Wenn der Postmann zweimal klingelt

Heute:
Gastkommentare von Marge Lila und Innenstädter

Liebe Leserschaft!

Auch wenn der Postmann oder die Postfrau gar nicht klingeln, dann findet man mitunter trotzdem etwas im Postkasten. Einen Brief vom Bürgermeister. Der eigentlich ein Brief von der ÖVP ist. Die können das bis heute nicht ganz klar trennen. Ein Anlass für Marge Lila jedenfalls, um uns einen Kommentar zu schicken.

Innenstädter versucht es dafür einmal mit einem weiteren konstruktiven Vorschlag, um aus der Regio-Falle und den damit verbundenen Höchstkosten herauszukommen. Die Frage ist: ob das die hohen Herrschaften interessiert. Wichtig ist jedenfalls seine/ihre Schilderung, wie Gmunden funktioniert. Das ist erschütternd, wie wir seit langem wissen.

Wobei Gmunden recht ansteckend sein dürfte. Wie man in Altmünster sieht. Keine Frage, der Verkehr dort ist unerträglich. Jetzt denkt man auch dort über eine Umfahrung nach. Es gibt angeblich sechs Varianten. Und, Überraschung!, unter den sechs Varianten, die man überlegt, sind gleich zwei Tunnels. Einer führt durch den See, viel Vergnügen bei den Baukosten und bei der Abdichtung und beim Schutz des Seebiotops. Die zweite Variante ist eine Untertunnelung des Ortes. Kosten spielen wohl keine Rolle. Gmunden stottert noch viele, viele Jahre die rausgeschmissenen Kosten für die Planung seines nie gebauten Tunnels ab. Auch an eine Tieferlegung ist gedacht sowie an eine Überplattung. Auch diese beiden Varianten klingen nach Schwachsinn mit Methode.

Weil Innenstädter die Traunbrücke in Gmunden anspricht. Kennt sich wer da noch aus? Es hieß ja, die Brücke müsse erneuert werden, weil in zwanzig Jahren ihre Lebendauer zu Ende gehen wird. Also mache man das mit der Regio jetzt gleich und bekomme es bezahlt (von wegen, wir Steuerzahler bekommen natürlich gar nichts bezahlt … wir zahlen, wann kapieren die Gmundner Politiker aller Farben das endlich?). Dann hieß es, man fange im September damit an. Jetzt wird nur die Ruinierung des FJ-Platzes angegangen. Aber zur Brücke. Man hat uns jetzt dauernd erzählt, die müsse erneuert werden, weil die Pfeiler nicht mehr ok sind und den Abfluss der Traun bei Hochwässern behindern. Dem steht die Feststellung des Strassenmeisters gegenüber, der erklärt hat, die Traunbrücke werde im Herbst nicht saniert: „Die Brückenpfeiler sind völlig intakt, wir sanieren ausschliesslich den Bereich auf der Brücke.“ Also, liebe Regio-Bastler, was stimmt jetzt? Notwendiger Neubau der Brücke, weil die Holzpfeiler (so wurde es kolportiert) am Arsch sind, oder nur der obere Bereich der Brücke? Da würde man schon gern wissen, was jetzt stimmt. Es ist jedenfalls erstaunlich, wieviele Widersprüchlichkeiten, Ungenauigkeiten, aber auch Schmähs man uns in dieser Sache bis jetzt serviert hat. Bitte mal die Fakten auf den Tisch, die Studien über die Notwendigkeit der Brückenerneuerung, und dazu auch gleich die Verträge mit Stern & Hafferl. Als Steuerzahler will man wissen, was man wofür zu bezahlen hat. Was notwendig ist, was Vergeudung, und was überhaupt nur eine Schmähtandelei ist.

Ein wenig mehr Wahrheitsliebe und Offenheit gegenüber uns Bürgern, die das ganze Theater bezahlen müssen, wäre endlich angebracht. Möglichst vor den Wahlen.

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


Belehrung oder Wahlwerbung?

Ein Gastkommentar von Marge Lila

Ich habe Post vom Herrn Bürgermeister Krapf persönlich bekommen. Sie auch? Der Herr Bürgermeister ruft mich zu Fairness und Stil in der Wahlauseinandersetzung auf und erklärt mir, wie wichtig ein solches Verhalten im Umgang mit Menschen ist. Also ganz ehrlich, das haben meine Eltern schon erledigt als ich noch ein Kind war. Ihre auch? Haben Sie bisher auch niemanden persönlich beleidigt, verleumdet oder gar physisch attackiert? Dann wird es Ihnen wahrscheinlich ähnlich ergehen wie mir. Dieser Brief nervt mich. Ich mag es nämlich nicht, wenn ich ungefragt und oberlehrerhaft beschult werde.

Na gut, irgendwie kann man natürlich schon verstehen, dass der Herr Bürgermeister nicht möchte, dass in der Wahlauseinandersetzung “etwas passiert, was unsere (die der ÖVP??) Arbeit danach gefährden könnte”. Das können wir Bürger ihm aber beim besten Willen nicht versprechen. Auch wenn wir uns seinen Ermahnungen entsprechend, noch so freundlich verhalten. Diese dringliche Bitte hätte der Bürgermeister in den letzten 6 Jahren rechtzeitig an seine Parteikollegen richten müssen. Die haben nämlich ausreichend dafür gesorgt, dass Dinge passieren, die die Arbeit für Gmunden in den nächsten Jahren gefährden könnten. Das hat er leider unterlassen.

Herr Mag. Krapf muss sich auch keine Sorgen machen, dass die Bürger keinen Wert auf Fairness und einen Umgang auf Augenhöhe legen. WIR wünschen uns das schon lange. Er soll nur bitte schnellstens sein eigenes Team eingehend darüber aufklären! Auch auf diesem Gebiet ist die ÖVP-Performance ganz und gar nicht zufriedenstellend. Auch nicht während seiner Amtszeit als Bürgermeister. Bis heute fehlen den Bürgern wichtige Informationen über die dem SRT-Projekt zugrundeliegenden Verträge, bis heute werden Gmundner von plötzlich geänderten Bebauungsplänen “überrascht”, bis heute kennen wir kein Konzept für den Citybus-Verkehr, bis heute verrät uns die ÖVP nicht, wie die extrem hohen Wohnkosten für die Gmundner in den Griff zu bekommen sind. Aktuell dürfen die Mitarbeiter von Stern & Hafferl sogar als Stadtsheriffs fungieren und die durchaus humorvollen Banderolen der SRT-Gegner von den ohnehin totgeweihten Esplanaden Bäumen entfernen. (Was würde der Herr Bürgermeister sagen, wenn die Aktivisten den SRT-Werbewaggon einfach verschwinden ließen). Also im Fach “Fairness und Umgang auf Augenhöhe” sollte auch Herr Mag. Krapf noch ein paar Nachhilfestunden nehmen.

In einem Punkt hat er allerdings recht: Damit Gmunden wieder Hoffnung schöpfen kann, wird es viel Kraft und Energie brauchen. Von allen Bürgern. Er hat auch recht damit, dass das nur mit tiefgreifenden Änderungen gehen wird. Aber das Sprichwort heißt nun einmal aus gutem Grund nicht “Never change a losing team”. Also, auf zu einem wirklichen Neustart, mit geändertem Mehrheitsverhältnissen! Sonst wird das nichts.

Zu guter Letzt, muss ich noch festhalten, dass jetzt, da dieser Brief vor mir liegt, ich diesen schwer einordnen kann. Ein ganz persönliches Schreiben oder Wahlwerbung der ÖVP? Wer ist hier so besorgt um mein Wohlverhalten und zweifelt an meiner guten Erziehung? Der Herr Bürgermeister? Ein, mangels eskalierender Streitigkeiten, überflüssiger Mediator? Oder ist es die ÖVP Gmunden die Angst davor hat, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten am 1.September anlässlich ihrer Präsentation von aufgebrachten Wutbürgern mit Tomaten beworfen werden? Also ich würde den Brief als versteckte Wahlwerbung der ÖVP einordnen. Daher meine dringende Bitte an unseren sonst so auf Fairness und Stil bedachten Herrn Bürgermeister: Verstecken Sie nichts mehr! Wenn sie Wahlwerbung machen, dann ist das in Ordnung. Nur machen Sie das offen. Das wäre dann fair und hätte Stil.


SMALL WOULD BE BEAUTIFUL ( Var. zu L.Kohr )
oder
“ KLEINE KINDER BRAUCHEN GROSSES SPIELZEUG“

Ein Gastkommentar von innenstädter

Sehr geehrte Redaktion des Gmundl!
Mir ist bewusst, dass dieser Beitrag sehr lang geworden ist, aber das Aufzeigen der Zusammenhänge hat dies erfordert. Sehen wir ihn als einen letzten, verzweifelten Versuch, in dieser Richtung vielleicht noch etwas zu bewirken. Mit besten Grüßen vom Innenstädter

Kein Problem! Unsere Leser sind in der Lage, auch längere Texte sinnentnehmend zu lesen. Im Gegensatz scheinbar zu so manchem Politiker. Die können kaum ihre dummen, kurzen Werebesprüchlein lesen – sonst würden sie die nicht uns um die Ohren hauen im Wahlkampf. Anm. d. Redaktion. Schon gehts an mit den Gastkommentar …


Stellen Sie sich auf die Grabenkreuzung, blenden Sie die Straße weg und lassen Sie Ihren Blick über die Hausfassaden Richtung Trauntor gleiten. Dann wissen Sie, wie schön Gmundens Innenstadt war und noch immer sein könnte.
Fünfzehn Jahre hat sich die Gmundner Kommunalpolitik primär mit drei großen Projekten beschäftigt (Das politische Unwort „ Vision“ verwende ich bewusst nicht, denn eine solche ist nur so gut wie ihr Inhalt. Ist dieser falsch oder schwach, dann ist sie bloß Großmannssucht!) .
Diese drei Projekte sind wohlbekannt:
DER SEETUNNEL
DAS SEEBAHNHOFHOTEL
DIE ZUGLINIE DURCH GMUNDEN

Wenn man über sie nachdenkt, dann fällt auf, dass die politische Herangehensweise in allen drei Fällen ähnlich ist (wobei ich mich im vorhinein outen möchte, dass ich den Vorhaben IN DIESER FORM negativ gegenüberstehe):
1. FALSCHE DIAGNOSE/THERAPIE
Ein bestehendes Problem / Problemchen wird falsch gedeutet und daher falsch therapiert.
2. DIMENSIONIERUNG
Die Projekte sind für eine Stadt mit 14.ooo Einwohnern völlig überdimensioniert.
3. TRANSPARENZ
Die Bevölkerung, die mit dem Umgesetzten zu leben hat, wird in die Beratungen nicht eingebunden.
4. FREMDFINANZIERUNG
Bekannte Methode: „Ich möchte etwas haben, die anderen sollen es zahlen !“
5. MANGELNDE EFFIZIENZ
Der Mitteleinsatz steht in keiner Relation zum Problem und zum dann Bewirkten.
„Man schießt mit Kanonen auf Spatzen!“
Diese Mischung aus falscher Diagnose und daher falscher Therapie zieht sich wie ein roter Faden durch. Dazu gesellt sich meist auch der Verdacht, dass es gar nicht um wirkliche Problemlösung geht, sondern um die Erfüllung von Lobbywünschen.

Dies sei nun anhand der drei Vorhaben erläutert :
DER SEETUNNEL
Zu 1) Falsche Problemlösung/-Therapie
Gmunden hat das Problem eines EINZIGEN innerstädtischen Verkehrsstranges, das ist richtig. Allerdings hat die Verkehrsbelastung im Zentrum in den letzten 1o Jahren nicht zu- sondern abgenommen. Es gibt erhöhten Verkehr (Stau wäre übertrieben) nur kurzzeitig morgens, mittags und am späten Nachmittag und dies auch nur deshalb, weil für den Schul- und Berufsverkehr die Innenstadt als „Durchzugs-Transitroute“ missbraucht wird.
Zu 2) Dimensionierung
Der Seetunnel mit seinen vier riesigen Kreisverkehren/Abfahrten – evangelische Kirche, Seebahnhof, Esplanade und Orther Kreuzug – wäre für das enge Gmunden ein Horror an Stadtverschandelung gewesen.
Zu 3) Transparenz
Es wurde der Gmundner Bevölkerung ein weitgehend vorgeplantes Vorhaben vor die Beine geknallt und mit einem haarsträubend dummen, völlig einseitigen Prospekt beworben.
Für diese aufwendige Vorplanung zahlen wir (=alle Gmundner) bekanntlich noch länger einen CHF-Kredit zurück.
Zu 4) + 5) FREMDFINANZIERUNG UND EFFIZIENZ
Für eine ZWEITumfahrung Gmundens (denn eine Erstumfahrung haben wir ja bekanntlich schon!) wollte man „ anderen“ – dem Land und dem Bund – einen Betrag von zumindest EUR 6o Mill. abluchsen. Für ein Problem, das mittlerweile kleiner geworden ist und mit nichtmonetärenBegleitmaßnahmen durchaus lösbar scheint.

DAS SEEBAHNHOFHOTEL
Zu 1 + 5) DIAGNOSE + EFFIZIENZ
Das Problem des Gmundner Fremdenverkehrs ist vorerst nicht das Fehlen eines größeren (nicht Riesen-)Hotels, sondern ein ganzes Bündel von Fehlentwicklungen, wie Bauunwesen, Verlotterung im kleinen, Trivialisierung. Gmunden gibt seit längerem seine Seele, seine Identität immer mehr auf, dort liegt das Problem. Ein großes Hotel wird sich vielleicht dann rechnen, wenn der „Rahmen der Stadt“ wieder stimmt.
Zu 2) DIMENSIONIERUNG
Man stelle sich auf den Stadtplatz, schaue Richtung Seebahnhof und stelle sich die beiden Entwürfe vor den DDR-Plattenbau und die Metall-Glas-Ellipse von 31m Höhe. Da kann man wohl nur sagen: Gott-sei-Dank haben eine Partei und eine private Gruppe mit bewundernswerter Zähigkeit gegen diese Monster angekämpft, bis die Luftballon-Finanzierung, die dahinter stand, evident wurde.
Zu 3) TRANSPARENZ
Parallele zum Seetunnel: Der Bevölkerung wird ein fertig geplantes Projekt präsentiert, und vom Rathaus wird dieses in völlig einseitiger Weise hochgejubelt. Und dies offenbar unter Umgehung von Rechtsvorschriften von Gmunden bis Brüssel!
Wie soll da das Vertrauen der Bevölkerung in die politischen Instanzen gewahrt bleiben ?
Zu 4) FREMDFINANZIERUNG …… der etwas anderen Art!
Durch den Verkauf des Seebahnhofareals extrem unter seinem Wert wäre die Republik Österreich (=wir alle) zu einem Hauptfinanzier des Hotels geworden.

ZUGLINIE DURCH GMUNDEN
Zu 1) FALSCHE DIAGNOSE
Die Verkehrsprobleme in der Stadt und im Großraum Gmunden halten sich in Grenzen, wenn man sie mit denen anderer Städte unserer Größe vergleicht, wozu auch die Fertigstellung des Straßenumfahrungsringes beiträgt. Angesichts der Verteilung der Bevölkerung in Gmunden und im nordöstlichen Nachbarbereich kann ich die Zuglinie durch Gmunden als Lösung von Verkehrsproblemen in keiner Weise nachvollziehen!
Zu 2) DIMENSIONIERUNG
Die minimalen positiven Auswirkungen auf die Gesamtverkehrssituation im Raume Gmunden rechtfertigen die BAULICHEN Auswirkungen auf die Gmundner Innenstadt (Bau einer zweigleisigen Zugstrecke durchs Zentrum) nicht.
Zu 3) TRANSPARENZ
Paradebeispiel einer mangelnden, ja irreführenden Information der Gmundner Bevölkerung: Planen im stillen Kämmerlein, bewusstes Verschweigen bis zu den politischen Beschlüssen. Die Gmundner Bevölkerung hat bis vor kurzem folgendes geglaubt: Verlängerung bis zum Rathausplatz oder höchstens eingeleisige Durchbindung; auf jeden Fall aber Ersatz der bestehenden einteiligen Triebwägen durch neue GLEICHER GRÖSSE!!
Ein Musterbeispiel an skandalöser Intransparenz!!
Zu 4) FREMDFINANZIERUNG
Eine Regionalbahn im dünn besiedelten Gebiet lässt sich nicht kostendeckend führen, das ist klar. Dass die Investitionsmittel vom Land kommen, die damit geschaffenen Werte aber ins Privateigentum des (ohne Ausschreibung gekürten) Betreibers übergehen, verleiht dem ganzen aber schon eine total schräge Note!
Analogie:
Der Seetunnel wäre gebaut worden, das Land hätte ihn finanziert, Eigentümer wäre aber die Baufirma oder die Wartungsfirma geworden. Und dies bei Erstattung des Erhaltungsaufwandes!
HÖCHST SKURRIL!

Zu 5) MANGELNDE EFFIZIENZ
Die minimalen positiven Auswirkungen auf die Gesamtverkehrssituation im Raume Gmunden rechtfertigen den riesigen Mitteleinsatz IN KEINER WEISE! Dies umso mehr angesichts des dadurch stark steigenden, laufenden Betriebsabganges!

DER SEETUNNEL….war die unrealistische Idee von Gmundner Hobbypolitikern, die vom Land OÖ. Gott-sei-Dank abgewiesen wurde. Und für dessen Planung die Gmundner noch lange einen CHF-Kredit werden zurückzahlen müssen!
DAS SEEBAHNHOFHOTEL….. war ebenfalls eine langjährige Zwangsidee von Gmundner Rathauspersonen. Geführt hat sie zur völligen Lähmung der Stadt, zu einem juristischen Minenfeld, einer zentralen Gestrüpphalde und zu einem finanziellen Schaden für die Stadt (=Bevölkerung), der EIN VIELFACHES DES SEETUNNELKREDITES beträgt!
Mit der
DURCHBINDUNG DES ZUGES DURCH GMUNDEN
als drittem Projekt stecken wir schon mitten im nächsten
FINANZIELLEN SUPERGAU
FÜR DIE STADT GMUNDEN UND DAS LAND OÖ!!
Ich schlage daher den verantwortlichen Personen, das sind für die Stadt Gmunden BGM KRAPF und VERKEHRSREFERENT SAGEDER und für das Land OÖ LH.STV. ENTHOLZER folgendes vor:

SOFORTIGER BAUSTOP
+
NACHDENKEN ÜBER EINE SPARLÖSUNG

AUSGANGSSITUATION:
1) Die Verlängerung der Vorchdorfer Lokalbahn zum Klosterplatz in zweigeleisiger Firm ist Tatsache
2) Die Frequenzzahlen seit Jänner im Bereich Seebahnhof/Klosterplatz lassen auch nach Durchbindung keine markante Steigerung erwarten. (Ich gehe des öfteren am frühen Abend zum Steinmaurer, dabei fällt mir folgendes auf: Am Klosterplatz aussteigende Fahrgäste 2-4. Am Klosterplatz zur Rückfahrt einsteigende Fahrgäste 1-2).
3) Die Gesamtverkehrssituation im Raume Gmunden wird durch eine Durchbindung kaum positiv beeinflusst.
4) Daher wäre der riesige Aufwand bei Durchführung der Bauarbeiten zwischen Klosterplatz und Esplanade IN GEPLANTER FORM volkswirtschaftlich EINE UNVERANTWORTLICHE VERSCHWENDUNG! Angesichts der finanziellen Situation des Landes sollte das hier mögliche Einsparungspotential einem Schienenverkehrsprojekt zugute kommen, das es durch seine Frequenzen wirklich rechtfertigen würde, etwa der Straßenbahnverlängerung nach Traun oder der Anbindung der Mühlkreisbahn an den Linzer Hauptbahnhof.
5) Ein Neubau der Traunbrücke wäre wohl der teuerste Teil dieses Abschnittes: Da die Brücke etwa 1995 generalsaniert wurde und noch Jahrzehnte hält, ist ihr Neubau volkswirtschaftlich nicht zu vertreten.
6) Die Durchbindung in der GEPLANTEN FORM ist bei der Gmundner Bevölkerung nicht nur umstritten, sie wird von sicherlich 70 % klar abgelehnt. Alles andere ist politische Schönfärberei, auch der riesige Propagandaaufwand der Betreiberfirma ändert daran nichts. Abgelehnt wird er von den Gmundnern wegen des mangelnden Fahrgastaufkommens, aber auch wegen der völlig desolaten Finanzlage der Stadt.
7) Ein Hinwegsetzen über diesen klaren Bevölkerungswillen, verschärft durch die mangelnde Information vor Beschlussfassung, würde bei der Gmundner Bevölkerung auf jeden Fall böses Blut schaffen, und zwar langfristig.

DETAILS DER SPARLÖSUNG
1. Durchbindung von der Esplanade zum Klosterplatz JA, aber in EINGELEISIGER FORM
– Bei einer Führung des Fahrbetriebes mit einteiligen Garnituren entfällt der Neubau der Brücke.
– Streckenführung sinnvollerweise auf der seeseitigen Straßenspur, da hier der statische Zustand der Häuser besser sein dürfte und in der Kammerhofgasse durch die Arkadengänge ein geschützter Fußgängerweg vorhanden wäre
– Einschwenken der Straßenbahn am Rathausplatz auf die Seeseite des Wartebereiches, dadurch bliebe die Außenseite wie gewohnt für die City-und Regionalbusse frei. Der gewünschte und sinnvolle Knotenpunkt Bus/Straßenbahn wäre gegeben, nur eben statt des FJ-Platzes der RH-Platz.

2. Verwendung von neuen Triebfahrzeugen in einteiliger Form, KEINE Gelenkzüge
– Das Land hätte die Durchsetzungsmöglichkeiten, ein teilweises Stornieren des Auftrages über die viel zu großen Garnituren oder deren Abänderung auf einteilige zu erreichen. Beträchtliche Kosteneinsparung!

3. Begrenzung der Fahrfrequenz auf max. 30-Minuten-Takt
– Der geplante 15-min-Takt ist, das weiß jeder in Gmunden, ein völliger Unsinn. Ein 30-Minuten-Takt ist bei dem vorhandenen Bedarf, euphemistisch ausgedrückt, völlig ausreichend.
Vorteil: geringere Beschaffungskosten für eine niedrigere Zahl von Fahrzeugen und Reduktion des Betriebsabganges. Verwendete man diese Einsparung des Abganges für das Gmundner Busnetz, könnte man viel mehr Positives bewirken.

4. Ersatzlose Streichung des „Terminals Franz-Joseph-Platz“
– Dieser wäre dann nicht mehr nötig und der Baumbestand bliebe erhalten.

UND NUN NOCH ZWEI TECHNISCHE DETAILASPEKTE
A) Die (nach Durchbindung) gesamte Strecke von Vorchdorf nach Gmunden Hauptbahnhof wird eingeleisig mit Ausweichstellen geführt. Nur auf jenen 500 Metern, auf denen die Trasse sehr eng ist, nämlich vom Klosterplatz bis zur Esplanade, weitet man auf zwei Fahrspuren aus.
Das ist doch kurios!
Bei einem 30-Minuten-Takt ist das Befahren der Strecke zwischen den beiden Ausweichstellen Klosterplatz und Tennisplatz in beiden Richtungen möglich. Die Fahrzeit auf diesem Sektor dürfte etwa 10 Minuten betragen. Somit bleiben etwa 10 Minuten Pufferzeit.

B) Fahren „gegen die Spur“
Richtung Traundorf fährt die Straßenbahn mit dem Kfz-Verkehr mit, so, wie bei der zweigeleisigen Lösung
Richtung Esplanade müsste 1 x pro 30 MINUTEN die Ampel die Fahrbahn leeren, damit die Straßenbahn auf der „falschen“ Seite vom Klosterplatz zum Rathausplatz und dann (bei der nächsten Ampelphase) von dort zur Esplanade fahren könnte.
Angesichts der geplanten/gewünschen Verringerung des Kfz-Durchzugsverkehrs durch die Gmundner Innenstadt ist dies machbar!

WENN MAN WILL!!!!

DAHER DIE BITTE AN DIE VERANTWORTLICHEN:
DENKEN SIE ÜBER DIESEN SPARVORSCHLAG NACH!

DEM LAND UND DER STADT GMUNDEN BLIEBEN DADURCH BEI DEN ERRICHTUNGSKOSTEN VIELE MILLIONEN EURO ERSPART.
DEM LAND UND DER STADT GMUNDEN BLIEBEN BEIM LAUFENDEN BETRIEBSABGANG EBENFALLS VIELE MILLIONEN ERSPART.
DIESE VARIANTE WÜRDE ABER NICHT NUR FINANZIELLE EINSPARUNGEN BRINGEN:
DEN DIMENSIONEN UNSERER STADT UND DEM WILLEN DER GMUNDNER BEVÖLKERUNG ENTSPRÄCHE SIE SICHERLICH BESSER!

NOCH SIND DIE BÄUME AN DER ESPLANADE NICHT GEFÄLLT!
ES IST NOCH NICHT ZU SPÄT!


 

 

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