Kurioses

Heute:
Babsy Blitzschnell über Kurioses aus aller Welt
GK von Schöne Aussichten-Schwarze Löcher zur Regio

Liebe Leserleins!

Heute ist Karfreitag. Ich habe es selbst nicht erlebt, weil ich damals noch nicht auf Erden war, um mit meinen HiHeels ein flottes Klick-Klack auf den Asphalt zu tackern. Aber ein Grossonkel erzählt mir bis heute unter heftigem Schaudern, wie das einst war, als Staat und Religion auch hier zu lande noch eng verwoben waren. Da waren am Karfreitag in Funk und Fernsehen Trauermusik bzw. tragische Filmwerke angesagt. Ein Tag, um sich von irgend wo runter zu stürzen. Die Kinos waren geschlossen, ebenso die Theater. Selbst Grossonkelchens Stammbeisl hatte bummfest zu. Auch wenn er oft Ausschau gehalten hat: Onkelchen hat auch keine Glocken gesehen, die sich von den Kirchtürmen des Landes aus in die Lüfte geschwungen hätten, um nach Rom zu flattern. Die im Katholizismus tief verankerte Todessehnsucht hielt das ganze Land fest in ihren Klauen.

Nur tapfere Widerstandskämpfer gegen Staatsreligionen liessen sich am Karfreitag mit einer Knackwurst erwischen oder bestellten beim Greisler tapfer ein Extra-Wurstsemmerl (ohne Gurkerl!) und ertrugen bei ihrem unsittlichen Tun die neidischen Blicke all jener, die sich mit einem staubtrockenen Fasten-Brezerl begnügten. Inzwischen sind die Sitten deutlich lockerer und Teile der islamischen Welt ebenso deutlich blutrünstiger geworden. Liebe Leute, am Karfreitag zu sündigen, das ist fast ein Gebot der Stunde, um ein Zeichen zu setzen gegen religiösen Wahn und Fundamentalismus. Andererseits: gläubige Christen sollen es halten, wie sie wollen, solange sie nicht uns alle mit Vorschriften in Geiselhaft nehmen. Jede und jeder soll es halten, wie sie/er es will. Genau das ist nämlich die Errungenschaft einer aufgeklärten Gesellschaft. Und ein wenig Innehalten und Besinnen kann auch nicht schaden, gell!

Darum wird heute bei uns nicht Trübsal geblasen, sondern Ihre Babsy berichtet über einige Kuriosa aus dieser unfassbaren Welt.

Da haben der Hoisn- und der Grünbergwirt löblicherweise den Tatzelwurm für Fahrten Richtung unterm Stoa ab Mai aktiviert. Das ist nun wirklich soweit ok. Der Verkehr am Ostufer ist unerträglich und zerstört die ganze Gegend und ihr Ambiente. Unsere Gmundner Edelfeder berichtet darüber. Auch das ist lobenswert. Aber trotzdem hat uns eine seiner Schlussfolgerungen ziemlich kichern lassen, also zumindest mich, Ihre Babsy, die ein richtiges Lachvogerl ist, gell: „Da ‚Unterm Stein‘ nicht mehr wild geparkt werden darf, dürfte das Angebot auch für Bergsteiger interessant sein. Sie können ihre Fahrzeuge künftig auf den großen Parkplätzen im Stadtteil Weyer stehen lassen und stressfrei in den Elektrozug umsteigen.“
Und jetzt kommt die Pointe: das Elektro-Shuttle fährt zwischen 12 und 21 Uhr. Da werden also die Traunstein-Begeher, wenn der Mundl recht hat, so um ca. 12h30 bis 13h auf den Traunstein aufbrechen – ganz nach der alten Wanderer-Regel „Im Frühtau zu Berge wir ziehen, fallera …“. Hat nicht die Bergrettung sich zuletzt darüber beschwert, dass die Leute viel zu spät in Richtung Berg aufbrechen? Naja, so ist das halt beim lokalen Schurnalismus. Der schafft es, sogar selbst harmlose Meldungen irgend wie hirnlos ins Blatt zu setzen, gell!

Eine total neue Frohbotschaft gibt es auch zu Ostern. Das Sumatra-Nashorn, mit nur noch hundert Exemplaren extrem vom Aussterben bedroht, hat für eine Überraschung gesorgt. Forscher des WWF haben ein Sumatra-Nashorn auf Borneo entdeckt. Ein einziges! In einem Gebiet, wo seit vierzig Jahren keines mehr gesichtet worden ist. Da stellt sich Ihre Babsy jetzt einige bange Fragen: Was macht das einsame Nashorn dort und wie einsam fühlt es sich? Ist es ein Manderl oder ein Weiberl? Und wie will es in dieser Nashorn-einsamen Gegend einen Lover/Loverin finden? Ehrlich, ich mach mir voll Sorgen ums Nashörnchen und rufe ihm zu: husch, husch, zurück zu den anderen Nasentieren! Sonst wirds nix mit Erotik, Sex und Nachwuchs, gell! Weil zum Schnackseln gehören immer zwei.

Irgend eine irre oder wirre Mutter hat gegen einen vierjährigen Knaben Anzeige erstattet, weil er ihrer dreijährigen Tochter einen Legobaustein ins Höschen (Von Victoria’s Secret? Oder gar von Agent Provocateur?) geschoben hat. Äh? Tickt die Dame eigentlich noch richtig? Ja, sie sprach von sexueller Belästigung. Der Staatsanwalt hat den Akt zurück gelegt. Er sollte die bescheuerte Dame vielleicht zu einer Autowerkstatt schicken, damit die den Schrauben festzurren, der bei diesem seltsamen Exemplar locker sein dürfte.

Ihre Babsy macht sich angesichts solcher Vorgänge (also nicht nur wegen des Nashorns) total viel Sorgen. Müssen sich jetzt unsere Kleinen vor der Staatsanwaltschaft fürchten, wenn sie dem alten Volksbrauch des „Doktorspielens“ frönen? Immerhin war das die erste und beste Gelegenheit fest zustellen, das Buberln einen Pimmel und Mädchen keinen Pimmel haben (Penisneid und so, gell Siegi!). Und ja, man hat fröhlich und in aller Unschuld die anatomischen Eigenschaften des anderen Geschlechts erguckt und ertastet. Ganze Generationen sind beim Doktorspielen aufgeklärt worden, ein bisserl halt zumindest, gell. Mehr als im Religionsunterricht auf jeden Fall. Nee, liebe Leute, das Doktorspielen gehört in den europäischen Wertekanon aufgenommen und auch den Muslimen zeitgerecht beigebracht. Dann gibts gleich nur noch halb soviele Probleme mit deren verklemmtem Weltbild, gell! Wenn die politisch Korrekten jetzt auch noch kleine Buberln und Mäderln aus Gebüsch und Sandkiste verjagen, dann wird es echt eng, gell! Und damit das niemand missversteht: Doktorspielen ist ein Spiel zwischen Kindern im Rahmen ihrer normalen Entwicklung und keine Aufforderung für schmierige Pädophile à la Kardinal Groer (gell, Herr Khol!).

Ja, noch eine weitere kuriose Frohbotschaft hat Ihre Babsy heute zum Schluss für die lieben Leserleins. Ich schwöre, dass es so war, und ich es wirklich gesehen und erlebt habe. Ohne Hexenkreuz und so! Ihre Babsy, bitte tief durchatmen, war voll geplättet als sie gestern einen Zug der Regio erblickte. Ja, ehrlich, in dem hockte ein Fahrgast oder eine Fahrgästin, das konnte ich auf die Entfernung nicht erkennen. Aber tatsächlich: eine ganze Person passagierte in der Regio. Jetzt fragt Ihre Babsy sich: war das ein zahlender Beförderungsfall? Oder ein Gratisblitzer? Womöglich ein Schwarzfahrerlein? Oder gar der erste Teilnehmer am neuen verpflichtenden AMS-Weiterbildungskurs „Arbeitslose fahren Regio, weil sie sonst nichts zu tun haben.“? Rätsel über Rätsel! Aber bitte, sage niemand, die Regio fahre immer leer. Das wäre echt die Unwahrheit. Ein bisserl ein Anmarschweg ist es schon für die Hacknstadn vom AMS zur Regio, aber, wie gesagt, die haben ja genug Zeit, gell!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Mitschuld des Krapfens!

Gastkommentar von Schöne Aussichten-Schwarze Löcher

Replik zum “Regio-Tram-Wahn”-Gastkommentar von Stefan Moser

Verehrter Herr Moser!
Das Problem mit den Leuten, die ihren Unmut gegen das größte OÖ-Sinnlosprojekt zwischen dem Hallstätter- und dem Moldaustausee kundtun sollten und damit den Ausstieg aus diesem Irrwitz Ihrer Meinung nach “erzwingen” könnten, ist ganz einfach definiert:

1) Hat der Neo-Bgm. Krapf bei allen Gemeinderatsitzungen in der Vergangenheit unter der Ägide des größten Schuldenmachers der Traunseestadt, den es jemals hier am Gestade gegenüber des Traunsteins gab, dem Ex-Bgm. Köppl, ganz nach Kadavergehorsamprinzip immer braaaaav seine zustimmende Hand zu all diesen Wahnwitzigen Beschlüssen der ÖVP Mehrheit gehoben.
Damit trägt auch Krapf massive Schuld am finanziellen Niedergang dieser Stadt.

Die Verschuldung von 1997 bis 2015 von 4 Mio. Euro auf knappe 40 Mio. Euro hochzuschrauben – das muss der ÖVP mal erst jemand nachmachen!!!

Danke liebe Gmundner Schwarze – ihr habt hervorragend gearbeitet – und die Roten, Grünen und auch die Blauen haben aus lauter Angst um ihre Sesserln im Rathaus schön brav gekuscht!!!

Super sinds, unsere Politikerchens ;-(((

2) Und jetzt kommt die seit der letzten Wahl noch immer fassungslose Verfasserin dieser Zeilen zum eigentlichen Thema:
Nämlich der von Herrn Moser herbeigesehnten Mehrheit der Bevölkerung, die doch aufstehen möge und dem Zug die Weichen ins Nirvana stellen solle:

DIESE CHANCE HATTE DAS WAHLVOLK BEI DER LETZTEN WAHL.

UND HAT SIE NICHT NUR NICHT GENÜTZT, SONDERN IN EINEM MASOCHISTISCH ANMUTENDEN WAHLENTSCHEID DIE GMUNDNER ÖVP – MIT SOGAR NOCH EIN PAAR PROZENTERLN MEHR ALS BEIM LETZTEN MAL – WIEDER IN DIE ABSOLUTE GEWÄHLT.

Was die Gmundner Bürger dazu bewogen hat, einer Partei, die Gmunden in der Vergangenheit mit ihrem Dilettantismus und ihrer hirnlosen Aktionspolitik gepaart mit deftiger Freunderlwirtschaft und verhaberter Verflechtung von Politik und Millionengeschäft (Stern und Hafferl & ÖVP, ÖVP & ASAMER, etc….) ruiniert hat, ja was die Wählerchens dazu bewogen hat, diese Hobbypolitiker wieder zu wählen, lässt selbst gstandene Verhaltensforscher bis heute mehr als nur rätseln.

Vielleicht war es das Phänomen des großen Schwarzen Lochs, das alles in sich hineinsaugt. Wählerstimmen inklusive. Und aus dem nicht mal mehr Licht entfleuchen kann.

Wie praktisch. Da bleiben für alle Ewigkeiten die wahren Gründe für Schwarz-Rote-Blaue-Grüne Mauscheleien und Packlerei zum Schaden der Steuerzahler perfekt im Dunklen gut verborgen…

Also verehrter Herr Moser – schminken Sie sich das ab:
Mit dem Aufstand gegen den Zug wirds hierorts garantiert nix werden.

Dass die neuen Garnituren genauso leer sein werden wie die bisherigen des Vorchdorfer Zuges und der Bim in Gmunden, da haben Sie sicher recht – das ist sonnenklar.

Aber vielleicht können ja die Neumannschaften einen Kurs im Balkonblumen-Pflanzen (im Pflanzen der Bürger sind die Neumänner und ihre Polithaberer im Rathaus ja eh schon Vollprofis) machen und dann, wenn nach dem Rathausplatzdurchstich die Steuergeld-Millionen-Särge als Zugsgarnituren getarnt die Stadt verschönern werden, seitlich entlang der Zugwaggons unter den Fenstern Blumentrögerln anbringen und bepflanzen.

Das schaut sicher nett aus und wenn das Grünzeug hoch genug wuchert, dann sieht Herr Krapf von seinem Bürgermeister-Schuldenturm am Rathaus auch nicht, dass die Züge alleweil volle Kanne superleer sich durch die nicht vorhandenen Menschenmassen in der Begegnungszone Gmundens quietschend ihren Weg bahnen.
Wird wurscht sein.
Sind sich doch auf diesem Gelände (als es noch gar nicht Begegnungszone war) bisher schon stadtpolitische Chuzpe erster Klasse und politische Großmannsucht von nicht mal des öffentlichen Redens fähigen Lokalpolitikern, meistens zum Schwan auf ein sich selbst beweihräucherndes Stammtischerl unterwegs gewesen seiend, begegnet. Lokalpolitiker, die sich aber immer für noch Höheres, noch Weiteres und noch viel Teureres berufen fühlten, kombiniert mit dumpfer Visionslosigkeit derselben und perfider Parteienpackelei vom Feinsten.

AUCH DARAN wird sich künftig hier in Gmunden GARANTIERT NICHTS ÄNDERN!


 

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