Gehorsam und Griechenland

Heute:
Musikalischer Gastkommentar von Innenstädter

Liebe Leserschaft!

Nein, diese beiden Dinge haben natürlich nichts miteinander zu tun. Oder doch? Aber davon wird morgen oder übermorgen die Rede sein.
Wir machen heute aus technischen Gründen eine kleine Pause und bringen nur einen Gastkommentar.

Grosse Nachfrage herrschte nach den beiden Gastkommentaren von Michael Amon. Er hat uns für morgen einen weiteren Beitrag im Lichte (oder im Dunkel) der neuesten Entwicklungen versprochen. Wenn wir ihn richtig verstanden haben, macht er gerade auf der WEB-Site der EU die Bekanntschaft mit der Bürgernähe dieser Institution. Die Suche nach der sprichwörtlichen Nähnadel im Heuhaufen soll dagegen eher der Suche nach einem Elefanten im Swimmingpool gleichen.

Bleiben Sie cool, auch wenn es diese Woche in jeder Hinsicht heiss wird, das wünscht Ihnen allen

Bruno Beinhart & das Team Gmundl

Bitte beachten Sie die Einladung zu einer Ausstellungseröffnung ganz am Ende des heutigen Blogs!


 Unmusikalischer Gehorsam

Gastkommentar von Innenstädter

DIE UNSITTE DES VORAUSEILENDEN GEHORSAMS

PROLOG 1
Ritterburg Schlagenstraße / Tourismushütte am Toskanaparkplatz / Seilbahnstation / Erdölplattform Blumauerweg / Verbauung Bahnhofstraße / Neubau Crenevillestraße.
Beispiele für die massive Stadtverschandelung, der Gmunden seit längerem ausgesetzt ist. Bauherren ohne Sinn für Harmonie und Nachhaltigkeit in Allianz mit Baufirmen, die für Geld alles bauen.
Politisch ermöglicht durch die Stadtgemeinde Gmunden in Form von ÖVP-Bürgermeister Köppl als Baubehörde 1. Instanz und des Gemeinderates (mit ÖVP-Mehrheit) als Baubehörde 2. Instanz.
Das ist alles bekannt und bedarf keiner weiteren Erörterung.

PROLOG 2
Gipfelpunkt dieser Stadtzerstörung ist pikanterweise ein Bau der öffentlichen Hand und zwar die Erweiterung der LANDESMUSIKSCHULE.
Fassungslosigkeit befällt einen beim Betrachten dieser Baustelle:
Ein gesichtsloser Betonklotz, der in seiner Ungestaltung, seiner Überdimensionierung, seiner peinlichen Nähe zum ”Clusemann”-Altbau und seiner Lage am Rande einer Wiese und eines alten Baumbestandes wohl das Ärgste darstellt, was einem an architektonischen Fehlleistungen begegnen kann.
Ein Bau, der in jedes Architekturlehrbuch der Welt als extremes Negativbeispiel aufzunehmen wäre.
UND DER  – ALS GIPFELPUNKT – DEN SCHÖNEN KÜNSTEN DIENEN SOLL !
Doch auch dies ist bekannt und nicht Hauptthema dieser Zeilen.

HAUPTAKT

Ein Zufall hat mir ein Informationsschreiben des Vereins ”Freunde der LMS Gmunden und Altmünster e. V.” in den Briefkasten geweht.
Darin wird – unter anderem – auch auf den Erweiterungsbau eingegangen und dieser wie folgt geschildert:
“Inzwischen steht der Rohbau und AUS HEUTIGER SICHT wird Kritik laut, daß der Zubau entlang der Bundesstraße den Altbau – die schöne Villa Clusemann – verdeckt. Nun, die Sicht auf die Villa von der Bundesstraße aus wurde ja erst durch den Abriß des Pförtnerhauses und die Entfernung der Bäume ermöglicht und bleibt weitgehend erhalten.Wir möchten Sie ermuntern, die positiven Erwartungen weiter zu behalten, wir sind sicher, daß der Blick auf das neue Ensemble nach Fertigstellung des Zubaues durchaus har monisch sein wird!”

Man liest diese Zeilen einige Male , ungläubig – aber sie werden nicht anders!

Statt des “Mutes”, die Verantwortlichen auf ein völlig verunglücktes Projekt hinzuweisen und diese Sicht auch in der Information an die Eltern zu vertreten, handelt man offensichtlich nach dem Motto
”Die Hand, die einen füttert, beißt man nicht!”

Die ” KÖPPLSCHE-ÖVP-UNFEHLBARKEITSDOKTRIN ” hat Gmunden seuchenartig überwuchert und verbietet, Sachinhalte nüchtern und objektiv zu beurteilen. Wer dagegen verstößt, wird mit Exkommunikation bedroht. Neu ist, daß diese Doktrin nun nicht mehr nur für die Kommunalpolitik im engeren Sinne gilt, sondern auch auf private Vereine ausgedehnt und von diesen in vorauseilendem Gehorsam gelebt wird.
Daß einer der drei Unterzeichner des Informationsschreibens ein langjähriges ÖVP-Stadtratsmitglied ist, wird diese Symbiose vielleicht etwas erleichtert haben..
ES IST EIGENTLICH BESCHÄMEND.


Wir vom Team möchten noch hinzufügen: diese Art von Architektur verschandelt inzwischen leider schon ganze Stadtteile Gmundens. Wo vorher Einfamilienhäuse standen, werden jetzt gesichtslose Bauten mit 12 und mehr Wohneinheiten hineingepresst. Die Kommunalpolitik hat zugeschaut und nur die Interessen von „Investoren“ vertreten. Aufs Stadtbild wurde gepfiffen.
Und was die Musikschule angeht: hier wird um viel Geld ein völlig überflüssiger Bau errichtet. Es gibt in Gehweite der Musikschule mehr als genug leerstehende, ungenutzte und geeignete Räumlichkeiten, die man nutzen hätte können. Zu einem Bruchteil der Kosten, während für die Sanierung der Schulen das Geld fehlte (und jetzt Grundstücksreserven der Ära Hermann verkauft werden müssen, was man uns jetzt als vorausschauende Politik andreht! Hermann schau runter!) Aber natürlich: man wollte der Bauwirtschaft ein paar Aufträge zuschieben. Und die Politik ziehts hin zu den Spatenstichen und zu den durchzuschneidenden Eröffnungsbändern. Der Landesrechnungshof wollte, wie man hört, den Bau nicht genehmigen. Da aber der Spatenstich schon angesagt war, wurden die Einwände des RH nach einem Hilferuf von Köppl durch unserem Herrn Landeshauptmann ignoriert. Die „Spatenschwinger von Gmunden“ hat das unser Gastkommentator Michael Amon in der „PRESSE“ geannnt. Ein Landeshauptmann, der bei den Spitälern zu Lasten der Gesundheit der Bürger den Sparstift ansetzt, schleudert Geld für einen Zubau hinaus, den man nicht gebraucht hätte. Nochmals: wir sind sehr für Musikschule und Musikunterricht. Aber es hätte mehr als genug freie und bestens geeignete Räumlichkeiten gegeben.


Wie immer freut sich unser Alfred E. Neumann jun. Dem vergeht die Freude einfach nicht. Wahrscheinlich zählt er täglich die Subventionsgelder, was ihn ihn ungemein fröhlich macht. Die Steuerzahler wahrscheinlich nicht ganz so fröhlich.

ich_freu_mich_buch_der_rekorde


Die immer geheimnisvoller werdenden Schwarzen Amigos sind noch immer aktiv. Liebe Leserschaft, wir wissen wirklich nicht, wer uns mit diesen Plakaten versorgt. Aber wir bringen natürlich gern Beiträge, die zu zivilgesellschaftlichen Hygiene beitragen.

Die Schwarzen Amigos 4-1


C Wehner_Einladung


 

 

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