Hysterie

Heute:
Babsy Blitzschnell über politische Hysterie
Gastkommentar von AndyB über Blockaden

Liebe Leserleins!

Hysterie ist die Tonlage und das Lebensgefühl der angeblich „sozialen“ Medien wie Twitter oder Facebook. Auch der Boulevardpresse ist dieser unkontrollierte Überschwang vermeintlicher Gefühle nicht fremd. Da kann die Politik natürlich nicht zurück bleiben. Seit Jahren verfolgen uns Politiker aller Parteien und Geschlechter mit hysterischem Geplärr zur Sicherheitsfrage. Dabei ist die Gefährdung der persönlichen Sicherheit durch Arbeitsplatzverlust tausende Male höher als die, bei einem Attentat ums Leben zu kommen. Aus genau diesem Grund schert die Politik sich nicht um die Schaffung eines Umfelds, in dem Arbeitsplätze entstehen. Aber sie schert sich um unsere Attentats-Sicherheit.

Seit vielen Jahren arbeiten Politiker in demokratischen Staaten am systematischen Abbau der Bürgerrechte. Stichwort: USA und Home-Act. Daten werden gespeichert auf Teufel komm raus. Der absurde Überwachungswahn von Einrichtungen wie dem NSA führt zu unglaublichen Datenmengen, die gehortet werden, ohne dass sie überhaupt auswertbar wären. (Nur am Rande erwähnt: bis heute sind rund 90 % der Daten, die bei der ersten Mondlandung anfielen, nicht ausgewertet. Ein Teil davon ist auch nicht mehr lesbar, weil der NASA die längst veralteten und daher ausgemusterten Lesegeräte fehlen.) Man hat den Verdacht, dass so manche „Warnung“ der Politik nur dazu dient, die Bürgerleins für den weiteren Abbau von Bürgerrechten weich zu klopfen.

Auch das Kriegsgeschrei, das jetzt ausgebrochen ist, fällt in die Kategorie „organisierte Hysterie“. Ein Krieg liegt vor, wenn staatliches Territorium angegriffen wird, wenn es klare Frontlinien gibt und erkennbare Heere und Truppenformationen. Von dem kann keine Rede sein. Die territoriale Integrität europäischer Staaten ist, wenn überhaupt, dann durch unkontrollierte Flüchtlingsmassen gefährdert, nicht durch Terrorbanden. Gleichzeitig ist die Idee, mögliche Terroristen aus den Flüchtlingsströmen heraus zu fangen und in ihre Heimatländer zurück zu schicken, ein bisserl konfus. Erstens wird man die paar Irren in diesem grossen Strom von Menschen nicht finden. Zweitens: in welche Heimatländer? Ah ja, die vom letzten Attentat kommen ja aus Frankreich und Belgien. Na dann, willkommen daheim!

Ihre Babsy hat den Eindruck, dass zum Beispiel das Kriegsgeheul von Hollande nur dazu dient, sein Immidsch zu ändern. Der Mann ist bisher ja weniger für seine Staatskunst berühmt, als vielmehr für seine tolpatschig in Szene gesetzten amourösen (!) Abenteuer (??). Der Mann auf dem Motorroller auf der Fahrt zu einer Geliebten. C’est Hollande! Jetzt macht er auf Krieg und gibt sich martialisch. Ob es nicht doch besser wäre, er holt den Roller wieder heraus und rollt Richtung Liebesnest? Die derzeit reichlich unkontrollierte Bomberei auf alles, was sich in der Nähe der IS-Häuptlinge regt, wird es nicht bringen. Da unten in Syrien bombt jeder fröhlich vor sich hin: die Franzosen, die Briten, die Amis, die Russen, der Iran, die Saudis und noch ein paar Länder, die dort wieder einmal den ganzen Kriegsplunder ausprobieren wollen, den sie angehäuft haben. Die ernsthafte Hackn überlässt man den Kurden, die einzigen, die wirklich mit Bodentruppen vor Ort gegen den IS-Wahn ankämpfen. Dafür werden sie von den Türken niederkartätscht, die sich ihrerseits hysterisch vor einem Kurdenstaat fürchten. Auf die Art kann man die IS-Mörder gar nicht so schnell abmaxln, wie sie wieder nachwachsen. Diese Art von Schwammerln gedeiht leider auch in trockenem Wüstenklima.

Lösungen für das IS- und Flüchtlingsproblem gäbe es genug. Die Vorschläge liegen längst auf dem Tisch. Aber wer traut den derzeit agierenden Politikern eine Lösung zu? Na eben!

Man hat das Gefühl, reden wir mal nur von Österreich, auf den diversen Parteizentralen gehörten riesige Warnschilder angebracht: „Achtung! Diese Politik kann ihre Sicherheit und Freiheit nachhaltig gefährden. Ihre Steuergelder sowieso.“ In Gmunden würde sich dann noch anbieten, diese Aufschrift mit einem Bild der Regio-Wahnbahn zu versehen.

Die Regio wird jetzt übrigens demnächst die ersten neuen Garnituren einsetzen, wie wir einem Jubelbericht der Jubelgazette „Tipps“ entnehmen durften. Es gibt sogar Relax-Zonen in den neuen Waggons – Sitze mit hoher Rückenlehne! Ja, passt, denn die Politik hat sich zurück gelehnt und lässt dem Regio-Wahn freie Bahn (kicher, gutes Wortspiel). Man sollte die Regio-Wägen überhaupt zu einer Ruhe- oder Chill-out-Zone umgestalten, gell. Platz wäre ja genug: Dank minimalster Fahrgastzahlen ist ausreichend Raum in den Wägen für Liegestühle, Sonnenbänke und vielleicht sogar ein kleines Plantschbecken.

Einen schönen novembrigen Samstag wünschen wir vom Team noch, auch wenn im Grossraum Brüssel Freitag nachts die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen und der U-Bahn-Verkehr eingestellt worden ist. Wegen „unmittelbarer Bedrohung“. Was immer das ist. Möglich, dass es sich um eine neue Eskalationsstufe der politischen Hysterie handelt, weil die Bevölkerung noch nicht hinreichend weichgeklopft ist.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Noch was: wir haben uns schon Sorgen um eines unserer fleissigsten Leserleins und Posterleins gemacht, um AndyB, von dem wir seit der Wahl nichts mehr gehört hatten. Jetzt ist er wieder da. Er hatte eine Schreibblockade. Kein Wunder angesichts des letzten Wahlergebnisses. Jetzt scheint er erholt und in alter Frische vor der Tastatur zu sitzen. Wir freuen uns!


Schock und Block

Gastkommentar von AndyB

Jaja ….. ich stehe noch immer unter Schock: Wahlschock, Baustellenschock, Wohnblockschock und Schocke überhaupt so herum. Der Schock sitzt so tief, da habe ich direkt eine Schreibblockade und das seit Wochen.

Ich war gestern zufällig … ja, zuuufäääällig …… in der Innenstadt, obwohl ich versuche es zu vermeiden, da ich meinen Schock nicht noch vertiefen möchte, und ich nicht am Ende einen chronischen Schock bekomme.

Was muss ich da sehen? Der Weihnachtsbaum am Rathausplatz ist inzwischen ein Elendsbäumchen geworden. Da haben viele Leute größere Bäume im Vorgarten.
Letztes Jahr war der Baum bereits relativ klein, aber dieses Jahr ….. um Gottes willen …. Muss man das Elend der Innenstadt jetzt schon an der Größe des Weihnachtsbaumes ablesen können?

Ansonsten war die Innenstadt …. wie soll ich sagen …… tot? Von bummelnden Kauflustigen, mit einem Kopfputz aus Frischgeld oder gefüllten Brieftaschen, keine Spur. Vielleicht zwei oder drei Gestalten irrten durch die Stadt, und das waren auch noch sehr “kaufunlustige” Gestalten.

Ich ertappte mich dabei, wie ich einen alten Gmundner Klassiker vor mich hin summte : “Street of Gmunden”.
Zur Erinnerung hier zuerst einmal die Version für die “Zartbesaiteten” :

und hier die Hardcore Version :


Vor einer Woche fand das Attentat in Paris statt.
Daher heute ein Link auf die Twitter-Seite „En mémoire“ für die Opfer:


 

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