Innovativ?

Heute:
Bruno Beinhart über Innovationen
GK von „Post Zug Baustelle“ übers Hirneinschalten

Liebe Leserschaft!

Sage noch jemand, unsere Regierung sei nicht innovativ. Seit dieser Woche wird am Grenzzaun bei Spielberg gebastelt. Gut, derzeit sind dort kaum Flüchtlinge unterwegs. Aber das kann sich ja wieder ändern. Aber darum geht es mir heute nicht. Sondern um die Innovationskraft dieser Regierung. Die wird beim Zaunbau zu Spielfeld wieder einmal eindrucksvoll bewiesen. Sehr eindrucksvoll sogar.
Liebe Leute, wir bauen dort den ersten Lückenzaun. Unsere Regierung hat einen Zaun erfunden, der vor allem durch Zwischenraum glänzt. Denn nach glorioser Vorbereitung ist jetzt klar, dass man zwar einen Zaun aufstellt, aber dieser – in guter österreichischer Manier – ein Kompromiss geworden ist. Ein Kompromiss zwischen Absperrung und Durchlässigkeit. Offiziell spricht man von einigen Metern, wo es keinen Zaun gibt. Unter der Hand verkünden Eingeweihte, dass nur rund die Hälfte der geplanten Strecke tatsächlich mit einem Zaun versehen wird. Es wird ersucht, zu den Absperrungen zu gehen.

Man hat offensichtlich nicht mit den Grundeigentümern geredet. Jetzt baut man halt dort, wo man die Erlaubnis bekommt. Schon demnächst darf man wohl auf den Handys eine neue Anwendung erwarten: „Zaunlücke – die Flüchtlingsapp“. Wir zeigen den Europäern, was richtige Innovation ist.

Besonders innovativ auch das Med-UNI-Konzept von Oberösterreich. Die Med-Uni in Linz war ja dafür gedacht, den Ärztemangel in OÖ zu beheben. Darum werden dort auch, wie man jetzt erfahren hat, rund 42 % ausländische Studenten ausgebildet. Die werden nach dem Studium und der Praxiszeit sicher in rauen Mengen ins Innviertel stürmen, um dort Arztpraxen zu eröffnen.
Die Gründung der Med-Uni-Linz erfährt in einem soeben publik gewordenen Bericht des Rechnungshofes eine vernichtende Kritik. Weder gäbe es einen Bedarf, noch wirke diese Uni gegen den Ärztemangel, und zuletzt sei auch noch die Finanzierung gesetzwidrig. Noch dazu habe auch eine vom Nationalrat beauftragte Studie die Errichtung einer neuen Med-Uni nicht empfohlen. Der Rechnungshof weist darauf hin, dass es klüger gewesen wäre, die bestehenden Unis auszubauen und finanziell besser auszustatten.

Bis 2017 werden rund 630 Millionen Euro in dieses fragwürdige Projekt fliessen (zu einem Zeitpunkt, da LR Strugl in einem Interview erklärt hat, es werde finanziell eng). Angesichts von nur 58 % Studierender, die aus Oberösterreich kommen, hat das Land somit rund 265 Millionen (!!!) Euro in ausländische Studenten investiert. Ein echter Geniestreich.

Gespart wird anderswo: man zieht eine die Patienten schädigende Spitalsreform durch. Wo ist da die Logik?

Gleichzeitig wurde mit dieser fehlkonzipierten UNI auch noch die etablierte Kepler-Uni geschädigt. Denn in den nächsten drei Jahren fliessen rund 65 Millionen Euro mehr an UNI-Geldern nach OÖ. Davon gehen aber fast 40 Millionen an die Med-Uni. Der Anteil der Kepler-Uni fällt somit um diesen Beitrag geringer aus, mit der Folge, dass die Kepler-Uni Personal einsparen muss, während man sich eine sinnlose Med-Uni „leistet“, die keinen Gewinn für das Land bringt.

Dass LH Pühringer jetzt wieder einmal das saudumme Lied „wir gegen Wien“ singt, wundert nicht. Das ist billig. Wird ja von allen Landespotentaten so gehandhabt. Nichts desto trotz ist das saudumm. Angesichts der Uni-Misere ist die vorrangige Aufgabe tatsächlich nicht die, neue Unis zu bauen. Sondern die alten finanziell besser auszustatten. Aber darum geht es dem Pühringer in Wahrheit gar nicht. Er baut sich da ein Denkmal. Wahrscheinlich wird die Uni nach Pühringers Abgang, ab 2017 „Josef Pühringer-Gedenkuni“ heissen. Je kleiner die Männer, desto pompöser ihre Denkmäler.

In Oberösterreich werden Milliardenbeträge mit sinnlosen Quatsch- und Prestigeprojekten vergeudet. Im Rest der Republik ist es nicht viel anders. Dafür fehlt in einer wohlhabenden Bezirksstadt wie Gmunden das Geld für ein Hallenbad. Das für die Volksgesundheit so wichtig wäre. Oder müssen Grundstücke verklopft werden, damit man Grundschulen renovieren kann, die sich in einem elendiglichen Zustand befinden. Dafür hat man locker ein paar Mille für einen überflüssigen Musikschul-Zubau verjankert. Der auch noch potthässlich ist. In Gmunden hat man so viel Geld versenkt, dass es dann nicht einmal für eine der kommunalen Kernaufgabe reicht: die Sanierung uralter Leitungen. Da muss jetzt die Regio herhalten, damit man das finanziert bekommt. Das alles ist eine riesige Sauerei. Eine Schande. Schandbar.

Hätten die verantwortlichen Politiker einen Rest von Genierer, sie würden sich bei mindestens halbierten Pensionsbezügen aus ihren Ämtern trollen. Das wäre mal eine wirklich brauchbare Innovation.

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


Hirn einschalten!

Gastkommentar von PostZugBaustelle

Zu der Sperre der Bürgerservice-Stelle/Post in der Anna-Straße, den von ÖVP UND SPÖ UND GRÜNEN WIDER BESSEREN WISSENS VERORDNETEN Regio-Zug-Wahnsinn-Baustellen … und den vielen, damit zusätzlich nötigen Wegen rund um und durch die Stadt:

BITTE KÖNNEN DIESE POLITIKER VOR ENTSCHEIDUNGEN ENDLICH EIN MAL DAS HIRN EINSCHALTEN????

Es ist einfach unpackbar, welche Leute da im Rathaus mit genialer Treffsicherheit an den Bedürfnissen der Menschen vorbei agieren.

ABER WIE HEISST ES DOCH SO SCHÖN:
Die Bürgerleins verdienen die Politiker die sie gewählt haben … und spätestens dann, wenn die Gmundnerstadt im Regio-Zug-Baustellen-Irrwitz untergeht, werden die Wählerchens draufkommen, dass die Mehrheit der Stimmen für die ÖVP irgendwann der Treppenwitz schlechthin in der Gmundner Stadtchronik “Post Vorchdorfer Zugsdurchbindung” sein wird…

ABER DANN WIRDS SCHON LANGE ZU SPÄT GEWESEN SEIN!


 

 

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