Scherbenhaufen

Heute:
Babsy Blitzschnell über die Politik des Scherbenhaufens

Liebe Leserleins!

Was sich derzeit in Europa abspielt, ist jenseits von Gut und Böse. Einen beachtenswerten Anteil hat die österreichische Bundesregierung. Die Ministerin für strenge Kammern und der Minister für Blabla und Desintegration haben es geschafft, statt sich der gelernten Diplomaten und der jahrhundertelang erprobten Diplomatie zu bedienen, eine Politik zu machen, die letztlich zu einem riesigen Scherbenhaufen führen wird. Die Fundamente für diesen Scherbenhaufen sind gelegt, jetzt arbeiten sie heftig daran, diesen Haufen möglichst schnell in die Höhe wachsen zu lassen.

Grossspurig kündigte Mikl-Pleitner an, sie werde nach Griechenland reisen um die Lage vor Ort zu inspizieren. Was hat diese sinsistre Figur aus dem Pröllschen Gruselkabinett denn geglaubt? Dass die griechische Regierung sich angstvoll zitternd vor ihr auf den Flughafenboden von Athen werfen und rufen wird: „Gschamster Diener!“??? Kann es sein, dass diese Frau, gebürtig in Hollabrunn, schon in der Jugend etwas zu viel vom sauren Brünnerstrassler abbekommen hat? Dann könnte man ja noch verstehen, dass sie jetzt Genugtuung sucht. Aber warum auf Kosten des Ansehens Österreichs? Mit gutem Grund hat die griechische Regierung die Reisepläne der Frau SM-Minister durchkreuzt. Wenn die Frau Pleitner sich ein wahres Bild von der Lage machen will, dann sollte sie sich lieber den legendären Kalifen Harun-al-Raschid zum Vorbild nehmen, der incognito durch die Gassen von Bagdad schlich, um zu erfahren, was in seinem Reich wirklich vor sich geht.

Es täte der Mikl-Pleitner echt gut, mal unerkannt einige Tage auf Lesbos, Kos oder auf der Balkanroute zu zubringen. Vielleicht würde sie dann erkennen, was dort los ist. Die Frage ist: will sie das überhaupt? Wir unterstellen: nein. Das ist alles nur Show für die östereichische Bevölkerung. Denn dass die Griechen wohl eher mit „Sads wo aungrennt?“ antworten würden, lag auf der Hand. Nein, diese Nicht-Dame spielt weiterhin das Spiel des Aufheizens der Emotionen. Es geht nur noch darum, der Bevölkerung einen Schuldigen zu präsentieren. Das eigene Totalversagen (Stichwort: Traiskirchen) soll verschleiert und einem Sündenbock umgehängt werden. In diesem Fall der deutschen Kanzlerin Merkel und den bösen, faulen und geldgierigen Griechen. Shame on you, Frau Sinister, äh, Minister. (Ich gebs zu, diese Pointe habe ich gestohlen. Ich verrate aber noch nicht, von wem.)

Dazu ein völlig orientierungsloser SP-Kanzler, der die letzten Werte der SP, so die noch vorhanden waren, nächstens über Bord geworfen hat. Dem geht es nicht mehr um die Sorgen der Menschen oder um die Sozialdemokratie, dem geht es nur noch um die Amterln seiner Clique. Jetzt rief er sogar zum „nationalen Schulterschluss“ auf. Äh, war die Sozialdemokratie irgend wann in ihrer Geschichte nicht eine internationalistische Partei? Vor allem aber, liebe Leserleins, sagt Ihre Babsy Ihnen jetzt klar und deutlich: immer wenn Regierungen zum nationalen Schulterschluss aufrufen, haben sie was vergurkt, haben was zu verheimlichen und wollen in Wahrheit der Bevölkerung ans Leder. Nationaler Einheitsrausch soll übertünchen, dass das Land in einer bestimmten Frage tief gespalten ist – meist dank der Unfähigkeit der Regierenden.

Nein, Ihre Babsy denkt nicht im Traum daran, mit irgend wem irgend welche Schultern zu schliessen. Die Klugs, die Kürze und Faymanns sollen gefälligst die grausliche Bröckerlsuppe selbst auslöffeln, die sie uns eingebrockt haben. Lassen wir uns nicht von Aufrufen zur nationalen Einigkeit einlullen. Da gehts nicht um die Nation, nicht um Österreich oder um die Menschen, die hier leben. Da geht es nur und ausschliesslich darum, die Fehler der Regierung zu zu decken und die Leute vom Denken abzuhalten.

Den Regierenden – und das gilt für ganz Europa – ist es jedenfalls gelungen, sich mittels der Flüchtlingsfrage in eine Lose-Lose-Situation zu manövrieren. Am Ende dieser Geschichte wird es keine Gewinner geben, nur Verlierer. Europa endet in einem Scherbenhaufen und Griechenland als failed state – wenn die famosen Strategien von den noch famoseren Mikl-Kurz-Typen umgesetzt werden.

Der Juncker wird ein Glaserl leeren
und die Mikl-Pleitner ehren.
Da kann Europa untergehen,
die Mikl-Kurz wird es nie verstehen.

Bussi, bussi. Gruppenfoto der EU-Regierungschefs. Der Vorhang fällt.
Bis das der Tod euch scheidet.
Sie dürfen den Flüchtling jetzt erschiessen.
Äh, wollte sagen: Sie dürfen die Braut jetzt küssen.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann dilettieren sie auch noch heute.

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Nachbemerkung 1:
Ihre Babsy hat sich gestern geirrt. Der Scheich hat es nicht geschafft. Ja, Ihre Babsy spricht von der FIFA. Ein Blatter-Schüler ist es geworden. Da müssen irgend welche Kuverts bei den falschen Leuten gelandet sein, gell. Wir können also allen Islam-Phobikern unter den Fussballfans Entwarnung geben: ihr müsst euch weder von einem Imam beschneiden lassen, noch auf Wein und Bier verzichten. Da seid ihr gerade noch einmal davon gekommen, gell! Aber keine Sorge, jetzt dürft ihr euch wieder ungehemmt vor den Syrern fürchten. Die wollen eure blonden Frauen, gell! Ui, da wird Ihre Babsy aber achtgeben müssen, gell! Was nicht heisst, dass ich blond bin, gell, so viel Geheimnis muss sein. Sonst erkennt mich echt noch jede(r) in Gmunden. Und das muss ja auch wieder nicht sein.

Nachbemerkung 2:
Morgen gibt es, wenn alles klappt, einen Gastkommentar von Michael Amon rund um die Problematik der Flüchtlingspolitik. Heute wollen wir als „Vorschuss“ ein Zitat des Wiener SP-Bürgermeisters Häupl bringen:
„Das lässt sich weder mit ‚Hurra, welcome‘ noch mit ‚Alle raus‘ lösen. Humanität und Ordnung ist die Überschrift.“


 

 

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