Kein Griss um Griss u. a.

Heute:
Babsy über die Möchtegern-Kandidatin Griss
und das grosse „Warum nicht gleich?“

Liebe Leserleins!

Halb zog sie ihn, halb sank er hin – die Griss und der Bundespräsi-Job. Naja, sie zieht es zwar hin, aber beim Job, da haben wir so unsere Zweifel, ob er auch nur einen Millimeter hingesunken ist.
Sie haben es wahrscheinlich schon erraten: Ihre Babsy beschäftigt sich heute mit Frau Griss, um die es kein besonderes Griss gibt. Die brave Dame wird nicht müde, sich selbst zu annocieren. Nur das Echo, das ist nicht gerade jenes, dass sie sich erhofft hat. Kismet, wie man im christlichen Abendland sagt. Die gute Frau hat nicht gerade gute Ideen. Die Zivilgesellschaft soll ihre Kandidatur unterstützen und vor allem finanzieren.

Äh? Wer ist das: die Zivilgesellschaft? Die Leute am Westbahnhof, die Flüchtlinge füttern? Gmundens Protestierer gegen die Regio oder die einstigen Gegner der Asamerschen Hotelparanoia? Oder Menschen, die „Daham statt Islam“ gröhlen? Tja, liebe Leute, wer ist das, die sagenhafte Zivilgesellschaft? Ihre Babsy könnte es sich leicht machen und einfach schreiben: alle, die hier im Blog mitlesen und mitschreiben. Auch nur eine Halbwahrheit, wenn wir ehrlich sind. Zivilgesellschaft, das ist nicht greifbar. Die bildet sich anlassbezogen spontan, nicht weil jemand HerrBundesPräsident werden will. Gut, FrauBundespräsident. Aber ich bleib jetz mal bei HBP, weil das hat sich als Begriff gut eingebürgert.

Frau Griss hat auch gleich signalisiert, dass es ihr offenbar total extrawurst ist, wer ihr die Kandidatur finanziert. Auch die FP darf sich beteiligen. Ja, von den Seinen nimmts der Herr im Schlaf. Also echt: zu sagen, wenn mich wer unterstützt, muss ich nicht seiner Meinung sein – kann man Prinzipienlosigkeit besser formulieren? Hauptsache, ich werd HBP. Ob das Geld von der FP, von den Fleischhauern, den Veganern, der Polizei oder der Mafia kommt, egal, am besten von allen gemeinsam, dann stimmt die Kassa.

Was waren die grossen Verdienste von Frau Griss? Dass sie ihre Arbeit gemacht hat, wie es sich gehört? Das sollte selbstverständlich sein. Wo sind wir, dass schon die ordentliche Erledigung von Arbeitsaufträgen zu tagelangen Lobeshymnen in den Medien führt? Na, gut bei DIESEN Medien. Aber so toll war der Hypobericht auch wieder nicht, gell. Dass die patscherte Verstaatlichung der Hypo nicht alternativenlos war, hat man vorher auch schon gewusst. OK, es ist schön, wenn eine ehemalige OGH-Präsidenten das auch mal schriftlich festhält. Aber die Vorgeschichte blieb einigermassen im Dunklen, weil nicht Prüfungsauftrag. Naja. Man hätte trotzdem ein paar Worte darüber sagen können. Und ohne Vorgeschichte bleibt die Untersuchung der Hypo-Affäre eine relativ sinnlose Fingerübung.

Dass die Dame politisch ein wenig unbedarft ist, sieht man schon daran, dass sie wirklich glaubt, man könnte ein paar Mal mit dem Finger schnippen, und schon stehen die Leute und die Parteien parat. Zuerst hat sie ja versucht, sich als gemeinsame Kandidatin von SP und VP ins Spiel zu bringen. Hat nicht so wirklicht gut funktioniert. Jetzt Zivilgesellschaft plus FPÖ. Auch nicht gerade das grosse Los. Alles in allem ein wenig sehr politisch naiv. Die ÖVP wird wohl Pröll ins Rennen schicken (nachdem Pühringer, der ein bisserl auch gewollt hätte, nach der vernichtenden Niederlage in OÖ eher ein Ladenhüter als ein Renner beim Wahlvolk ist). Die SP will anscheinend weiter ihrem Todestrieb folgend den Hundsi aufstellen (Vampire wählen Hundstorfer! Siehe unsere Karikatur zum Tag weiter unten). Die Grünen wollen Van der Bellen, der weiss aber nicht, ob er will – immerhin herrscht in öffentlichen Gebäuden Rauchverbot. Und die FPÖ? Die muss ihre Wiener Vorwahlbeute Stenzel, ja die liebe bürgerliche Uschi, auch irgend wo endlagern. Wie wär es also mit einer Präsidentschafts-Kandidatur? Damit hätte sich dann das Thema Stenzel auch erledigt. Wer also sollte sich um Frau Griss reissen? Wir antworten im Chor: Niiiieeeeemaaaaand!
Ach ja: der aus der FPÖ kommende Rechnungshofs-Präsident hat sich auch schon mal in Lauerstellung gebracht, um ums Amterl des HBP mit zu rittern. Liebe Leute, das wird eine gar schaurige Wahlbewegung. Frau kann nur hoffen, dass der Van der Bellen antritt, der qualmt die Gegend derart zu, dass man all diese schrägen Figuren nicht mehr sieht. Darauf genehmige ich mir einen Cigarrenbrand.

Auch in OÖ stehen die Räder nicht still, weil die Koalitions-, entschuldigung, die Arbeitsübereinkommens-Runde es so will. Nachdem die SPÖ ihrer Dame im Regierungteam den Garaus gemacht hat, ist jetzt die ÖVP dabei, dem schlechten Beispiel mannhaft zu folgen: Frauen raus. OÖ leistet sich allem Anschein nach eine RegierungsMANNschaft, die diesem Wort erst die echte Weihe gibt. Und warum? Weil der Pühringer nicht mehr stark genug ist, zwischen all den Diadochen ein Machtwort zu sprechen. Jetzt schaut alles nach einer Kampfabstimmung aus, und die Regimenter werden in Stellung gebracht zwecks Sicherung von Pöstchen für die jeweiligen Seilschaften. Was für ein Graus!

Ausserdem hört frau, dass der Pühringer und der Leitl bös sind aufeinander. Echt wahr! Liebe Leute, so funktioniert Politik in Österreich. Die zwei sind bös aufeinander, zwischen ihnen herrscht pinguin-eisige Kälte. Können die beiden das vielleicht anderswo austragen als in der Politik? Ich schlage vor: Schnapsturnier im Pensionistenverein. Ab mit beiden in die Pensi, so schnell es geht. Inzwischen pfeifen es die Vogerln von allen Dächern, dass der Pühringer ein, maximal zwei Jahre im Amt bleibt und dann geht. Also warum nicht gleich?

Warum nicht gleicht? Das ist derzeit die grosse Frage in der OÖ-Politszene, egal ob im Land oder in den Gemeinden! Warum nicht gleich? Wozu noch Zeit vergeuden, warum müssen wir in Land und Stadt uns jetzt auch noch die „Nacht der reitenden Politleichen“ anschauen? Gruselvorführung mangels durchschlagenden Erfolgs prolongiert? Wo ist mein Cigarrenbrand?

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


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