Schliessungen

Heute:
Babsy Blitzschnell über Schliessungen
GK von E. Hitzenberger „Guten Morgen, Herr Brandner!“

Liebe Leserleins!

Wieder einmal erweist sich unsere Fähigkeit zum „Zweiten Gesicht“, also die Fähigkeit, die Zukunft vorher zu sehen. Allerdings glauben wir nicht an Hokuspokus, Wahrsagerei oder sonst einen esoterischen Tineff. Wir kennen nur Gmunden und seine Akteure recht gut und haben keinen machtpolitisch getrübten Blick. Da sind dann Vorhersagen oft ziemlich einfach.

Eingetroffene Vorhersage eins. Diese Woche erhielten wir eine Ausgabe von „mittendrin“, der Gemeindezeitung, die neuerdings die anderen GR-Fraktionen zumindest zu Wort kommen lässt (ob das Blatt das Steuergeld wert ist, kann man noch immer bezweifeln). Auf Seite fünf wird uns ganz nebenbei mitgeteilt, dass die Servicestelle Annastrasse mit Jahresende geschlossen wird. Wegen angeblich geringer Frequenz. Von den Bewohnerleins im Umkreis der Servicestelle hört man anderes! Es herrsche durchaus reger Betrieb, und die Behauptung der mangelnden Frequenz ist gegenüber den dort Beschäftigten auch nicht sehr fair – die stehen jetzt als Faulenzer da. Die Wahrheit ist: es gab einen kontinuierlichen Kundenstrom in der Annagasse und mehr als genug Arbeit. Und ja klar, man musste oft trotzdem in die Hauptpost. Aber statt die Annagasse zu schliessen, hätte man vielleicht mit der Post verhandeln müssen, ob man nicht zusätzliche postalische Aufgaben übernehmen kann, um den Verkehr in der Innenstadt nicht sinnlos zu erhöhen. Wenn man das mit der Beruhigung denn ernst meinen würde. Oder glaubt man, dass die vermehrte Frequenz bei der Hauptpost auch Kunden in die Innenstadtgeschäfte schwemmen wird? Liebe Leute, das ist eine der vielen Fehlkalkulationen, die wir in Gmunden leider gewohnt sind.

Gross wurde einst die „Rettung“ der Poststelle von der ÖVP hinausposaunt. Jetzt wird in aller Stille zugesperrt. Man könne das Geld für die Bürgerleins anderswo besser einsetzen. Ja, beim Regio-Zirkus, gell! Oder was war sonst gemeint?
Die Ausdünnung der Infrastruktur geht weiter. Einerseits eine Folge dümmlicher und kontraproduktiver Privatisierungen, in diesem Fall der Post. Andererseits eine Folge der kommunalen Ausgabenfreudigkeit am falschen Platz. Die Schliessung der Poststelle Annagasse straft die Beteuerungen, man wolle die Innenstadt vom Verkehr entlasten, Lügen. Die Folge wird nämlich vermehrtes Verkehrsaufkommen in der Stadt sein: die Postkunden klaro, aber auch all die Postler, die dann alle nicht zugestellten Sendungen in die Hauptpost bringen müssen. Ökologisch und ökonomisch ist das eine Verrücktheit. Und die vielgeliebte Regio fährt ja auch ein wenig abseits der Hauptpost, wenn Ihre Babsy sich nicht irrt.
Auf jeden Fall haben wir es im Gmundl einst vorhergesagt: die Servicestelle Annagasse ist nur eine vorübergehende populistische Beruhigungspille. Man wird das zwei oder drei Jahre machen, sich dann auf eine mangelnde Frequenz berufen und zusperren. Es kam, wie von uns vorher gesagt. Ich werde jetzt in der Annagasse eine Beratungsstelle aufmachen: „Fragen Sie Frau Babsy“.
Die desolate Finanzlage der Stadt führt zu solch dummen Sparmassnahmen am falschen Ort. Mit den Millionen, die allein bei der Regio verplempert werden, könnte man wahrhaft Sinnvolles für die Infrastruktur der Stadt machen.

Eingetroffene Vorhersage Nummer zwei. Was haben wir hier im Gmundl nicht über die QuadraCir gespottet. Jenes Unternehmenskonglomerat, das die Reste der stillen Insolvenz der Asamer-Gruppe eingesammelt hat. Und das angeblich die vorhandenen Werte retten und verklopfen sollte. Rund um diese Firmengruppe hat sich eine illustre Mannschaft in Aufsichtsräten und als Eigentümer versammelt: WKO-Leitl, Ex-Raika-Stepic (bekannt für nun zu sanierende Ostgeschäfte und fragwürdige eigene Steuergestaltung), der selbst grosskonkurs-erfahrene Maculan, und zu guter Letzt der 2. Nationalratspräsident Kopf (ÖVP). Die crème de la crème schwarzer Machthaberer. Während die Asamers fröhlich in ihren Villen sitzen (und in Fragen Seebahnhof weiterhin die Stadtpolitik lähmen – warum schreibt Herr Brandner nicht darüber einmal?!! statt gegen Regio-Gegner Stimmung zu machen???!!!!), dürfen die kleinen RAIKA-Kunden, egal ob als Private oder als KMU, über Kosten und Gebühren für Hunderte von verlorenen Asamer-Millionen der RAIKA pecken. Denn auch die schwarze RAIKA wirds nicht vom lieben Gott bekommen, das verlorene Geld, sondern den im Gegensatz zu mancher Asamer-Firma zahlungsfähigen Kunden abknöpfeln müssen. Die Pervertierung der Genossenschaftsidee!

Auch dieses Desaster wurde von uns vorhergesagt, als einst die Kunde von der genialen Rettungsaktion („wir sind extrem optimstisch“) im Land verbreitet wurde. Die Schwarzen waren und sind bis heute stinksauer auf uns, weil wir auf diesen (und andere) Propagandaschmähs mit Gegeninformation reagierten. Wieder einmal hat sich erwiesen, dass die „Schmierfinken“ (wie uns mancher hasserfüllte Schwarze hasserfüllt nennt) vom Gmundl richtig gelegen sind. Und warum liegen wir (so oft!) richtig? Weil wir unabhängig sind, fern der Machthaberei agieren, keine ideologischen Scheuklappen tragen, aber auf Basis einer klaren Wertehaltung operieren. Vielleicht sollte die Politik sich davon mal was abschauen.

Ihre Babsy muss allerdings gestehen, dass es ihr selbst ein wenig unheimlich ist, wie oft wir ins Schwarze (kicher, kicher) treffen. Oder ins Rote. Oder ins Blaue. Oder ins Grüne. Weil wir unsere Meinung frei heraus sagen, ohne Rücksicht auf Interessensgruppen oder Lobbyisten. Weil wir mit den Machthaberern nicht verbandelt sind und nicht verbandelt sein wollen, gell! Darum lieben uns viele und einige halt nicht. Aber vielleicht geht sogar denen, die uns nicht mögen, eines Tages ein Lichterl auf. Der Advent wäre da eine gute Gelegenheit, gell, weil da sollen am Ende sogar vier Lichterln leuchten. Vielleicht bringen das auch unsere (v)erbitterten Gegner mal auf die Reihe. Und zeigen, dass sie doch nicht so kleine Lichter sind, wie es zumeist den Anschein hat.

Wir entschuldigen uns dafür, dass wir derzeit etwas spät am Tag online gehen. Aber wir haben noch immer technische Probleme, die wir nicht lösen konnten. Aber Hauptsache, wir sind da, gell!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Guten Morgen, Herr Brandner!

Gastkommentar von Elisabeth Hitzenberger

Kommentar und Bericht “Einsprüche gegen neue Traunbrücke” OÖN vom 24.11.2015/Edmund Brandner

Guten Morgen, Herr Brandner!
Der OÖN-Lokalredakteur Edmund Brandner hat sich schon vor der Gemeinderatswahl als Berichterstatter der ÖVP geoutet. Sein Spezialgebiet war und ist die Promotion für die Durchbindung der Lokalbahn Gmunden-Vorchdorf durch die Innenstadt – kurz „SRT“. Er hat sich dermaßen in sein Aufgabengebiet vertieft, dass er völlig verschlafen hat, wofür andere wahlwerbende Gruppen stehen. Ganz besonders groß ist seine Wissenslücke in Bezug auf die B.I.G.
Die Bürgerinitiative ist schon vor der Wahl mit der Forderung nach einem SRT-Baustopp an die Öffentlichkeit gegangen. Ein Baustopp bis zur endgültigen Klärung der rechtlichen Lage. Die B.I.G. hat nachdrücklich darauf hingewiesen, dass Verfahren anhängig sind und dass es unverantwortlich ist, den Ausgang dieser Verfahren nicht abzuwarten. Guten Morgen, Herr Brandner!

Auch die gegenwärtige Realität dürfte durch die SRT-Nebelschwaden noch nicht ganz bis zu ihm vorgedrungen sein. Es geht derzeit nicht darum, die Baustellenzeit um 1 Jahr zu verlängern. Nein, es geht darum die Baustellenzeit 1 Jahr – bis zur Klärung der rechtlichen Lage – zu UNTERBRECHEN. Guten Morgen, Herr Brandner!

Auch was die Interessen der Wirtschaftstreibenden betrifft hat er einiges verschlafen. Das, was die überwiegende Mehrheit der Innenstadtkaufleute nicht will, ist eine doppelt so lange Baustellenzeit. Auch aus diesem Grund ist die B.I.G. für eine Bauunterbrechung und damit für ein baustellenfreies Jahr. Edmund Brandner hat sich seit seinem Erwachen aus dem Wahlkampfmodus leider noch nicht die Mühe gemacht, die Betroffenen zu fragen und bezieht sich auf die Aussagen eines exklusiven, kleinen Kreises. Die B.I.G. hingegen hat die Innenstadtkaufleute tatsächlich befragt. Guten Morgen, Herr Brandner!

Wenn Herr Brandner sich nicht ausschließlich in den Dienst der Lokalbahn Gmunden-Vorchdorf AG gestellt hätte, dann wäre auch ihm klar, dass Gmunden ein baustellenfreies Jahr dringend braucht. Endlich wäre Zeit, sich um die Gestaltung der historischen Innenstadt und der Esplanade, um die bauliche Gestaltung der Brücke, um die Möglichkeiten einer Verkehrsberuhigung der Innenstadt, um die Modernisierung und Führung der Citybuslinien zu kümmern. Endlich wäre Zeit, sich um die Bedürfnisse der Anrainer/innen, der Gmundner/innen und der Stadt zu kümmern und nicht nur um die der Lokalbahn Gmunden-Vorchdorf AG. Guten Morgen, Herr Brandner!

Die B.I.G. informiert die Lokalredaktion der OÖN auch gerne nochmals darüber, dass sie sich als Bürgerinitiative versteht. Die B.I.G. wird daher auch in diesem Fall die Bürger/innen vertreten und versteht sich keinesfalls als Lobbyistin von Projektbetreibern. Wir richten daher unseren Appell nicht an „Damen“, die ihre Bürgerrechte verteidigen, wir appellieren vielmehr an die Vernunft, Seriosität und Verantwortung der „Herren“ (in diesem Fall sind es ja ausschließlich Herren), die diese und die Interessen unserer Stadt überrollen möchten.
Wenn Herr Brandner das Eintreten für politische Vernunft, für die Wahrung der Bürgerrechte, für einen sinnvollen Umgang mit Steuergeld, für ein modernes, zeitgemäßes öffentliches Verkehrsnetz, für Wohnraum für Gmundner Familien, für einen schonenden Umgang mit unserem Stadtbild als konservativ bezeichnet, so betrachten wir dies als Kompliment. Und ja, wir bezweifeln tatsächlich die Qualität vieler politischer Entscheidungen der letzten Jahre.
In diesem Sinne, ein höfliches aber kritisches „Guten Morgen, Herr Brandner!“ von der B.I.G. Bürgerinitiative Gmunden.

Frau Dr. Elisabeth Hitzenberger ist Mandatarin der B. I. G. im Gmundner Gemeinderat


 

 

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