Scherzkipferln

Heute:
Babsy Blitzschnell über Scherzkipferln

Liebe Leserleins!

Heute wollen wir uns mal nicht mit dem Thema Nummer eins, nein, nicht Sex, der bewegt die Österreicherleins nicht, sondern Flüchtlinge sind derzeit No. 1 (die bewegen echt, weil sie den eingeborenen Manderln die Frauen wegnehmen!). Also um die gehts heute nicht. Wir stehen doch vor den letzten Tagen des Faschings. Also heute leichtere Kost. Was wäre da geeigneter als eine kleine Scherzkipferliade!

Fangen wir mit den innerösterreichischen Scherzkipferln an und rekapitulieren wir, wieviele Menschen bereits ihre Kandidatur zum HBP angedroht haben. Da gibts einmal die Fixstarter, deren Kosten angeblich die Parteien übernehmen. Was so natürlich nicht stimmt. Denn das Geld der Parteien stammt aus den Taschen der Steuerzahlerleins. Was im Fall der HBP-Wahl auch von der FP schamhaft verschwiegen wird. Da sind also der Alte Katholik (nicht zu verwechseln mit Alt-Katholik) Khol. Spannende Frage: wird er mit zwei First Ladies auftreten? Mit seiner Gattin und mit seiner Tochter, der Wahrheit? Interessant auch, ob er seinen Wettstreit mit Kardinal Schönborn in Sachen Bibelinterpretation auch im Wahlkampf weiterführen wird. Nach der Neuinterpretation der Nächstenliebe vielleicht auch neue Einsichten über Tempelhändler, Nadelöhr und Reichtum oder die Unschuld von Pontius Pilatus?
Hundsi steht auch fest, und zwar wie ein Stein. Ob er nicht nur am Opernball sondern auch in der Hofburg tanzen wird? Letztere ja eher das Parkett für tanzende Burschenschafter, die mittels Rasur, tschuldige, Mensur ihre Gesichter mit bleibenden Narben verschönt haben.
Van der Bellen ist zwar Kandidat, denkt aber in Sachen Unabhängigkeit darüber nach, welche Partei es denn gewesen sein könnte, der er viele Jahre vorstand. Vielleicht fällts ihm noch ein. Oder er kommt mittels Vergesslichkeit ins Amterl. Das soll ja schon einem seiner Vorgänger geglückt sein, die Vergesslichkeit als besten Wahlhelfer zu haben.
Ja, der Hofer. Er wirds nicht gewesen sein. Der wird uns als konzilianter FPler verklickert. Blöd nur, dass er einer der Hauptautoren des FP-Programms ist. Und schon verkündet hat, das autoritäre Staatsbild von Haiders 3. Republik zu goutieren. Manche halten ihn für einen Wolf im Schafspelz. Die politischen Gags der FPÖ sind immer sehr billig. So besehen ist die Kandidatur von Hofer das richtige Signal. Geiz ist geil, scheinbar auch in der Politik. Billiger ist nur noch die Diskonterkette namens Hofer. Aber die FP wird einen Weg finden, deren Diskontpreise ebenso zu unterbieten, wie ihr das auch immer wieder beim Niveau der Politik gelingt.
Dann gibts noch die Frau Griss. Die hat sich selbst um den Job gerissen und sich auch selbst den Parteien angetragen. Auch der FP. Dass sie jetzt von den Neos unterstützt wird, ist urkomisch. Ist dort noch niemand auf die Idee gekommen, das könnte ein Fehltritt sein. Oder eine Mesalliance? Oder umarmt der Strolz die Dame, weil er sie für einen Baum hält? Leute, das wäre echt ungalant, gell!

Sollten sich genug Unterschreiberleins finden, ist ein durchaus skurriler Wahlkampf gesichert. Wir halten echt die Daumen angesichts weiterer Aspiranten für das höchste Amterl des Landerls. Die da sind: Frau El Awadalla, Gewinnerin einer Mille beim Millionenquiz, was immerhin mehr ist, als die Gegenkandidaten vorzuweisen haben. Noch sucht sie Unterschriften. Und Geld, weil die Mille ist alle. Vielleicht sollte der ORF sie noch einmal zum Assinger einladen.
Weniger Geldsorgen dürfte da der Lugner haben. Der denkt auch über ein Antreten nach. Aber zuerst muss er noch den Opernball so absolvieren, dass seine diesjährige Gästin nicht vor der Zeit empört abrauscht, wie schon die eine oder andere Vorgängerin. Man dachte ja nicht, dass es nach dem Lugner-Mausi noch eine Etage tiefer gehen könnte. Doch das Spatzi, also nicht das in der Lugnerschen Hose, sondern das neben Lugner, das Spatzi kanns in der Tat noch tiefer als das Mausi (wer jetzt den Überblick im Lugnerschen Tiergarten verloren hat, dem können auch wir nicht weiter helfen). Und die beiden sind im Durchschnitt auch nur 54 Jahre alt, wie Spatzi betont. Ja, und im Durchschnitt ist dem Lugner sein Spatzi und dem Spatzi sein Spatzi, also gut, wir haben echt nicht nach gemessen, gell. Aber sehen Sie, liebe Leserleins, selbst:

Wollen wir wirklich, dass der Lugner das Spatzi raushängen lässt? Also als First Lady natürlich, also das Spatzi, das was nicht in seiner Hose ist. Äh, ja, also vielleicht doch irgend wie in seiner Hose … nee, so genau will es ganz Österreich minus zwei Personen nicht wissen. Wenn sie nach diesem Video medizinischen Rat und Hilfe brauchen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker. Was der Clinton am Opernball mit dem Lugner-Spatzi machen würde, will frau gar nicht wissen, wenn doch der Lugner meint, sein Spatzi würd auch dem Clinton gefallen. Ich kenn mich vor lauter Spatzis jedenfalls nicht mehr aus, gell!

Dann gibts noch eine Konkurrenz aus dem Stand der Richter für die Griss: den Martin Wabl, pensionierter Richter, acht Jahre Landtagsabgeordneter der SPÖ in der Steiermark. Man ahnt, warum die Genossen dort schwer abgesandelt und irgend wann auf den Voves gekommen sind. 2013 kandidierte Herr Wabl dann für die Christliche Partei Österreichs, er müsste sich also gut mit dem Khol sprechen. Vielleicht kommt eine gemeinsame Bibelinterpretation. Wir warten gespannt. Wer Herrn Wabl mit seiner Unterschrift die Kandidatur ermöglichen will, kann diesen auch gern und sehr einfach persönlich kennen lernen: er hält sich jeden Tag zwischen 9h30 und 11h im Gasthof zur Post in Fürstenfeld auf. Volksnäher gehts nicht, gell!

Ein gewisser Herr Robert Marschall will es auch versuchen. Er ist Obmann der „EU-Austrittspartei“. Zuletzt gelang es ihm immerhin, mit seiner Massenpartei bei den NR-Wahlen 2013 anzutreten. Leider nur im kleinen Vorarlberg. Er beglückt uns Österreicherleins mit einem informativen, staatstragenden und rotdeppichen Video:

Keine Angst, es ist noch nicht zu Ende. Auch ein Herr Adrien Luxemburg, Nachname lt. Eigenauskunft von Rosa Luxemburg übernommen. Er hat deutlich gesagt, keine Jux-Kandidatur anzustreben, was uns unglaublich beruhigt. Wir hatten da schon Befürchtungen. Auch er erspart sich und uns nicht die Konfrontation mit seiner Video-Botschaft (man beachte die originelle Kameraposition):

Auch ein Opfer will kandidieren: Franz Stieger, Verbrechensopfer des Landes Niederösterreich. Die wahrhaft erschütternden Details im Video:

Manche können es nicht lassen und machen sich gar über das Hohe Amt lustig. Man sollte diesem Mann strafweise 6.000 Unterstützungserklärungen zusenden:

Diese im Gegensatz zum obigen Herrn sehr gepflegte Dame sucht noch Sponsoren und Unterschriften, wir halten natürlich die Daumen, denn Konkurrenz belebt das Geschäft. Ausserdem muss Anmut belohnt werden, gell!

Leider völlig ohne Videobotschaft wurden noch folgende Kandidaten-Kandidaten von der internationalen Presse gemeldet:
Gustav Jobstmann (Menschenrechtsaktivist), Gernot Pointer (arbeits- und parteilos), Georg Zakrajsek (Generalsekretär der Interessensgemeinschaft liberales Waffenrecht in Österreich, Kinder, was ned alles gibt, gell!), der Arzt Thomas Unden (der eher Unten heissen sollte, er ist der Herr Doktor, der sich weigert, Asylwerber zu behandeln). Im Feld der Ich-wär-gern-Kandidat finden sich des weiteren auch ein Herr Thomas Reitmayer (Ironiepartei „Die Partei“).

Das Gerücht, dieser Herr (siehe extrem staatstragende Signation im Video) wolle sich bewerben, konnte bisher nicht verifiziert werden. Er tritt jedenfalls für die Zusammenlegung der russischen und der österreichischen Präsidentschaft zu einer Funktion ein:

Und hier das erste, noch inoffizielle Wahl-Video mit VP-Kandidat Khol als Schwarzer Wolf. Noch wird VP-intern diskutiert, ob hier den Wählerleins nicht doch zu deutlich gemacht werde, was es mit Wahlwerbung und Schweinchen-, äh Wählerfang so auf sich habe:

So, liebe Leute, eigentlich wollten wir noch viel mehr Scherzkipferln der vergangenen Woche bringen. Aber zum Trost: der Fasching ist noch nicht zu Ende. Morgen kommt Folge 2, und wir garantieren ganz ohne HBP-Kandidaten. Hoffen wir jedenfalls.

Österreicherleins: spitzt eure Bleistifte und unterstützt machtvoll all die vielen Möchtegern-Kandidaten. Oder wollt ihr, liebe Österreicherleins, wirklich, dass der Fasching heuer tatsächlich am Aschermittwoch vorbei ist? Na eben! Also unterschreibt, wo uns doch schon die Uschi abhanden gekommen ist, gell!

Bleiben Sie trocken in der kommenden Nacht! Nicht, was Sie jetzt glauben. Nix Alkohol. Im Gegenteil. Starkregen ist angesagt. Hundert Liter sagt der ORF. Nur vierzig Liter profezeit die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Na dann!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

 

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