Altbeginn

Heute:
Babsy Blitzschnell über Altbeginne
Einserkasterl von Tarantella „Betonbäume“
GK von KS zu Parkplätze & Innenstadt

Liebe Leserleins!

Hier ist sie wieder, Ihre Babsy Blitzschnell. Ich schiebe wieder Dienst und wundere mich, was in der Welt so vorgeht und auch nicht vorgeht. Manches scheint ja eher wie eine altersschwache Uhr nachzugehen. Frau hat nicht das Gefühl, dass die Politik in Stadt, Land und Bund es besonders eilig hat, die drängenden Probleme zu lösen. Da wird lieber über Wortgebilde und Wortungetüme („technische Sicherungsmassnahmen“) gestritten, als sich mit Lösungen zu befassen.

Wie kann es sein, dass die österreichische Regierung wieder einmal überrascht worden ist? Die sind sogar überrascht, wenn am 24. 12. Weihnachten ausbricht, oder am 31. 12. der Jahreswechsel wirklich statt findet. Als ob es nicht klar und deutlich absehbar gewesen wäre, was geschehen wird, wenn Ungarn die Grenzen schliesst. Was haben die Verantwortlichen denn gedacht, wohin die Flüchtlinge sich wenden würden? Richtung Neusiedler See und nach Österreich durch tauchen? Oder reumütig umkehren in die zerbombte und umkämpfte Heimat? Es war doch völlig klar, dass die Karawane über Kroatien und Slowenien ausweichen und sich dann an den steirischen Grenzübergängen stauen würde. Ach nein, dass war nicht allen klar. Besonders nicht der Frau Mikl-Leitner, einer besonders dunklen Leuchte in der ohnehin lichtlosen Regierung. Liebe Leute, es würde mir die Goiserer ausziehen, so ich solche an meinen adretten Fusserln trüge, wenn ich all den Quatsch lese, mit dem man die Bevölkerung zusudert (copyright „sudern“: Altkanzler Gusenbauer).

Allenthalben sind jetzt die Neubeginne angesagt. Und was erleben wir? Altbeginne! Mustergültig vorgeführt von einer Sozialdemokratie, bei der die Bezeichnung „desolat“ nur noch als Understatement zu interpretieren ist. Entholzer war zwar bisher Verkehrslandesrat, hat aber seine Kernkompetenz offensichtlich nicht im Bereich der Fortbewegung, sondern in dem der Immobilität und deren Förderung. Vor allem er selbst bewegt sich keinen Millimeter. Da stellt sich die Frage: ist der Mann überhaupt noch am Leben? Ist er schon tot, und niemand hat es bemerkt? Oder ist er gar eine Attrappe, eine Leihgabe von Madame Tussauds?

Der Erneuerungswillen der SPÖ ist geringer noch als enden wollend. Von Bürgernähe wird gebrabbelt. Zum wie vielten Male eigentlich? Führt da wer in der SP-Zentrale darüber Buch? Mehr Glaubwürdigkeit wird versprochen. Kommt mir auch sattsam bekannt vor. Frau könnte sagen: von Wahl zu Wahl erhöhen sie die Glaubwürdigkeitsbeteuerungen. Nur kommt dann nichts. Sondern es bleibt alles beim Alten. Ein Altstart in jeder Hinsicht. Jetzt fehlt nur noch ein Waisenmädchen, das man mit verbundenen Augen in den Keller der SP-Zentrale in Linz schickt, damit es die langsam auch schon vergilbenden Unterlagen von „morgen.rot“ aus dem Stapel mit all den anderen archivierten Programmen zieht. Alles egal. Sie wissen nicht, was sie tun. Denn was machen die Roten mit all den Programmen, die so regelmässig kommen und gehen wie die Welser Messe? Sie stehen darauf herum.

Besonders drollig ist die Absicht, „von SiegerInnen zu lernen“. Gut, dass man das sagt, denn bemerkt hätte ich es nicht. Wie man in Gmunden anschaulich beobachten kann. Da lernt man von der Siegerin in Altmünster. Oder verwechsle ich da was? Der olle Hochegger, die meisten Gmundnerleins werden den Namen nicht einmal kennen, aber das ist der famos fehlbesetzte Fraktionsobmann der hiesigen SPÖ. Ein Typ, der noch nie Gefahr gelaufen ist, die Öffentlichkeit mit einer Idee oder einem neuen Gedanken zu überfordern. So vermeidet er auch jede Form der Selbstüberforderung. Ein Mann der Nichtüberraschung, ein idealer Altstart. Von „SiegerInnen“ lernen? Doch nicht in Gmunden. Da gelten die Verlierer als Vorbild. Looser wie der Hochegger, die nicht nur jeden Anflug einer neuen Idee aus der Partei vertreiben, sondern auch gleich die Leute, die ein derart abweichendes Verhalten zeigen. DER lernt nichts mehr. Wozu auch, für ihn ging es schliesslich auch bisher ohne nennenswerte Lernprozesse. Ohne Politik würde der Mann noch immer in Warenhäusern auf Leute lauern, die beim Sommerschlussverkauf BHs der Grösse 70A mitsamt Höschen Grösse 48 fladern. Es gibt Leute, die verdanken in der Tat alles der Partei. Nur die Partei verdankt ihnen nichts. Hauptsache, man hat nicht all zu viele Sympathieträger in der ersten Reihe stehen. Hochegger unterstrahlt alles. Ist denn in dieser Partei niemand in der Lage, solche Leute dorthin zu verweisen, wo sie hingehören: ins politische Ausgedinge?

Nein, dazu hat die Sozialdemokratie, so scheints. nur noch in Ausnahmefällen wie Altmünster die Kraft. Das Beharrungsvermögen der Truppe rund um Entholzer ist phänomenal. An denen nimmt ein Teil der Gmundner SP Mass. Wenn sie nur ein Viertel dieses Beharrungsvermögens in politische Intelligenz umsetzen könnte, ginge es der SP besser. Aber, liebe „Mitbewerber“, fürchtet euch nicht! Es besteht nicht die geringste Gefahr, dass in der SPÖ plötzlich politische Intelligenz ausbricht. Die ist nämlich längst ausgebrochen und geflüchtet.

Auch sonst sind im Land vor allem Altstarts zu beobachten. Oder ist irgendjemandem eine neue Idee der „neuen“ Landesregierung aufgefallen – wenn man mal von der konsequenten Abschaffung der Anwesenheit von Frauen absieht. Neue Ideen in Linz? Schmecks! Wels: blaue Uralt-Ideologie. Gmunden: ein paar neue VP-Gesichter und der alte Schlendrian. Man könnte es auf einen einfachen Nenner bringen: Köpplismus mit menschlichem Antlitz. Die Antlitz-Sache ist noch immer schief gegangen (siehe die Adaptionen des Thatcherismus, Kommunismus etc.).

Liebe Leserleins! Lassen Sie sich nicht länger ein X für ein U vor machen. Eine Eisenbahn für eine Strassenbahn. Einen Altstart für einen Neustart!

Einen schönen Sonntag noch – and don’t forget to dance! Wenn schon die Verhältnisse nicht tanzen.
An einem ordentlichen Adventpunsch für Jung und Alt tüftelt Ihre Babsy bereits! Frau hat ja einen Ruf zu verteidigen, gell!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Betonbäume

Einserkasterl von Tarantella

Wie auf salzi.at nachzulesen ist, sollen die 3 Haltestellenüberdachungen in ihrer Formgebung an “Alleebäume” erinnern! Lieber Architekt Kaindl, man muss schon sehr phantasiebegabt sein, um eine Äquivalenz dieser potthässlichen Ungetüme zu den vormals wunderschönen Kastanienbäumen herzustellen! Angesichts des verschandelten FJ-Platzes und der aufgegrabenen Innenstadt blutet mir das Herz! Und wahrscheinlich nicht nur mir!


 

haltestelle-franjoDer architektonische Geniestreich am FJ-Platz:
Wen erinnert das an die „Alleeform“?
Und welcher Funktion dienen diese Dächer?
Schutz vor Regen, Schnee und Wind? Kicher! Fröstl!
Form doesn’t follow function!
Und ausschauen tuts auch noch scheisse (pardon)!


Parkplätze und Seniorenresidenz

Gastkommentar von KS

LESEN MACHT SCHLAU

Sehr geehrter Herr Krausshar!
Auch die Parkplätze in der Kösslmühlgasse befinden sich im Eigentum der Immobiliengesellschaft und wurden ebenfalls im Sinne der guten Nachbarschaft dem Hotelbesitzer bis auf Weiteres kostenlos zur Verfügung gestellt. Es parken auch dort nach wievor die Gäste sowie das Personal des Hotels.
Es gibt in Österreich das sogenannte “Grundbuch”.
In diesem ist eingetragen, welche Liegenschaft wem gehört. Dieses Grundbuch ist ein öffentliches Buch.
Das heißt, JEDER, der Informationen über liegenschaftliche Besitzverhältnisse haben möchte, darf in diesem Buch LESEN und sich die gewünschte Information holen.
In Gmunden liegt dieses Buch am Bezirksgericht auf. Auch gibt es die Möglichkeit gegen Bezahlung sich auf dem elektronischen Weg einen sogenannten “Grundbuchsauszug” zu machen.
Ich bitte Sie, diesen Weg der Informationsbeschaffung zu wählen, um weitere Mißverständnisse zu vermeiden.
Abschließend noch ein Tip: auf https://doris.ooe.gv.at/ sind alle Grundstücke samt Grundstücksnummer abgebildet.

@Bruno Beinhart:
Lieber Herr Bruno Beinhart!
Mit Interessse habe ich Ihren Bericht über die neuesten Studien betreffend der Frequenzen in der Wiener MaHü gelesen. Da ich glaube, dass das Team des Gmundls nicht leichtfertig mit Informationen um sich wirft, und es diese Studie wirklich gibt, habe ich das nicht überprüft, sondern möchte mich jetzt direkt darauf beziehen.
Klar scheint zu sein, dass die Kaufkraft bei der älteren Generation zu finden ist jedoch jede Stadt auch eine junge (vielleicht nicht so kaufkräftige) Generation braucht, die dann einmal die kaufkräftigere ältere Generation wird usf….
Impulse für eine Stadt geben beide Generationen und dies gilt, glaube ich in jeder Stadt.
So sehe ich es eigentlich als Ziel in jeder Stadt beide Generationen IN die Stadt zu holen.
In Gmunden ist dies sicherlich eine große Herausforderung, da es kaum leistbares Wohnen für junge Menschen gibt, Arbeitsplätze in der Stadt weniger werden und auf Grund der geographischen Situation es für ältere Menschen auch nicht immer leicht ist die Steigungen der Stadt zu Fuß, mit ihren Einkäufen bepackt, zu bewältigen.
Darüberhinaus ist es aber auch generell oft so, dass es betreubares Wohnen, Altersheime,Seniorenresidenzen oder dergleichen oft nur am Stadtrand oder in der “Pampas” gibt, wo Senioren die über keinen Führerschein, kein Auto oder durch schlechte Anbindung der Einrichtung an das öffentliche Verkehrsnetz darauf angewiesen sind, dass sie jemand von den Angehörigen zum Einkauf, Friseur, Kaffeehaus oder Ähnliches bringt.
Die Isolation der älteren kaufkräftigen Generation ist somit eigentlich vorprogrammiert.
Als solch einen Impuls könnte man auch die Seniorenresidenz in der Kösslmühle sehen -kaufkräftige Leute in die Stadt holen und Arbeitsplätze schaffen.

Beste Grüße und ein schönes Wochenende

Anm. d. Red.: Wie weit es sich um eine „wissenschaftliche“ Studie handelt, wissen wir nicht. Es war jedenfalls eine Stellungnahme der WKO-Wien/Handel. Für uns war jedenfalls das von vielen Geschäftsleuten bestätigte „Downgrading“ der Produktnachfrage auf deutlich billigere Qualitäten (bedingt durch das nun jüngere, aber merkbar weniger kaufkräftige Publikum) ein deutliches Warnzeichen für Gmunden. Im Gegensatz zu einer Grossstadt wie Wien fehlt es im überalterten Gmunden an diesem jungen Publikum. Wo soll das und eine entsprechende Frequenz her kommen, um so den Rückgang der Kaufkraft auszugleichen? Und das bei enormer Konkurrenz durch Einkaufszentren. Wobei noch anzumerken ist: inzwischen entwickelt sich die Varena ja auch zu einem ernsthaften Konkurrenten des SEP. Von Frequenzbringern wie dem Merkur abgesehen, ist die Varena überall „besser aufgestellt“ als das SEP. (Und Vöcklabrucks Innenstadt erlebt jetzt Ähnliches wie zuvor schon die von Gmunden). In diesem Match der Einkaufszentren ist die Gmundner Innenstadt auf die Rolle des Zuschauers reduziert. (Ausnahmen bestätigen die Regel!)


 

 

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