Das grosse Zittern

Heute:
GK von find-out2 über Reformpartnerschaft
GK von Alter Sozi über blankes Entsetzen

GK von Dagobert Zehschütz zu zwei Gmundner Politikern
Kurze Beschwerde der Neos mit langer Antwort von Babsy B.

Liebe Leserleins!

Das grosse Zittern geht weiter. Die ÖVP haut mit Inseraten um sich, als ob es kein Morgen gäbe. Wahrscheinlich fühlen die sich genau so! Ob das nicht schon ein echter Overkill ist? Ihre Babsy nimmt gestern den Zeitungsstapel mitsamt Werbung aus dem Postfach. Von jedem zweiten Cover lacht einem der Pühringer entgegen. Also „lachen“ tut er natürlich nicht, das ist ihm vergangen. Er schaut einen verbissen, knurrig und ein wenig verzweifelt an. Im Inneren der Zeitungen geht es so weiter. Pühringer, OÖ für Pühringer, Pühringer gegen die FP. Die Blätter sind vollgepflastert mit ÖVP-Inseraten. Leute, das wird noch teuer für uns arme Steuerzahlerleins. Denn irgend wo muss das Geld für all das herkommen. Die ÖVP hat es nicht, sie verdient nichts, drucken werden sie es auch nicht können. Also muss Parteienförderung her.

Skurril wie immer die Neos. Ich schreibe das jetzt, auch wenn ich wieder von den Gmundner Neos der Parteilichkeit geziehen werde (Na, habe ich das nicht unglaublich vornehm formuliert? Babsylein, ich bin stolz auf dich!). Die haben schon vor Monaten im Amt der Landesregierung interveniert – für Räumlichkeiten und Parteienförderung nach der Wahl. Eines muss man den Neos lassen: sie sind geborene Optimisten. Die Haschen schon nach dem Fell des Bären, bevor dieser noch erlegt ist. Schreien schon nach der Parteienförderung, bevor sie noch gewählt worden sind. Und verlangen im Programm gleichzeitig eine deutliche Verringerung der Parteienförderung. Bin ich die Einzige, die da etwas nicht versteht?

Mitten aus dem Zeitungsstapel fällt mir etwas entgegen, mit dem ich überhaupt nicht mehr gerechnet habe. Eine Parteizeitung der Gmunder SPÖ. Das Blatt hat wieder einmal den Namen geändert. Egal, wer erinnert sich schon noch daran, wie die letzte Ausgabe vor sechs Jahren (=gefühlte zwanzig Jahre) geheissen hat. Mir selbst fällt es auch gerade nicht ein. Jetzt heisst das Blatt jedenfalls „Gmundnerin“, ohne Binnen-I, nur so: Gmundnerin. Als ob es eine Frauenzeitschrift wäre. In der leicht machistisch angehauchten Gmundner Gesellschaft vielleicht keine ganz optimale Namensgebung. Aber man kann es auch positiv sehen: die Gmundner SP stellt sich an die Spitze des Fortschritts und ist ab sofort Vorreiterin (unglücklich formuliert, Babsy! Jetzt bin ich echt nicht stolz auf mich!) der Frauenbewegung. Wenn ers nur aushält, der Dickinger! (Ja, Ihre Babsy weiss, dass der Slogan vom zgonc gestohlen ist.)
Aber jetzt mal zum Positiven: immerhin hat man es geschafft, dass schon drei Tage vor der Wahl in allen Gmundner Haushalten die SP-Postille gelandet ist (wo auch immer). Das ist echter Rekord, und damit ist es der SP gelungen, die ÖVPler als Weicheier vorzuführen. Eine Parteizeitung fast 14 Tage vor der Wahl unter die Leute zu bringen, ist echt feig, gell. No risk, no fun! Die SP bringt ihre Zeitung auf den letzten Drücker. Noch mutiger wäre es nur gewesen, sie am Montag nach der Wahl zu verteilen.
Hat der SPÖ noch niemand erklärt, dass Botschaften an die Wählerschaft rechtzeitig gesendet werden müssen? Hat der Politikwissenschafter Dickinger was vergessen oder einst das entsprechende Seminar geschwänzt? Eine Botschaft, die erst drei Tage vor der Wahl erstmals bei den Wählerleins landet, hat keine Chance, zu sickern. Die wird nicht mehr wahrgenommen, kann das Handeln der Wählerleins nicht mehr ändern.
Aber wir wollen jetzt nicht viel herum kritisieren. Die Wählerleins werden am Sonntag ihr Urteil sprechen, und da möchte ich nicht in der Haut der SP stecken. So wird es die SP jedenfalls nicht schaffen, in letzter Sekunde einen Umschwung herbeizuführen. Über den patscherten Versuch in Richtung Populismus muss ich trotzdem was sagen. Also ehrlich: wem ist der Unsinn eingefallen, dass die Gmundnerleins vom Klosterplatz zum FJ-Platz in der Regio gratis fahren dürfen? Glauben die wirklich, dass das auch nur irgend wen hinter dem Ofen hervorlockt und dazu bewegt, die SP zu wählen? Ich habe nichts gegen Populismus, wenn er gut gemacht ist. Dieser hier ist dilletantisch. Tut mir leid, aber was anderes fällt mir dazu nicht ein. So wie Dickinger, kaum brach der Sommer aus, auf die Idee gekommen ist, für die Kinder Gratisbaden im Strandbad zu verlangen. Jetzt, ja, der Winter naht, ist auch noch Gratisbenutzung der Eishalle dazu gekommen. Nicht, dass das grundfalsche Forderungen wären, aber wieso fallen dem Dickinger solche Sachen erst drei Monate vor der Wahl ein? Er hätte jetzt zwölf Jahre Zeit gehabt, das Thema in den Gemeinderat zu bringen.
Trotzdem hat Dickinger in einem weiteren Punkt (neben dem späten Erscheinungstermin) die ÖVP geschlagen. Und zwar fulminant geschlagen. Die Schwarzen haben es zwar auf eine 32-Seiten-Broschüre gebracht, die Roten nur auf die Hälfte. Aber der Dickinger hat eindeutig den Krapf geschlagen, was die Bilderflut betrifft. Denn, die Spannung steigt, Jubel ertönt, der Dickinger bringt es in seiner Broschüre auf 0,56 Bilder von sich selbst pro Seite, der arme Krapf dagegen nur auf 0,375 Bilder, die noch dazu meist recht klein geraten sind. Während uns Dickinger meist recht grossformatig anlächelt.

Warum wir solange über die SP-Zeitung schreiben? Weil wir uns mehr erwartet haben von einer Partei, die den zweiten Platz und den Vizebürgermeister zu verteidigen hat. Und weil diese Partei irgend wie saft- und kraftlos in die Niederlage taumelt. Keine zwingende Idee, wenn man von den Jungen und ihrer Wohnungskampagne absieht. Dafür der unglückselige Einfall eines „Bürger/-innen-Ausschusses“, in dem halbe-halbe Politiker und Bürgerleins sitzen sollen. Und diese Bürgerleins sollen „gewählt nach einem Zufallsprinzip“ sein. Erstens ist das kein Wählen, sondern eine Verlosung, zweitens ist die Idee beim unseligen Stronach abgeschrieben. Drittens hat das nichts mit Demokratie zu tun, wenn man Mitspracherechte verlost. Auch das sollte ein studierter Politologe wissen, gell! Dass man seitens der SP die ganze Zeit gegen die E-Bus-Ideen der Regio-Kritiker auftritt, aber jetzt in der Broschüre „die sukzessive Umstellung der gemeindeeigenen PKWs und Kleinbusse auf Elektrobetrieb“ sowie die „Anschaffung von Lasten-eBikes“ verlangt, ist Hinweis auf ein nicht ganz in sich logisches Politikkonzept.

Traurig, wenn eine wichtige Kraft – warum auch immer – in eine verheerende Niederlage zu taumeln droht. Wir hätten uns ja eine ordentliche Aufholjagd der SPÖ gewünscht, schon wegen des Gleichgewichts der politischen Kräfte, aber so wird die Mühe mancher, noch unverdrossen um Stimmen laufender „kleiner“ Mitarbeiter wahrscheinlich vergebliche Liebesmüh‘ bleiben.

Die FPÖ ist jetzt fast ausschliesslich nur noch auf der Regio-Schiene (kicher, wo sie doch gegen die Schienen ist) unterwegs. Dazu eine Prise Flüchtlings-Panik streuen. Hat wahrscheinlich Bammel vor der BIG, die zieht nämlich die Regio-Gegner in hellen Scharen an sich. Und nicht nur die. Denn der Unmut ist gross in Gmunden über die alteingesessenen Parteien. Da wird kein Unterschied gemacht zwischen rot, grün, blau oder schwarz. Die BIG hat, wie immer man das sehen will, einen geschickten und moderaten Populismus gut verpackt und mit Themen über die Regio hinaus zusätzlich angereichert.

Die Gmundner Grünen haben ebenfalls einen originellen Wahlkampf geliefert. Ob es gelungen ist, eine Bewegung in der Wählerschaft zu initiieren, die über den unmittelbaren Kreis der Stammwähler hinausgeht, wird man Sonntag am Abend wissen. Die sture, unreflektierte Regio-Haltung und der Wahnsinnskurs von Anschober auf Landesebene sind sicher nicht sehr hilfreich. Obwohl das Potential der Grünen in Gmunden über zwanzig Prozent liegt, müssen die Grünen fürchten, das bei weitem nicht ausschöpfen zu können. Aber wenn Herr Anschober so verrückt ist, sogar den Pühringer auf einem Wahlplakat der Grünen (!!!!) zu präsentieren und ihm zum LH zu gratulieren, dann darf man sich nicht wundern. Man fragt sich allerdings, ob der Mann noch alle politischen Tassen im Schrank hat. Man kann nur hoffen, dass die Gmundner Wählerleins sehr genau zwischen Landtagswahl und Gemeinderatswahl unterscheiden.

gruene_gratulierenGeht es noch ein wenig bescheuerter?

Auch Ihre Babsy hat jetzt einen neuen Brieffreund: den Krapferl. Soll ich ganz, ganz ehrlich sein? Ich habe das Lesen des Briefs nach den ersten zwei Zeilen beendet. Inhaltsleeres Politgeschwätz für Ödbären. Fadgas, wo der Köppl doch vor sechs Jahren (siehe unseren Film von gestern) 100 % Gas für Gmunden verlangt hat. (Die Lieferung dürfte geklappt haben, wenn man das Gerüchle bedenkt, das manche Gmundner Projekte umgibt, die von der ÖVP bis zum Untergang durchgezogen worden sind!) Das Geld für diese Aussendung hätte die ÖVP sich sparen können. Wobei die ÖVP jetzt im ganzen Land ausschwärmt und angedroht hat, hundert Stunden hindurch pro Stunde landesweit 2.500 Haushalte durch ihre Mitarbeiter besuchen zu lassen. Leute, hängt die Türglocken ab und stellt euch tot. Sonst schwafeln euch die VPler tot. Dagegen sind die Zeugen Jehovas dezent. Dieses Ausschwärmen erinnert mich an die Heiligen Drei Könige. Die werden auch jedes Jahr mehr, singen aber mit Sicherheit besser als die ÖVPler.

Aber weil eine dumme Idee nicht sterben darf, treiben auch die Landesgrünen die Wählerbelästigung mittels der scheinbar magischen „100-Stunden-Formel“ in neue Höhen. Dort heisst das Wähler-Stalking „100 Stunden für 100.000 Stimmen“. Wann gibt es endlich ein Gesetz gegen solche Nachstellungen?

Man kann nur froh sein, dass viele Listen nicht genug Leute haben, um das ebenso durch zu ziehen. Da wären die Strassen von Land und Dorf gerammelt voll, die CO2-Bilanz verheerend, die Wählerleins rundum verängstigt. Die Türglocken kämen nicht zur Ruhe. Andererseits: man würde vor lauter Wahlwerbern die Flüchtlingsströme gar nicht mehr wahrnehmen und gleich viel weniger bedrohlich finden. Dafür würden Raufereien an der Türschwelle überhand nehmen. Ja, der Kampf um uns Wählerleins ist ein harter. Wer da an der Türschwelle zurück zuckt, der hat schon verloren. Da wird man zwar nicht von der Bett-, aber von der Türkante gestossen. Uns Wählerleins bleibt wirklich nichts erspart! Auf unsere Kosten, sei es Geld oder Nerven, ist denen wahrlich nichts zu teuer.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Kleine Wahlkunde. Es gibt die Möglichkeit, bei der Gemeinderatswahl Vorzugsstimmen zu vergeben, und damit Kandidatinnen und Kandidaten nach vor zu reihen. Das geht so, wie auf den hier abgebildeten Karten der Jungen Generation in der SPÖ. Dumm nur, dass noch niemand auf die Idee gekommen ist, auch eine Zurückreihung vorzusehen. Dann könnte man den einen oder anderen Polit-Ungustl von den Rängen weisen. Wäre an der Zeit, wo doch auch Facebook jetzt einen „Dislike“-Button einführen will.

vorzugsstimmen

Wie immer der Hinweis: alle Bilder zeigen sich in schönster Originalgrösse, wenn man sie anklickt!


Reformpartnerschaft erleichtert:
Dramatischer Fahrgästeschwund bei der Strassenbahn!

Die Informationsoffensive geht weiter:
Neuer Bildband erschienen!

Ein aktionistischer Gastkommentar von find-out2

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Großes Aufatmen bei der REFORMPARTNERSCHAFT ZUR ZERSTÖRUNG DER INNENSTADT: Endlich liegen offizielle Zahlen vor und bestätigen, dass die Arbeit der REFORMPARTNERSCHAFT Früchte trägt.

So sanken die Fahrgastzahlen der Straßenbahn von täglich durchschnittlich 890 im Jahre 2009 (Quelle: Potentialanalyse) auf 681 im Jahr 2012 (Quelle: Studie KOMOBILE) und schließlich auf 575 im Jahr 2014 (Quelle: OÖVV). Das ist eine Reduktion um schlappe 35% in 5 Jahren.

„Übrigens: Sollten Sie Zweifel an der Richtigkeit dieser Angaben haben, zögern Sie nicht und fragen den Politiker Ihres Vertrauens aus den Reihen der REFORMPARTNERSCHAFT, gerne geben wir Ihnen genaue Details bekannt“, so „Bagger-Stefan“ (ÖVP), das ranghöchste Mitglied der Gruppe.

„Wenn man bedenkt, dass in diesen Zahlen auch die Fahrgäste enthalten sind, die nur z.B. vom Bahnhof bis zur Station Keramik fahren, zeigt sich, wie wichtig die Durchbindung der Straßenbahn durch die Innenstadt bis Vorchdorf sein wird“, erklärt „Zug-Wolferl“(SPÖ), die eminente Wichtigkeit dieses B(W)ahnsinnsprojektes.

Große Erleichterung über diese Zahlen herrscht auch bei allen anderen REFORMPARTNERN: „Durch die sinkende Fahrgastzahl werden die neuen 32m langen Züge mit 76 Sitzplätzen weniger benützt, die Lebensdauer der Garnituren bis 2056 erheblich verlängert und das Projekt – ganz im Sinne der Grünen Wirtschafts- und Umweltpolitik – insgesamt viel nachhaltiger“, bringt „Masten-Otto“(GRÜNE) wichtige Aspekte des Vorhabens auf den Punkt.

„Bagger-Stefan“(ÖVP) bremst etwas die Euphorie seines REFORMPARTNERS, kündigt er doch Gespräche mit Gmundner GolfspielerInnen an, um die Fahrgastzahlen nicht total in den Keller rasseln zu lassen:
„ Natürlich sind wir glücklich, dass wir die Züge bis 2056 benützen können, andererseits wissen wir ja aus der Potentialanalyse, dass sich die Fahrgastzahlen bis 2025 – also in 10 Jahren – auf 1780 erhöhen sollen; deshalb werden wir die GolfspielerInnen als neue Zielgruppe für Zugfahrten ansprechen. Gerade die Streckenführung der Straßnbahn durch das Villenviertel in Gmunden mit seinen potentiellen Fahrgästen ist dafür optimal geeignet. Ein kleiner Spaziergang von 5 – 10 Minuten, das Golfwagerl nachziehend bis zur nahegelegenen Station der Straßenbahn, ist als Aufwärmübung gedacht. Anschließend die herrliche, entspannende 45 Minuten dauernde Fahrt durch die beschädigte Innenstadt; entlang abgeernteter Maisfelder, durch kleine Wälder, entlang von architektonisch interessanten Bahnstationen, Industrieruinen….. bis zum Bahnhof „Laizing“. Von hier ist der Weg zum Golfplatz Kirchham leicht in einer halben Stunde zu schaffen. Um den Anmarsch besser zu nützen, werden 3 weitere „Löcher“ angelegt; die Arbeiten werden im Marketingbudget der SRT leicht unterzubringen sein“, freut sich „Bagger-Stefan“(ÖVP) über seinen neuesten Coup.

Eine neue Informationsbombe lässt der Sprecher der REFORMPARTNERSCHAFT ZUR ZERSTÖRUNG DER INNENSTADT „Wrecking-Ball-Erich“, vulgo „Info-Erich“, vulgo „rosenkavalier“, vulgo e.j.l. (GRÜNE)platzen:

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„Der Bildband „Es fährt ein Zug nach Nirgendwo“ hat so große Resonanz bei der Bevölkerung hervorgerufen, dass wir uns gezwungen sehen, den Band II „Und ein Zug fährt durch die Stadt“ noch rechtzeitig vor der Wahl aufzulegen. Die Exemplare liegen in den Geschäftsstellen von ÖVP,SPÖ und GRÜNE zur Abholung bereit.“

„Die kleine Unschärfe im Titel wird uns die Bevölkerung verzeihen, selbstverständlich fährt der Zug weiter – wie geplant – bis Vorchdorf „, stellt sein Parteifreund von den GRÜNEN „Hidden-Josef“ (Gibt´s von dem eigentlich auch eine 3D-Ausführung?) ergänzend fest.

„Um richtig Gusto auf das Werk zu machen, werden wir den LeserInnen auch diesmal einige Seiten im Vorabdruck präsentieren“ , wirbt der in solchen Sachen erfahrene Schriftsteller „Bla-Bla-Christian“ (SPÖ).

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Besondere Freude kommt beim „Wrecking-Ball-Erich“(GRÜNE) bei den Bildern aus der Kuferzeile auf, erinnert ihn doch die Situation an eine seiner imposantesten Rollen.
„Durch diese hohle Gasse muss er kommen, es fährt kein anderer Zug nach Vorchdorf!“, schwelgt er in früheren Zeiten. „Da die Kuferzeile durchschnittlich nur 5,60 m breit ist, kommt der neue, 32m lange Zug ausgezeichnet zur Geltung. Der Bühnenbildner hat super gearbeitet“ freut er sich diebisch.

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Volle Freude empfindet auch „Masten-Otto“ (GRÜNE) über die gelungene Lösung am Franz-Josefs-Platz, beim einzigen, an der Bahnstrecke gelegenen Café:
„Es hat sich also doch gelohnt, den Planern und Erbauern der neuen Bahn an Hand des Beispiels aus Augsburg zu zeigen, wie die optimale Lösung auszusehen hat. Auch die Bevölkerung goutiert solches Bildmaterial, wenn auch die Realität in Gmunden etwas anders aussieht!“

„Vielleicht können wir die, dem „Grellinger“ zugewandte Seite der Züge, mit einem Plakat bekleben, das die bisherige Aussicht zeigt“, bringt sich „Ampel-Karl“(derzeit GRÜNE) wieder mit einer seiner genialen Wortmeldungen in Erinnerung.

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Besonders begeistert zeigt sich „Schienen-Sigi“(ÖVP) über die zu erwartenden Mega-Staus auf der „Grabenkreuzung“: „Schon jetzt bricht gelegentlich der Verkehr zusammen, wenn jemand etwas mehr Zeit benötigt, um seinen Parkplatz am Graben zu verlassen und die bergauf fahrenden Autos die Kreuzung nicht mehr verlassen können. Hier erwarten wir eine neue „Staudimension“!“ jubelt der Verkehrsexperte.

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Eine vollkommen entspannte Verkehrssituation wird auch die Theatergasse auszeichnen: „Es muss sich doch positiv auswirken, wenn zusätzlich zum bisherigen Verkehrschaos noch 75 x ein 32m langer Zug die Innenstadt frequentieren wird“, gibt sich „Schienen-Sigi“(ÖVP) auch hier kämpferisch.
„Deine Vision von 365 X Mondscheinbummel im Jahr lässt sich leider nicht realisieren“, weist er „Masten-Otto“(GRÜNE) zurecht, der beleidigt seine „Brennessel“ wegsteckt. Wieder wurde ihm eines seiner Propagandafotos nicht abgenommen. Und das ausgerechnet von einem Mitglied der REFORMPARTNERSCHAFT!

„Kinder, streitet euch nicht! Eine Begegnungszone ist doch von gegenseitigem Respekt, Rücksichtnahme und Gleichberechtigung geprägt“, glättet „Zug-Wolferl“(SPÖ) die hochgehenden Wogen. „Schaut nur, wie Hund und Herrchen die Vorzüge der Begegnungszone genießen!“

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„Endlich wieder ein Zug am Stadtplatz“, fällt „Bla-Bla-Christian“(SPÖ) in Ekstase: „Was mit der Pferdeeisenbahn begann, durch Ignoranten jahrzehntelang verhindert wurde, feiert jetzt endlich Wiederauferstehung. Die Vorteile liegen ja klar auf der Hand: wir können mit dem Zug jetzt zur Gemeinderatssitzung fahren! Und vor allem zum Wochenmarkt! Dass unsere Heimstätten von der Bahnstrecke etwas abgelegen sind – kein Problem – „Zug-Wolferl“(SPÖ) holt uns mit seinem Dolmus ab und bringt uns zur nächsten Station.“

„Der „Zug-Wolferl“(SPÖ) holt mich mit seinem Dolmus ab…“, intonieren die umstehenden REFORMPARTNER eine leicht abgewandelte Version von „Resi, i hol di mit mein Traktor ab…“ und fallen sich glücklich in die Arme!

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Den größten Verlust seiner Identität muss das Trauntor verkraften:
„Wir müssen einfach mit der Zeit gehen, aktuell sein, deshalb werden wir das K.OHNSORG – Wappen – ohnehin schon in die Jahre gekommen und museumsreif – durch unser neues, zeitgemäßes Logo ersetzen. Unsere auswärtigen Gäste sollen sofort erkennen, welche charakteristischen Schwerpunkte die Stadt Gmunden repräsentieren: Salz war einmal, jetzt sind Masten, Bagger und Spaten die Charakteristika!“, schwärmt unisono die ganze REFORMPARTNERSCHAFT ZUR ZERSTÖRUNG DER INNENSTADT (ÖVP,SPÖ,GRÜNE).

„Ausgeführt werden die Arbeiten von einer besonders geschulten Maurerbrigade von S&H in Beton, auf den „Keramikcharakter“ verzichten wir. Mit dem Töpfermarkt haben wir schon genügend Keramik in der Stadt“, blickt „Bagger-Stefan“(ÖVP) genussvoll in die Zukunft.

Über die Masten-Monokultur auf der Traunbrücke machen sich „Hidden-Josef“ und „Ampel-Karl“(einer immer, der andere jetzt GRÜNE), seit sie sich zum Gestaltungsbeirat selbst ernannt haben, die größten Sorgen: „Um die schädlichen Auswirkungen einer Monokultur zu verhindern, werden wir nach der Wahl vorschlagen, jeden 2. Mast grün und jeden 3.Mast rot zu streichen. Der 1. Mast ist ja schon schwarz!“
„Liebe WählerInnen! Um ganz sicher zu gehen, wem Sie Ihre Stimme am Sonntag geben und nicht geben sollen, bitten wir Sie, sich bald die beiden Bildbände in unseren Parteisekretariaten zu holen. Es gibt keine bessere Entscheidungshilfe!“

Reformpartnerschaft zur Zerstörung der Innenstadt vulgo ÖVP, SPÖ, GRÜNE.


Blankes Entsetzen

Ein Gastkommentar von Alter Sozi

Die lang erwartete SPÖ-Zeitung ist doch noch gelandet. Leider mit einem Bauchfleck. Es geht mir nicht um die Inhalte. Über die kann man diskutieren. Manches ist in Ordnung und wird auch von anderen Parteien und Listen verlangt. Manches ist unklug, einiges widersprüchlich. Damit könnte ich leben und SPÖ wählen. Werde ich vielleicht auch machen.

Gewaltig stinkt mir aber das seitenlang zelebrierte, überhebliche und arrogante Eigenlob des Genossen Dickinger. Die haben sich beim Machen der Zeitung sicher die ganze Zeit die Nase zuhalten müssen. Da stellt sich jemand als „Profi“ dar, der nie in einem echten Betrieb gearbeitet hat. Der keine Ahnung von der Arbeitswelt hat und in der Politik als Klugschwätzer auftrat. Er war nämlich nie in einer kommunalen Position, in der er etwas umsetzen hätte können oder müssen. Die einzige Funktion mit Verantwortung war die als Vorsitzender des Rechtsausschusses. Dort hat er kläglich versagt. Die Vertragsstreitereien rund ums Hotel, all die Unklarheiten in den Verträgen, dazu hat man nie ein Wort vom Herrn Dickinger gehört. Er hätte sich nämlich wehren können. Er macht sonst auch gern Pressekonferenzen. Warum nicht zum Thema Verträge und Asamer? Weil er sich über den Tisch ziehen hat lassen und zu eitel war, den Vorsitz zurückzulegen. Eitel und stolz, dass er und nicht ein Jurist den Vorsitz führt. Er ist vor lauter Eitelkeit und Stolz in die Falle der ÖVP gelaufen. Die schwarzen Anwälte im Ausschuss kommen wahrscheinlich aus dem Lachen nicht mehr heraus, wenn sie an Dickingers Fachkompetenz denken. Hätte man Dickinger die Friedhöfe gegeben, würden sich dort die unbegrabenen Leichen zu Bergen türmen.

Dieser Mann erklärt uns jetzt, er sei der beste für das Bürgermeisteramt? Das kann er nicht einmal altehrwürdigen Roten wie mir einreden. Ich werde vielleicht die SPÖ wählen, um den ganz schlimmen Absturz zu verhindern. Ob ich mit meiner Stimme das kann? Ich werde es wahrscheinlich dennoch versuchen. Aber eines mache ich ganz sicher nicht! Meine Stimme für Dickinger als Bürgermeister hergeben! Das wäre ein zweiter Fall Köppl, aber zum Quadrat. Eitel, inkompetent und  eine glatte Fehlbesetzung. Wie kommt er auf die Idee, „die besten inhaltlichen und formalen Voraussetzungen“ zu haben?

Was mich aber besonders entsetzt hat, war die Art, wie er über die beiden Spitzenkandidaten der FPÖ hergefallen ist. Man soll die FPÖ für ihre Politik ordentlich kritisieren. Ich mag deren Politik auch nicht. Bevor ich aus Protest die FPÖ wähle, bleibe ich zu Hause oder überlege mir eine Alternative zur SPÖ, was in Gmunden gar nicht so einfach ist, wenn man in der Wolle rot gefärbt ist.
Aber was Dickinger in Richtung von Frau Enzmann und Herrn Colli sagt, ist unerhört und eine furchtbare Entgleisung. Keine politische Kritik, sondern Kritik am Alter!
Hätte Herr Dickinger eine ordentliche Kinderstube, würde er nicht mehrmals auf das „Alter“ von Frau Enzmann hinweisen. Wer eine gute Erziehung und Manieren hat, weiss, dass Damen kein Alter haben. Es gehört sich schon im täglichen Umgang jenseits der Politik nicht, Frauen auf ihr Alter anzusprechen. Herr Dickinger erweist sich hier als unhöflicher Rüpel. So will er Stimmen aus dem Gmundner Bürgertum bekommen? Viel Glück!
Auch Herrn Collis Alter ist unerheblich. Warum soll jemand in seinem Alter nicht mehr in der Politik sein? Gibt es ein Alterslimit nach oben? Ist das ein politisches Argument? Herr Dickinger hat übersehen, dass auch auf seiner Liste ca. ab Platz 12 fast „nur“ noch Pensionisten kandidieren. Zwei der vier Erstgereihten sind nach seinem Maßstab auch nicht mehr ganz taufrisch. Der sechstgereihte ist Frühpensionist. Dickinger diffamiert so seine eigenen Leute! Wer selbst im Altersheim sitzt, soll nicht mit den künstlichen Zähnen herumwerfen! In einer Zeit, da Arbeiten bis 67 oder länger diskutiert wird, ist es auch unter diesem Aspekt unerhört, das Alter der Gegenkandidaten ins Gespräch zu bringen. Ausserdem ist Gmunden eine „alte“ Stadt, da ist es schon aus Gründen der Repräsentation demokratisch sinnvoll, wenn ältere Menschen aktiv in der Politik tätig sind.

Viele weitaus ältere Menschen als Herr Dickinger haben mehr Ideen, bessere Einfälle und sind im Kopf wesentlich jünger als Dickinger. Das ist jedenfalls mein Eindruck. Er ist ein typischer Alt-Politiker, auch wenn ich diesen Begriff nicht gern verwende.

Was sagt übrigens der SP-eigene Pensionistenverband zu dieser Entgleisung? Ob Dickinger sich da die Stimmen der „Alten“ holen kann?

Genosse Dickinger beschreibt sich selbst als „glaubwürdig, ehrlich und kompetent“ und als „Profi“. Ich kann nichts davon erkennen und wende mich enttäuscht und entsetzt ab. Meine Stimme bekommt er bei der Bürgermisterwahl auf keinen Fall. Auch wenn er genug Fürwitz besitzt, den verstorbenen ÖVP-Bürgermeister Herrmann, der sich nicht mehr wehren kann, als „Wahlhelfer“ herbeizurufen. Dieser habe ihm, Dickinger, anläßlich der Wahl im Jahr 2009 geflüstert, er hätte ihn gewählt. Unter Bescheidenheit, auch die reklamiert Dickinger für sich, verstehe ich etwas anderes.
Auch wenn die Farbe „grün“ nicht meine persönliche Leidenschaft ist und letzten Endes rot wählen werde, so ist mein Bürgermeisterkandidat der grüne Sperrer. Der wirkt kompetent und ehrlich, hat sich was gegen die ÖVP getraut und gezeigt, dass er die Politik nicht braucht, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Für mich ist er ein Bürgermeister, wie man ihn sich nur wünschen kann.


Politiker in Gmunden

Ein kurzer Gastkommentar von Dagobert Zehschütz

ÖVP Stefan antwortet nicht, wenn es ihm nicht genehm ist. Das Thema nicht seinen Vorstellungen entspricht. Alles Super usw. – einfach ein klassischer ÖVP Jungpolitiker. Wird nicht besser werden oder???

SPÖ-Blabla-Christian. Warum hat er verschwiegen, daß er verheiratet ist. Oder ist er gar nicht verheiratet?? Frau oder …
Wer seine zehn Bücher gelesen?
Sind sie wertvoll oder????? Enthalten sie Beileidigungen gegen ehemalige Adelige?
Selbst schreibt er über sich, glaubwürdig zu sein! Wer glaubt dies? Weiters beschreibt er sich als ehrlich und kompetent. Wer in Gmunden kann diese Selbstbeschreibung des BLABLA-Christian nachvollziehen???
Das er ein Profi sei, so lobt er sich, können wir nicht nachvollziehen.
Die Selbstbeschreibung im SPÖ-Blatterl glaubt nur er, weil er an sich selbst glaubt, der erfahrene Parteisekretär. Was hat er sonst noch in seinem Leben geleistet???? Bevor er den veranwortungsvollen JOB bei der Partei bekommen hat.
Angeblich ist die SPÖ Gmunden gerade dabei, eine Beratungsstelle einzurichten, wie man ab Alter von 29 Jahren in Pension gehen kann. Sie sollen über Spezialisten verfügen, die sich da auskennen.


Kurze Beschwerde der Neos mit langer Antwort von Babsy B.

Ein anklagendes Einserkasterl von Wilhelm Krausshar

Jetzt ist der Gmundl doch zur Wahlkampfpostille der BIG geworden…. Es ist nur schön, dass die Leute auf der Straße lieber mit uns reden!

Lieber Herr Krausshar!
Wir sind niemandens “Wahlkampfpostille”, gell! Wir können nichts dafür, wenn die BIG-Leute sich ins Zeug schmeissen und viele von ihnen hier viel posten.
Ich habe ohnehin sehr mitfühlend geschrieben, dass in dieser Zuspitzung zwischen Schwarz und Blau die Neos und die SP unter die Räder kommen. Ich bekenne mich auch dazu, dass beide Parteien einen grossen Eigenanteil an ihrem Elend haben. Die Neos haben bei der NR-Wahl einen massiven Vertrauensvorschuss erhalten, und jetzt sind viele Leute enttäuscht. Das hat nichts mit den Medien und der Berichterstattung zu tun, sondern mit schweren Fehlern.
Schon der Faymann ist mit einem Brief an die Krone ausgerutscht. Was macht der Strolz? Er schickt ein Gedicht an die Krone, über das ganz Österreich wiehert vor Lachen. Dann all die Ungereimtheiten in Fragen Privatisierung, TTIP usw. Mir war das LiF, wie vielen, durchaus sympathisch, was sein Engagement in Fragen Bürger- und Menschenrechte betraf. Der unreflektierte Wirtschaftsliberalismus hat mir nicht behagt, auch so wie vielen anderen. Ähnlich geht es mir jetzt mit den Neos.

Wir können nicht beurteilen, ob “die Leute auf der Strasse” lieber mit den Neos oder der BIG reden. Wenn es so sein sollte: Gratulation an die Neos. Möge es einen Niederschlag am Stimmzettel finden. Wir sagen dauernd: wir wünschen möglichst viele Listen im Gemeinderat, ein Abbild der Bevölkerung. Da zählen die Neos zweifellos dazu.
Sie haben hier jede Möglichkeit, Ihre Gedanken zu veröffentlichen, auch ausführliche Stellungnahmen. Leider kommt da in letzter Zeit, gerade in der Hochphase des Wahlkampfes, nichts. Wir können ja nicht  die Kommentare für die Neos schreiben. Das müssen Sie schon selbst machen, so wie die Leute vom BIG. Herr Kassmannhuber, der Listenführer der BIG, investiert erkennbar viel Zeit in Gastkommentare. Die Neos liefern da leider derzeit gar nichts – ausser Jammern über Medien und gmundl-Blog.

Aber trotzdem: wir wünschen Ihnen den Einzug in den Gemeinderat. Jede Liste mehr, die dort Kontrolle ausübt, ist wertvoll. Aber uns fehlt ein wenig der Glaube, dass die Neos es schaffen. Sie können von uns nicht verlangen, dass wir das nicht sagen. Das letzte Wort hat ohnehin die Wählerschaft. Wir halten bei allen unseren Zweifeln die Daumen, dass die Neos es schaffen.
Babsy Bitzschnell f. d. Team Gmundl


Wir setzen unsere Serie kongenialer „Wahlplakate, die wir gerne sehen würden“ fort. Kommentare sowas von überflüssig!

gruen_plakat_05_schwarzbleibt

oevp_plakat_hallenbad


Und hier nocheinmal der Link zu unserem speziellen Werbespot, der natürlich die ÖVP unterstützen soll!

Versprechen und brechen – Der Film


 

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