Luftschlösser?

Heute:
Gastkommentar von Beate Enzmann

Liebe Leserleins!

Wir stehen vor turbulenten Zeiten. International aber auch im Land. Der voll enflammte Wahlkampf hier in OÖ lässt ahnten, was uns in den nächsten drei Monaten bevorsteht. Inzwischen geht man in der ÖVP scheinbar von deutlichen Verlusten aus und auch davon, dass die wahren Probleme des Landes, die man bisher vertuscht hat, derart virulent werden, dass was geschehen muss. Etwas was sich der derzeitige Landeshauptmann Pühringer nicht mehr antun will. Sollens halt die Nachfolger lösen. Er versucht noch, die ÖVP-Verluste gering zu halten und nimmt die noch schnell auf seine Kappe. Die Nachfolger dürfen den Rest ausbaden. Wie sonst erklärt man sich, dass Pühringer neuerdings als Kandidat für die Bundespräsidentenwahl 2016 unter der Hand lanciert wird? Das kann ja was werden! Tritt er vielleicht gar gegen Pröll an? Das wäre mal echt originell und voll brutal. Weil dass der Hundsdorfer antritt, weiss man ja nicht. Der wird sogar gleich für drei Ämter genannt: Bundespräsident, Bundeskanzler und Wiener Bürgermeister. Vielleicht sollte man die drei Jobs zusammenlegen – spart Geld und der Hundsdorfer ist endlich am Gipfel. Frage: wer in der SPÖ ist eigentlich auf die Idee gekommen, dass der Hundsdorfer ein Wählermagnet ist? Einer, der auf den Plakaten wirkt wie eine Mischung aus Vampir und Hund, dems den Knochen gestohlen haben? Sympathieträger sehen anders aus!

Derweil widmen wir uns weiter den Gmundner Themen, Ein Gmunxit steht ja derzeit nicht an, der Austritt Gmundens aus der Euro-Zone – wäre aber auch sehr originell und vielleicht sogar eine Attraktion für den Fremdenverkehr. Wie die Gmundner Währung bloss heissen könnte? Geuro? Oder Steuro (wegen der Steuergeldvergeudung) oder vielleicht gar nach einem grossen Sohn Gmundens, der viel getan hat für die Entwicklung von Defizit und Schulden: der Köpplinger. Geprägt auf garantiert nicht rostfreies Blech. Und wenn man damit zahlen will, erweist er sich als wertlos. Aber vielleicht sollte mein in Gmunden dann einfach nur die D-Mark wieder einführen, mit der einst die deutschen Gäste hier so gern zahlen wollten. Dann können die Deutschen in der Nostalgie-Regio mit Nostalgie-Mark zahlen. Ach, Ihrer Babsy geht wieder einmal die Fantasie durch.

Nur so, weil es sich gerade ergibt: die Griechen aus der Eurozone rauswerfen wäre ein echter Schuss ins Knie. Zuerst hat man die Risken der privaten Gläubiger Griechenlands in Staatseigentum überführt, heisst wir Steuerzahlerleins blechen das alles. Wenn man die jetzt noch rauswirft, die machen die Drachme, dann verdoppeln sich ihre Staatsschulden sofort (weil die neue Währung sogleich stark abgewertet werden muss). Was zur Folge hat, dass die eh unmögliche Schuldenrückzahlung sich vom St. Nimmerleins-Tag auf das Jüngste Gericht verschiebt. Da war dann das Geld für die Hypo-Alpe nur die Portokassa. Scheinbar sind einige Politiker, vor allem aus konservativen Kreisen, nicht mehr in der Lage, eins und eins zusammenzuzählen. Lieber weiter die Konjunktur in Europa, die eh schon röchelnd am Boden liegt, endgültig umbringen. Auch so kann man Politik machen. Nur sollte man sich dann nicht wundern, wenn die Leute entsprechend wählen. Mal schauen, was so mediokren Politfiguren wie dem angeblichen Sozialdemokraten Schulz (Parlamentspräsident EU) oder Juncker, angeblicher Christdemokrat und Kommissionschef, sagen, wenn in Frankreich dann Frau Le Pen im Élysée-Palast sitzt.

Wir leben in turbulenten Zeiten. Schon den Austria Dry von gestern probiert? Na, dann mal flott ans Werk. Mit dem übersteht man die Woche besser. Im Falle eines Grexit dürfen es auch drei oder mehr davon sein. Dann ist eh schon alles wurscht.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Heute ein Gastkommentar von Stadträtin Beate Enzmann (FPÖ).


 Heisse Luftschlösser!

Ein Gastkommentar von Beate Enzmann

VizeBgm Dickinger sorgt sich, die Landes-SPÖ verhindert, die FPÖ aber handelt!
SPÖ-Aufschrei gegen Privatisierung der Gmundner Schlösser – alles nur heiße Luft!

Hier die Ereignisse rund um das Landschloss Ort in zeitlicher Abfolge:

  • Juli 2014: Als die Nachricht vom Auszug der FAST aus dem Landschloss Ort immer konkreter wird, fordern die Gmundner Freiheitlichen den Bürgermeister auf, sofort mit der BIG (Bundesimmobiliengesellschaft) als Eigentümerin des Schlosses und dem Land OÖ Kontakt aufzunehmen, um eine Privatisierung des Landschlosses Ort zu verhindern und es als Hotelstandort zu sichern.
  • September 2014: Auf Ersuchen der FPÖ-Gmunden bringt die FPÖ-Fraktion im Landtag den Antrag ein, dass der Landtag die OÖ Landesregierung auffordern solle, mit dem Eigentümer des Landschlosses Ort über dessen Erwerb und touristische Nutzung zu verhandeln. Der Antrag wird dem Landes-Finanzausschuss zugeteilt.
  • Jänner 2015: ÖVP, SPÖ und die Grünen lehnen den FPÖ-Antrag vom 22. September im Finanzausschuss mehrheitlich ab.
  • !! Juni 2015 !!: Vizebürgermeister Dickinger warnt in den Medien und auf Plakaten vor der Privatisierung des Landschlosses Ort und fordert den Ankauf durch das Land OÖ.

Sehr geehrter Herr Vizebürgermeister Dr. Dickinger, lieber Christian!

Hättest du doch lieber auf die Landes-SPÖ eingewirkt, unserem Antrag zuzustimmen, als dich jetzt Monate später mit viel Pathos – ich zitiere: „Machen wir uns gemeinsam Gedanken, Politikerinnen und Politiker, Bürgerinnen und Bürger, unsere Schlösser dürfen nicht privatisiert, die Chancen nicht verspielt werden!“- als Retter der Gmundner Schlösser vor der Privatisierung darzustellen! Was uns, die FPÖ-Gmunden betrifft, ist diese Aufforderung unnötig. Wir sind und waren, wie du weißt, jederzeit zur Zusammenarbeit bereit und spielten immer mit offenen Karten.

Fazit ist:

  • Die FPÖ hat sofort gehandelt und sich in Gemeinde und Landtag für die Rettung des Landschlosses Ort vor einer Privatisierung eingesetzt.
  • Du, lieber Christian, bist der Mann der großen Worte in den Medien und auf Plakaten und vergisst darüber, Deine Parteikollegen im Landtag von der Notwendigkeit der Rettung unserer Schösser zu überzeugen.
  • Und die Landes-SPÖ verhindert Verhandlungen über den Kauf des Landschlosses Ort durch das Land OÖ und seine Sicherung als Hotelstandort.

Das zweite Plakat von „Schwarzer Hans“ aus seiner Sommerreihe der Wahlplakate. Da fragt man sich nur noch: welche Wahl bleibt einem da?

Die Schwarzen Amigos 2-2


 

Unser Alfred E. Neumann hat scheinbar ein kleines Problem, das er gern mit einem Fachmann bespricht. Wo? Natürlich in der Regio!

ich_freu_mich_psychoanalyse


 

 

 

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