Stimmung

Heute:
Bruno Beinhart über Zigaretten, Stimmungen u. a.
Sehr kurzes Einserkasterl von Wilhelm Krausshar

Liebe Leserschaft!

Selbst unfassbar grosse und teilweise tragische Ereignisse haben auch komische Seiten. Wie sich nun herausstellt, ist der Strom flüchtender Syrer eine Bedrohung für eines der Leib- und Magenthemen der Eurokraten: die Bekämpfung des Rauchens. Inzwischen so wie so zu einer modernen Variante der Christenverfolgung verkommen. Fünfzig Prozent der männlichen Syrer sind nämlich Raucher. Gedenken scheinbar auch, solche zu bleiben. Die deutsche Tabakindustrie reibt sich die Hände. Man rechnet dort damit, bis zu einer Milliarde mehr Glimmstengeln verkaufen zu können.
Wir sehen schon ein neues Einbürgerungskriterium neben dem Besuch von Deutschkursen: die Absolvierung von Nikotin-Entziehungskuren. Und man ahnt, was mit den Zäunen und deren Türen beabsichtigt ist: Europa wird zur Nichtraucher-Zone. Wer eine glühen will, muss das vor der Tür erledigen. Wir sehen schon die nikotin-schwangeren Rauchwolken an Europas Aussengrenzen.

Während dessen schmeissen die europäischen Regierungen (inklusive Kommission und Rat) mit leeren Schlagworten um sich. Frau Mikl-Stacheldraht tourt durch deutsche Talk-Shows und beteuert ihre humane Einstellung. Human vielleicht, unfähig sicher, kann man da nur sagen. Inzwischen haben die Bürger nicht Angst vor der Flüchtlingswelle, sondern vor einer in allen Belangen unfähigen Regierung, die keines der Gegenwartsprobleme zu lösen imstande ist.

Auch anderes Skurriles kommt von der Flüchtlingsfront. Die Deutschen, gründlich wie immer, haben inzwischen fast 200.000 Flüchtlinge wegen illegalen Grenzübertritts angezeigt. Jede dieser Anzeigen nimmt einen Polizisten ungefähr drei Stunden in Anspruch. Der deutsche Polizeiapparat steht vor dem Zusammenbruch. Wer soll all diese Anzeigen rechtsstaatlich korrekt abarbeiten? Wie sollen drohende 200.000 zusätzliche Strafverfahren exekutiert werden? Da sind selbst die gründlichen Deutschen ratlos. Wir beginnen, die angebliche Schlampigkeit der Österreicher zu schätzen.

Auf Griechenlands Inseln harren derweil zigtausende Flüchtlinge der Weiterreise. Auf den Inseln Samos, Lesbos u. a. drohen Hungersnöte unter den Kriegsvertriebenen, weil man dort auf solche Mengen nicht eingestellt war. Ausserdem hat die griechische Regierung andere Sorgen und kein Geld (dank Merkel & C0.).

Einem alten Witz folgend kann man nur feststellen: Europa steht vor dem Abgrund. Aber bald wird ein entscheidender Schritt nach vorne gelingen.

Gmundner Nabelschau.
Wir vom Team sind sehr hellhörig. Und war wir hören, lässt auf einen massiven Stimmungsumschwung in der Bevölkerung schliessen. Die Menschen sind entsetzt, wie Gmunden auf- und umgebuddelt wird. Langsam dämmert vielen, die sich bisher nicht besonders um die Regio geschert haben, was das wirklich bedeutet, eine Bahn quer durch die Stadt fahren zu lassen. Viele in dieser Frage bisher Indifferente machen sich Sorgen und stellen die Frage: „Muss das sein?“ Sie ahnen, dass es sich bei der Regio um ein Danaergeschenk handelt, das sie noch dazu selbst bezahlen werden: mit ihren Steuergeldern und Verlusten an Lebensqualität.

Auch die Hoffnung mancher Innenstadt-Kaufleute, man werde von der Regio profitieren, wird sich als pures Wunschdenken erweisen. Die Begegnungszone in der Theatergasse wird sich als Unding erweisen und die Erwartungen nicht erfüllen können. Das zeigt die Erfahrung aus der Wiener MaHü. Die neueste Studie zeigt, dass es zu einem massiven Publikumsaustausch gekommen ist. Die kaufkräftigeren, älteren Leute bleiben weg. Es kommt zwar ein jüngeres Publikum und die Frequenz steigt leicht, aber die Umsätze gehen teilweise dramatisch zurück. Geschäfte im höherpreisigen Segment bleiben auf ihren Waren sitzen. Viele haben bereits auf Billigware umgestellt, um zu überleben. Der Einmarsch von Filialen internationaler Ketten aus dem Billigsektor steht bevor. Ein Ausweg, der in Gmundens Innenstadt mangels Frequenz nicht offen steht.

Denn diese mangelnde Frequenz ist einer der Gründe, warum die Innenstadt-Kaufleute sich gegen eine Fussgeher-Zone wehren. An der schlechten Frequenz kann auch die Regio nichts ändern. Es spricht Bände, dass eine Bankfiliale am Rathausplatz trotzt der geplanten Regio-Haltstelle zusperrt. Und eine Sparkassenfiliale vom Klosterplatz ein Stück stadtauswärts verlegt wurde. Auch die erwarten sich keine Frequenz durch Umsteiger aus der Regio am Klosterplatz, sondern setzen auf eine Location mit Parkplätzen für Autofahrer. Niemand, der sich ein wenig auskennt, glaubt ernsthaft an die belebende Wirkung der Kombination Regio+Begegnungszone Theatergasse. Die Innenstadt-Kaufleute sind Teil eines Grossexperiments am lebenden Körper mit teilweise vorhersehbarem letalem Ausgang. Nur wissen das noch nicht alle. In der Zwischenzeit wird öffentliches Geld (Zuschüsse für Geschäfte in der Innenstadt) aufgewendet, um die Illusion möglichst lang am Platzen zu hindern.

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


Parkplatzfragen

Sehr kurzes Einserkasterl von Wilhelm Krausshar

Lieber KS, ich meine die Parkplätze IN der Kösslmühlgasse, die ja wohl nicht der Immobiliengesellschaft gehören!


 

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