Der Havarien zweiter Teil

Heute:
Babsy Blitzschnell über alle (un)möglichen Havarien
GK von Gesetzeswahrer: „Korruption?“

Liebe Leserleins!

Es havariert ziemlich dieser Tage. Zuerst hat es den S&H erwischt: Das Pech des allzu Tüchtigen, wenn man so will. Ein paar Wochen müssen wir auf die Zugsgarnitur „Laudach“ verzichten. Die wenigen Passagiere werden es nicht bemerken. Und nein, lieber Leserleins, wir haben hinter dem Gerücht tapfer her recherchiert und konnten es nicht erhärten. Es war keine von der BIG bezahlte Kamikazefahrerin, die entschlossen die Regio gerammt hat. Es war ein ganz normaler Unfall, wie er regelmässig bei unbeschrankten Bahnübergängen quer durchs Land statt findet. Ein normaler Unfall, kein schlechtes Omen. Obwohl: wir raten allen zukünftigen Fahrgästleins der Regio – es sind eh nicht viele -, sich mit entsprechenden Glücksbringern gegen mögliche Regio-Unheile zu wappnen. Glücksbringer, die da sind: Hasenpfoten, Hufeisen, Glücksschweinderln, vierblättrige Kleeblätter, Fliegenpilze oder in der Regio mitfahrende Rauchfangkehrer etc. Nur uns geplagten Steuerzahlerleins werden all diese Glücksbringer und Unheilsabwender nix mehr nutzen, gell, weil unser Schaden ist jetzt schon total. Wir blechen nämlich für den ganzen Regio-Zirkus.

Auch die Boulevard-Zeitungen rattern ziemlich havariert durch die Gegend. Verzweifelt versuchen sie jetzt, hier in Österreich das deutsche Wahlergebnis umzudeuten: als Niederlage für die Merkel, weil die AfD, ein etwas unbeholfener FPÖ-Klon, dort ziemlich viele Stimmen gewonnen hat. Aber diese Deutung der österreichischen äh, Qualitäts…, äh Medien trifft halt leider nicht zu. Erstaunlicherweise haben nämlich jene deutlich Stimmen dazu gewonnen, die sich klar hinter den Merkel-Kurs gestellt haben: der Grüne Kretschmann im Schwabenland und die rote Dreyer in Rheinland-Pfalz. Massiv verloren haben jene, die in Flüchtlingsfragen einen Wackelkurs eingeschlagen haben oder gar versucht haben, die AfD rechts zu überholen. Das hat ebenso wenig gebracht, wie all die Rechtsüberholversuche in Österreich. Die SPD ist dabei teilweise schwer unter die Räder gekommen. Wie man schon in OÖ erlebt hat – die Sozialdemokratie leidet an Schwindsucht, wenn sie inhaltlich nach rechts geht oder sonst wie herum wackelt. Da ist sie dann europaweit auf dem Weg zur 15 %-Splitterpartei.

Nur der Faymann gneisst es nicht. Der glaubt allen Ernstes, wenn er „Im Zentrum“ vor einer sichtlich genervten Frau Turnher den starken Mann markiert, dies würden ihm die Leute abnehmen. Faymann unterliegt dem Irrtum, dass Beifall vom Boulevard gleich zu setzen ist mit Wahlerfolgen. Aber was soll frau von einem erwarten, der noch nie eine Wahl gewonnen hat? Faymann glaubt, Substanz durch Boulevard ersetzen zu können. Das geht jetzt schon seit vielen Jahren schief – für die Sozialdemokratie, auch wenn Faymann damit bisher sein Amterl über die Runden retten hat können. Dass dabei seine Partei vor die Hunde geht, ist ihm und seiner Clique piepegal.

Wenn Faymann jetzt so tut, als habe er die Grenzen-zu-Politik der Regierung erfunden, dann ist das nur noch grotesk. Erstens ist es lächerlich, sich in einen Wettlauf um die grauslichsten Haltungen zu begeben, zweitens haben diese Wahnsinns-Politik die Mikl-Kurzens erfunden. Sie werden damit scheitern, wie sich jetzt schon abzeichnet, denn die Grenzen werden nicht halten, ausser man greift zu Waffengewalt. Was das Ende des Friedensprojektes Europa wäre. Man greift lieber zu Waffen als zu Geld, um in den Flüchtlingslagern für erträgliche Zustände zu sorgen. Auch wir fragen übrigens, welche „grauslichen Bilder“ denn gemeint sind, die Herr Kurz-Denker gemeint hat, als er sagte, man müsse sich an sie gewöhnen! Die Sprache des Unmenschen mag kurzfristig die Stimmen einiger Leute bringen. Langfristig ist damit kein Problem gelöst.

Mit dem dauernden Erfinden neuer Grenzzäune versucht die Politik ihr totales Versagen in Sachen Management jener Flüchtlinge, die schon im Land sind, zu verschleiern. Wem nach dem Desaster in Traiskirchen nichts anderes einfällt, als in Wien-Liesing wiederum eine Massenunterkunft für 750 Personen zu schaffen, hat wirklich nichts verstanden. Ein solcher Plan ist ein aufgelegter Elfmeter für die FPÖ und ihre grenzwertige Propaganda. Ihr HBP-Kandidat hat offensichtlich in letzter Sekunde die Reissleine gezogen und hat es vorgezogen, bei der Hassdemo der FP gegen dieses Lager in Liesing doch nicht aufzutreten und das Wort zu ergreifen. Die schweigende Mehrheit einer vernünftigen und humanen Zivilgesellschaft hat sich mit dem Läuten der Liesinger Kirchenglocken gegen die Hass-Demo der FPÖ gut vernehmlich und auf vornehme Art zu Wort gemeldet.

Nach heutigem Stand der Dinge kann Hofer in den zweiten Wahlgang kommen. Da wird er sich aber einige der besonders rechts-inhumanen FP-Töne abgewöhnen müssen, wenn er HBP werden will. Denn alle Umfragen zeigen, dass die grosse Mehrheit der Österreicher diese Töne nicht will und ablehnt. Man wird sehen, ob Hofers massvolle Worte im Kurier-Interview nur eine Ausnahme waren, oder von einem grundlegenden Wandel zeugen. Zu wünschen wäre die zweite Version.

Die beiden HBP-Kandidaten der ehemaligen Grossparteien kommen nicht aus den Starthäusern raus. Khol hat den Stempel der zweiten Wahl und den des Einfädlers von blau-schwarz. Dazu kommt, dass die Wählerleins gerade im Amt des HBP lieber Leute sehen, die für ein Mindestmass an Glaubhaftigkeit und Wahrheitsliebe stehen. Da siehts bei Khol, dem Schwager der Zeit, als Mutter der Wahrheit, nicht gut aus, gell! Dazu haben seine Theorien über die Fernsten-Nichtliebe das katholische Lager der ÖVP ziemlich irritiert.

Auch die SPÖ schlingert wie ein havariertes Schiff durch die flachen Meere der österreichischen Politik. Mit Hundstofer als HBP-Kandidaten hat man nicht gerade ein glückliches Händchen bewiesen – warum auch, hat Faymann doch noch nie eine Wahl gewonnen. Warum also sollte er bei der HBP-Wahl reüssieren? Vielleicht schnallt er eines Tages, dass nicht die Redaktion der Krone oder der Österreich-Fellner ihn wählen müssen, sondern die Wählerleins quer durchs Land, gell.

Unter all den SP-Havarien ist die in OÖ eine der aktuell Schlimmsten. Wenn die OÖ-SP, einst eine der Stützen der Partei, so weitermacht, kann sie mit den Vorarlberger Genösschens fusionieren. In OÖ findet sich nicht einmal mehr wer, der sich den Job des Vorsitzenden antun will. Ob jetzt bei der OÖ-Macho-SP-Truppe das Motto herrscht: Frauen und Kinder zuerst? Da werden die Frauen sich aber echt freuen. Aber klar, dass niemand sich findet. Die Berufspolitiker der SP sind nicht mehr von Grundsätzen geleitet, sondern von ihren persönlichen Karrierplänen. Da ist das Amt des OÖ-Vorsitzenden nicht eine Sprosse hinauf auf der Karriereleiter, sondern eher ein Sprung ins Nichts. Auch die Tatsache, dass eine derart zweifelhafte Erscheinung wie Ex-Parteichef Ackerl erst jetzt endlich und endgültig ins politischer Nirwana geschickt wird, sagt alles über den trostlosen Zustand der einst so stolzen OÖ-Sozialdemokratie aus. (Kleiner Hinweis: auch die Betonärsche in der Gmundner SP sind ein deutliches Symptom des Niedergangs!)

Liebe Leute, wir wünschen unseren Leserleins einen Tag ohne Havarie! Man muss ja nicht gleich in die Vorchdorfer Bahn rattern, gell! Liebe BIGler, denkt nicht einmal im Traum daran, gell! Die Regio schafft die Havarien ganz ohne eure Mithilfe. Denn wie heisst es bei S&H so schön: Steuergeld-Havarie ist unser Job!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Anmerkung der Redaktion:
Den folgenden Kommentar haben wir redaktionell etwas abgeändert, um presserechtlichen Problemen aus dem Weg zu gehen. Wir ersuchen unsere Kommentatoren, darauf zu achten, dass ihre Kommentare keine Klagsmöglichkeiten bieten. Wir halten ausdrücklich fest, dass der Kommentator des folgenden Beitrags ausdrücklich nur die Verdachtsmomente eines nachdenklichen und verunsicherten Bürgers beschreiben will und klarerweise ebenso ausdrücklich auf die Unschuldsvermutung verweist.


Korruption?

Gastkommentar von Gesetzteswahrer endlich gefordert

Zum Beitrag der F-Gmunden vom 24. Februar 2016 als “Offener Brief der FPÖ-Fraktion an den Bürgermeister der Stadt Gmunden und die Mitglieder des Gmundner Gemeinderats”:

Der einfache Bürger dieser Stadt stellt sich dazu eine ebenso einfache Frage:

WANN WIRD DIE KORRUPTIONS-STAATSANWALTSCHAFT IN DER CAUSA REGIO-TRAM ENDLICH TÄTIG?

Oder ist die (Korruptions-)Staatsanwaltschaft auch nur ein verlängerter Arm der ÖVP-SPÖ-Machthaberer in diesem Land?

Dass die freihändige Vergabe eines solchen Riesenauftrages, weiters die bisher (aus guten Gründen…?…) nicht veröffentlichten Verträge des Landes OÖ und der Stadt Gmunden mit Stern&Hafferl mit all ihren unabsehbaren Folgekosten, die der Steuerzahler zu tragen haben wird, ein Freibrief für die bauausführenden Firma zur Baukostenüberschreitung sind. Weiters dass hier ein begründbarer Anfangsverdacht für gesetzlich fragwürdige Vorgangsweisen (es gilt die Unschuldsvermutung!) der handelnden/involvierten Politiker auf Landes- bzw. Stadtebene und der Verdacht der einseitigen Bevorzugung einer bestens politisch vernetzten Nahverkehrsunternehmung vorliegen könnte, dürfte wohl auch den Fachleuten der (Korruptions-)Staatsanwaltschaft mittlerweile plausibel erscheinen können. Es gilt die Unschuldsvermutung.
(Ein Anfangsverdacht liegt vor, wenn aufgrund bestimmter Anhaltspunkte angenommen werden kann, dass eine Straftat begangen worden ist. Das bedeutet, es muss ein hinreichender Anlass [aufgrund bestimmter, jedenfalls nachprüfbarer oder widerlegbarer Anhaltspunkte] für die Annahme einer Straftat gegeben sein. help.gv.at)

Dieser Beitrag sowie alle hier bereits zum Thema “Regionalzug-Durchbindungsprojekt Vorchdorf-Gmunden” hier veröffentlichten Beiträge versteht der jetzt hier schreibende einfache Bürger als anonyme Sachverhaltgsdarstellung an die (Korruptions-)Staatsanwaltschaft!!!

WERDET DOCH BITTE SEHR ENDLICH TÄTIG!

DA RIECHT ES  EIGENTÜMLICH!
(NICHT NUR SEIT DEM OFFENBAHRUNGSSCHREIBEN DER STADT-FREIHEITLICHEN HIER IM BLOG)

Damit vielleicht in dieser Sache nicht nur posthum aller politischen Entscheidungen wehleidiges Geschreibe der Stadt-FPÖ Fraktion erfolgt, und der Steuerzahler die nächsten Jahrzehnte für dieses Volksvermögen vernichtende Irrwitzprojekt zu blechen hat, sondern damit endlich Nägel mit Köpfen seitens der Gesetzeswahrer = der Staatsanwaltschaft gemacht wird.

Man darf als einfacher Staatsbürger gespannt sein, wie weit hinauf in die (Korruptions-)Staatsanwaltschaft manche Machthaberer Gmundens womöglich vernetzt sind – bzw. ob nicht doch die seit Jahren laufende, konsequente Verarschung der Steuerzahler durch die Zugprojektbetreiberunternehmung und alle involvierten Politiker auf Landes- bzw. Stadtebene Konsequenzen im Sinne einer schonungslosen Aufarbeitung des u. U. größten Wirtschaftsskandales seit Jahrzehnten hier in OÖ haben wird. Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung. Aber man wird als Bürger zumindest eine Aufhellung der Vorgänge und volle Transparenz verlangen dürfen.

Die Hoffnung lebt – allein es fehlt der Glaube des einfachen Bürgers an eine politisch unabhängige Justiz….


regio_schaden__kolossal


 

 

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