Wohltäter

Heute:
Bruno Beinhart über Wohltäter
Einserkasterl von Helmut Bergthaler über Spitalsreform
Gastkommentar von Bill über Zusperren

Liebe Leserschaft!

Es gibt noch wahre Wohltäter auf dieser Welt. Etwa einen gewissen Herr Zuckerberg, der jetzt verkündet hat, angeblich 99 % seines Vermögens zu spenden. Gut, er hat 45 Milliarden. Da blieben immer noch 450 Millionen über. Wenn ich mich nicht verrechnet habe. Das reicht fürs Nötigste im Leben, auch wenn man etwas älter wird.

Herr Zuckerberg, gesprochen Sackerbörg, ist also ein grosser Wohltäter. Na, immer langsam mit den Pferden. Das ist jener Herr, der dieser Welt Facebook geschenkt hat. Der meint, es gäbe keine Privatheit mehr, die sei überflüssiger Luxus. Kann man leicht sagen, wenn man über sich selbst praktisch keine Auskunft gibt. Wie das Herr Zuckerberg so macht. Wenn man ziemlich rüde Geschäftspraktiken hat. Die Welt mit einem Spitzelsystem überzogen hat, bei dem sogar der NSA alt aussieht. Ein Geschäft, das auf der Dummheit und Ignoranz vieler Menschen aufbaut. Der soll plötzlich nicht ein Täter sondern ein Wohltäter sein? Da zweifle ich.

Warum zweifle ich? Das Geld geht in eine Stiftung. Und wer schafft in dieser Stiftung an? Richtig geraten! Herr Sackerbörg. That sucks! Der Mann ist durch und durch gerissen. Er weiss um seinen schlechten Ruf. Den poliert er so auf. Hat er bei Bill Gates gelernt. Der gibt auch seit Jahren den Big Spender. Nach dem gleichen Schema: eine Stiftung, in der er das Sagen hat. Inzwischen machen sich viele Leute Sorgen, dass Herr Gates im Bereich Pharma für die Dritte Welt eine ähnlich Rolle bekommt wie Microsoft: die des Monopolisten. Oder der Herr Warren Buffet, der mit seinen Spekulationen die Realwirtschaft schädigt. Und dann grosszügig Milliarden, für die er ohnehin keine Verwendung hat, „spendet“.

Es darf vermutet werden, dass Herr Zuckerberg nur einen weiteren Dreh anwendet, um seine Macht (mitsamt Allmachtsfantasien) auszubauen. Den selbstlosen Wohltäter sollte man ihm daher eher nicht so ohne Weiteres abnehmen. So wie der Mann die Gefahren von Facebook vor den Usern verbirgt, uns das Hirn zu vernebeln versucht, so ist auch jetzt die Rolle des Filantropen nicht besonders glaubhaft. Wer die grosse Doku über Zuckerberg im ZDF gesehen hat, ahnte es längst: hinter dem Milchgesicht verbirgt sich die moderne Form eines Diktators, der in der digitalen Welt die Gesetze nach seiner Laune, seinem Gusto und vor allem seinen Geschäftsinteressen macht. Unkontrolliert und brutal. Im Gegensatz zu klassischen Diktatoren wäre er aber leicht zu stürzen: indem die Menschen nicht mehr wahllos und freiwillig ihre privaten Daten bei Facebook abliefern.

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


Spitalsreform

Einserkasterl von Helmut Bergthaler

Nur zur Info, die Spitalsreform wurde im Landtag einstimmig beschlossen, ich halte sie auch für verunglückt, aber alle waren dafür.

Anm. d. Red.: Stimmt! Und es ist eine Schande. Der Wahnsinn: man hält uns mit Pseudodiskussionen beschäftigt, während in vielen Bereichen von Spitälern bis Bildung alles den Bach hinuntergeht. Wir haben die SP nur deshalb speziell erwähnt, weil wir uns naiverweise von der noch immer am meisten erwarten, wenn es um solche Fragen geht. Bei der FPÖ ist das Wort „sozial“ (Die soziale Heimatpartei!) meist ein Etikettenschwindel. Aber die SPÖ holt da schwungvoll auf. Bergab, das ist der einzige Schwung, den die SP derzeit hat.


Sperre

Kurzer Gastkommentar von Bill

HURRA: Sperre der Post (Bürgerservicestelle) Annastrasse …
Gratulieren muss man der Gemeinde zu der genialen Entscheidung, gerade mit Beginn der Sperre der Traunbrücke die Postfiliale zuzusperren.
Wegen Packerl, RSB Brief oder auch Packetaufgabe darf man während der Bauzeit nun über die Umfahrung gondeln.

Anm. d. Red.: Wahrscheinlich läuft das unter Belebung der Innenstadt. Das wird eine wahrhaft ruhige Begegnungszone werden in Gmunden, wenn die Leute für jede Kleinigkeit auf die Hauptpost fahren müssen, die von der Regio-Wahnbahn natürlich nicht angefahren wird. Umsteigen oder hatschen ist die Devise. Da werden die Leute wohl eher mit dem Auto herumkurven. Dass die Leute bei jedem Wetter mit dem Fahrrad in die Stadt keuchen, glauben ja nur ein paar Fahrrad-Fanatiker. Das Geschwafel von der Begegnungszone erweist sich immer mehr als das, was es eben ist: Geschwafel!


 

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