Gmundner Parteien und ihre Perspektiven

Heute:
Gneisser über Wahlaussichten der Gmundner Parteien

Liebe Leserschaft!

Wir halten die Stellung. Auch wenn es anders geplant war. Die Hitze würde ja rechtfertigen, dass wir den Laden hier eine Zeit lang schliessen. Aber unsere Leserleins schicken brav Beiträge. Nicht alles ist sommer-geeignet. Oder so aktuell, dass wir es gleich bringen müssen. Also Entschuldigung, wenn nicht alles erscheint. Wir heben es auf für später.

Heute mal eine sehr subjektive Einschätzung der Situation von unserem Leser/unserer Leserin Gneisser. Mit Insider-Wissen. Also interessant und sicher eine nahrhafte Lektüre.

Wir wünschen ein spannendes Lesevergnügen und dabei ein schattiges Plätzchen, kühlende Getränke und was man halt sonst so braucht, um einen derart masslosen Sommer zu überleben.

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


Parteiliches aus Gmunden

Ein betrachtender Gastkommentar von Gneisser

1) Die Liste der Strassenbahngegner ist eine typische ÖVP-Scheinabspaltung, die nur die Straßenbahngegner davon abhalten soll, FPÖ zu wählen. Einige honorige Bürgerliche werden dafür sorgen, dass die schwarzen Schäflein trotzdem zusammengehalten werden und nicht zur FP abwandern. Reiner Etikettenschwindel. Die sind nur so lange für direkte Demokratie, solange damit Interessen der Schwarzen gewahrt werden. Zwei Jahre später fährt dann eh schon die Bahn. Wenns nicht die Straßenbahn gewesen wäre, dann hätte halt ein anderes Thema für die Scheinabspaltung herhalten müssen. Man kennt das ja aus Tirol und Niederösterreich. Natürlich wird man für die BM-Wahl die Reihen wieder schließen. Zwei Mandate könnten sich ausgehen.

2) Die NEOS. Könnten eine Bereicherung darstellen. Zwei Leute finde ich sehr nett, und die zwei sind, glaube ich, auch gut. Ich fürchte allerdings: wegen der großen Konkurrenz wird sich nur ein Mandat ausgehen.

3) Herbert Löcker, der Unermüdliche, will es auch nochmals wissen. Er dürfte locker die 40 Unterstützungserklärungen geschafft haben. Seine Arbeit wird von vielen Bürgern anerkannt (u. a. vom Geriatrie-Netzwerk im Schwan). Wenn er Glück hat, bekommt er zwei Mandate. Eines ist ihm weiterhin sicher.

4) Die FPÖ wird zulegen. Stark zulegen sogar. Die Fremdenfeindlichkeit und die  Angst ist wie ein Geschwür tief auch in liberale Schichten eingedrungen. Gegen diesen Hass richten nur mehr die Kirchen einen Zaun der Nächstenliebe auf. Das müssen selbst Atheisten und Agnostiker neidvoll anerkennen. Das Programm der FP hat zwei Themen: Bim und Asylprobleme. Insgesamt ist da ein Wählerpotential in Gmunden von 40 %. Wenn die FP mit 8 Mandaten und 25%, dann „nur“ die Vizebürgermeisterin stellt, ist das schlimm genug.

5) SPÖ Gmunden. Schluck. Die werden wohl locker zwei Mandate abgeben, wenn nicht ein Wunder an Fleiß und Können passiert. Einer der beiden Stadtratsposten wird mit hoher Wahrscheinlichkeit verloren gehen. Die ganze SP, im Bund wie in den Ländern, scheint wie gelähmt. Jetzt noch die Dummheit des Linzer Bürgermeisters Lugner. Das schadet landesweit. Linz wird eng, Wels geht möglicherweise verloren.

6) Mag sein, dass Krapf ein ganz Lieber zu sein scheint. Er kommt gut rüber, keine Frage. (Was nach der Wahl dann wirklich sein wird, weiss niemand!) Aber die VP ist völlig orientierungslos. Schrabacher haut den Hut drauf, andere ziehen sich, sagen die Gerüchte, krankheitsbedingt aus den vorderen Reihen zurück. Schwächt die VP und verstärkt das innerparteiliche Gerangel. Ein Nimmermüder rangelt mit, der schon einmal grüner Stadtrat war und dann bei der SP anklopfte, wo man ihn nicht so recht nehmen hat wollen. Eine gewisse farbliche Flexibilität ist ja modern. Siehe Team Stronach. Die ÖVP nimmt inzwischen praktisch jeden. Er wird wohl diesmal endlich wieder Stadtrat werden. Wenn die VP  zwölf oder dreizehn Mandate bekommt, kann sie froh sein. Wenn sie nicht sogar noch weniger bekommt.

7) Die Grünen. Die grosse Unbekannte. Das Potenzial ist gross. Die Stammwählerschaft ziemlich unbeirrbar. Also wird die schlechte Performance von Anschober auf der Landesebene sich in Gmunden nicht auswirken. Auf der Landesebene wird man wachsen, aber wegen der schwachen Leistung von Anschober nicht im möglichen Ausmass. Man wird sehen, ob die Grünen es schaffen, in Gmunden stärker zu wachsen, endlich einmal nicht nur in den Umfragen hoch abzuschneiden, sondern auch bei der Wahl.

Nun wir werden sehen, wie der Wahlkampf lauft. Und dann werden wir sehen, wohin die Wählerinnen und Wähler laufen. Spannend wird es allemal.


 

 

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