Erkenntnisgewinne?

Heute:
Babsy schaut ins Land
GK von Gmundnerinnen und Gmundnern

Liebe Leserleins!

Wir sind jetzt alle auf die eine oder andere Art erschöpft, sehr erschöpft sogar. Auch Ihre Babsy. Natürlich sitzt uns allen das sonntägliche Ergebnis der Wahlen in den Knochen. Da ist kein grosser Unterschied zwischen Siegern und Verlierern.

Jeder reagiert auf seine Weise auf die Ergebnisse. Der Haimbuchner versucht jetzt, den Pühringer aus dem Amt zu kippen, das ist leicht durchschaubar. Und dass ein paar VPler da mitspielen, ist auch kein Wunder. Der Graurücken ist angeschlagen, jetzt wird um die Nachfolge gerangelt. Vor allem unter jenen, die Pühringer nicht als Nachfolger vorgesehen hat, also praktisch alle bisherigen schwarzen Mitglieder der Landesregierung. Strugl ist da an vorderster Front unterwegs, darum auch sein Sager in Richtung eine Koalition mit der FP. Da will sich wer bei der OÖ-Industriellenvereinigung beliebt machen, während die schwarzen OÖ-Wirtschaftskämmerer noch nicht so recht wissen, was sie wollen dürfen sollen. So ist das, wenn die alte Herrschaft ins Wanken gerät. Aber noch ist Pühringer den politischen Tod nicht gestorben, im Gegenteil, der Mann ist noch ziemlich lebendig. Was da letzten Endes wirklich herauskommt, weiss derzeit wahrscheinlich nicht einmal der Pühringer so richtig. Wir tippen nicht unbedingt auf eine VP-FP-Koalition. Auch nicht auf schwarz-rot oder gar schwarz-rot-grün. Nachdem alle erklärt haben, die stärkste Fraktion soll den Landeshauptmann stellen, werden sie wohl oder übel den Pühringer jetzt zum LH wählen müssen. Ganz ohne dass es ein Koalitionsübereinkommen gibt. Dann wird Pühringer sich von Fall zu Fall eine Mehrheit suchen. Das klingt nämlich komplizierter, als es in Wahrheit ist.

Es werden ohnehin viele Beschlüsse, die grosse Mehrzahl, einstimmig gefällt. Dass die Langfristplanung erschwert ist, ist eine nette Geschichte, aber nicht wahr. Im Gegenteil. Die ÖVP kann damit rechnen, ihre Vorstellungen in hohem Masze umsetzen zu können, da sie in keinem engen Koalitionskonzept steckt, sondern sich je nach Thematik aussuchen kann, wer mit ihr mitgeht. Ihre Babsy behauptet: er hat in diesem Modell wesentlich mehr Freiraum als in einer Koalition. Natürlich mit dem Risiko, bei einzelnen Themen auch einmal überstimmt zu werden. Aber welche Themen könnten es sein, bei denen sich SP, FP und Grüne gegen die ÖVP zusammen rotten? Na eben!

Es kann natürlich sein, dass der Druck der Industriellenvereinigung, in OÖ ohnehin mehr blau als schwarz, zu gross wird. Aber wie schon gestern hier geschrieben: die Industrie will billige, ausländische Arbeitskräfte. Da kommt die FP in einen ziemlichen Erklärungsnotstand, wenn sie ihren bibbernden Anhängern erklären wird müssen, wie sie diesen Spagat meistert.

In Gmunden herrscht noch immer Rätselraten über das VP-Ergebnis. Ein paar Gründe haben wir hier im Blog bereits aufgeführt. Die ÖVP hat einfach gut funktioniert. Die anderen Parteien weniger, vor allem die SPÖ. Die liegt nämlich so darnieder, dass es keine Freude mehr ist. Leider ist beim Spitzenkandidaten nicht zu sehen, dass er einen Erkenntnisgewinn hätte. Einfach nur konsterniert zu sein und sich zu wundern, warum die Leute die ÖVP wählen trotz „zwanzig Jahre falscher Politik“, ist ein wenig wenig, gell! SP-Dickinger wird sich endlich einmal fragen müssen, warum er keine Alternative dargestellt hat. Warum er die SPÖ in den Abgrund geführt hat, wie auch viele SP-Mitglieder und -Sympathisanten hinter vorgehaltener Hand beklagen. In Altmünster, in gewisser Weise eine Art Vorort von Gmunden, hat die dortige SP die VP entzaubert, die SP-Kandidatin geht in die Stichwahl gegen den VP-Kandidaten. Eine Überraschung ist möglich. Was hat die SP-Altmünster besser gemacht als die SP-Gmunden unter der Federführung von Dickinger? Er sollte mal nicht die ÖVP-Fehler der letzten zwanzig Jahre und die Unfähigkeit der Wählerleins, das zu erkennen, beklagen, sondern sich fragen, welche Fehler er selbst in den letzten zwölf Jahren gemacht hat. Die sind nämlich mit der Hand zu greifen. Das schlechte Ergebnis der SP-Gmunden, das schlechteste rote GR-Ergebnis des Bezirks, ist selbst verschulkdet, genau gesagt: Dickinger-verschuldet. Und er sollte endlich klar und deutlich sagen, worin in einem solchen Fall politische Verantwortung besteht.

Etwas komplizierter stellt sich die Frage bei den Grünen. Die haben als Partei funktioniert, waren im Gegensatz zu Dickinger im Wahlkampf hochaktiv und hatten ein erkennbares Konzept. Trotzdem würde man auch da gern eine Erklärung für den Verlust von Stimmen und des Stadtratspostens hören. Immerhin haben deutlich mehr Wählerleins die Landesgrünen gewählt als die Stadtgrünen. Da wäre Ursachenforschung angesagt, wenn die miese Leistungsbilanz der Landesgrünen mit mehr Stimmen belohnt wird, als die couragierte Haltung ihres Spitzenkandidaten Sperrer in Fragen Korruption in Gmunden.
Aus unserer Sicht hat man die Sprengkraft des Pro-Regio-Kurses unterschätzt. Viele Grün-Wählerleins hat wahrscheinlich angesichts des umgeackerten FJ-Platzes die Panik erfasst und das grosse Entsetzen darüber, dass die Grünen, die sich früher mal an Bäume angekettet haben, keinen Mucks gemacht haben, während ihr ehemaliger Stadtrat, der geschwärzte John, den Leuten erklärt hat, dass es nachher mehr Bäume geben werde, als vor den Rodungen. Wer sich jedoch einmal genau auf der Baustelle umgesehen hat, dem kommen beträchtliche Zweifel, dass die noch stehenden Bäume die Bauarbeiten langfrist überleben werden. Da wurde zum Beispiel ziemlich brutal das Wurzelwerk der stehenden Bäume schwer beschädigt. Kann sich jeder persönlich vor Ort ansehen.

Der Spitzenkandidat der BIG hat gezeigt, dass man aus Wahlergebnissen auch Schlussfolgerungen ziehen kann. Kassmannhuber hat eingestanden, wir hier im Blog haben es immer gesagt, dass es ein Fehler war, keinen BM-Kandidaten zu nominieren. Erstens hätte die BIG wahrscheinlich noch ein paar Prozenterln gewinnen können, zweitens wäre der ÖVP-Sieg nicht so deutlich ausgefallen. Wahrscheinlich hätte man mit einem BM-Kandidaten sogar die Stimmenzuwachs der VP verhindern und ihre absolute Mehrheit im GR verhindern können. So aber waren die Wählerleins ziemlich ratlos. Wen sollte man als BIG-Wählerlein mit Regio-Antipathie wählen, wenn man FP-Enzmann nicht wählen wollte, weil man die FP grundsätzlich nicht wählen will? Und manche haben wohl nicht nur Krapf gewählt, sondern auch die VP, weil man eine Gruppierung ohne BM-Kandidaten nicht wählen wollte.

Aber immerhin, Kassmannhuber hat es erkannt. Ein Zeichen, dass die BIG im Gegensatz zu anderen lernfähig ist und Fehler zugeben kann. Ob die ÖVP-Mehrheit ihr ein „gutes“ Ressort geben wird, in dem die BIGler zeigen können, was sie drauf haben? Da herrscht noch Skepsis. Ihre Babsy denkt, dass da der Krapf noch so manchen Alt-VPler in die Schranken weisen wird müssen. Interessant wird auch sein, wie er ganz allgemein bei der Aufgabenverteilung vorgehen wird. Dass zentrale Bereiche wie Finanzen bei der ÖVP bleiben werden, ist logisch und liegt auf der Hand. Aber es sollten auch die anderen Listen interessante Aufgabenbereiche erhalten. Hier wird sich weisen, ob es wirklich eine neue Art des Umgangs einer mit vergrösserter absoluter Mehrheit ausgestatteten ÖVP gibt.

Es ist noch mit einigen Veränderungen in der Gmundner Politlandschaft zu rechnen. Denn auch wenn das versucht wird, es wird nicht möglich sein, da einfach durch zu tauchen und mit einem Achselzucken so weiter zu machen, wie bisher mit der Ausrede: Schuld sind die anderen, die Umstände, ein schlechtes Horoskop und der Vollmond.

Auf die Realisierung dieser umfassenden Änderungen trinke ich ein Glaserl Orangensaft, garantiert ohne Alk. Frau will ja allen Akteuren der Gmundner Politik ein gutes Vorbild sein, gell!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

Was tat Dickinger?

Ein Gastkommentar von Gmundnerinnen und Gmundner

Danke liebe Babsy für die Mitteilungen!
Jetzt hört man den Herr Dr. Dickinger sogar im TV und liest in Lokalzeitungen von seiner Enttäuschung.
Das Flüchtlingsthema sieht er für das schlechte Abschneiden der SPÖ Gmunden als eine Ursache. Das Gespräch hörte sich an, als ob Dr. Dickinger nicht von der SPÖ-Verantwortung in Gmunden spricht und schreibt (Flüchtlinge, BIG andere Parteien seien schuld am schlechten Abschneiden). Es muß hinterfragt werden, warum haben die Genossen in Ebensee und Altmünster von den bösen Mächten, die das SPÖ-Wahlergebnis angeblich beeinflussen, nichts abbekommen?
Hatten sie Bürgernähe? Haben die SPÖ Genossen in diesen Gemeinden sogar mit den Wählern gesprochen und deren Probleme erkundet?
Warum ist im Bezirk Gmunden nur in der Stadt Gmunden ein extrem schlechtes Abschneiden feststellbar?
Jedenfalls eines ist unübersehbar. Wenn man schriftliche Anfragen an die SPÖ Gmunden wegen Fehlverhalten von Parteifunktionären richtet, werden sie 100 % nicht beantwortet. Einzhige Folge: man wird dann auch von unbeteiligten Funktionären nicht mehr gegrüßt. Von der Landespartei bekommt man auch keine Anwort.
Also Anfragen mit Beschwerden über Stadtfunktionäre an die SPÖ Gmunden kann man nicht richten, weil dann mit Mobbing geantwortet wird.
Wir möchten den Herrn Dr. Dickinger, der sich nicht einmal beim Wähler ordentlich vorstellt, fragen: Ist er verheiratet oder lebt er unverheiratet mit seiner Partnerin?
Die Lebensform steht natürlich jedem frei, wird auch keine Auswirkungen auf die Wahl haben. Aber ein ordentlicher Politiker stellt sich vor einer Wahl ordentlich vor, gibt seine persönliche Situation bezüglich Privatleben bekannt.
Der Wähler will halt über seinen Mandatar Bescheid wissen. Grundprinzip des Anstandes vor seinen Wählern!
Man gibt den Herrn Dr. Dickinger den Rat, da er offensichtlich 2 Kinder hat, die Väterkarenz zu nutzen, um sich zu besinnen. In Karenz nachdenken, habe ich das richtige Umfeld? Will der Wähler Funktionäre, die, bevor sie bei der Partei ihr Glück versuchten, beruflich versagt haben? Wenn er die Karenzzeit zwischendurch zum Nachdenken nützt, wird er merken, daß die Probleme hausgemacht sind und nur bei der SPÖ Gmunden  und vor allem bei ihm selbst zu suchen sind!!!!!!
Freundliche Grüße
Gmundnerinnnen und Gmundner der Freunde o la la !


 

 

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