Thema Nummer eins

Heute:
Bruno Beinhart nicht nur über das Thema Nummer 1
Zwei parkende Gastkommentare
und ein Einserkasterl von Christian Dickinger

Liebe Leserschaft!

Da mag rundherum die Welt in Trümmer gehen – vom arabischen Raum bis zum Kriegsgefuchtel zwischen Nato und Russland. Letzteres wird von der Bevölkerung nicht besonders goutiert. War die EU nicht als Friedensprojekt gedacht und spielt jetzt mit beim Wirtschaftskrieg gegen die Russen? Was immer man von Putin hält, Hitler ist er keiner. Man sollte sich lieber um die 30 Millionen Arbeitslosen in der EU kümmern, als um die Ukraine, die auch aus historischer Sicht immer im russischen Einflussbereich lag. Wenn die Amis das stört, dann sollen sie das selbst und allein auslöffeln. Und was die Selbstbetimmung der Völker betrifft, das können die Griechen gerade am eigenen Leib erleben. Die haben gewagt, eine Regierung zu wählen, die von der deutschen Regierung (und der EU-Zentrale) nicht geliebt wird. Also zeigt man ihnen, wo der Draghi den Euro holt. Jedoch: darüber wollte ich nicht schreiben. Es geht ja um das Thema Nummer eins, auch wenn uns die Welt gerade um die Ohren fliegt.

Ja, die Anna Fenninger und der ÖSV. Natürlich geht es da auch um Geld. Vor allem um Geld. Nur sollte man das nicht der Fenninger vorwerfen – die hat nur ein paar Jahre Zeit, aus ihren sportlichen Erfolgen finanziellen Profit zu erzielen. Das eigentliche Problem ist der Raffzahn Schröcksnadel. Dass dieser Herr mental noch im vorigen Jahrhundert ist, ist kein grosses Geheimnis. Dass Frauen für ihn nicht zählen, ebenfalls. In den Gremien des ÖSV kann man die Frauen mit der Lupe suchen.

Der Schröcksnadel ist ein Macho vom alten Schlag. Und ein Diktator. Sogar die Krone – unverständlicherweise voll auf ÖSV-Kurs – nennt ihn „Napoleon“. Der hat immerhin viele Millionen junger Menschen in diversen Schlachten geopfert und sich selbst zum Kaiser gekrönt. Der Schröcksnadel hat überall im Skisport seine Finger drin, hat sich ein Imperium auf Basis des ÖSV aufgebaut und sich zum Alleinherrscher aufgeschwungen. Das ist der Kern des Konflikts.Verräterisch die gestrige Wortmeldung von ÖSV-Sportdirektor Pum: es geht nicht, dass eine Angestellte ihre Vorgesetzten kritisiert. Meines Wissens ist die Fenninger keine Angestellte des ÖSV, sondern Vertragspartnerin. Das ist ein kleiner Unterschied. Sollte selbst einem Sportdirektor einleuchten. Sagt aber viel darüber aus, wie die HERRschaften dort wirklich denken und stützt die Vorwürfe Fenningers.

Die Fenninger hatte  den Mut, sich zur Wehr zu setzen. Klar, dass weniger erfolgreiche Skisportler manches anders sehen. Aber wer von diesem System abhängig ist, wird sich schwer tun, laut die Fenninger zu unterstützen. In Wahrheit geht es darum, dass niemand gegen das autoritäre Regime von Herrn Schröcksnadel aufmucken darf, das gilt es schon in den Ansätzen zu verhindern (nicht unähnlich der Situation in Griechenland – wer Teile des EU-Systems in Frage stellt, wird sanktioniert). Kein Wunder, wenn nur Ex-Aktive deutliche Sympathien für Fenninger erkennen lassen.  Ein Mann mit dem Weltbild von Schröcksnadel, das irgendwo in der Nähe von Dschingis-Khan angesiedelt ist, hat nichts über für selbständige Frauen. Mitschneiden, ja, das tut er. Mitreden lassen – kommt nicht in Frage.

Warum ich darüber schreibe? Weil auch der ÖSV ein Symptom der allgemeinen Krise in Österreich ist: erstarrte Institutionen, nicht legitimierte Herrschaftsformen, Cliquenwirtschaft, Verhaberung und Machthaberer, Schaffung von Abhängigkeiten anstatt der Ermöglichung von Freiheit. Es ist, man muss das leider sagen, das System Österreich, das auch im ÖSV seine Unfähigkeit zeigt, mit den geänderten Zeiten richtig umzugehen. Wir erleben im ÖSV eine Art letzten Kampf der Dinosaurier um ihre Macht. Erdzeitgeschichtlich gesehen, haben die Dinosaurier diesen Kampf verloren. Es wird im ÖSV nicht anders sein. Und in der Politik hoffentlich auch.

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl

Auch noch vorgefallen:
Gestern gab es neue Umfragedaten zur OÖ-Landtagswahl. Sieht aus, als ob es auch in Oberösterreich ordentlich rumpeln würde. Nach diesen neuen Zahlen, besteht eine grosse Wahrscheinlichkeit, dass die ÖVP unter 40 % fällt. Noch wahrscheinlich, fast schon sicher scheint zu sein, dass die FPÖ (24 %) die SPÖ (20 – 22%) überholen wird. Die Grünen legen ein wenig zu auf 12 – 13 %. Die Neos bleiben mit 2 % chancenlos. Mal abgesehen von den Neos muss man aber sagen: die Genauigkeit der Umfrage dürfte bei +/- 4 %-Punkten liegen. Also: ÖVP kann auch über 40 % liegen, die SPÖ hat eine kleine Chance um ein Haar vor der FP zu bleiben. Sehr wahrscheinlich ist es aber nicht. Dank der Blödheit von Mikl-Leitner und ihrer Zeltstädte hat die FPÖ derzeit eindeutig Oberwasser. Da nützt es auch nicht viel, wenn Pühringer jetzt in Flüchtlingsfragen den harten Mann spielt und gemeinsam mit ein paar roten Bürgermeistern (Linz, Steyr …) versucht, die FP rechts zu überholen. Eines sollte man aus den Wahlverläufen der letzten 20 Jahre gelernt haben: die Leute gehen zum Schmied und nicht zum Schmiedl. Kleiner Vorschlag: wie wäre es mit einer Politik, die das Problem des anschwellenden Flüchtlingsstroms auf menschliche Weise so löst, dass die Menschen die Angst verlieren? Was machen eigentlich die OÖ-Grünen und Herr Anschober? Nur auf dem Landesratsesserl sitzen? Wenn wer einen Vorschlag von Anschober zur Flüchtlingsfrage gehört haben sollte, bitte der Redaktion melden!

Und es begab sich:
Nach neuesten Gerüchten soll der abgesägte nunmehrige Ex-ÖVP-Obmann und Ex-Vizekanzler Spindelegger Nachfolger der unseligen Bandion-Ortner im Abdullah-Zentrum werden. Wir wünschen einen guten Magen! Inzwischen wird nämlich jeden Freitag geköpft. Und zusätzlich auch am Dienstag und Donnerstag. Liegt ja auf dem Schwert: bei schon 100 Hinrichtungen allein in diesem Jahr, da reicht der Freitag nicht mehr aus. Könnte die Bundesregierung nicht irgendwelche harmlosen Alibi-Jobs für Ex-Politiker einrichten, damit die nicht alle im Dienste von Staaten ihr Geld verdienen müssen, die nicht so recht mit der europäischen Menschenrechtskonvention kompatibel sind? Bezahlung: Durchschnittseinkommen eines normalen Hacklers. Dann ahnen sie vielleicht, was sie in den Jahren ihre Politaktivitäten so angestellt haben …


 Schuss in den Ofen

Ein Einserkasterl von Christian Dickinger

Ich befürworte ein nachhaltiges und sinnvolles Projekt bei den Michlgründen (bei der evangelischen Kirche), wo die Gemeinde Grundeigentümer ist. Eine solche Anlage wäre auch in unmittelbarer Nähe zur neuen Straßenbahnhaltestelle Traundorf und unmittelbar vor der Traunbrücke, also in Stadtnähe.

Anders die ÖVP: Sie will auf fremdem Grund (Grabner, unterhalb der Grünbergseilbahn) bauen und dort zunächst gebührenpflichtige Parkflächen, befristet auf drei Jahre, errichten. Dies würde der Stadt etwa € 90.000,– kosten, Adaptierungsarbeiten und die Kosten für einen Parkautomaten noch gar nicht eingerechnet.

Diese Kosten für Parkflächen, die wenige Tage im Jahr in Anspruch genommen werden, sind nicht zu verantworten. Dort ferner eine Tiefgarage zu bauen, ist ein Schildbürgerstreich, wenn wir ein wesentlich attraktiveres Projekt auf dem Gemeindegrund (Michlgründe) in Innenstadtnähe durchführen könnten. Beides ist ohnehin nur mit Partnern möglich.
Die ÖVP handelt in dieser Frage realitätsfremd, unwirtschaftlich und frei von Hausverstand.


 Plünderung der Finanzen

Ein Gastkommentar von Observer

Bravo Weisenrat.! – Grabner versus Kammerhofer
Herr Kammerhofer hat sich die Mühe gemacht, u. a. an einem schönen Sonntag die abgestellten Fahrzeuge am Seilbahnparkplatz zu zählen. Herr Kammerhofer hat sich sogar die Mühe gemacht, die Bevölkerung zu befragen, Statistiken zu erstellen, auf eigene Kosten noch dazu. Sozusagen ist Herr Kammerhofer, wie ihn Babsy Blitzschnell bezeichnet, ein nützlicher Idiot, allerdings für S+H, (die ja viel schlauer sind und im Hintergrund agieren und sich nicht exponieren).

Mein Hobby wäre Autozählen und Erbsenzählen auch nicht (ich gehe lieber baden oder Rad fahren)t, umso mehr ist der Idealismus von Herrn Kammerhofer zu schätzen, obwohl viele Mitbürger und auch Kommunalpolitiker ihn deswegen belächeln, weil sie selbst nicht bereit wären, so viel Einsatz zu zeigen.
.
Herr Grabner greift Herrn Kammerhofer persönlich an, indem er seine Privatangelegenheiten öffentlich anprangert. Ich kann dazu nichts sagen, weil ich davon keine Kenntnis habe, aber die Herren sollen sich das persönlich ausmachen, die Öffentlichkeit interessiert das nicht. Vielmehr, was die Öffentlichkeit interessiert ist die Plünderung der letzten Finanzen der hochverschuldeten Gemeinde, sprich: “erbeutet noch schnell vor den Wahlen der spärlichen Finanzvorräte der hochverschuldeten Gemeinde und nehmt dann die geduldigen Steuerzahler in die Haftung“.

Verdammt noch mal, jetzt wo der Köppl weg ist, hat nicht ein einziger ÖVPler den Mut und das Gewissen, diesen für die Stadtgemeinde so verderblichen Parteizwang zu durchbrechen!! Aber es scheint, die alten Machthaber in der ÖVP sind noch immer da, auch wenn sie den Köppl geopfert haben.

Wenn Herr Grabner schon die Strassenbahn (hauptsächlich wegen der Fördergelder – , die hätte er auch gerne – aber eine Tiefgarage ist eben kein öffentliches Verkehrsmittel!) so anprangert, warum betreibt er diesen Parkplatz nicht auf eigene Rechnung und eigenes Risiko? Es geht wohl einzig und allein darum, wer bekommt die restlichen noch spärlich verbliebenen Gelder aus der Gemeinde. Wenn der Kuchen klein wird, wird der Kampf darum immer dreister.

Herr Grabner versucht Herrn Kammerhofer lächerlich zu machen, indem er ihn immer wieder “spöttisch” mit seinen Titeln anredet. So weit ich Herrn Kammerhofer kenne, legt er keinen besonderen Wert auf seine Titel, nur wenn beruflich notwendig. Wenn Herr Grabner ihn als Selbstdarsteller bezeichnet, so kann man denken wie man will, eine schillernde Persönlichkeit ist Herr Kammerhofer allemal und farblos schon gar nicht. (Ein bisschen Unterhaltungswert wird man der Politik doch zugestehen!) Nicht alle können so makellos sein, wie sich Herr Grabner selbst darstellt.


Parkplatzmissverständnis

Gastkommentar von Karlheinz König

man versteht mich miss …
mein lieber weyrer, es geht- und als langjähriger, gelernter, ja: fast schon ausgekochter österreicher wage ich diese einstellung mit absoluter sicherheit- nur darum, ALLE parkenden fahrzeuge auf einen teils bereits bestehenden, teils noch zu errichtenden parkplatz zu zwingen (übrigens mit der höchtselbsten krapfschen einschränkung, ich zitiere aus den “tips”, dass man diese parkplätze “zumindest von märz bis september benötige”, gesetzt den fall, “dass die geplanten attraktivierungen des grünbergs umgesetzt würden”. wenn, würde, hätte, sollte, vielleicht. das ist schon sehr österreichisch, und bei allem respekt: in seinen konsequenzen typisch oberösterreichisch christsozial nach dem muster asamer, stern&hafferl, etc.). weiters ist von einer “stundung” der pachtkosten für die zusätzlichen stellplätze die rede, um der gemeinde drei jahre zeit zu geben, die finanzierung des parkdecks zu klären. das ist natürlich kein grosszügiger verzicht (allenfalls auf zinsen, aber selbst darauf würde ich nicht wetten), sondern bedeutet im klartext, dass man die €30.000 pa nicht sofort haben möchte, indem man die fälligkeit aufschiebt. und dafür darf man dann auch noch gleich ein parkdeck finanzieren? ja, das ist wirklich sehr grosszügig gedacht und dafür instrumentalisiert man die- durchaus zu recht genervten- anrainer auch gleich mit. übrigens wird sich am verkehrsaufkommen nichts ändern, er wird nur konzentriert: dem einen wird es helfen, den anderen wird es behindern.

daran ist insgesamt vieles falsch. zum einen ist es natürlich schon ein unding, dass bestehender parkraum zugunsten privater unternehmen nicht von den kommunen selbst bewirtschaftet wird, linz oder wien werden einem privaten betreiber auch aus gutem grund kein parkhaus finanzieren. warum das hier so sein soll überlasse ich jedermanns phantasie. aber wenn in dem von ihnen genannten bereich schon geparkt wird, dann gerne auch kostenpflichtig zugunsten der stadtgemeinde. die diskussion lässt diese option schon im vorfeld fallen. und ich stelle die einzige frage, die zu stellen sich lohnt: cui bono?

was die anarchischen parker betrifft, nun, das ist zweifellos ein ärgernis das ich nachvollziehen kann (ohne teil davon zu sein). aber das liegt an der gesamtzahl der verfügbaren parkplätze, nicht an der form ihrer bewirtschaftung: ein kostenpflichtiger parkplatz für 50 kfz fasst nicht mehr fahrzeuge als ein kostenfreier mit 50 stellplätzen, es mag sympathie mit dem potentiellen betreiber eine rolle spielen, aber argument lässt sich daraus keines ableiten. allerdings bin ich auch nicht betroffen, weder als anrainer noch als dort parkender. es ist mir- ganz persönlich- völlig egal, was das parken kostet, in salzburg, wien, linz oder afiesl, es gehört einfach zum autofahren dazu. andererseits möchte ich als steuerzahler auch nicht für dumm verkauft werden.

aber ja, selbstverständlich ist der erholungswert einer liegewiese jenem eines parkplatzes vorzuziehen. dass das lacus-infelix projekt wegen der erhaltung von öffentlichen seezugängen gefallen wäre, ist allerdings ein absurdes gerücht, das ich bisher- aus gutem grund- noch nicht gehört habe. und ich würde es, ausser als witz mit schwacher pointe zu vorgerückter stunde, auch nicht weiterverbreiten …


Also ehrlich, auf diese Idee wären nicht einmal wir vom Team Gmundl gekommen. Aber dank unserer einfallsreichen Leserschaft freut Alfred E. Neumann sich unermüdlich durchs Leben.

ich_freu_mich_kegeln


 

 

 

 

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