Der Schlaf der Vernunft

Heute:
Babsy Blitzschnell fasst es nicht
EK von Traunseewiener: Rücktritt
GK von Reinhold Kassmannhuber: Baustadtrat
GK von Golden Times: Die Lösung!

Liebe Leserleins!

Ihre Babsy fasst es nicht mehr: da treten die Mikl-Pleitner und der Kurz-Denker auf, spielen die grossen Schicksalsmacher und vergeigen alles, was man vergeigen kann. Diese Leute kapieren gar nicht, was sie anrichten. Nur ein Idiot kann von einem „Dominoeffekt“ in Sachen Flüchtlingsfragen träumen. Einst versuchte die Politik, Dominoeffekte zu vermeiden, siehe Domino-Theorie. Heute versuchen Kleindenker der österreichischen Politik – Hand in Hand mit Demokratieverächtern jedweder Provenienz – genau einen solchen zu erzielen. Das Ergebnis wird sein, dass Europa zerbröselt. Der Prozess ist bereits in Gang.

Jetzt hat auch Belgien seine Grenzen zu Frankreich geschlossen, weil man Angst vor jenen Flüchtlingen hat, die unter unzumutbaren Umständen bei Calais eingepfercht wurden, damit sie nicht nach Grossbritannien übersetzen können. Herr Orbán will sein Volk darüber abstimmen lassen, ob es europäische Flüchtlingsquoten haben will. Na, liebe Leute, dann sollte man mal in Österreich darüber abstimmen lassen, ob wir die ungarischen Lohndrücker im Land haben wollen. Und das kann man jetzt quer durch ganz Europa abziehen. Der Tag, als Europa starb.

Die unerträgliche Hetze gegen Griechenland ist purer Wahnsinn. Nationalistische Töne, die zu nichts führen als dazu, dass Griechenland als letzter Dominostein fällt und zum failed state wird, wenn man es mit der Flüchtlingsfrage allein lässt. Die Ausrede der Binnenländer auf Schengen und Dublin ist reine Heuchelei. Man kann nicht zwei Ländern (Italien und Griechenland) die ganze Last aufbürden. Länder, die ohnehin ihre ganz eigenen und sehr grossen Probleme haben. Ich kann es nicht oft genug wiederholen: die Flucht in den Nationalismus hat diesen Kontinent im vorigen Jahrhundert zwei Mal in die Katastrofe geführt. Nationalismus löst kein Problem, er ist das Problem. Und die Mikl und der Kurz sind Problembären erster Güte. Wobei ich natürlich die Gattung Bären nicht beleidigen will, das sind nette und hochanständige Tiere.

Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer. Oder die Mikl und den Kurz. Die Mikl hat sich jetzt sogar erfrecht, ihre Aktion als Beginn einer „Kettenreaktion der Vernunft“ auszugeben. Liebe Leute, reaktionär kommt hin, aber die Kettenreaktion, die da initiiert wurde, ist eine der Verantwortungslosigkeit.

So, ich will hier jetzt nicht im Detail den Wahnsinn der europäischen Politik kommentieren. Das wird am kommenden Sonntag unser Gastkommentator Michael Amon machen. Hat er versprochen.

Wir wünschen einen schönen Tag, bevor die Mikl und der Kurz gar noch die österreichische Marine (zwei Schinakeln auf der Donau) Richtung Ägais abdampfen lässt, damit die dort dann Flüchtlings-Schifferl-Versenken spielen können. Zur höheren Ehre der österreichischen Nation oder so. Und wann verlangen diese beiden Super-Politiker eigentlich die Rückgabe von Triest an Österreich, damit wir mal mit unserer Marine den laschen Italienern und Griechen zeigen können, was eine Harke ist und wie man Flüchtlingsboote versenkt. Österreich braucht eine Kriegsmarine, ehrlich, das, liebe Leute, ist die Forderung der Stunde. Dann können die beiden jede Stunde einen widerspenstigen Griechen kielholen, gell!

Preisfrage: Wie bescheuert dürfen Politiker eigentlich sein?

So, Ende für heute. Die anderen Kommentare sind ja lang genug, auch für jene, die viel Lesefutter brauchen.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Rücktritt!

Einserkasterl von Traunseewiener

Die B.I.G. hat nur eine Überlebenschance: sofort das Amt niederzulegen und aus der Stadtregierung auzutreten! Alles andere ist eine Pflanzerei der Wähler und nicht zu rechtfertigen!


Baustadtrat

Gastkommentar von Reinhold Kassmannhuber

Die Analyse von Michael Amon ist zutreffend. Die Machtverhältnisse in Gmundens Rathaus sind sehr eindeutig. Gegen die von den Wählern mit absoluter Mehrheit ausgestattete ÖVP kann nichts beschlossen und entschieden werden.

Das System teilt aber SPÖ, FPÖ und BIG jeweils einen Stadtrat zu.
Warum hat sich die BIG unter dieser Voraussetzung dazu entschieden, das angebotene Baureferat zu übernehmen? Warum hat sich die BIG nicht auf ein „unwichtiges“ Aufgabengebiet zurückgezogen, um aus dieser Position heraus Opposition gegen die Baumaßnahmen im Rahmen der Durchbindung der Lokalbahn SRT durch Gmundens Innenstadt zu betreiben?
Weil mit dieser Art der „Opposition“ gegen eine absolute Mehrheit gar nichts zu erreichen ist. Als Bürgerinitiative müssen und wollen wir aber politische Mehrheiten kontrollieren und die Bürgerinteressen in die Politik einbringen.
Am Beispiel des Projektes SRT zeigt sich dieser pragmatische Ansatz: Wir alle müssen zur Kenntnis nehmen, dass dieses Steuerverschwendungsprojekt politisch nicht zu verhindern war. Die gerichtlichen Entscheide stehen noch aus, wir werden sehen. Bei der Gestaltung unserer Innenstadt und der Unterstützung der Anraineranliegen kann ein Baustadtrat der BIG jedoch im Interesse der Stadt handeln, kontrollieren und für die Bürger offen einstehen.

Ein Versprechen der BIG vor der Wahl war es auch, für eine höhere Bauqualität in Gmunden einzutreten. Dazu stehe ich. Der Baustadtrat einer kleinen Fraktion kann kein Bauvorhaben gegen die rechtliche Situation und gegen die absolute Mehrheit im Gemeinderat verhindern oder verbessern. Er kann allerdings konsequent die Expertise des Gestaltungsbeirates als Entscheidungsgrundlage einfordern. Politisches Durchwinken entgegen Expertenempfehlungen muss im Gemeinderat offen diskutiert werden und kann somit für die Bürger transparent gemacht werden. Einer kleinen Fraktion kann es so gelingen, gerade die sensiblen Bauentscheidungen zu versachlichen und parteipolitischen Begehrlichkeiten zu entziehen.

In einem Punkt widerspreche ich daher Michael Amon: Ich bin nicht der Meinung, dass die BIG unter den derzeitigen Voraussetzungen nur die Wahl gehabt hätte entweder nicht zu kandidieren oder ein „unwichtiges“ Aufgabengebiet zu übernehmen. Als Fraktionsobmann fühle ich mich in der BIG, die politisch für Ausgewogenheit zwischen Gesinnungs- und Verantwortungsethik (Max Weber) steht, gut aufgehoben – auch im Amt des Baustadtrates. Diese Haltung ist es, die mich durch mein Berufsleben begleitet und die mich auch dazu bewogen hat, Baustadtrat in „Zeiten der SRT-Steuerverschwendungs-Orgie“ zu sein. Max Weber’s Schriften werden in Zukunft wohl das eine oder andere Buch von meinem Nachtkastl verdrängen. Sicher eine geeignete Lektüre für jede/n Stadträtin/rat einer kleinen Fraktion.

Reinhold Kassmannhuber ist Gmundner Baustadtrat und Mandatar der B. I. G.

Anmerkung:
Lieber Herr Kassmannhuber!
Sie haben mich in dem einen Punkt mißverstanden, vielleicht habe ich mich auch nicht präzise genug ausgedrückt. Ich meinte, daß man dann nur diese beiden Alternativen hat, wenn man der „reinen Lehre“ huldigt. Solange es nicht die von mir skizzierten Änderungen gibt, ist es – bei aller Problematik – immer noch gescheiter, den von der BIG eingeschlagenen Weg zu wählen. Allerdings steht die BIG damit natürlich vor dem Problem, ihrer Wählerschaft verdammt genau erklären zu müssen, was sie tut. Das wird nicht leicht, verfügt die BIG als letztlich kleine Bürgerinitiative weder über die Finanzmittel der ÖVP, noch kann sie wie die ÖVP mit der Hofberichterstattung in den lokalen Medien rechnen. Da wird die BIG sich noch was einfallen lassen müssen, wenn sie sich dauerhaft etablieren will.

Mit besten Grüßen
Michael Amon


Die Lösung!

Gastkommentar von Golden Times

Beitrag zum Thema einer äusserst löblichen Initiative der Gemeinde Gmunden, den hohen Leerstand an Geschäftslokalen in der Traunseestadt effektiv in einem PPP (Public-Private-Partnership oder besser Private-Public-Partnertrain) zu senken:

Wer sehenden Auges durch Gmunden streift, wird nicht nur wegen der zahlreichen geschlossenen Gastwirtschaftsbetriebe bei anhaltendem Salzkammergutschnürlregen ordentlich nass, sondern kriegt auch kalte Füsse beim Anblick der vielen leer stehenden Geschäftslokale.

Dagegen hat die Gemeinde und die Zugfirma jetzt ein sinnvolles Konzept entwickelt und in einem Pilotstandort bereits umgesetzt!

Offensichtlich ist da mal eine ohne das übliche SRT-PR-Getrommel gesetzte Initiative “Zur Belebung der Gmundner Altstadt” still und leise an der Ecke Theatergasse / Graben (ehemaliges Taschen-/Koffergeschäft) realisiert worden.

Der staunende Fußgänger stellte fest, dass das komplette, seit geraumer Zeit leerstehende ehemalige Taschengeschäft (an immerhin frequentiertester Lage lange leerstehend … warum wohl?) nun von der Zugbetreiberfirma als Bau- und Koordinationsbüro genutzt wird.

NA ENDLICH HAT DAS ZUGPROJEKT AUCH MAL EINE POSITIVE SEITE:

Raffiniert, wie weitsichtig die Gemeindepolitik hier agiert. Darauf wäre selbst ein halbwegs intelligenter Stadtmarketingexperte nie gekommen:

DAS GEHEIMREZEPT GEGEN DEN HOHEN LEERSTAND AN GESCHÄFTS- UND GASTWIRTSCHAFTSLOKALEN IN DER GMUNDNER CITY LAUTET:

DAS ZUGPROJEKT BRAUCHT VIELE BÜROS UND NOCH MEHR INFO-POINTS:

So werden von der ÖVP-dominierten Stadtregierung in enger Kooperation mit der Sternenfirma gleich 3 Fliegen mit einer Steuergeld-Klatsche erledigt:

1) kann die Zugbau-/betreiberfirma durch umgehend an jeder zweiten Ecke Gmundens angemietete ZUG-INFO-POINTS der staunenden Bevölkerung minutiös und in jeder nur denkbaren Facette den Tathergang der Zugsbaustellenabwicklung verklickern – und …

2) sinkt die Anzahl der Leerstände an Geschäftslokalen in Gmunden durch diese superschlaue Initiative binnen kürzester Zeit nahezu gegen Null …

3) wird den leidgeprüften Hauseigentümern Gmundens so auch noch großzügig seitens der Gemeinde und der Sternderlfirma (mit letztlich Steuergeldern) unter die Arme gegriffen.

Genial – oder?
Ein kleines Problem hat´s dabei aber doch:
Mit dem “gesunden Branchenmix” in Gmundens Altstadt haut’s halt so gar nicht mehr hin. Aber das ist in Anbetracht des heranrollenden Zugdesasters in Gmunden sowieso wurscht.

So kann der Neumannclan auch noch ein weiteres Geschäftsfeld durch das Zugprojekt eröffnen:

Nach Fertigstellung der stadtzerstörenden, zweigleisigen Zugtrassen durch Gmunden können dann die Bauphasen-Info-Points rasch in REGIONALZUG-SOUVENIER-LÄDEN umgemodelt werden.

Da gibt es dann an jeder 2. Ecke in Gmunden REGIO-ZUG-DEVOTIONALIEN zu kaufen.

Schicke Gmundner Häferl im Streifendekor und aufgedrucktem
Seebahnhofareal,…

T-Shirts mit dem Regio-Zug drauf und flotten Sprücherln a la: “mehrfach trantastisch … äh – tramtastisch”,…

Ferngucker mit SRT-bedrucktem Umhängebandl zum Aufspähen der raren Spezies “Fahrgast” in den 32-Meter-Zugsgarnituren,…

Alfred-E. Neumann-Käppis mit goldener Sternenbeflockung und angenähten Unschuldsengerlflügerln,…

SRT-Sparschweine für jeden Gmundner Haushalt, damit schön brav über´s Jahr die Gmundner Bürgerleins jeden Tag den Abgang, der den zügigen Neumannschaften garantiert von Stadt & Land ersetzt wird, ansparen können,…

usw usw….

Der werte Leser sieht:
Mit dem Zugprojekt brechen in Gmunden goldene Zeiten an.
Da wird sich dann sehr rasch kein Mensch mehr an das traumhafte Flair der Stadt ohne die ab 2017 (…vielleicht ja letztlich doch nicht rollenden …?) zweigleisigen 32-Meter-Leergarnituren-Zugmonster erinnern.

Das wird dann alles nur mehr eine verblassende Erinnerung an eine Zeit sein, in der zwar die Stadt-ÖVP Gmunden in den finanziellen Abgrund geführt hat, aber die ZUGTRASSEN QUER DURCH GMUNDEN noch nicht gebaut waren…


 

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