Wahl der Qual

Heute:
Ein paar sonntägliche Zeilen mit Babsy

Liebe Leserleins!

Heute also der Endspurt im Wahlreigen dieses Jahres. Dann haben wir Wählerleins zweieinhalb Jahre nix mehr zu plauschen. Also den letzten Wahltag geniessen und hingehen.

Und jetzt ein paar nachdenkliche Zeilen. Sie haben mit den Wahlen zu tun. Haben Sie auch schon die nunmehr sinnlosen Wahlplakate gesehen? All die Versprechungen, die Hoffnungen, die hoffnungsvollen Kandidatinnen und Kandidaten – alles Makulatur. Überklebt, heruntergerissen, vorbei. Millionen verpulvert, und so viele Erwartungen nicht erfüllt. Die unterlegenen Kandidaten werden bald schon vergessen sein. (OK, der Strache nicht, mit dem werden wir noch eine Weile leben müssen.) Zurückgetreten oder auch nicht, in die hinteren Reihen verschoben, oder auch nicht. Wird aber noch kommen.

Klar klammern sich einige an ihre Posten, die meist eh nur Pöstchen sind. Man ist ja so wichtig. Gar nichts ist man, gell. Die Friedhöfe sind voll mit Leuten, die sich einmal für unglaublich wichtig gehalten haben. Wer nach Niederlagen noch klammert, ist eigentlich ein bemitleidenswertes Wesen. Auch wenn manche von denen sich kein Mitleid verdienen. Man muss wissen, wann die Zeit vorbei ist. Wer das nicht weiss, nicht erkennt, wird von einer möglicherweise tragischen Gestalt zu einer lächerlichen. Das mögen jene bedenken, die nicht gehen wollen, auf ihr Mandat pochen, das sie sich ohnehin nicht verdient haben. Man blockiert die nachfolgende Generation nicht, gehört sich einfach nicht. Das sei jenen Sturköpfen ins Stammbuch geschrieben, die nach der Niederlage die Schuld bei allen suchen, nur nicht bei sich selbst.

Manche schaffen den Abgang mit Anstand und Würde nicht. Sie werden zu würdelosen, anstandsverlorenen Gestalten, die einem nicht einmal mehr Mitleid abringen, nur Verachtung. Also Hochachtung für jene, die den Schritt schaffen oder gerade geschafft haben. Und keine Nachsicht mit jenen, die meinen, bis zur Pension auf ihren kleinen Pöstchen verharren zu müssen. Es sind diese Kleingeister, die alles verderben, die Politik in Misskredit bringen. Aber manche lernen es nie. Weil ihre Weltsicht eingeschränkt ist.

Ihre Babsy wünscht all den Beharrern, dass sie in den nächsten Wochen doch noch einsehen, dass ein kühner Abgang mehr Ansehen bringt, als eine schlechte Fortsetzung. Manche verlieren ihre Würde und merken es nicht. Man wird ihrer nicht mit Nachsicht und schon gar nicht mit Achtung gedenken. Man wird sie ganz einfach vergessen.

Der Ausreden sind genug gewechselt, lasst uns endlich Rücktritte sehen!
Ämter sind so vergänglich wie die Welt insgesamt!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Nachtrag zu meiner gestrigen Glosse: Der Fusel kann natürlich auch beim Lidl oder an einer Tankstelle erworben werden. Tankstelle ist besonders gut, da ist der Fusel besonders schlecht. Ausserdem haben Tankstellen am Sonntag geöffnet, der Lidl nicht – Gott sei Dank im Namen der Belegschaft! Ordentlichen Schampus bekommt man weder da noch dort. Den sollte man schon im voraus eingelagert haben!


 

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