Archive for November 2015

Es pfeifft
30. November 2015

Heute:
Bruno Beinhart über eine beinharte Pleite

Liebe Leserschaft!

Heute einmal ein sehr spezifisches Thema. Höchstaktuell. Und oberösterreichisch. Denn hier hat die Pfeiffer-Gruppe ihren Sitz. Sie ahnen es: es geht um die Vorgänge rund um die Handelskette Zielpunkt und deren Insolvenz.

Die oberösterreichische Handelsgruppe Pfeiffer hat ihre Tochter „Zielpunkt“ in die Pleite geschickt. Plötzlich. Unerwartet. Schnell noch vor Weihnachten. Bevor die Weihnachts- und Urlaubsgelder ausbezahlt werden müssen. Einiges an diesem Vorgang ist höchst fragwürdig. Der Verdacht der Privatangestellten-Gewerkschaft GPA, hier stehe ein Masterplan dahinter, ist nicht von der Hand zu weisen. In keiner Weise.

Das beginnt damit, dass einer der Eigentümer, Herr Pfeiffer, offenkundig falsche Auskünfte gibt. Sei es aus Unwissenheit (schlimm für den Boss einer derart grossen Gruppe) oder mit Absicht (auch nicht besser). Seine Behauptung, es sei beim Wegfall der positiven Fortbestandsprognose verboten, Mittel zu zuschiessen, ist absurd und genau das Gegenteil dessen, was das Gesetz wirklich vorschreibt.

Ich erklär das mal: wenn ein Unternehmen durch Verluste sein Eigenkapital aufgebraucht hat, sprich ein negatives Eigenkapital aufweist, dann hat es zwei Möglichkeiten. Bei einer positiven Fortbestandsprognose kann das Unternehmen weitergeführt werden, ohne Kapital zu zuführen (=das negative Eigenkapital ausgleichen). Oder es wird soviel Kapital zugeführt oder Haftungen übernommen, dass kein negatives Eigenkapital mehr vorliegt (dann ist es egal, wie die Fortbestandsprognose ist). Sprich: Insolvenz ist nur dann anzumelden, wenn die Fortbestandsprognose negativ ist und kein Kapital nachgeschossen wird. Im Gegensatz zur Behauptung von Hrn. Pfeiffer ist die Fortbestandsprognose übrigens nicht von Wirtschaftsprüfern oder Steuerberatern zu „bestätigen“. Sie haben diese nur einzufordern, sobald das Eigenkapital in der Bilanz als negativ ausgewiesen werden muss. Diese Prognose liegt dann ausschliesslich in der Verantwortung der Geschäftsführung. Auch hier also eine etwas schräge Argumentation.
Daher: bei einer negativen Fortbestandsprognose besteht – ganz im Gegenteil zu Pfeiffers Behauptung – eine Nachschussverpflichtung. Widrigenfalls Insolvenz. Hier sagt Pfeiffer die Unwahrheit.

Noch schräger ist es, wenn Pfeiffer erklärt, eine Kapitalaufstockung sei eine „verbotene Einlagenrückgewähr“. Wenn Herr Pfeiffer das wirklich glaubt, ist er unfähig, ein Geschäft dieser Grössenordnung zu leiten. Denn bei der Einlagenrückgewähr geht es darum, dass Gesellschafter nur dann Gelder aus einer Gesellschaft abziehen dürfen, wenn diese auch „verdient“ worden sind, also als Bilanzgewinn ausgewiesen wurden. Es geht bei der „Einlagenrückgewährung“ also nicht um Kapitalzuschüsse, sondern um das Gegenteil: Kapitalabzug aus der Gesellschaft.

Auch sonst sind die Vorgänge, die nun zur Insolvenz geführt haben, höchst eigenartig. Undenkbar, dass eine Fortbestandsprognose zwei Jahre positiv ist und dann wegen zweier Monate mit schlechteren Umsätzen ins Gegenteil kippt. Einigermassen unglaubwürdig eine solche Darstellung. Oder das Management ist total unfähig. Noch dazu, wo man vor sechs Wochen (da müssten sich zumindest die schlechten Oktoberumsätze schon abgezeichnet haben) noch erklärte, Erlöse aus dem Verkauf einer Geschäftssparte würden in die weitere Verbesserung von Zielpunkt gesteckt.

Die Behauptung von Pfeiffer, man habe fünfzig Millionen in den Zielpunkt gesteckt und verloren, ist von aussen weder zu widerlegen noch zu beweisen. Diese Zahl steht als unbelegte Behauptung im Raum. Beobachtungen von Zielpunkt-Mitarbeitern sprechen eher dafür, dass man Zielpunkt „ausgebahnlt“ (=ausbeinen) hat, Waren zulieferte, die im Pfeiffer-Grosshandelsbereich über geblieben sind, und dass das Herauslösen von Immobilien von langer Hand geplant war. Dafür spricht auch, dass man jetzt noch schnell vor der Pleite, die Immo-Gesellschaft aus Zielpunkt herausgelöst und Richtung Pfeiffer verlagert hat. Auch hier behauptet Pfeiffer – Wahrheitsgehalt wäre zu hinterfragen -, dass man dabei nur schlechte Zielpunkt-Standorte übernommen habe. Laut Experten sind aber rund ein Drittel der überführten Immobilien sehr gut, ein weiteres Drittel brauchbar. Lediglich ein Drittel wird als problematisch eingestuft. Kann also ein gutes Geschäft werden. (Nicht vergessen sollte man auch, dass in OÖ die guten Zielpunkt-Lagen längst zu UNI-Märkten umgewandelt wurden und aus Zielpunkt herausgelöst worden sind!)

Dass man die Mitarbeiter noch schnell vor Weihnachten vor die Tür gesetzt hat, ist auch nicht ohne Logik. Da man von rund 3.000 Betroffenen ausgeht, erspart sich das Unternehmen schätzungsweise einen Betrag zwischen sieben und zehn Millionen Euro. Auch kein Pappenstiel!

Die Vorgänge rund um Pfeiffer sind also höchst aufklärungsbedürftig. Der Verdacht, hier wäre ein Unternehmen gezielt ausgeräumt worden, bedarf einer gründlichen Untersuchung und Klärung. Auf jeden Fall kann man eines ziemlich sicher sagen: die Art, wie die Insolvenz eingeleitet wurde, lässt viele zurecht ein eiskaltes Kalkül vermuten. Advent und Weihnachten haben sich die betroffenen Menschen wohl anders vorgestellt.

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


 

 

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Erster Advent
29. November 2015

adventkerze

Heute:
Babsy stellt ein Adventkerzerl ins Fenster
Einserkasterl von Heute anonym über Rudi Ratlos
GK von Blaustrumpfin über das Binnen-I

Liebe Leserleins!

Heute sind wir spät dran, dafür liefern wir fast nichts. Erinnert das jemanden an die Politik?

Also gut, ein Adventkerzerl ist sich ausgegangen und ein paar Zeilen. Aber mehr haben wir heute einfach nicht geschafft. Das Team nicht und Ihre Babsy auch nicht. Um bösen Gerüchten vor zu beugen: Es lag nicht am ersten Punsch im Advent, aus dem schlichten Grund, dass Ihre Babsy dieses Zeug nicht mag. Und die meisten im Team auch nicht. Der Grund ist ganz nüchtern: wir würgen an einem technischen Problem. Das braucht so viel Hirnschmalz, dass fürs Schreiben nichts mehr über bleibt. Wir werden das hoffentlich bald behoben haben, das technische Problem, damit wir wieder früher am Tag online sind. Versprochen!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Überrascht?

Einserkasterl von Heute anonym

Was, der Rudi Ratlos war überrascht von Schwarz-Blau?
Dann hat er mehr als ein einfaches Burnout!
http://www.google.at/imgres?imgurl=http://static1.nachrichten.at/storage/scl/dc/artikelbilder/1334853_m3w1024h575q80v60309_Plakat1.jpg%253Fversion%253D1441626708&imgrefurl=http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/landespolitik/wahl2015/wahlkampfschmankerl/Teddys-Anbiederung-und-Helm;art174294,1964083&h=575&w=1024&tbnid=4LO31j9PZNAN-M:&docid=MqR6B3-Pyk_8YM&ei=C6lZVoy8AYGyU5f-lrgJ&tbm=isch&ved=0ahUKEwjM7ZHdmbPJAhUB2RQKHRe_BZcQMwhKKCUwJQ


Weltbewegendes Thema Binnen-I

Gastkommentar von Blaustrumpfin

Die Welt brennt. Auch in Gmunden gibt es viele Probleme zu lösen. Dann beabsichtigen diese beiden Damen Frau Enzmann und Frau Bors im Gemeinderat das Binnen-I zu thematisieren, während die wahren wichtigen Themen nicht angegangen werden. Haben sich die beiden Damen in eine Falle locken lassen, nämlich dass man ihnen die Lösung wirklicher anstehender Probleme nicht zutraut? Ich finde, diese beiden Damen haben der Gleichstellung der Frau in unserer immer noch existierenden Macho-Welt keinen guten Dienst erwiesen. Emanzipierte Frauen brauchen das Binnen-I nicht, und den schwachen Frauen hilft es auch nicht. Sollen sich lieber stark machen für „Gleiche Leistung-gleicher Lohn“!

P.S.: Fragen Sie eine jetzt arbeitslos gewordene Verkäuferin bei Zielpunkt, die ihren Lohn und ihr Weihnachtsgeld nicht bekommt, wie wichtig ihr das Binnen-I ist.


 

Quälereien
28. November 2015

Heute:
Babsy Blitzschnell über Quälereien
Gastkommentar von Peipino über die FPÖ und den Mut

Liebe Leserleins!

Es gibt alle möglichen Arten des Gequältwerdens. Manche sind einfach nur noch ärgerlich. Etwa wenn uns Herr Brandner, Postillion d’amour und Adorant der ÖVP, in Fortsetzungsstorys das Hohe Lied der tollen Regio singt. Jeder Schaahhhss (mit Verlaub) wird reportiert und bejubelt. So etwa jetzt, dass man vor dem ersten Advent das Umbauchaos in der Innenstadt beseitigt hat. Da setzt es pflichtschuldigst Lob: „Damit wurde das Versprechen gegenüber den Gmundner Geschäftsleuten, das Adventgeschäft nicht zu behindern, erfüllt.“ Wenn das keine beeindruckende schurnalistische Schleimspur ist …

Aber das genügt einem, der sich den Machthaberern fast schon verzweifelt an die Brust wirft, natürlich nicht. Da wird dann auch noch stolz berichtet: „Insider gehen davon aus, dass das Projekt von den Straßenbahngegnern nicht mehr verhindert werden kann – aber um bis zu ein Jahr verzögert.“ Da tätert man halt gern wissen, wer diese „Insider“ sind, die jetzt schon wissen, wie die Gerichte entscheiden werden. Das ist wahrhaft sauberer Enthüllungsschurnalismus. Ja, wirklich. Er enthüllt, wes Geistes Kind der Brandner-Mundl (nie mit Gmundl verwechseln, gell!) ist. Das Motto der OÖN-Lokalredaktion ist offensichtlich: „Wir schaffens auch ohne Recherche. Liebdienern vor den Machthaberern genügt.“ Eine Qual, diesen lokalschurnalistischen Schmarrn zu lesen.

Ganz schlimme Quälereien anderer Art wurden jetzt in oberösterreichischen Schlachthäusern aufgedeckt. Welche Menschen sind das, die so mit Lebenwesen umgehen? Und wieder einmal hat niemand etwas bemerkt. Und warum nicht? Weil es eine negative Auslese gibt. Alle jene Tierärzte, die sich gegen diesen Wahnsinn auflehnen, Verbesserungen erreichen wollen, verlieren Aufträge der Schlachtindustrie und laufen am Amtsweg gegen Mauern (Arbeitsplätze sind gefährdet, wenn man mit Tieren human umgeht, gell!), resignieren irgend wann vor der Macht des Faktischen, der Mengelage aus Politik und Schlacht- bzw. Fleischwirtschaft. Die einzigen, die etwas ändern könnten, sind die Konsumenten. Aber solange die Leute sich beim Anblick der Bilder zwar entsetzen, aber beim Einkauf zum billigsten Fleisch greifen, wird sich nichts ändern.

Leute, man kann natürlich überhaupt gleich total zum Vegetarischen oder Veganen wechseln. Aber da geht es vielen Leserleins wahrscheinlich so wie Ihrer Babsy: Ich mag mein Schnitzerl. Aber es muss nicht jeden Tag sein. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Kreatur jedoch gehört zum Fleischessen dazu. Nicht umsonst haben frühere Kulturen, die uns heute unzivilisiert erscheinen, einen zivilisierteren Umgang mit den Schlachttieren gehabt als wir, die Tötung war gegenwärtig und nicht ausgeblendet wie heute: man war sich des Tötens bewusst, brachte entsprechende Opfer und bat um den Schutz der Götter. Nicht, dass Ihre Babsy diese Rituale zurück haben will. Aber, liebe Leute, ein wenig Demut beim Fleischgenuss wäre angebracht. Und das Bewusstsein, das ein Tier für unseren Genuss sterben muss. Dazu zählt auch: From nose to tail! Es gibt nämlich nicht nur die Gusto-Stückerln, gell, sondern auch Anderes: von Innereien bis hin zu Schmor- und Kochfleisch, das halt nicht in fünf Minuten zubereitet ist. Ein Ochs oder Stier hat bis zu 350 kg Fleisch, das Filet drei oder vier Kilo. Kauft auch die Nicht-Gustostückerln. Und, liebe Leute, lernt wieder kochen. Das Selbstzubereitete ist ohnehin besser und gesünder als der Industriemampf.

Vielleicht hilft dieses Videos ein bisserl dabei, den Fleischkonsum zu überdenken. Müssen nicht alle gleich Vegetarier werden, aber kein Fleisch aus Massentierhaltung, kein Fleisch aus industrieller Massenschlachtung essen, das wäre schon was:
https://vgt.at/actionalert/schlachthofskandal/index.php

Rudi Ratlos Anschober quält uns mit einem Interview in den OÖN. Da erklärt er, die neuen Agenden der Flüchtlingsintegration, die man ihm aufs Aug gedrückt hat, hätten seinen „Kampfgeist geweckt“. Na sowas! Kommt ein bisserl spät, der Kampfgeist, gell. Den hätte er besser schon im Wahlkampf wecken sollen, statt auf allen Vieren vor der ÖVP am Bauch zu kriechen. Wir erfahren auch, dass Herr Anschober überrascht davon war, dass Pühringer mit der FPÖ gehen wird. Echt? Also wir waren nicht überrascht. Vielleicht sollte Anschober im nächsten Burn-Out-Urlaub ein paar Bücher über Macht und Machtausübung lesen, zur Not den Macchiavelli, der bringts noch immer. Damit er endlich lernt, wie die ÖVP und ihre jeweiligen Machtträger funktionieren.

Die „Diskussion“ zwischen Frau FP-Gmunden-Enzmann und Frau Grün-Gmunden-Bors in den OÖN über Binnen-I ist nur noch unter „skurril“ zu subsumieren. Ehrlich, liebe Leute, ich frage mich: war das der erste Gmundner Beitrag zu den Faschingssitzungen? Ach ja, der verantwortliche Redaktör ist der Mundi Brandner. Echt, der Mann mausert sich vom Redaktör zum Mitglied der Faschingsgilde. Der Niedergang der OÖN ist nicht mehr zu übersehen. Ob die Lektüre des Salzkammergut-Lokal-Teils der OÖN noch unter artgerechte Haltung von Primaten fällt, wäre mal wissenschaftlich zu untersuchen.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

Vom Mut verlassen?

Gastkommentar von peipino

Bei der Angelobung des neu gewählten Gemeinderates der Stadt Gmunden hat GR Colli von der FP gemeint, dass seine Partei das Wahlergebniss akzeptieren müsse, da man es so deute, dass die Mehrheit der Wähler in Gmunden für das Zugsprojekt gestimmt habe, gegen das sich die FP vor Wahl so vehement ausgesprochen habe. Es hätten bei dieser Wahl nämlich 75% der Wähler nicht für seine Partei gestimmt!?

Diese Interpretation der Wahl scheint mir höchst fragwürdig!
Schließlich haben alle Parteien, die dieses “Jahrhundertprojekt” unterstützten, eine richtige Wahlschlappe erlitten. Die SP wurde geradzu “pulverisiert”, die Grünen haben die Antwort für ihre, ihrer politischen und ökologischen Weltanschauung geradzu konträren Haltung in eindrucksvoller Weise erhalten, und die Liste Löcker hat sich mit dieser Einstellung aus dem Stadtparlament hinaus katapultiert.
Das Wahlergebniss der ÖVP beruht bekanntermaßen auf ganz anderen Grundlagen und wäre wahrscheinlich bei einer anderen Haltung zum “Jahrhundertzug” noch besser ausgefallen.

Die FP hat ein vom allgemeinen Wahltrend völlig abweichendes Ergebnis eingefahren und von der Einstellung zum Zug eher noch profitiert. Ob die völlige Umkehr ihrer Ansichten nun die schon vor der Wahl oft vermutete Anbiederung an die ÖVP darstellt, wird sich in den nächsten Jahren weisen. Auszuschließen ist dies sicher nicht. Hat doch die FP-“Frontfrau” Enzmann ihren Aufstieg zur Vizebürgermeisterin ausschließlich dem Wohlwollen der ÖVP zu verdanken. Darauf deutet auch der Wechsel der ihr offenbar wichtigen politischen Themen hin.

Die “staatstragende” Diskussion mit Frau GR Bors über die genderische Wichtigkeit des großen ”I“, der die OÖN fast eine ganze Seite gewidmet haben, erinnert mich an eine ÖVP-Politikerin, die meinte, dass ihre grandiosen Ideen endlich unserer Bundeshymne die wahren Werte verleihen würden! Diese Politikerin wurde Gott sei Dank in die Versenkung geschickt und ist nur mehr in den “Seitenblicken” zu bewundern!

In Gmunden gibt es bekanntermaßen aber mehr als wichtige, wahrscheinlich für die Stadt und seine Bürger existenzielle Entscheidungen zu treffen. Dazu sind die Politiker aufgerufen!


 

Kurioses
27. November 2015

Heute:
Babsy Blitzschnell über Polit-Kuriositäten

Liebe Leserleins!

Manche lesen uns nicht nur heimlich, sondern kupfern auch ab bei uns. Was uns nicht wirklich stört, aber doch erwähnt werden sollte.Weil auf uns schimpfen und sich gleichzeitig bei uns bedienen, liebe Leute, das geht gar nicht, gell! Die neue Ausgabe der höchst merkwürdigen Werbezeitung der Gemeinde für die Kaufleute hat sich bei uns bedient. Fällt der Werbeagentur (die jetzt scheinbar der Monopolist in Gmunden ist, sie macht auch die Regio-Propaganda) nichts Eigenes ein? Also: dort werden die Gmunderinnen und Gmundner jetzt als „Gmundnerleins“ angesprochen. Echt, wenigstens eine Quellenangabe wäre angebracht gewesen, wenn die schon keine Tantiemen rüberschieben zu uns, gell! Der allumfassende Diminutiv ist nämlich unser Hoheitsgebiet, gell!

In der selben Woche, in der Ausgabe des Werbeblatts Tipp, erklärt BM Krapf uns wieder einmal, wie gut jetzt das Klima in Gmunden sei. Freut uns zu hören, auch wenns zum was-weiss-Babsy-wie-vielten Male ist. Aber wie wäre es einmal mit Taten? Dass unser ökonomisch besonders firmer BM in dem Bejubelungs-Interview davon spricht, Gmunden vertrage „zwei Hotels“, ist auch nur noch kurios. Denn noch immer steht die grosse Preisfrage unbeantwortet im Raum: warum sind dann in den letzten zwanzig Jahren alle Hotels den Bach hinunter gegangen? Da tät ma gern endlich mal eine zutreffende Antwort bekommen. Und warum die Investoren sich um das Asamer-Hotel-Projekt nicht geprügelt, sondern lieber weise das Weite gesucht haben? Lieber Herr Bürgermeister – die Antwort ist gar nicht so schwer zu finden. Da brauchts nur ein bisserl aristotelische Logik. Wenn A=B und B=C, was hats dann mit A und C auf sich? Wenn Sie dieses Logikrätsel gelöst haben, können wir uns gemeinsam an die Beantwortung der Hotel-Frage machen, gell!

Schlechte Nachrichten für politische Angstverbreiter. Jetzt weiss man es: kein Anstieg der Kriminalität durch die Flüchtlingsströme. Im Gegenteil: die Einbruchsdelikte sind zurück gegangen – die Polizei führt das auf die verstärkten Grenzkontrollen zurück. Ach, eh? Wir sagen schon immer: der Schengen-Raum ist ein Unsinn und fördert vor allem zwei Gaunersorten: den innereuropäischen Kriminalitätstourismus und die Grosskonzerne, die ihre Zulieferungen bequem und ohne Grenzkontrolle aus den jeweils billigsten EU-Ländern herbeikarren können. Das mit der Reisefreiheit für Normalbürger ist ein ausgemachter Schmäh. Wen stört es, an der Grenze mal kurz seinen Pass zu zücken? Bei Urlaubsreisen steht ohnehin halb Europa im Stau – halt nicht an der Grenze, aber vor diversen Tunnels und Mautstrassen. Ausserdem: kaum tagen wo hohe Herrschaften, werden sowieso Grenzkontrollen gemacht und Schengen ausser Kraft gesetzt (siehe G7-Gipfel in Bayern). Das Schengen-Geplapper ist nur noch kurios, liebe Leute!

Dass der schwedische König Carl XVI. für ein Verbot von Badewannen eintritt, unter was fällt das eigentlich? Der Mann hat sich für einen Job in der Brüsseler Bürokratie qualifiziert. Da sind solche Leute gesucht und gefragt, denn jetzt macht man sich gerade dran, die Gefährlichkeit der Adventkränze einzudämmen. Mit Vorschriften über den richtigen Gebrauch, die verwendeten Kerzen und eventuelle Sicherheitsmassnahmen. Mag die Welt uns auch in Trümmern um die Ohren fliegen, die EU normiert Adventkränze. Heissa Juchhee, die EU rettet das Abendland vor einem Adventkranz-Feuersturm. Da wundert sich Ihre Babsy total darüber, dass die EU ständig an Ansehen verliert, echt, gell! Sie kann sichs wirklich nicht erklären …

Auch unsere hausgemachten Politiker sind immer hoch aktiv. Äh, nein, nicht in der Bildungspolitik, bei der Spitalskrise, beim Pflegeproblem, bei der Steuerlast, beim Bürokratieabbau oder wenigstens beim etwas überlegteren Geldausgeben. Nein, unsere mächtigen Landeshauptleute werden natürlich nur dann hoch aktiv, wenn es ans wirklich Eingemachte geht: sie leisten härtesten Widerstand gegen die Reduktion der Militärmusik. Eine wahrhaftige Lebensfrage des Landes, die nach dem Einsatz der geballten politischen Macht der LHs geradezu schreit. Dass die Einsparungen bei der Militärmusik selbst schon ein Kuriosum sind, wollen wir keineswegs verhehlen, aber ehrlich: gibts nicht einige ein Äuzerl wichtigere Fragen, die seit Ewigkeiten einer Lösung harren?

Jetzt noch eine ziemlich gute Nachricht für Restösterreich: Kärnten stirbt aus! Also nicht ganz, aber beinahe. Ein Minus von sechs Prozent haben die Bevölkerungsstatistiker errechnet. Das wird zwar viele Steuerzahler freuen: no more Hypo-Alpe. Aber Ihre Babsy ist echt von den Socken! Der wirkungsmächtige Kärntner Brain-Pool schrumpft – zusätzlich zum Brain-Drain all jener Kärntner, die ihr Heimatbundesland in den letzten Jahrzehnten fluchtartig verlassen haben. Wo also werden in Hinkunft so geniale Dinge wie die Hypo-Alpe-Kärntnen-wird-reich ausgebrütet? Wer wird uns tolle Tunnels von nirgendwo nach nirgendwo bescheren (Gmundner Politiker, bitte nicht!)? Oder gar den Villacher Fasching! An wessen Wesen wird in Zukunft Österreich genesen? Und werden wenigstens zwei Kärntnerleins über bleiben, um noch einen echt kärntnerischen Gesangsverein gründen zu können? Tragische Aussichten für ein Land, das uns so herzerwärmende Sachen wie den Ortstafelsturm geschenkt hat. Oder einen Landeshauptmann, dem ein Gericht bescheinigte, zu dumm zu sein, um Gesetze zu verstehen.

Liebe Leute, es sind die Kuriositäten, die uns am Leben erhalten und dafür sorgen, dass es zu keinem Stillstand kommt, gell & leilei! Ja, über Kärnten hat die Sonne zu strahlen aufgehört (© Stefan „Sonnenstudio“ Petzner, ex-FP, ex-BZÖ, ex-Haider). Eine formidable Sonnenfinsternis. Ehren und schützen wir die Kärntner, solange wir noch welche haben! Wir werden die Kärntner ohnhin nicht so schnell vergessen: Für die Kärntner Pleiten werden wir Österreicherleins nämlich auch dann noch blechen, wenn der letzte Kärntner längst ausgestopft im Wiener Völkerkunde-Museum steht und von Schulkindern staunend angefafft wird.

Österreich verschrullt. Keine Frage. Leider sind nicht alle dieser Schrullen liebenwert, gell. Dafür sind manche regelrecht teuer. Aber vielleicht sollten wir uns trotzdem umbenennen: Republik Schrulli-Land. Hat irgend wie was, gell!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

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Gewissheiten?
26. November 2015

Heute:
Babsy Blitzschnell über Gewissheiten
GK von OÖN-Ade über ein Abo

Liebe Leserleins!

Eine der grossen Merkwürdigkeiten in der Gmundner Politik ist ein seltsamer Hang zu Gewissheiten. Das Asamer-Hotel wird kommen, hiess es. Die UNI wird schon bald 800 bis 1000 Studierende haben, hiess es. Wir bekommen eine Therme, hiess es. Gewissheiten, die sich als Larifari erwiesen haben, wobei wir hier im Gmundl von Beginn an sagten, dass hinter den Plänen nichts ist ausser Papier und kühne Behauptungen steht.

Nun haben wir es wieder mit einer bemerkenswerten Gewissheit zu tun. Wenn nämlich die Verantwortlichen für den Regio-Wahn von einer Bauzeitverzögerung von einem Jahr sprechen, falls betroffene Bürgerleins rechtliche Einwände gegen zweifelhafte Bescheide erheben sollten. Die schlauen Regio-Planer gehen also davon aus, dass diese Einsprüche ergebnislos bleiben, also nur den Bau verzögern. Ist einer von diesen Schlaumeiern schon einmal auf die Idee gekommen, dass beeinspruchende Bürgerleins vor Gericht auch Recht bekommen können? Dann sprechen wir nicht von einer Bauverzögerung, sondern vom glücklichen Tod dieses Unsinnsprojektes. Es wäre also höchst an der Zeit, wenn diese Leute vom hohen Ross herunterstiegen und zwecks Abwendung weiterer sinnloser Kosten sich nach Abschluss der Vernichtungsarbeiten am FJ-Platz dazu bequemen, bis auf weiteres von sich aus einen Baustopp zu verhängen. Der muss solange eingehalten werden, bis alle rechtlichen Schritte ausjudiziert sind. Alles andere würde zu nicht absehbaren Kosten bei gleichzeitig zerstörter Innenstadt führen. Sollte das eintreten, so bleiben wir dabei: es wäre dann endlich einmal die Frage nach der politischen Verantwortung zu stellen – und ob nicht auch einmal eine materielle Verantwortung geltend zu machen ist.

Regio-Fantatiker behaupten, die Gegner dieses Wahns würden Stern & Hafferl hassen und mit biblischem Hass verfolgen, denn eine Bahn könne sich ja nie rechnen, also sei alles paletti. Liebe Regio-Anbeter, es geht nicht um Hass! Und ja, Öffis rechnen sich nicht im betriebswirtschaftlichen Sinn, müssen also immer subventioniert werden. Aber, ihr blinden Fans, darum geht es nicht. Es geht darum, dass hier einem privaten Unternehmen die Millionen ins Hinterteil geschoben werden, ohne dass dieses Unternehmen irgendein Risiko übernimmt. S&H kassiert ohne Unternehmerrisiko. Das ist widersinnig.

Es handelt sich um ein sogenannte Private-Public-Partnership (PPP), in diesem Fall eine recht einseitige Partnerschaft. Alles Risiko für „public“, alles Geld für „privat“. Die Idee des PPP ist es, zumindest ausserhalb von Gmunden, die Vorteile öffentlicher Verwaltung und privaten Unternehmertums zu kombinieren und deren jeweilige Nachteile auszuschalten. Also: private Effizienz und öffentliche Kontrolle. Was haben wir stattdessen? Das Modell Gmunden-PPP: Öffentliche Ineffizienz und private Nicht-Kontrolle. Beim Regio-Projekt paaren sich – dank Ausschaltung des Unternehmerrisikos für S&H – öffentliche Verschwendungssucht mit privater Gewinnmaximierung. Den Schaden haben die Steuerzahler: sie brennen wie die Luster und erhalten ein unzulängliches Verkehrsmittel. Das ist der Punkt, um den es geht.

Mit biblischem Hass hat das rein gar nichts zu tun, sondern nur mit Intelligenz und Vernunft. Beide sind beim Regio-Projekt mit Hilfe des Gmunden-PPP-Modells perfekt umgangen worden. Also plauschts net, liebe Regio-Adoranten, sondern versucht es mal mit denken, gell! Denken tut weniger weh, als ihr glaubt! Nur dem S&H, dem tuts natürlich weh: im Brieftascherl. Aber, ehrlich gesagt, das kratzt Ihre Babsy wenig, gell, weil dem S&H sein Brieftascherl ist mir sowas von piepegal …

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Nie wieder OÖN-Abo

Gastkommentar von OÖN-Ade

Das OÖN-ABO wird jetzt abbestellt!
Dem Kommentar von Frau Dr. Hitzenberger ist definitiv nichts hinzu zu fügen. Die fortlaufend manipulativ-tendenziöse, einseitige und oftmals einfach an der Wahrheit vorbei gehende Schreiberei des Herrn Brandner in den OÖN nimmt der Verfasser dieser Zeilen zum Anlass und wird das langjährige OÖN ABO zum ehest möglichen Zeitpunkt kündigen.

Ich empfehle Herrn Ing. Cuturi wärmstens einen Besuch der Schreibstube Herrn Brandners, die ganz offensichtlich im ÖVP-Landtagsclub angesiedelt scheint, um diesem Journalisten (der diese Berufsbezeichnung nicht verdient) mal einen Vortrag zum Thema “objektive Berichterstattung” zu halten.

Gar keinen Genierer in der Schreibe – wie Herr Brandner – zu haben ist eine Sache … solchen ferngesteuerten Apparatschiks jedoch einen Platz in einem sogenannten “unabhängigen” Medium für bewusst falsch berichterstattenden “Schournalismus” zu geben – ist eine andere! Vielleicht denkt Herr Ing. Cuturi auch mal darüber nach …!


 

Schliessungen
25. November 2015

Heute:
Babsy Blitzschnell über Schliessungen
GK von E. Hitzenberger „Guten Morgen, Herr Brandner!“

Liebe Leserleins!

Wieder einmal erweist sich unsere Fähigkeit zum „Zweiten Gesicht“, also die Fähigkeit, die Zukunft vorher zu sehen. Allerdings glauben wir nicht an Hokuspokus, Wahrsagerei oder sonst einen esoterischen Tineff. Wir kennen nur Gmunden und seine Akteure recht gut und haben keinen machtpolitisch getrübten Blick. Da sind dann Vorhersagen oft ziemlich einfach.

Eingetroffene Vorhersage eins. Diese Woche erhielten wir eine Ausgabe von „mittendrin“, der Gemeindezeitung, die neuerdings die anderen GR-Fraktionen zumindest zu Wort kommen lässt (ob das Blatt das Steuergeld wert ist, kann man noch immer bezweifeln). Auf Seite fünf wird uns ganz nebenbei mitgeteilt, dass die Servicestelle Annastrasse mit Jahresende geschlossen wird. Wegen angeblich geringer Frequenz. Von den Bewohnerleins im Umkreis der Servicestelle hört man anderes! Es herrsche durchaus reger Betrieb, und die Behauptung der mangelnden Frequenz ist gegenüber den dort Beschäftigten auch nicht sehr fair – die stehen jetzt als Faulenzer da. Die Wahrheit ist: es gab einen kontinuierlichen Kundenstrom in der Annagasse und mehr als genug Arbeit. Und ja klar, man musste oft trotzdem in die Hauptpost. Aber statt die Annagasse zu schliessen, hätte man vielleicht mit der Post verhandeln müssen, ob man nicht zusätzliche postalische Aufgaben übernehmen kann, um den Verkehr in der Innenstadt nicht sinnlos zu erhöhen. Wenn man das mit der Beruhigung denn ernst meinen würde. Oder glaubt man, dass die vermehrte Frequenz bei der Hauptpost auch Kunden in die Innenstadtgeschäfte schwemmen wird? Liebe Leute, das ist eine der vielen Fehlkalkulationen, die wir in Gmunden leider gewohnt sind.

Gross wurde einst die „Rettung“ der Poststelle von der ÖVP hinausposaunt. Jetzt wird in aller Stille zugesperrt. Man könne das Geld für die Bürgerleins anderswo besser einsetzen. Ja, beim Regio-Zirkus, gell! Oder was war sonst gemeint?
Die Ausdünnung der Infrastruktur geht weiter. Einerseits eine Folge dümmlicher und kontraproduktiver Privatisierungen, in diesem Fall der Post. Andererseits eine Folge der kommunalen Ausgabenfreudigkeit am falschen Platz. Die Schliessung der Poststelle Annagasse straft die Beteuerungen, man wolle die Innenstadt vom Verkehr entlasten, Lügen. Die Folge wird nämlich vermehrtes Verkehrsaufkommen in der Stadt sein: die Postkunden klaro, aber auch all die Postler, die dann alle nicht zugestellten Sendungen in die Hauptpost bringen müssen. Ökologisch und ökonomisch ist das eine Verrücktheit. Und die vielgeliebte Regio fährt ja auch ein wenig abseits der Hauptpost, wenn Ihre Babsy sich nicht irrt.
Auf jeden Fall haben wir es im Gmundl einst vorhergesagt: die Servicestelle Annagasse ist nur eine vorübergehende populistische Beruhigungspille. Man wird das zwei oder drei Jahre machen, sich dann auf eine mangelnde Frequenz berufen und zusperren. Es kam, wie von uns vorher gesagt. Ich werde jetzt in der Annagasse eine Beratungsstelle aufmachen: „Fragen Sie Frau Babsy“.
Die desolate Finanzlage der Stadt führt zu solch dummen Sparmassnahmen am falschen Ort. Mit den Millionen, die allein bei der Regio verplempert werden, könnte man wahrhaft Sinnvolles für die Infrastruktur der Stadt machen.

Eingetroffene Vorhersage Nummer zwei. Was haben wir hier im Gmundl nicht über die QuadraCir gespottet. Jenes Unternehmenskonglomerat, das die Reste der stillen Insolvenz der Asamer-Gruppe eingesammelt hat. Und das angeblich die vorhandenen Werte retten und verklopfen sollte. Rund um diese Firmengruppe hat sich eine illustre Mannschaft in Aufsichtsräten und als Eigentümer versammelt: WKO-Leitl, Ex-Raika-Stepic (bekannt für nun zu sanierende Ostgeschäfte und fragwürdige eigene Steuergestaltung), der selbst grosskonkurs-erfahrene Maculan, und zu guter Letzt der 2. Nationalratspräsident Kopf (ÖVP). Die crème de la crème schwarzer Machthaberer. Während die Asamers fröhlich in ihren Villen sitzen (und in Fragen Seebahnhof weiterhin die Stadtpolitik lähmen – warum schreibt Herr Brandner nicht darüber einmal?!! statt gegen Regio-Gegner Stimmung zu machen???!!!!), dürfen die kleinen RAIKA-Kunden, egal ob als Private oder als KMU, über Kosten und Gebühren für Hunderte von verlorenen Asamer-Millionen der RAIKA pecken. Denn auch die schwarze RAIKA wirds nicht vom lieben Gott bekommen, das verlorene Geld, sondern den im Gegensatz zu mancher Asamer-Firma zahlungsfähigen Kunden abknöpfeln müssen. Die Pervertierung der Genossenschaftsidee!

Auch dieses Desaster wurde von uns vorhergesagt, als einst die Kunde von der genialen Rettungsaktion („wir sind extrem optimstisch“) im Land verbreitet wurde. Die Schwarzen waren und sind bis heute stinksauer auf uns, weil wir auf diesen (und andere) Propagandaschmähs mit Gegeninformation reagierten. Wieder einmal hat sich erwiesen, dass die „Schmierfinken“ (wie uns mancher hasserfüllte Schwarze hasserfüllt nennt) vom Gmundl richtig gelegen sind. Und warum liegen wir (so oft!) richtig? Weil wir unabhängig sind, fern der Machthaberei agieren, keine ideologischen Scheuklappen tragen, aber auf Basis einer klaren Wertehaltung operieren. Vielleicht sollte die Politik sich davon mal was abschauen.

Ihre Babsy muss allerdings gestehen, dass es ihr selbst ein wenig unheimlich ist, wie oft wir ins Schwarze (kicher, kicher) treffen. Oder ins Rote. Oder ins Blaue. Oder ins Grüne. Weil wir unsere Meinung frei heraus sagen, ohne Rücksicht auf Interessensgruppen oder Lobbyisten. Weil wir mit den Machthaberern nicht verbandelt sind und nicht verbandelt sein wollen, gell! Darum lieben uns viele und einige halt nicht. Aber vielleicht geht sogar denen, die uns nicht mögen, eines Tages ein Lichterl auf. Der Advent wäre da eine gute Gelegenheit, gell, weil da sollen am Ende sogar vier Lichterln leuchten. Vielleicht bringen das auch unsere (v)erbitterten Gegner mal auf die Reihe. Und zeigen, dass sie doch nicht so kleine Lichter sind, wie es zumeist den Anschein hat.

Wir entschuldigen uns dafür, dass wir derzeit etwas spät am Tag online gehen. Aber wir haben noch immer technische Probleme, die wir nicht lösen konnten. Aber Hauptsache, wir sind da, gell!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Guten Morgen, Herr Brandner!

Gastkommentar von Elisabeth Hitzenberger

Kommentar und Bericht “Einsprüche gegen neue Traunbrücke” OÖN vom 24.11.2015/Edmund Brandner

Guten Morgen, Herr Brandner!
Der OÖN-Lokalredakteur Edmund Brandner hat sich schon vor der Gemeinderatswahl als Berichterstatter der ÖVP geoutet. Sein Spezialgebiet war und ist die Promotion für die Durchbindung der Lokalbahn Gmunden-Vorchdorf durch die Innenstadt – kurz „SRT“. Er hat sich dermaßen in sein Aufgabengebiet vertieft, dass er völlig verschlafen hat, wofür andere wahlwerbende Gruppen stehen. Ganz besonders groß ist seine Wissenslücke in Bezug auf die B.I.G.
Die Bürgerinitiative ist schon vor der Wahl mit der Forderung nach einem SRT-Baustopp an die Öffentlichkeit gegangen. Ein Baustopp bis zur endgültigen Klärung der rechtlichen Lage. Die B.I.G. hat nachdrücklich darauf hingewiesen, dass Verfahren anhängig sind und dass es unverantwortlich ist, den Ausgang dieser Verfahren nicht abzuwarten. Guten Morgen, Herr Brandner!

Auch die gegenwärtige Realität dürfte durch die SRT-Nebelschwaden noch nicht ganz bis zu ihm vorgedrungen sein. Es geht derzeit nicht darum, die Baustellenzeit um 1 Jahr zu verlängern. Nein, es geht darum die Baustellenzeit 1 Jahr – bis zur Klärung der rechtlichen Lage – zu UNTERBRECHEN. Guten Morgen, Herr Brandner!

Auch was die Interessen der Wirtschaftstreibenden betrifft hat er einiges verschlafen. Das, was die überwiegende Mehrheit der Innenstadtkaufleute nicht will, ist eine doppelt so lange Baustellenzeit. Auch aus diesem Grund ist die B.I.G. für eine Bauunterbrechung und damit für ein baustellenfreies Jahr. Edmund Brandner hat sich seit seinem Erwachen aus dem Wahlkampfmodus leider noch nicht die Mühe gemacht, die Betroffenen zu fragen und bezieht sich auf die Aussagen eines exklusiven, kleinen Kreises. Die B.I.G. hingegen hat die Innenstadtkaufleute tatsächlich befragt. Guten Morgen, Herr Brandner!

Wenn Herr Brandner sich nicht ausschließlich in den Dienst der Lokalbahn Gmunden-Vorchdorf AG gestellt hätte, dann wäre auch ihm klar, dass Gmunden ein baustellenfreies Jahr dringend braucht. Endlich wäre Zeit, sich um die Gestaltung der historischen Innenstadt und der Esplanade, um die bauliche Gestaltung der Brücke, um die Möglichkeiten einer Verkehrsberuhigung der Innenstadt, um die Modernisierung und Führung der Citybuslinien zu kümmern. Endlich wäre Zeit, sich um die Bedürfnisse der Anrainer/innen, der Gmundner/innen und der Stadt zu kümmern und nicht nur um die der Lokalbahn Gmunden-Vorchdorf AG. Guten Morgen, Herr Brandner!

Die B.I.G. informiert die Lokalredaktion der OÖN auch gerne nochmals darüber, dass sie sich als Bürgerinitiative versteht. Die B.I.G. wird daher auch in diesem Fall die Bürger/innen vertreten und versteht sich keinesfalls als Lobbyistin von Projektbetreibern. Wir richten daher unseren Appell nicht an „Damen“, die ihre Bürgerrechte verteidigen, wir appellieren vielmehr an die Vernunft, Seriosität und Verantwortung der „Herren“ (in diesem Fall sind es ja ausschließlich Herren), die diese und die Interessen unserer Stadt überrollen möchten.
Wenn Herr Brandner das Eintreten für politische Vernunft, für die Wahrung der Bürgerrechte, für einen sinnvollen Umgang mit Steuergeld, für ein modernes, zeitgemäßes öffentliches Verkehrsnetz, für Wohnraum für Gmundner Familien, für einen schonenden Umgang mit unserem Stadtbild als konservativ bezeichnet, so betrachten wir dies als Kompliment. Und ja, wir bezweifeln tatsächlich die Qualität vieler politischer Entscheidungen der letzten Jahre.
In diesem Sinne, ein höfliches aber kritisches „Guten Morgen, Herr Brandner!“ von der B.I.G. Bürgerinitiative Gmunden.

Frau Dr. Elisabeth Hitzenberger ist Mandatarin der B. I. G. im Gmundner Gemeinderat


 

 

Sie rollen wieder …
24. November 2015

Heute:
Babsy Blitzschnell über Rollendes
Einserkasterl von Ramona über „A schöne Leich“

Liebe Leserleins!

Ja, sie rollen wieder allerorten. Zuerst einmal in Gmunden. Dort werden jetzt zwei Bürgerinnen in den OÖN von den Regio-Betreibern unter Druck gesetzt. Die „Gmundner Wirtschaft und Politik“ appellieren an die beiden, gegen den strassen- und wasserrechtlichen Bescheid nicht Einspruch zu erheben. Wegen der möglichen Bauverzögerung von einem Jahr. Erstens würde man gern von den OÖN erfahren, wer sich hinter dem nebulosen Begriff „Wirtschaft und Politik“ konkret verbirgt. Stern & Hafferl? Innenstadtkaufleute, die noch immer nicht kapiert haben, was hier abläuft?

Liebe Leute, hier geht es um Bürgerrechte. Die Schuld für Bauverzögerungen liegt nicht bei denen, die ihre Rechte zu wahren versuchen, gell! Genau das unterstellt man nämlich jetzt (und die OÖN spielen wie immer bereitwilligst mit). Man hat sich um die Rechte der Anrainer nicht viel geschert und das Regio-Projekt auf Biegen und Brechen durchgesetzt. Warum hat man nicht grundsätzlich mit dem Baubeginn (auch am FJ-Platz) gewartet, bis alle rechtlichen Möglichkeiten wirklich ausgeschöpft und alle Rechtswege beendet sind? Bei einem derart einschneidenden Projekt wäre das ein Gebot der Vernunft gewesen. Die Schuld für etwaige Verzögerungen liegt bei jenen Politikern und Wirtschaftstreibenden, die dieses Projekt ohne Rücksicht auf rechtliche Konsequenzen und die negativen Folgen für andere Wirtschaftstreibende durchgezogen haben.

Ob der nun für das Regio-Projekt auf Landesebene verantwortliche Landesrat Steinkellner, dessen FPÖ immer gegen die Regio war, noch politisch eingreift, lässt sich kaum beantworten, da man seinen Spielraum nicht kennt. Schliesslich werden ja bis heute die Verträge rund um die Regio vor der Bevölkerung geheim gehalten. Mit gutem Grund wohl, denn wie man hört, gäbe es da Vereinbarungen, die wohl auch manche Regio-Befürworter verschrecken würden. Solange man aber die Verträge nicht kennt, lässt sich nicht beurteilen, ob eine Einstellung des Baus unter dem Strich nicht billiger käme, wenn man die Kostenersparnis durch ein E-Bus-System mit berücksichtigt. Sollten jedoch, wie von Regio-Befürwortern behauptet, extreme Strafzahlungen (man verbreitet die schaurige Mähr von 20 Millionen) drohen, wird sich kein Politiker drübertrauen, dieses Projekt ausufernden Schwachsinns einzustellen, oder vielleicht einmal die Frage nach der persönlichen Verantwortung einiger Involvierter zu stellen.

Denn, das wird von den OÖN und den Regio-Propagandisten verschwiegen: Die beste Lösung für die Innenstadt-Kaufleute wäre es, wenn das Regio-Projekt erst gar nicht kommt. Dann fiele nämlich auch die ihre Existenz zusätzlich enorm bedrohende Bauphase weg. Die Grünen sollten übrigens endlich einmal erklären, was daran nachhaltig, ökologisch und ökonomisch vernünftig sein soll, Infrastruktur zwanzig Jahre vor der Zeit wegzureissen und neu zu bauen. Sehr grün klingt das jedenfalls nicht. Wenn die Grünen in sechs Jahren bei den nächsten Wahlen besser als zuletzt abschneiden wollen, werden sie nicht umhin kommen, ihre Haltung zum Regio-Wahn zu überdenken.

Der Wahnsinn rollt allerorten. In Brüssel herrscht noch immer sich selbstverstärkende Hysterie. Von 21 Verhafteten musste man 15 bereits wieder freilassen. Eine Person steht im Verdacht, am letzten Pariser Attentat beteiligt gewesen zu sein. Ehrlich, den Kerl hätte man auch erwischt, ohne ganz Brüssel lahm zu legen. Die internationalen Medien stellen die Sinnhaftigkeit der Massnahmen bereits in Frage. Das Wort von der „Überreaktion“ macht inzwischen die Runde. Offenbar versucht die belgische Regierung damit zu kaschieren, dass der belgische Beamtenapparat zu den unfähigsten in Europa zählt, nur noch unterboten von den Griechen und einigen Staaten der Osterweiterung. Dass ausserdem Vallonen und Flamen nicht miteinander reden, ist dann der Gipfel – das alles in einem angeblich vereinten Europa.

Der Wahnsinn mit System rollt weiter: die US-Regierung hat eine reichlich nebulose „weltweite Reisewarnung“ ausgegeben. Hysterie sei umarmt! US-Bürger sollen weltweit auf ihren Reisen höchste Wachsamkeit an den Tag legen, lautet der beruhigende Rat des Aussenministeriums. Wir werden US-Bürgerleins also in Hinkunft jederzeit schon aus der Ferne leicht erkennen können: geduckte Haltung, unruhiger Blick, die Hand immer in der Nähe des Colts und Zeitungen mit zwei Gucklöchern vor dem Gesicht. Kann es sein, dass in den USA die letzten Reste von Vernunft dank durchgeknallter Tea-Party-Propaganda verloren gegangen sind?

Dafür hat die Türkei einen russischen Kampfjet abgeschossen. So stellt man sich ein gemeinsames Vorgehen gegen die IS-Mörderbrut vor. Aber die Türkei unter Erdogan spielt da ihr eigenes Spiel. Der ist es lieber, die IS zieht mordend durch den arabischen Raum, als dass die Kurden für ihren Einsatz endlich mit einem eigenen Staat „belohnt“ werden. Und was Islamismus betrifft, ist ohnehin bereits ziemlich klar, wes Geistes Kind Erdogan diesbezüglich wirklich ist. Und Europas Politiker kriechen vor dem Sultan auf allen vieren, schmeissen diesem üblen Typ die Milliarden nach und verlängern die Sanktionen gegen Russland. Vernunft? Wohin ist die gekommen …?

Eine neue Umfrage (was all die Umfragen wert sind, wäre mal eine eigene Umfrage wert!) bestätigt, wenn wir sie denn glauben wollen, dass die FP-Wähler so richtige Angsthasen sind. 89 % (!!!) fürchten sich persönlich vor einem Attentat. Die Grünen dagegen sind geradezu wagemutig: nur 29 % haben Schiss. Gleich nach den FP-Wählern folgen angeblich die SP-Kreuzerlmacher: 59 % scheppern wie ein Kluppensackerl. Bei den ÖVPlern ängstigen sich „nur“ 58 %, was nicht gerade für schwarzes Gottvertrauen spricht. Erstaunlich auch die Zahlen für die Neos: 49 %. Bäume umärmeln ist scheinbar auch keine Lösung. In Summe haben zwei Drittel der Österreicherleins Angst. Da ist noch was drin für die Pharmaindustrie, liebe Leute! Da geht noch mehr! Da sind Mother’s little helper angesagt.

Weil wir gerade bei den Rolling Stones sind mal eine positive „Sie rollen wieder“-Meldung. Die starten im Februar eine grosse Südamerika-Tournee. Die angeblich alten Herren können es noch immer. Da schauen viele nach Jahren Jüngere ziemlich alt aus. Der grösste Verdienst der Stones: sie werden nie ein Album mit kitschigen Weihnachtsliedern veröffentlichen und nie als Testimonials für Faltenfrei-Cremen agieren. Ist doch was, in diesen Zeiten, gell!

Ja, liebe Leserleins, jetzt gilt es, sich endlich auf Weihnachten vor zu bereiten. Das hohe Fest findet nämlich in genau einem Monat statt! Kehrt ein, liebe Leute, geht in euch und verzichtet auf all den unnötigen Plunder, den man euch in den nächsten Wochen mittels unzähliger Flugblätter und Werbespots aufs Aug zu drücken versuchen wird. Und nie vergessen: „Denken beim Schenken!“.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


A schöne Leich …

Einserkasterl von Ramona

Danke Michael Amon! Überdrüber super Verinkungen! Und wieder eine Stunde Arbeitszeit weg. Der Gmundl is echt subversiv. Also ehrlich, so ein Begräbnis – wenn’s denn schon sein muss – hätt i a amoi gern.


Brüssel
23. November 2015

Heute:
Babsy schaut nach Brüssel und ruft nach
Einserkasterl von Pressestunde über Innenstadthandel
GK Karlheinz König über Deutsch und Waffen

Liebe Leserleins!

Aus Brüssel hört man selten Gutes. Das liegt daran, dass die meisten Meldungen, die uns von dort erreichen, mit neuen Blödheiten irgend welcher EU-Behörden zu tun haben. Zuletzt etwa die reichlich kranke Idee, die Speisekarten auch noch mit Kalorienangaben zu bereichern.

Diesmal werden die schlechten Nachrichten von der Brüsseler Regierung sowie dem Polizeiapparat und nicht näher genannten Geheimdiensten verursacht. Seit Freitagnacht herrscht in Brüssel das Chaos leerer Strassen und Plätze. Ja, auch das gibt es. Man behauptet eine grosse Gefährdungslage und hat das Gefühl, also zumindest Ihre Babsy, dass da was nicht stimmt oder grotesk fehl läuft. What ever. Die Regierung ergeht sich in kryptischen Andeutungen und verunsichert die Bevölkerung. Der Eindruck, hier handle es sich um bewusste Panikmache, ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Oder die Regierung hat die Hosen voll, nachdem man über Jahre hinweg zuliess, dass sich in einem Brüsseler Stadtteil offenbar eine Dschihadisten-Community gemütlich einrichten konnte, um dort zu überwintern, bis man ins Jenseits abmarschiert – nicht ohne bei diesem Abmarsch möglichst viele Unbeteiligte umzubringen.

Was ist der Sinn solcher Massnahmen? Kein Terrorist der Welt ist so dumm, in einem solchen Moment sein Vorhaben umzusetzen. Da wartet man ein paar Wochen und geht es erneut an. Wie es aussieht, ist diese Einsicht auch der belgischen Regierung im Laufe des Wochenendes gedämmert. Also hat man in der Nacht von Sonntag auf Montag eine Scheinaktion gestartet: Grossrazzien (neunzehn an der Zahl) quer durch Brüssel, dabei wurden sechzehn Verdächtige (verdächtig wofür auch immer) fest genommen. Der, den man eigentlich gesucht hat (Salah Abdeslam, den Bruder eines der Selbstmordattentäter von Paris, der angeblich an den Anschlägen ebenfalls beteiligt war), wurde nicht gefunden.

Eine Aktion, die offenbar nur dazu dient, vor der Bevölkerung die Lahmlegung des öffentlichen Lebens zu rechtfertigen, die auch heute, Montag, wegen „fortbestehender Gefahr“ weiter geht. Nona besteht die Gefahr fort. Nur wird man das mit solchen Aktionen nicht in den Griff bekommen. Im Gegenteil, man hilft den Terroristen bei der Arbeit, indem man ein dauerndes Gefühl der Angst bis hin zur Hysterie schafft. Heute hat der belgische Innenminister Jan Jambon nicht frei von Chuzpe erklärt, die Leute sollen nicht in Panik verfallen (man legt ja nur den bereits dritten Tag die belgische Hauptstadt lahm, gell!) und „Das ökonomische und soziale Leben muss weitergehen.“ Tickt der noch richtig? Ihre Babsy jedenfalls wird das Gefühl nicht los, die ganze Kriegsrhetorik und Aktionen wie die in Brüssel dienen nur dazu, weitere Einschränkungen der Bürgerrechte vorzubereiten. Man kennt dieses Handlungsmuster bereits aus den USA nach 9/11.

Unsere unsägliche Mikl-Leitner ist ja bereits humpelnd auf diesem Weg unterwegs, sekundiert vom Minister des Äussersten, Herrn Kurz. Jetzt will man Fussfesseln und Hausarrest für potentielle Terroristen. Äh? Was ist ein „potentieller Terrorist“? Alle Bartträge, die sich täglich fünfmal pünktlich Richtung Mekka schwungvoll auf den Gebetsteppich schmeissen? Eine der wesentlichen Errungenschaften der bürgerlichen Revolutionen war es, nicht vorsorglich, ohne konkrete Tat, in Haft genommen werden zu können. Alles andere ist reine Willkür. Wenn jemand nachweislich ein Verbrechen plant, kann man ihn jetzt schon aus dem Verkehr ziehen. Aber nur, weil jemand vielleicht eines Tages etwas planen könnte – das ist pure Willkür und würde bloss dazu führen, dass bestimmte Leute mit ambivalenter Gefühlslage sich bestätigt sehen: es geht gegen sie, bloss weil sie Moslems sind. Die Gefahr, dass unsere unfähigen und in Panik verfallenen Politiker mit ihren Panikmassnahmen in Wahrheit der Sache der Terroristen dienen, ist gross. Und bei solch intellektuellen Leuchten wie Mikl-Leitner oder Kurz ist nicht zu erwarten, dass sie die Wirkungen ihrer dummen Vorschläge abschätzen können. Gott, Allah & Co. mögen uns nicht nur vor Terroristen schützen, sondern auch vor solchen Politikern. Es soll bloss niemand glauben, sie/ihn würde die Einschränkung der Bürgerrechte nicht treffen, weil sie/er weder Muslima/Moslem noch Terrorist/in ist.

Das schöne Ereignis dieses Wochenendes: der legendäre New Orleans-Musiker, Dr. John „The Night Tripper“ (eigentlich: Malcolm John Rebennack), wurde am vergangenen Samstag 75 Jahre alt. Sein unverkennbares Klavierspiel schmückte und perfektionierte die Platten vieler Rockgrössen bis hin zu den Rolling Stones. Einem breiten Publikum ist er durch die von ihm gespielte und gesungenen Titelmelodie (Cruella DeVille) in „101 Dalmatiner“ bekannt geworden.

Ein Musiker, dessen Wege sich oft mit denen von Dr. John kreuzten, ist, man muss leider sagen war Allen Toussaint. Eine der zentralen Figuren der amerikanischen US- und R&B-Szene. Neben seinen eigenen Platten war er im Laufe der Jahre an mehr als fünfzig Produktionen als Musiker, Arrangeur und Komponist beteiligt. Er starb schon Anfang November auf seiner Europa-Tournee nach einem Konzert in Madrid im 77 Lebensjahr an einem Herzinfarkt. Die europäischen Medien haben diesen Mann, gemessen an seiner Bedeutung, kaum gewürdigt und nur nebenbei über sein Ableben berichtet.

Unser oftmaliger Gastkommentator Michael Amon hat gewühlt und uns einige seiner Meinung nach typische Aufnahmen als You-Tube-Links geschickt, die wir im Anschluss an den Blog veröffentlichen.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Innenstadthändel

Einserkasterl von Pressestunde

Statt weiter millionen Euro in die Entwicklung der Innenstädte zu versenken sollten sich alle Verantwortlichen lieber diese Studie (https://www.handelsverband.at/presse/presseaussendungen/studie-e-commerce-oesterreichschweiz/) und den Artikel auf Seite 18 der “Presse am Sonntag” zu Gemüte führen.

Es muss ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept erstellt werden. Sonst wird weiter Geld sinnlos verbrannt. Nicht nur in Gmunden.


Deutschkenntnisse & Waffen

Gastkommentar von karlheinz könig

weltanschauliche hilfe, widersprüche und übereinstimmungen

lieber brauner hans, eines muss ich zugeben: wie es um die deutschkenntnisse der nazis bestellt ist, entzieht sich meiner sicheren kenntnis. die beobachtung in allen onlineforen legt allerdings nahe, dass es sich um mitglieder des sprachprekariats handelt. was die zuwanderer aus “den osten” angeht, nun, das ist- wie ich hoffe- realsatire.

was die übereinstimmungen von nazis und is-kämpfern betrifft, so finde ich dort wenig unterschiede, wo sie an der macht sind und sich quasi vom system legitimiert fühlen (vgl. an geeigneter stelle: scheinlegitimation) der unterschied liegt nur in der unverzüglichen verfügbarkeit der bilder von ermordeten. der dieser unmenschlichen verrohung innewohnende und sie befeuernde (auf nichts nachvollziehbarem gründende) stolz ist derselbe. denn es muss uns eines klar sein: hinter jedem auf diesen photos gezeigten leichnam stehen erniedrigung, wie auch körperliche und seelische qualen eines einzelnen menschen oft über einen langen zeitraum. was uns gezeigt wird ist zumeist also der effekt, nicht der weg.

wenn man sich die schätzungen über die anzahl der schusswaffen (auch der illegalen) ansieht, besteht kein bedarf an einer weiteren bewaffnung der bevölkerung. da bisher noch jede seriöse studie der vermutung widersprach, dass die erhöhung der waffendichte zu grösserer sicherheit führt sondern nur zu kollateralschäden (kind erschiess kind im bus, besoffener sich selbst oder seinen bruder, vater den durch das fenster einsteigenden sohn der seinen schlüssel vergessen hatte).
es findet der merksatz anwendung: bewaffnung erfordert disziplin und zuverlässigkeit. und diese verhalten sich empirisch gesehen reziprok relativ zum bewaffnungswillen.


Allen Toussaint Funeral Procession

Allen Toussaint: Working in a coalmine

Dr. John: Iko Iko


 

Advent
22. November 2015

Heute:
Babsy Blitzschnell über Ankünfte
GK von Der Braune Hans über Elmayer
GK von Ramona über Lieb-Freches

Liebe Leserleins!

Noch eine Woche bis zum ersten Adventsonntag, obwohl die Kaufleute den Advent schon eröffnet haben, weil sie seinen Beginn nicht erwarten können. Lauter die Kassen nie klingeln, ist das Motto der angeblich stillsten Zeit des Jahres. Obwohl wir mit unserem Konsum längst am Ende angelangt sind. Was wir jetzt noch draufdoppeln, das ist nur noch Überfluss bis zum Überdruss. Nicht bei allen, das wissen wir, aber bei ziemlich vielen. Vielleicht sollten wir das Pinke nicht einfach apokalyptisch beim Fenster rausschmeissen, sondern jenen zukommen lassen, für die Überfluss ein überflüssiges Wort ist. Ein wenig innehalten und nachdenken, das wäre vielleicht, nein: sicher die bessere Art, dieses Zeitphase in einer säkulären Welt sinnvoll zu nutzen.

Advent heisst ja Ankunft. Gemeint ist die Ankunft von Jesus Christus einst in Bethlehem. Die Geburt desjenigen, den die christliche Religion für den Erlöser hält. Und Gläubige feiern im Advent auch die erhoffte neuerliche, zweite und endgültige Ankunft dieses Erlösers, das Weltende und das Weltgericht.

Was ist stattdessen angekommen? Der Terror von irren Mördern, für die es kein Weltgericht gibt. Kein irdisches, dem entziehen sie sich. Und kein jenseitiges, an das nicht mehr all zu viele glauben. Es hätte etwas Tröstliches, wenn frau mit Gewissheit denken könnte: diese irren, idiotischen Mörder landen vor der Himmelstür und fragen Petrus, wo denn nun die 72 Jungfrauen zu finden seien. Und der rollt sich lachend auf dem Boden (rofl!), schickt die ganze Mörderband in Richtung Hölle und ruft ihnen nach: „Ab in die Hölle, Jungfrauen gibts hier keine. Schon gar nicht für euch Mörderpack. Ihr werdet die nächsten drei Ewigkeiten vom Teufel in den Arsch gefickt!“ (Sensible Gemüter mögen dem Petrus diese überirdische Ausdrucksweise nachsehen.) Leute, das wäre ein Ansage. Allein Ihrer Babsy fehlt der Glaube.

Also liebe Leute, holt die Schachteln vom Dachboden oder aus dem Keller. Putzt die Engerln und die Christbaumkugeln, wechselt die Lämpchen und sucht die Rezepte fürs Weihnachtsgebäck in Omas Koch- und Backbuch. Selbst wenn Ihre Babsy wüsste, dass morgen die Welt untergeht, dann würde sie heute trotzdem noch die Fenster weihnachtlich schmücken.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Beim Elmayer

Gastkommentar von Der Braune Hans

Kürzlich in der „Anstalt“ auf ZDF neo:
Seit 1990 wurden in Deutschland 189 Deutsche (!) und Ausländer (!) von Rechtsradikalen (durch Anschläge, abfackeln, Überfälle etc.) ermordet. Die Dunkelziffer liegt bei bis zu 800 Ermordeten – nur in Deutschland seit 1990. Überwiegend im Osten Deutschlands.

Ob die Einreise aus den Osten gestoppt werden kann? Wie stehts mit den Deutschkenntnissen der Nazis? Wo werden die Mörder ausgebildet? Wo sind deren Imame?
Wer stellt ihnen die Waffen zur Verfügung? Sorry, Schusswaffen haben doch nur psychisch stabile Menschen und die Exekutive.

Die Antwort der US-Demokratie wäre wahrscheinlich: die US-Luftwaffe. Aber die Luftwaffe der Amis hatte auch früher in Deutschland nicht geholfen. Nur Bodentruppen. Zumindest ein paar Jahre in Deutschland und bei uns in Österreich.

Der nette Außenminister Kurz meint: Es hilft nur die Tanzschule Elmayr um diese Nazis / Asylbewerbern wieder zu integrieren . Ich bring das immer durcheinander: die IS Moerder und die Nazis. Es wird bei mir immer schlimmer …


Lieb-Freches?

Gastkommentar von Ramona

Hallo lieber AndyB,
freue mich, dass du wieder da bist. War am Freitag auch in der Stadt. Wie ausgestorben. Dreck und Depression rundherum, die Geschäfte gähnend leer, kaum ein Mensch auf der Straße. Die Weihnachtsbeleuchtung wirkt wie eine Parodie auf Weihnachten. Hab mir deine beiden Song-Variationen angehört und wollte was Lieb-Freches schreiben. Und bin dann noch auf „En mémoire“ gegangen. Jetzt mag ich nichts mehr Lieb-Freches schreiben.
In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Liebe Ramona!
Es ist unsere Welt, und die lassen wir uns nicht weg nehmen. Von niemandem! Wir leben nun mal in der einzigen Welt, die wir haben. Es liegt an uns, daraus einen besseren Ort zu machen. Da darf man nicht verzagen. Da darf man bei aller Erschütterung auch was Liebe-Freches schreiben. Nein, man muss es sogar!
Wir lassen uns nicht unterkriegen. Die kommen nicht durch.
Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

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Hysterie
21. November 2015

Heute:
Babsy Blitzschnell über politische Hysterie
Gastkommentar von AndyB über Blockaden

Liebe Leserleins!

Hysterie ist die Tonlage und das Lebensgefühl der angeblich „sozialen“ Medien wie Twitter oder Facebook. Auch der Boulevardpresse ist dieser unkontrollierte Überschwang vermeintlicher Gefühle nicht fremd. Da kann die Politik natürlich nicht zurück bleiben. Seit Jahren verfolgen uns Politiker aller Parteien und Geschlechter mit hysterischem Geplärr zur Sicherheitsfrage. Dabei ist die Gefährdung der persönlichen Sicherheit durch Arbeitsplatzverlust tausende Male höher als die, bei einem Attentat ums Leben zu kommen. Aus genau diesem Grund schert die Politik sich nicht um die Schaffung eines Umfelds, in dem Arbeitsplätze entstehen. Aber sie schert sich um unsere Attentats-Sicherheit.

Seit vielen Jahren arbeiten Politiker in demokratischen Staaten am systematischen Abbau der Bürgerrechte. Stichwort: USA und Home-Act. Daten werden gespeichert auf Teufel komm raus. Der absurde Überwachungswahn von Einrichtungen wie dem NSA führt zu unglaublichen Datenmengen, die gehortet werden, ohne dass sie überhaupt auswertbar wären. (Nur am Rande erwähnt: bis heute sind rund 90 % der Daten, die bei der ersten Mondlandung anfielen, nicht ausgewertet. Ein Teil davon ist auch nicht mehr lesbar, weil der NASA die längst veralteten und daher ausgemusterten Lesegeräte fehlen.) Man hat den Verdacht, dass so manche „Warnung“ der Politik nur dazu dient, die Bürgerleins für den weiteren Abbau von Bürgerrechten weich zu klopfen.

Auch das Kriegsgeschrei, das jetzt ausgebrochen ist, fällt in die Kategorie „organisierte Hysterie“. Ein Krieg liegt vor, wenn staatliches Territorium angegriffen wird, wenn es klare Frontlinien gibt und erkennbare Heere und Truppenformationen. Von dem kann keine Rede sein. Die territoriale Integrität europäischer Staaten ist, wenn überhaupt, dann durch unkontrollierte Flüchtlingsmassen gefährdert, nicht durch Terrorbanden. Gleichzeitig ist die Idee, mögliche Terroristen aus den Flüchtlingsströmen heraus zu fangen und in ihre Heimatländer zurück zu schicken, ein bisserl konfus. Erstens wird man die paar Irren in diesem grossen Strom von Menschen nicht finden. Zweitens: in welche Heimatländer? Ah ja, die vom letzten Attentat kommen ja aus Frankreich und Belgien. Na dann, willkommen daheim!

Ihre Babsy hat den Eindruck, dass zum Beispiel das Kriegsgeheul von Hollande nur dazu dient, sein Immidsch zu ändern. Der Mann ist bisher ja weniger für seine Staatskunst berühmt, als vielmehr für seine tolpatschig in Szene gesetzten amourösen (!) Abenteuer (??). Der Mann auf dem Motorroller auf der Fahrt zu einer Geliebten. C’est Hollande! Jetzt macht er auf Krieg und gibt sich martialisch. Ob es nicht doch besser wäre, er holt den Roller wieder heraus und rollt Richtung Liebesnest? Die derzeit reichlich unkontrollierte Bomberei auf alles, was sich in der Nähe der IS-Häuptlinge regt, wird es nicht bringen. Da unten in Syrien bombt jeder fröhlich vor sich hin: die Franzosen, die Briten, die Amis, die Russen, der Iran, die Saudis und noch ein paar Länder, die dort wieder einmal den ganzen Kriegsplunder ausprobieren wollen, den sie angehäuft haben. Die ernsthafte Hackn überlässt man den Kurden, die einzigen, die wirklich mit Bodentruppen vor Ort gegen den IS-Wahn ankämpfen. Dafür werden sie von den Türken niederkartätscht, die sich ihrerseits hysterisch vor einem Kurdenstaat fürchten. Auf die Art kann man die IS-Mörder gar nicht so schnell abmaxln, wie sie wieder nachwachsen. Diese Art von Schwammerln gedeiht leider auch in trockenem Wüstenklima.

Lösungen für das IS- und Flüchtlingsproblem gäbe es genug. Die Vorschläge liegen längst auf dem Tisch. Aber wer traut den derzeit agierenden Politikern eine Lösung zu? Na eben!

Man hat das Gefühl, reden wir mal nur von Österreich, auf den diversen Parteizentralen gehörten riesige Warnschilder angebracht: „Achtung! Diese Politik kann ihre Sicherheit und Freiheit nachhaltig gefährden. Ihre Steuergelder sowieso.“ In Gmunden würde sich dann noch anbieten, diese Aufschrift mit einem Bild der Regio-Wahnbahn zu versehen.

Die Regio wird jetzt übrigens demnächst die ersten neuen Garnituren einsetzen, wie wir einem Jubelbericht der Jubelgazette „Tipps“ entnehmen durften. Es gibt sogar Relax-Zonen in den neuen Waggons – Sitze mit hoher Rückenlehne! Ja, passt, denn die Politik hat sich zurück gelehnt und lässt dem Regio-Wahn freie Bahn (kicher, gutes Wortspiel). Man sollte die Regio-Wägen überhaupt zu einer Ruhe- oder Chill-out-Zone umgestalten, gell. Platz wäre ja genug: Dank minimalster Fahrgastzahlen ist ausreichend Raum in den Wägen für Liegestühle, Sonnenbänke und vielleicht sogar ein kleines Plantschbecken.

Einen schönen novembrigen Samstag wünschen wir vom Team noch, auch wenn im Grossraum Brüssel Freitag nachts die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen und der U-Bahn-Verkehr eingestellt worden ist. Wegen „unmittelbarer Bedrohung“. Was immer das ist. Möglich, dass es sich um eine neue Eskalationsstufe der politischen Hysterie handelt, weil die Bevölkerung noch nicht hinreichend weichgeklopft ist.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Noch was: wir haben uns schon Sorgen um eines unserer fleissigsten Leserleins und Posterleins gemacht, um AndyB, von dem wir seit der Wahl nichts mehr gehört hatten. Jetzt ist er wieder da. Er hatte eine Schreibblockade. Kein Wunder angesichts des letzten Wahlergebnisses. Jetzt scheint er erholt und in alter Frische vor der Tastatur zu sitzen. Wir freuen uns!


Schock und Block

Gastkommentar von AndyB

Jaja ….. ich stehe noch immer unter Schock: Wahlschock, Baustellenschock, Wohnblockschock und Schocke überhaupt so herum. Der Schock sitzt so tief, da habe ich direkt eine Schreibblockade und das seit Wochen.

Ich war gestern zufällig … ja, zuuufäääällig …… in der Innenstadt, obwohl ich versuche es zu vermeiden, da ich meinen Schock nicht noch vertiefen möchte, und ich nicht am Ende einen chronischen Schock bekomme.

Was muss ich da sehen? Der Weihnachtsbaum am Rathausplatz ist inzwischen ein Elendsbäumchen geworden. Da haben viele Leute größere Bäume im Vorgarten.
Letztes Jahr war der Baum bereits relativ klein, aber dieses Jahr ….. um Gottes willen …. Muss man das Elend der Innenstadt jetzt schon an der Größe des Weihnachtsbaumes ablesen können?

Ansonsten war die Innenstadt …. wie soll ich sagen …… tot? Von bummelnden Kauflustigen, mit einem Kopfputz aus Frischgeld oder gefüllten Brieftaschen, keine Spur. Vielleicht zwei oder drei Gestalten irrten durch die Stadt, und das waren auch noch sehr “kaufunlustige” Gestalten.

Ich ertappte mich dabei, wie ich einen alten Gmundner Klassiker vor mich hin summte : “Street of Gmunden”.
Zur Erinnerung hier zuerst einmal die Version für die “Zartbesaiteten” :

und hier die Hardcore Version :


Vor einer Woche fand das Attentat in Paris statt.
Daher heute ein Link auf die Twitter-Seite „En mémoire“ für die Opfer:


 

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