Geschafft

Heute:
Babsy Blitzschnell nach dem Aschermittwoch

Liebe Leserleins!

Es ist geschafft. Auch den Aschermittwoch hat Ihre Babsy heil überstanden. Mitsamt den merkwürdigen Aschermittwoch-Veranstaltungen der Politik. Sie wissen schon, diese seltsamen Bierzelt-Krawalle, bei denen die Intelligenz auf Minimalstniveau (oder darunter) abgesenkt wird (soweit das bei manchen Protagonisten noch möglich ist), während dumme Sprüche Hochsaison haben. Da wird die Sau rausgelassen und dem Affen ordentlich Zucker gegeben. Man deckt besser den Mantel des Schweigens über diese Auftritte voll besonders wenig fokusierter Intelligenz.

Aber wenden wir uns wieder dem Alltag zu.
Auch in Regau soll jetzt die Post zusperren, weil es sich – wieder einmal – nicht rechnet. Liebe Leute, wenn wir ehrlich sind, das ganze Leben rechnet sich nicht, ist am Ende ein Verlustgeschäft. Weil der Tod das ganze Leben kostet. Schaffen wir deshalb das Leben ab? Seit die neoliberale Simpel-Ökonomie für Einfaltspinsel die Hochschulen und danach die Gehirne erreicht hat, ist unsere Gesellschaft von ökonomischer und sozialer Gehirnerweichung geprägt. Alle jammern immer über das Sterben der Kleinstädte (und der Innenstädte). Es ist kein Wunder, wenn alles zusperren muss: die Wirtshäuser, der Arzt, der letzte Lebensmittelladen, die Kirche, die Post. Ortsbelebung ist das nicht. Die Post zu „privatisieren“ war ausgemachter Schwachsinn. Nichts ist billiger geworden, im Gegenteil. Portokosten erklimmen inzwischen schwindelerregende Höhen. Von preislichem Konkurrenzkampf keine Spur. Dafür kurven jede Menge Zusteller jetzt auf den selben Routen durchs Land – anstatt früher ein einziger (nämlich die Post). Das ist ökonomisch unsinnig und ökologisch ein Verbrechen.

In Altmünster, das im Verkehr erstickt, gibt es wieder eine Tunneldiskussion. Kennt man die nicht schon aus Gmunden? Die Idee einer Untertunnelung (oder Tieferlegung) der Bundesstrasse hat sich als viel zu teuer erwiesen. 300 Millionen, die sind, so scheint es, nicht finanzierbar. Kein Wunder, bei den Vergeudungsorgien auf Landesebene. Auch die milde Variante, die man jetzt plant, kostet noch rund 50 Millionen. Die man lieber hier in Gmunden bei einem völlig unsinnigen Bahnkonzept verbuddelt. Jetzt fehlt das Geld in Altmünster. Ehrlich: was ist wichtiger? Die doofhirnige Eisenbahndurchbindung in Gmunden oder die Befreiung der Bevölkerung Altmünsters von gesundheitsschädlichem Lärm und Dreck? Wer setzt da die Prioritäten? (Das Problem in Altmünster ist ja nicht erst heute und nach den Beschlüssen zur Regio aufgetaucht, gell!)

Sagen wir so: die Altmünstererleins haben halt Pech gehabt. Weil dort gibt es kein Privatunternehmen wie den Stern & Hafferl, dem mittels eines überflüssigen und sinnbefreiten Bauprojekts auf Jahrzehnte risikolose Gewinne ermöglicht werden. Auf Kosten der Steuerzahlerleins. Ja, wenn die Altmünstererleins eine kleine Bim mit hohen Verlusten hätten, dann liesse sich was machen. Eine Eisenbahn quer durch Altmünster, da würde der Neumann sich ins Zeug legen. Aber einfach nur wegen der Gesundheit der Bevölkerung, da macht man doch kein Geld locker, gell! Schon gar nicht Steuergeld. Hauptsache die Gmundner Regio ist leer und die Strassen Altmünsters sind voll. Dann passts schon, gell!

Jetzt haben sie die Frau Rathgeber in Salzburg zu einer Haftstrafe verdonnert. Das ist die Dame, mit deren zu allem entschlossener Hilfe die Salzburger Politik hunderte Millionen bei Spekulationen versenkt hat. Liebe Leute, die gute Frau ist kein Fall für den Richter, sondern einer für die Psychologen. Die Dame braucht Hilfe, nicht Haft. Die gehört behandelt, nicht eingesperrt. Ohne Selbstbereicherung, wohl im Glauben, man werde sie lieben, hat sie tatkräftig und mit viel Eigeninitiative die Wünsche der Politik erfüllt: Geld her, egal wie. Dummerweise wurde daraus dann „Geld weg“. Aber keiner wars, nur die Rathgeber, ganz allein. Angeblich kommen noch weitere zehn Anklagen gegen Beteiligte. Frau darf gespannt sein. Die verantwortlichen Politiker haben sich jedenfalls ungestraft und mit einem Schulterzucken verabschiedet. Es bleiben die Schuldenhaufen. Ob man die vielleicht in einer Sonderausstellung im Rupertinum der Öffentlichkeit zugänglich machen könnte? Der Himalaya ist dagegen ein kleines Dreckshügerl.

Erst jetzt fällt Ihrer Babsy auf, dass nicht nur der Fasching das ganze Jahr dauert, auch die Fastenzeit hält es so. Ja, die existieren gleichzeitig! Rund ums Jahr. Oder wie sonst kann man erklären, dass die Politik zwölf Monate im Jahr sich guter Ideen enthält, auf geistiges Futter verzichtet? Intellektuelles Ganzjahres-Fasten. Die Folgen dieses geistigen Nahrungsmangels sind offensichtlich: der ganzjährige Fasching dummer Ideen. Da wird sogar der Rollmops ganz ohne Essig sauer!

Weil wir gerade vom Rollmops reden. Ich muss diese Aschermittwoch-Gelage mit stark fischelndem Zeug nicht haben. Da bekommt man ja geradezu Schwimmflossen und die Handerln werden zu Krebsscheren. Nee, muss Ihre Babsy nicht haben. Wegen mir, liebe Leute, muss man die Meere nicht leer fischen! Es lebe der Grönlandwal!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


 

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