Bloss Ziffern und Zahlen?

Heute:
Babsy Blitzschnell über die Magie der Zahlen
GK von Elisabeth Hitzenberger zur Verortung der BIG
GK von Marge Lila zum „Gmunden-Virus“
GK von Gitti Eisenknie über Neues aus dem Tollhaus

Liebe Leserleins!

Alles nur Ziffern und Zahlen, denk ich mir manchmal, wenn ich die Umfrageergebnisse lese oder mich wundere, wenn am Wahlabend vor laufender Kamera schon Wählerstromanalysen präsentiert werden. Ist alles wissenschaftlich, irgend wie halt. Ihre Babsy hat es nicht mit Wissenschaften, die nur aus Zahlen bestehen. Vor allem wenn es sich um die Geisteswissenschaften handelt, gell, denn da geht es um Menschen. Die kann man nicht so besonders leicht wägen und messen, ausser nach Länge und Gewicht. In der Naturwissenschaft ist das anders, denn in der Physik geht nichts ohne Zahlen und Formeln.

Diese grundsätzliche Skepsis möchte ich geäussert haben, bevor ich mich zu einem neuen Zahlenwerk äussere, das wir jetzt vorliegen haben. Es ist interessant, ob es stimmt, wird frau, wir wiederholen uns diesbezüglich hier Blog, das wird frau sehen, sobald wir am Wahlabend in betroffene und breit grinsende Gesichter gucken werden. Die einen mit einem Schnaps auf den Schreck intus, die anderen trunken vor Freude und Schampus. Wie das eben so ist nach einem Wahltag, wenn die Ergebnisse vorliegen, die oft nicht zu Ernüchterung führen, sondern zum Gegenteil. Fünf Obstler ex zwecks Vertreibung der bösen Gedanken. Man sah ja schon so manchen Bundespolitiker am Wahlabend lallend seinen Dank an die Wählerleins abstatten. Da haben die Lokalpolitiker Glück, die werden nicht von so vielen Leuten gesehen, selbst wenn das Lokalfernsehen draufhält.

Wir wissen natürlich, auch Ihre Babsy, dass Wahlprognosen Leute motivieren oder auch demotivieren können. Daher sagen auch wir hier immer wieder: das wählen, was man für richtig hält. Denn es kommt oft anders, als frau denkt. Aber trotzdem lieben alle diese Zahlenspielereien. Fast alle, gell, weil die wählerstimmensuchenden Politiker meist eher nicht. Sind die Zahlen zu gut, bleiben die eigenen Leute zu Hause. Sind sie zu schlecht, geht erst reicht keiner zur Wahl, weil es schon egal ist. Aber trotzdem heute ein paar neue Zahlen. Die sind nämlich durchaus interessant.

Wir haben meine Interpretation der Zahlen natürlich im Team diskutiert. Wir sehen das alle sehr ähnlich. So viel Spielraum zum Interpretieren gibt es eigentlich auch gar nicht.

Sagen wir gleich einmal eine Sache, die allem Anschein nach gelaufen ist: die SPÖ kann den zweiten Platz auf Landesebene mit Sicherheit nicht halten. Im Rahmen der Bandbreite (systemische Ungenauigkeit der Umfrage) liegt das erreichbare Maximum der SP unter dem Minimum der FPÖ. Ganz einfach für Nichtmathematikerinnen wie mich: selbst wenn die SPÖ die Obergrenze der Schwankungsbreite einfährt, erreicht sie nicht die Untergrenze der FPÖ. Die FP liegt somit auf jeden Fall vorn. Da kann frau herum rechnen so viel frau will. Die FP hat als niederstes Ergebnis so um die 23 %, die SPÖ als Höchstergebnis ca. 21 %. Wahrscheinliches Ergebnis der SPÖ: ca. 18 %, der FPÖ ca. 27 %. Wenn es für die SPÖ blöd läuft, sind aber auch nur 14,5 % drin.

Die restlichen Zahlen (wahrscheinlichstes Ergebnis):
ÖVP 38 %, Grüne 12 %, Neos 4 %
Worst Case:
ÖVP 33 %, Grüne 9 %, Neos 2 %.

Fast wie im Lotto: vieles ist möglich (aber nicht alles).
Die grossen Wahlverlierer werden Rot und Schwarz sein. Im worst case geht sich weder schwarz-grün noch schwarz-rot aus. Nur schwarz-rot-grün als Koalition der „Verlierer“, wie die FPÖ dann sicherlich verkünden würde. Oder schwarz-blau – das ist allerdings die am wenigsten wahrscheinliche Variante. Vielleicht sollte Rudi Ratlos Anschober noch einmal nachdenken, ob es wirklich schlau und nicht vielmehr überflüssig ist, die schwarz-grüne Koalitions-Variante zu plakatieren, um Wählerleins zu gewinnen (sonst hat er nicht viel vorzuweisen). Das könnte daneben gehen, weil es genug Leute gibt, denen die ÖVP nicht mehr über Kreuzerl und Bleistift und Stimmzettel kommt.

Trotzdem gibt das Zahlenmaterial Überraschungen her. Und zwar bei der Zusammensetzung der Landesregierung.
Eines scheint sicher: die Mehrheit der ÖVP in der Landesregierung ist weg. Und wenn es sehr dumm für sie läuft, hat sie dort auch mit einem grünen Landesrat keine Mehrheit mehr. Dafür ist der Landesrat der Grünen – nach diesem Zahlenwerk – auch dann möglich, wenn die Neos mit zwei Mandaten in den Landtag einziehen.

Die Mandatsverteilung würde nämlich so aussehen:
ÖVP: 22 (-6)
SPÖ: 10 (-4)
FPÖ: 15 (+6)Grüne: 7 (+2)
Neos: 2 (+2)

Das ergibt eine interessante Verteilung der Regierungssitze:
Die Grünen halten ihren einen Landesrat. Der Uhu-Kleber von Rudi Ratlos scheint zu funktonieren. Er darf wahrscheinlich sein Sesserl behalten.

Aber dann wird es richtig interessant. Denn folgende Regierungssitze sind nach dieser Rechnung fix:
ÖVP 3 (bisher 5)
SPÖ 1 (bisher 2)
FPÖ 2 (bisher 1)
Grüne 1 (bisher 1)

Es bleiben zwei Regierungsitze, die zwischen drei Parteien aus“gekämpft“ werden: ÖVP, SPÖ und FPÖ rittern um diese zwei Sitze. Denkbar ist also, dass die ÖVP einen dieser Sitze bekommt. Dann hätte sie mit den Grünen eine knappe Mehrheit in der Regierung. In der Folge wäre offen, ob FPÖ oder SPÖ den restlichen Sitz erhalten. Sprich: die FPÖ könnte auf drei Landesräte kommen oder die SPÖ eventuell ihre zwei halten. Andere Möglichkeit: die FPÖ kommt auf drei Landesräte, die SPÖ hält ihre beiden gerade noch, die ÖVP kommt nur auf drei. Damit hätte sie keine Mehrheit mit den Grünen in der Landesregierung.

Wenn man dem Zahlenmaterial traut, ist die wahrscheinlichste Variante 4 ÖVP, 2 FPÖ, 2 SPÖ, 1 G.
Knapp dahinter 4 ÖPV, 3 FPÖ, 1 SPÖ, 1 G. In beiden Fällen eine schwarz-grüne Mehrheit in der Landesregierung.
Am wenigsten wahrscheinlich ist die Variante 3 ÖVP, 3, FPÖ, 2 SPÖ, 1 G.

Was man mit Gewissheit sagen kann, ist aber klar herauslesbar. SPÖ und ÖPV verlieren seit April dieses Jahres im Gleichklang quer über alle Umfragen. Im gleichen Umfang steigt die FPÖ seit damals ständig an. Juli und August gab es leichte Erholung bei der SP, Stagnation bei der VP und einen leichten Rückgang bei der FP. Seit Ende August, mit dem Beginn des Intensivwahlkampfs, hat die FP wieder aufgeholt, und die SP baut wieder deutlich ab. Die ÖVP-Anteile und die Grün-Stimmen gehen ebenfalls signifikant zurück. Ob hier die „Wahlkämpfer“ Pühringer bzw. die Rapid-Viertelstunde bei Entholzer noch etwas bewirken werden, scheint sehr fraglich. Hätten etwa die toten Flüchtlinge wirklich zu einem Meinungsumschwung geführt, müßte die FPÖ verlieren und die anderen gewinnen. Man hat den Eindruck, dass die Auftritte der roten, grünen und schwarzen Spitzenkandidaten abschreckende Wirkung entfalten. Das sollte zu Denken geben und zeigt, wie unzufrieden die Menschen in Wahrheit mit der Politik sind.

Wieweit das Auswirkungen auf die Wahlen in den Gemeinden hat? Lassen wir uns überraschen. Wir werden auf jeden Fall die zuletzt von uns veröffentlichte Potentialeinschätzung für Gmunden noch einmal eine Woche vor der Wahl aktualisiert erhalten.

So, liebe Leserleins, jetzt ist den ganzen Tag Zeit, diese Zahlen zu verdauen, zu verwerfen, zu verdammen, zu bejubeln. Wie es der jeweils eigenen Gemütslage entspricht. Aber darob nicht vergessen, das Tageswerk zu verrichten, gell, sonst ist der Chef sauer. Und das könnte sich aufs Wahlergebnis auswirken. Ich kann nur leider beim besten Willen nicht sagen, in welche Richtung, gell!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Wo(für) steht die BIG?

Gastkommentar von Elisabeth Hitzenberger

Zu Babsis Frage nach Abgrenzung – eine Gemeinderatskandidatin der B.I.G. ganz persönlich

Babsi vermisst eine klare Abgrenzung der B.I.G. zu den bisher im Gemeinderat vertretenen Parteien. Mir als Kandidatin der B.I.G. ist diese ebenso wichtig wie Babsi, daher danke ich ihr für diesen Hinweis. Da wir B.I.G.ler ehrliche und klare Worte lieben und nicht in die üblichen parteipolitischen Floskeln verfallen werden (schon der erste Unterschied!), nutze ich die Gelegenheit, meine ganz persönliche Motivation und Sicht der Dinge darzustellen. Ich persönlich bin ein bürgerlich geprägter Mensch, der in einem christlich-sozialen Umfeld aufgewachsen ist. Dazu stehe ich auch offen und gerne. Politik ist und war für mich immer ein Thema. Einerseits beschäftigen mich politische Sachentscheidungen, andererseits aber auch, wie diese in einem demokratischen System herbeigeführt und umgesetzt werden. Genau in diesem Punkt sehe ich schon den zweiten großen Unterschied der B.I.G. zu unseren Stadtparteien.

Das Projekt RegioTram war der Auslöser für meine Entscheidung politisch aktiv zu werden. Es war nicht mehr aber auch nicht weniger als der berühmte „Tropfen der das Fass zum Überlaufen“ brachte. Die sachlichen Gründe, warum ich dieses Projekt für grundfalsch halte, liegen auf der Hand. Mindestens ebenso verheerend empfinde ich jedoch die Art und Weise, wie dieses und auch andere Projekte von den bisherigen Akteuren politisch umgesetzt wurden. Ich bin Demokratin und empfinde es als wichtig und gut, dass verschiedene Meinungen zueinander in Konkurrenz und im politischen Wettbewerb stehen. Selbstverständlich ist zur Durch- und Umsetzung von Meinungen auch politische Macht notwendig. Als Kandidatin der B.I.G. ist für mich diese „Macht“ allerdings nur in der Legitimation durch die Wähler/innen begründet. Ich persönlich sehe unsere gewählten politischen Vertreter als Treuhänder und nicht als Mächtige sui generis. Wir Wähler verschenken unsere Macht nicht mit dem Kreuzerl am Stimmzettel bei der Gemeinderatswahl. Schon gar nicht für eine Periode von 6 (!) Jahren. Hier sehe ich den dritten großen Unterschied der B.I.G. zu allen anderen Parteien – unser Verständnis von politischer Macht. Wir stehen für mehr direkte Demokratie und zu verbindlichen Bürgerentscheiden bei nachhaltig, wichtigen Entscheidungen.

Wenn unsere politischen Treuhänder mit der ihnen anvertrauten Macht dann auch noch ungeniert Klientelpolitik und nicht Politik für das Gemeinwohl betreiben, dann halte ich das für Machtmissbrauch. Die politische Durchsetzung und Durchführung der Projekte „StadtRegioTram“ und „Lacus Felix“ sind meiner Meinung nach Paradebeispiele für einen solchen Machtmissbrauch. Hier orte ich den vierten, entscheidenden Unterschied zwischen dem Politikverständnis der B.I.G. und unseren bisherigen Gemeinderatsparteien. Ganz gravierend unterscheiden wir uns da meiner Ansicht nach von ÖVP und SPÖ.
Bei der Durchsetzung der StadtRegioTram haben aber auch die ansonsten so basisdemokratisch bewegten Grünen kläglich versagt. Da gab es keinen Aufschrei nach Offenheit, Transparenz, umfassender und sachlich korrekter Bürgerinformation und schon gar nicht nach einem demokratischen Bürgerentscheid. Auch die Grünen haben hier Klientelpolitik in ihrer reinsten Form betrieben.

Einen weiteren, entscheidenden Unterschied sehe ich im grundsätzlichen Menschenbild der B.I.G.. Wir halten wahlberechtigte Menschen für klug genug, gute Sachentscheidungen zu treffen. Voraussetzung dafür ist korrekte, fundierte Information und offene Diskussion und nicht PR und Manipulation. Die B.I.G. wird Menschen nicht steuern, sondern informieren, im besten Fall auch durch Argumente überzeugen. Gerade die Kommunalpolitik braucht informierte und somit auch interessierte Bürger. Gmunden muss und kann sich meiner Meinung nach diesem Informationsauftrag stellen. Werbung in eigener Sache, nachdem die Entscheidungen hinter verschlossenen Rathaustüren gefallen sind, ist unsere Sache nicht.

Babsis Kritik am Lebensalter der Gemeinderatskandidaten/innen nehme ich gerne auf. Meine persönliche Erfahrung dazu ist folgende: Auch unter den Befürwortern der B.I.G. sind viele junge Erwachsene die politisch interessiert sind, aber ganz einfach die Zeit nicht investieren können, sich aktiv politisch zu betätigen. Ich habe jedes Verständnis für diese Generation. Beruf und Familie fordern ihren vollen Einsatz. Die Allermeisten sind eben nicht im Beamtenverhältnis oder sonst irgendwie von einer Partei oder parteinahen Organisation existenziell aufgefangen. Sie sind mit der Realität des Arbeitsmarktes direkt und hautnah konfrontiert. Sie müssen mit ihrem beruflichen Einsatz dafür sorgen, dass die Steuergelder, die wir so dringend brauchen, jetzt und in Zukunft in die Staatskassen fließen. Sie wollen ihren Kindern ein behütetes und umsorgendes Umfeld geben. Da bleibt für junge Menschen wenig Zeit, sich aktiv in die Kommunalpolitik einzubringen. Meine Kinder sind nun erwachsen, oder auf der Schwelle dahin. Ich persönlich hätte noch vor 10 Jahren nicht gewusst, woher ich die Zeit für aktives, politisches Engagement nehmen könnte. Die B.I.G. wird daher gerade diese Generation verstärkt vertreten, ihr soweit es ihr in ihrer jeweiligen Lebenssituation möglich ist, eine Plattform zu politischer Aktivität bieten, auf sie hören und ihre Interessen vertreten. Das sind wir dieser Generation schuldig. Sie ist die Zukunft. Im Übrigen verweise ich auf den von mir sehr geschätzten Sören Kierkegaard: “Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden“. Wir brauchen eben beides – Alt und Jung.

Dr. Elisabeth Hitzenberger ist Gemeinderatskandidatin der Bürgerinitiative Gmunden B.I.G.


Kampf dem „Gmunden-Virus“

Satirischer Gastkommentar von Marge Lila

Erfolglose Therapie und Medikamentenmissbrauch – Gmundner wehren sich!

Seit Jahren kursiert in Gmunden ein mysteriöser Virus, der der Bevölkerung gesundheitlich schwer zu schaffen macht. Diese Viruserkrankung nimmt nun epidemische Ausmaße an. Immer mehr Gmundner klagen über Übelkeit, Verdauungsprobleme, Appetitlosigkeit, Halsschmerzen, Rhinitis (im Volksmund „Schnupfen“ genannt) und verbreitet auch über depressive Verstimmungen.

„I, wass a net, oba mia is imma öfta zum Kotzen“ klagt einer der Einheimischen. Mag. Gerlinde H. hingegen leidet unter Dauerschnupfen und stellt uns gegenüber fest, dass sie „die Nase gewaltig voll hat“. Ihren Ehemann hat es noch schwerer getroffen, er hat nicht nur eine volle Nase, sondern auch schon einen dicken Hals. Es ist dem Mann daher unmöglich geworden, die hiesige Rathauspolitik weiter zu schlucken. Den Menschen bekommt auch die schlechte, einseitige Rathauskost immer weniger, und sie belagern die Arztpraxen wegen ihrer schmerzhaften Verdauungsprobleme. In vielen Fällen beobachten wir eine akute Appetitlosigkeit der Gmundner. „I bin scho so ongfressn“ erklärt uns ein verzweifelter junger Mann, der die Rathauspolitik nur mehr in kleinsten Dosen verträgt. Er möchte nun die neue B.I.G. Reform-Kost versuchen, um wieder zu Kräften zu kommen. Vor den extrem süßen Wunsch-Krapferln, die derzeit in rauen Mengen verteilt werden, warnen jetzt die Zahnärzte. „Bitte verteilt das Zeug nicht mehr! Wir kommen mit dem Bohren nicht mehr nach. Halb Gmunden hat schon schwarze Zähne“ flehen sie die Verantwortlichen an. Eine weitere, bedrohliche Auswirkung des sogenannten Gmunden-Virus ist der ständig steigende Blutdruck der zahlreichen Erkrankten aus dem sozialdemokratischen Lager. Diese schleppten sich mit hochroten Köpfen und Schweißperlen auf der Stirn förmlich durch den letzten Sommer.

Zu den physischen Beschwerden, kommen auch psychische Probleme. Seit Jahren beobachtet die WHO in der idyllischen Kleinstadt am Traunsee immer mehr Menschen mit depressiven Verstimmungen. Die Stadtgemeinde verteilt daher derzeit wieder verstärkt Stimmungs-Aufheller oder Beruhigungs- und Schlafmittel an die wachsende Zahl erkrankter Bürger. Diese Therapieform hat sich jedoch nach Ansicht der WHO nicht bewährt. Während der Sommermonate konnte man die Nebenwirkungen dieser Behandlung beobachten. Die im künstlichen Stimmungshoch befindlichen Patienten stürmten bei jeder ihnen gebotenen Gelegenheit singend und johlend die Plätze und Gassen der malerischen Innenstadt. Sie ließen unter dem Einfluss der Medikamente nicht nur ihre Hemmungen, sondern auch Flaschen, Becher, Tschick und anderen Müll fallen. Die von der Stadtgemeinde gleichzeitig eingesetzten XXXL-Lustigmacher, wie z.B. das neue Mega-Massen-Lichterfest und die Ultralaut-Freiluft- Volksdumms-Musik-Events sorgten bei vielen Betroffenen für eine bedenkliche Überdosierung, die wiederum zu Schlafstörung und Übelkeit führte. Ein erschreckter Feriengast aus Düsseldorf meint dazu “man hat den Eindruck, die sind alle blau”.

Viele verzweifelte Einheimische sind nun fest entschlossen, diese jahrelange, erfolglose Therapie abzubrechen. Nicht mehr nur die Symptome bekämpfen, sondern dem Virus selbst soll es nun an den Kragen gehen. „Wir müssen endlich die Ursache für unsere Beschwerden bekämpfen. Dieses ewige Pulverl-Schlucken führt zu nichts. Es wird so nicht besser, im Gegenteil – es geht uns immer schlechter“ versichert uns Franz M., ein vom Gmunden-Virus schon schwer gezeichneter Mann.


Neues aus dem Tollhaus

Gastkommentar von Gitti Eisenknie

Endlich, endlich ist es soweit: Die bekannte Firma „MOND & KRÜGERL“ hat sich – in vollkommen selbstloser Weise – dafür eingesetzt, dass auch unser altes Städtchen GM eine Stierkampfarena auf dem großen, nutzlosen Rathausplatz bekommt!
Sie hat auch gleich mit der Firma „VERSCHANDERL & CO“ in selbstloser Weise alle dafür gebrauchten Hohlkopfsteine in Valencia herstellen lassen und einen kostenlosen Versand via Straßenbahn angekündigt.
Der Spatenstich findet am Faschingsdienstag um 24 Uhr nachts statt.
Die Stierkämpfe sollen zur Hochsaison stattfinden mit anschließender Hatz durch die Altstadtgässchen (für Schäden wird nicht gehaftet).
Am Ende sollen dann alle Stiere – und eventuell auch Ochsen – an die auf Jahrzehnte hinaus verschuldeten Einwohner verteilt werden!
Einzelheiten sind jederzeit beim Mag. Dr. Dr. Faschingskrapferl unter der Tel. Nr.: XYZ-0-00-000-0000 im Tollhaus zu erfahren.


GuglhupfIn
Eine Frage quält Ihre Babsy Blitzschnell seit heute: haben die Grünen auch brav die Inhaltsstoffe ihres gift-grünen Guglhupfs deklariert, den sie gestern verabreichten? Wie war das mit der genauen Anführung der allergenen Stoffe? Wir hoffen, es wurden nur Eier von besonders glücklichen HühnerInnen verwendet, die CO2-Bilanz im Auge behalten, Fair-Trade-Kaffee (und sei er noch so grauenvoll im Geschmack, für seine Überzeugung muss man leiden, gell!), und dann wäre da noch die Frage zu stellen ob DER Guglhupf nicht getschändert gehört: „Das Guglhupf“ oder „die MehlspeisIn GuglhupfIn“, uff, deutschIn SprachIn, schwere SprachIn. Wir wünschen noch im nachhinein gute AppetitIn!
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

gruener_gugelhupfPolitisch korrekt deklarierte GuglhupfIn?
Hoch-allergene Erdnüsse (im Glas im Hintergrund)?
Wo ist der Hinweis „Erdnüsse können Erdnüsse enthalten!“?


Ein weiteres Sujet aus unserer beliebten Serie „Wahlplakate, die wir gerne sehen würden!“

Unsere Leserleins haben darauf hingewiesen, dass das SPÖ-Wahlplakat in dezenten Tarnfarben gehalten ist, der Anzug des Kandidaten jedoch nicht so recht dazuz passen würde. Das haben wir behoben. Und natürlich einen neuen Slogan dazu getextet. Wir fanden das ABC (Arbeit, Bleibe, Cash) der Landes-SPÖ zwar etwas sperrig und an den Haaren herbeigezogen, aber zu Christian Dickinger, so unsere Meinung, passt es wie die Faust aufs Auge und ergibt endlich einen allgemein verständlichen Sinn. Ist der SP-BM-Kandidat doch sprachgewaltig schriftstellerisch tätig.
Sollen wir ganz ehrlich sein? Wir raten der SPÖ, beim nächsten Mal uns fürs Entwerfen der Plakate zu engagieren. Wir finden nämlich, dass unser Plakat wirklich gelungen ist im Gegensatz zum offiziellen, das derzeit in Gmunden hängt.

spoe_wahl_ABC


 

 

 

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