Was für ein Montag …

Heute:
Babsy Blitzschnell sichtet die Lage
Einserkasterl von Tramtänzer über Täuschungen

Liebe Leserleins!

Der Alltag hat uns endgültig wieder, uns und einen heuer verdammt kurzen Fasching. Gestern hat Ihre Babsy fünfe grad sein lassen und ihre dienstlichen Pflichten vernachlässigt. Folglich gab es gestern auch keinen Blog. Aber der Alltag fängt ja erst heute an, obwohl die Politik uns schon in der Vorwoche ausgiebig verwöhnt hat. Was man halt so unter „verwöhnen“ versteht in diesen Zeiten.

Und weil gefragt wurde: der Bruno ist leider gesundheitlich noch immer nicht voll auf dem Damm und hat sich wie der Schlierenzauer eine Auszeit genommen. Im Gegensatz zum Schlieri wird der Bruno aber sicher wieder kommen. Wir hoffen bald! Der Bruno muss ja keine lebensgefährliche Schanze runterhupfen. Würde er auch nie tun. Ihre Babsy übrigens auch nicht.

Man hat ja bis zuletzt irgendwie gehofft, dass der ÖVP doch noch was Originelles einfällt zur Kandidatur für den Herrn Bundespräsident oder die Frau Bundespräsidentin. Irgend jemand Überraschenden hervorzaubert. Aber die ÖVP zauberts, denn es mangelt scheinbar nicht nur an Frauen, sondern überhaupt am Personal. Der von Pühringer beschworene grosse Fundus scheint ein ziemlich düsteres schwarzes Loch zu sein. Einen abgenutzten Ältestpolitiker wie Khol in die Wahl zu schicken, das ist mehr als nur ein Armutszeugnis. Das ist eine Bankrotterklärung. Dass Herr Khol einst von „roten Gfriesern“ sprach, prädestiniert ihn nicht unbedingt zum Repräsentanten aller Österreicherleins. Noch schlimmer sein Spruch von der Wahrheit als Tochter der Zeit. Das ist lupenreiner Opportunismus und jene Art von Politikhaltung, die der Bevölkerung schwer auf die Nerven geht. Khol ist trotzdem ein extrem konservativer Hardliner. Zu seiner Zeit als Chef der Politischen Akademie der ÖVP galt er als rechtsaussen angesiedelt. Dass er nun in einer wie immer definierten Mitte angekommen ist, zeigt nur, wie sehr die Gesellschaft gegenüber der Kreisky-Zeit nach rechts abgedriftet ist. Die Krise der Linken ist unübersehbar. Endlich ist die grosse Krise des Kapitalismus da, und die Linke ist weg. Ein bemerkenswerter Vorgang. OK, war eine Abschweifung.

Ob die SP sich dazu durchringen wird können, anstatt des Polit-Fossils Hundstorfer jemand Neuen, Originellen und Interessanten zu kandidieren, steht in den Sternen und ist wohl recht unwahrscheinlich, auch wenn die Gerüchtebörse heftig summt. Die derzeit herrschende Seilschaft ist schon bisher nicht gerade durch Originalität oder gute neue Ideen aufgefallen. Wenn jetzt auch noch der Wiener Bürgermeister Häupl in Lobeshymnen auf Hundstorfer ausbricht, ist man und frau verwundert und schraubt die Erwartungen auf null. Besonders wenn Häupl die ruhige Hand von Hundstorfer in seiner Zeit als ÖGB-Chef in der BAWAG-Affäre lobt. Da reibt frau sich verwundert die Augen. Hundstorfer war Spitzengewerkschafter und mitverantwortlich dafür, dass das Vermögen des ÖGB (und damit seiner Mitglieder) im Zuge der BAWAG-Troubles das Klo hinuntergespült worden ist. Man erinnere sich, dass er mit Blankounterschriften um sich schmiss, die er angeblich im puren Vertrauen auf Verzetnitsch (damals ÖGB-Chef) abgab. So stellt man sich einen verantwortlichen Politiker vor. Von wegen Verzetnitsch: was ist eigentlich aus dem und seinem BAWAG-Penthouse geworden? Die Entlassung von Verzetnitsch war ja derart dilettantisch (bewusst?) gemacht worden, dass sie nach gängiger Rechtssprechung unwirksam war. Jetzt geht der Blindgänger mit Superpension und Abfertigung irgendwo spazieren, oder?

Nur noch skurril, wenn VP-Mitterlehner sich bei der Kür von Khol auf das Alter von Mick Jagger beruft, der auch schon 72 sei. Bei dem diskutiere auch niemand das Alter. Gehts noch? Erstens stimmts nicht, denn es wird dauernd die Frage gestellt, wie lang die „Alt“rocker noch auftreten würden. Zweitens würde Ihre Babsy den Khol erst dann wählen, wenn er bei einem zweieinhalbstündigen Stones-Konzert als Gastsänger den Jagger-Michl in Grund und Boden singen würde. Was nicht zu erwarten ist, gell!

Auch der Auftritt von van der Bellen als „unabhängiger“ Kandidat ist einigermassen bescheuert. Wer soll ihm das abnehmen? Seine grösste Leistung war es allerdings immer schon, sich als etwas darzustellen, was er nicht ist: als Nicht-Berufspolitiker. Das war sicher eine Meisterleistung für jemanden, der zehn Jahre Chef der Grünen war, den grünen Klubobmann im Parlament gab und dann auch noch als Sonderbeauftragter der Gemeinde Wien unterwegs war.

Wird die FP sich trauen, einen eigenen Kandidaten aufzustellen (eine Frau wirds bei denen ja wohl eher nicht werden)? Die Namen, die Parteiideologe Mölzer zuletzt in den Raum warf, lassen einen eher gruseln (von Böhmdorfer bis Haupt). Wir tippen, dass die FP niemanden aufstellen wird. Wozu das Risiko einer Wahlniederlage eingehen? Auch eine Wahlempfehlung für Khol wäre aus Sicht der FP nicht besonders ideal. Man könnte damit zwar Unruhe in die Regierung tragen, aber wenn Khol verliert, würde es für die FP nicht sehr förderlich sein. In den Umfragen ist die FP derzeit zwar die stärkste Partei, aber das muss sich erst mal bei einer wirklichen Wahl in echten Stimmen niederschlagen. Zuletzt hatte die FP zwar grosse Zugewinne in OÖ und Wien, aber für den ersten Platz hat es weder da noch dort gereicht.

Überhaupt die FPÖ! Was soll man von der wirklich halten? Wird das jemals eine Partei, die es schafft, mehr als nur ihre sinistren Hobbys wie Fremdenfeindlichkeit, Ausländerhass oder Neidkampagnen zu reiten? Man hoffts zwar immer wieder, aber der Glaube fehlt. Man denke nur an die in Wels losgetretene Debatte über das Einkommen des Schofförs des roten ex-Bürgermeisters. Der hat dank mehr als nur skurriler Zulagenregelungen mehr als 7.000 Euronen im Monat verdient. Das ist natürlich mächtig viel Kohle, aber die Art, wie die FP jetzt diesen Lohnabhängigen jagt, ist widerlich und demagogisch. Der Mann hat Dienst geschoben bis zum Umfallen. Das Leben als Politiker-Schofför ist kein Honiglecken. Endlose lange Tage, ewiges herumlungerndes Warten auf die hohen Herren und Damen. Sonderdienste wie das Herumkutschieren der Ehegatten etc. Als ob der Schofför schuld daran wäre, dass er viel verdient. (Wobei man auch sagen sollte, dass der Grundbezug von 2.400 Euro natürlich keine angemessene All-Inklusive-Bezahlung wäre.) Wie immer macht die FP in Neid. Denn die Bezahlung der Fahrer aller Politiker bewegt sich in solchen Bereichen. Warum spricht die FP nicht über die Gage des Schofförs von Pühringer – oder über die der Schofföre ihrer eigenen Landsräte? Nicht die Schofföre sind die Privilegienritter, sondern jene Politiker, die auf Regimentskosten solche Leistungen in Anspruch nehmen. Ihre Babsy meint: Politiker müssen nicht bei jedem Dorffest ihre Gesichter in die Öffentlichkeit hängen, müssen nicht jedes Postkasterl eröffnen und tagaus-tagein mit dem Spaten durchs Land laufen. Hier sind die Einsparpotentiale fast unüberschaubar, gell! Jeder Spaten weniger erspart uns Steuerzahlerleins viele Millionen.

So, mir fiele ja heute noch viel ein. Aber jetzt mach ich mal ein Ende. Morgen ist ja auch noch ein Tag, gell! Und geniessen wir auch den Alltag, denn der bestimmt zu 95 % unser Leben und nicht die Feiertage. Derweil denken wir im Team darüber nach, ob wir nicht den Herrn Gmundl als HBP-Kandidaten aufstellen sollen. Das wär mal endlich eine ordentliche Ansage!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Tarnen und Täuschen

Einserkasterl von Tramtänzer

Im Vergleich zwischen der Darstellung der Engstelle beim Kammerhoftor ergeben sich interessante Unterschiede …
Ich würde jedem empfehlen die natürlichen Gegebenheiten zwischen dem Plan im neuen Tram Magazin auf Seite 8 (http://www.stadtregiotram-gmunden.at/index.php/downloads.html ) und in der Natur (via Google Maps oder doris.ooe.gv.at) zu vergleichen.

Aus einem scharfen Eck wird auf einmal fast schon eine Gerade …
Was zukünftig knapp wird sodass die Bahn kaum um die Ecke kommt, sieht in der Darstellung fast aus wie eine Autobahn. Vielleicht kann dies vom Team Gmundl vorgenommen werden … Besten Dank!

Dazu die Redaktion:
Danke für den Hinweis. Uns ist das auch aufgefallen. Wir haben uns das also auch noch einmal genau angeschaut. Ja, in der Tat, da wird aufs Gröbste geschummelt. Man will den Leuten scheinbar noch immer keinen reinen Wein einschenken. Die in Tramtastic veröffentlichte Skizze, von einem Plan kann man echt nicht reden, ist hinten und vorne falsch, Böswillige würden vielleicht sagen: gefälscht. Es stimmt nix: nicht der Massstab, nicht die Verläufe, nicht die Proportionen. Der Bevölkerung wird vorgegaukelt, da wäre mehr als genug Platz. Ist aber nicht der Fall. Unsere Leserleins können sich jetzt selbst davon überzeugen, wie hier manipuliert wird. Was man ja rund ums Regio-Projekt längst gewöhnt ist und nicht mehr anders erwartet. Wie schlecht muss ein Projekt sein, dass man sich permanent und dauernd jenseits des Faktischen bewegt? Den Leuten um ihre eigenes Geld Sand in die Augen streut? Zigtausende Euro der Steuerzahlerleins in ziemlich schlecht gemachter Werbung vergeudet? OK, die Werbung kann nicht besser sein als das Produkt, das ist eine alte Weisheit aus der Werbebranche.

Wir bringen also hier drei Bilder: einmal die Skizze aus der Verdummungsschrift von S&H; dann ein Bild von Google-Earth, das die genaue Situierung und die richtigen Proportionen zeigt. Und zuletzt schieben wir die Skizze über das Real-Bild. Dann sieht man klar und deutlich, wie hier die Menschen propagandistisch verscheissert werden.
(Wie immer: auf die Bilder klicken ergibt Originalgrösse!)

regio_strecke_tram_magazin_Seite_08

regio_strecke_google_earth

regio_strecke_google_earth_kongruentIn der überlappenden Darstellung ist der angebliche Strassenverlauf,
wie ihn die Tramtastic-Propaganda verklickern will, rot.

Lila zeigt den tatsächlichen Strassenverlauf.


Zum Tod von David Bowie:


 

 

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