mehr fällt einem da nicht mehr ein dazu.

Und nun auch einmal Lob für den neuen Bürgermeister: der Unfug mit dem Seniorenheim bei der Kösslmühle wird gestoppt. Zurück an den Start, weil sich in den Gesprächen mit den Bürgerleins herausgestellt hat, dass die Stadtverschandelung ein Ende haben muss. Sagen wir hier eh schon immer. Vielleicht sollte die ÖVP endlich ihre Splendid isolation überwinden, und sich ein wenig hier im Blog umsehen und – so wie die anderen Parteien – in die Diskussion einsteigen.Hier kann man nämlich was lernen über das, was die Bürgerleins so bewegt.

Man kann nur hoffen, dass die neuen Einsichten nicht nur Vorwahlkampf-Getöse sind, sondern eine wirkliche Richtungsänderung. Und wenn es stimmt, dass der neue BM einen ebenso neuen Blick auf die sozialen Realitäten bekommen hat, wie er im Interview der OÖN beteuert, dann gibts ein doppeltes Bravo, wenn dem entsprechende Taten folgen.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 Uneinige Übereinstimmung

Ein Gastkommentar von Karlheinz König

uneinigkeit kann auch eine übereinstimmung sein.

schön, wir haben also miterlebt, dass sich die herren grabner und kammerhofer herzlich uneins sind. über die definitionen von fairness und sozialdemokratie ebenso wie über die notwendigkeit, parkplätze unter die erde zu verlegen.

das ist durchaus in ordnung. man darf, nein, soll auch gerne anderer meinung sein, wenn es um städtebauliches geht, um konzepte (oder das fehlen ebensolcher).

spannend ist nur die schlussfolgerung, die- vermutlich nicht nur ich- für mich ziehe: es halten 42 fahrzeuge (von tagesmigranten aus fremdbezirken) an einem bestimmten, nicht aber beliebigen [feier]tag im halteverbot. und dieser 42 fahrzeuge an einem bestimmten tag willens (ppt) muss man zwingend einen unterseeparkplatz installieren, dessen auslastung dann an (gefühlt) 325tagen pa vermutlich keine 50% erreichen wird? nur aus interesse gefragt: stehen hier investion und der zu erwartende gewinn (selbst bei ausweiten und exekutieren eines halte- und parkverbotes einhergehend mit der ausdünnung der vorhandenen gratisparkfächen zugunsten des “freizeitparkplatzes”) in irgendeiner betriebswirtschaftlich vertretbaren relation? altruismus als abschreibeposten?

wobei ich es natürlich jedem freistelle, auf eigene rechnung sein grundstück bis zum erdkern (oder bei einigung mit den betroffenen australiern gerne auch noch weiter) zu unterkellern und dortselbst zu lagern, was immer ihm beliebt, kartoffeln, seine modelleisenbahn oder eben auch parkende autos. das setze ich bei ihnen, und ihrem ehrlich wirkenden protest als selbstverständlich voraus.

denn ansonsten gälte die nämliche gleichung, die hier unbequemerweise auch für die regio gilt: mitzahlen= mitreden. die gute nachricht ist diese: der umkehrschluss funktioniert natürlich auch.


Fahrradständer prüfen!

Gastkommentar von Hans Heidinger

Vielleicht kann man Herrn Ingenieur Magister Karl Kammerhofer in seiner Politpension ein neues Betätigungsfeld anvertrauen: Nachdem er so ein Statistikfreak in Sachen Ausnützung von öffentlichen Parkmöglichkeiten ist, kann er ja die Ausnützung der öffentlichen Fahrradständer überprüfen!
Eine Skandalzahl kann ich ihm schon für den Beginn seiner Recherchen liefern: Am Freitag, 13.6.15 um 10:00, waren die vorhandenen 54 Stellmöglichkeiten bei den zwei Fahrradständer “SPAR” im AUSTRIA nur von 7 Fahrrädern frequentiert.
Ob die 3 Räder, die abseits gestanden sind, dazu zu zählen sind, kann ich leider nicht entscheiden.
Auf jeden Fall ist jedoch die Notwendigkeit des zweiten Fahrradständers in Frage zu stellen – eine derartig niedrige Auslastung läßt keinen anderen Schluß zu; das Entfernen des Fahrradständers bietet erhebliches Sparpotential für die Gemeinde.
Wahrscheinlich hat die niedrige Auslastung mit der von den Betreibern des Zugwahnsinns vor wenigen Tagen kolportierten Steigerung der Kartenverkaufszahlen um 40% seit Öffnung des Bahnhofs Klosterplatz zu tun.
War aber eigentlich nicht anders zu erwarten: Dieses Phänomen kann man ja auch bei der Strassenbahn bewundern: Hier basieren die in den diversen Medien verwendeten Fahrgastzahlen ja auch immer, wie behauptet wird, auf verkauften Tickets. Die kleine mathematische Unschärfe zwischen den gezählten Benützern (täglich ca. 350) und den angegeben (890 – nachzulesen in diversen Publikationen), soll nicht weiter stören…..


 

Und heute ein weiteres Werbeplakat von find-out-2, das wir besonders entzückend fanden. Morgen geht es dann wieder mit weiteren Sprüchen aus der Leserschaft weiter.

ich_freu_mich_findout_dickinger_01


 

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