Von wegen Auferstehung

Heute:
Babsy Blitzschnell über Auferstehung & Sommerzeit
EK von Gegenstrom über Gmundens Spital
GK von Geisterbahn „Freilichtmuseum Gmunden“

Liebe Leserleins!

Heute also hat wieder die von mir so gehasste Sommerzeit begonnen. Niemand hier im Team, wirklich: niemand, mag diesen Unsinn. Die meisten hassen sie regelrecht. Nein, es geht nicht nur um die Umstellungsprobleme, die wir mit unserem Tagesablauf haben. Es geht um mehr. Der Gesetzgeber und eine etwas, sorry, beschränkte Minderheit (ca. 25 % der Bevölkerung) zwingen uns hier etwas völlig Widernatürliches auf. Unsere Altvorderen wussten, warum sie ihr Zeitverständnis am Lauf der Sonne ausgerichtet haben. Diese Zeitmessung stimmt zwar nur zu den Sonnenwenden exakt mit dem Sonnenlauf überein, aber die durchschnittliche Abweichung, die wir durch MEZ oder Greenwich Meantime  in Kauf nehmen, macht nicht viel aus. Die örtliche Sonnenzeit weicht von der „offiziellen“ Zeit zwischen -14 und +16 Minuten ab – je nach Jahreszeit. Aber das ist der natürliche Lauf der Dinge und entspricht auch unserer chronobiologischen Zeitempfindung.

Es ist unnatürlich, wenn es im Hochsommer – wegen der Zeitumstellung – noch um 21h30 taghell ist. Die Glühwürmchen – mit weniger Hirn, aber offenkundig mit mehr Verstand als der Mensch ausgestattet – lassen sich von unserer Sommerzeit nicht beeindrucken. Sie glühen erst, wenn die Dämmerung schon deutlich merkbar ist. Konnten also vor dem Ausbruch des Sommerzeit-Wahns die Glühwürmchen ab etwa 20h30 beobachtet werden, ist es jetzt erst eine Stunde später möglich. Warum muss es eigentlich im Sommer, um ihn zu geniessen, solange – mittels Selbstbetrug – hell bleiben? Es ist die Nacht, liebe Leute, die nicht nur zum Schlafen da ist! Der Mensch in seinem Allmachtsrausch will sogar der Natur ihren Gang vorschreiben. Aber die spielt nicht mit. Die Schwüle heisser Sommertage zieht sich bis spätnachts. Statt um 21 Uhr, wie es der Natur entspräche, wird es erst ab 22 Uhr angenehmer.

Besonders bescheuert ist die Idee, die Sommerzeit das ganze Jahr über zur Standardzeit zu machen. Wieder gilt: die Altvorderen wussten, was sie taten. Sie hielten sich an den realen Lauf der Sonne. Mittag ist idealerweise dann, wenn die Sonne am Höhepunkt steht. High Noon, liebe Leute, High Noon! Wer für diesen Ganzjahres-Schwachsinn eintritt, wird zu Silvester ein kleines Problem bekommen: diese Sorte Sommerdeppen muss dann um 23h das Neue Jahr begrüssen – oder um 1h morgens? Ja, liebe Leute, jetzt denkt mal scharf nach, was stimmt!

Der Sommerzeit-Umstellungs-Wahn ist Ausdruck eines fehlgeleiteten Glaubens: des Glaubens, wir könnten und müssten uns immer und überall selbst optimieren. Dann müssen die Titten vergrössert, die Schamlippen verkleinert, der Hintern gehoben, das Gesicht gestraf(f)t und das Hirn gebotoxt und die Zeit verschoben werden. Nur die Seele, liebe Leute, worin immer die besteht, die widersetzt sich all diesen Optimierungszwängen. Die bleibt, wie sie ist und leidet mehr oder weniger still, mehr oder weniger unbeachtet vor sich hin.

Nebenbei werden auch noch medizinische Kapazitäten für die Daueroptimierung des Körpers vergeudet, während anderswo auf der Welt selbst die mindesten medizinischen Mittel nicht zur Verfügung stehen. Gerade jetzt zu Ostern kann und muss es gesagt werden: die meisten Menschen glauben zwar nicht mehr an die Auferstehung, aber daran, mittels Herumfitzeln am eigenen Körper dem Tod ein Schnippchen zu schlagen. Wird nicht funktionieren, liebe Leute. Die Allmachtsfantasien von der Machbarkeit allen Seins sind ein Trugschluss, ein billiger Schmäh der Konsumgüterindustrie und ihres werblichen Verdummungs-Bombardements.

Ihre Babsy, jetzt noch jung und knusprig (find ich halt), hat fest vor, eine zerknitterte, faltige alte Frau zu werden mit vielen Lachfalten um die Augen. Nix straffen, nix Botox. Auch wenn Ihre Babsy nicht ans ewige Leben glaubt – weder hier noch in einem angeblichen Jenseits -, oder gerade deshalb?, wird sie der Natur ihren Gang lassen. Und nicht dauernd dieses Herumfummeln sogar noch an der Zeit. In diesem Sinne: es gibt eine ganz einfache Möglichkeit, im Sommer den Tag zu verlängern, ohne die gesamte Bevölkerung in Geiselhaft zu nehmen – abends einfach länger aufbleiben. Das kann jede und jeder für sich selbst bestimmen. Da brauchts kein kollektives Uhrendrehen. Wir sind doch angeblich alle solch tolle Individualisten, gell! Echt: einfach selbst bestimmen, wann frau schlafen geht, das wirkt Wunder und verlängert oder verkürzt den Tag auf denkbar einfache Weise.

Auch wenn man nicht an Auferstehung und solche Dinge glaubt, ein wenig darüber nach zu denken, wofür das Leben gut ist, wie man mit seinem Leben umgeht (und mit dem der Anderen!), das wäre doch eine Möglichkeit, dem Osterfest auch in unseren – gottseidank zumindest hier zu Lande – säkulären Zeiten einen Sinn zu geben. Statt auf der ewigen Schnäppchenjagd nach Sommerzeit und Billigangeboten auf die wichtigen Dinge des Lebens zu vergessen. Darauf peckt Ihre Babsy ein Ei …

In diesem Sinne: Gute Auferstehung!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl

Mein Lover ist ein Hundling. Glauben Sie, liebe Leserleins, ich hätte gestern den Eierlikör, den mit dem vielen Cognac drin, gefunden? Nee, keine Spur. Jetzt kann ich heut erst recht nochmals durch Gebüsch und Wiese kriechen. Oder haben Sie einen Hund, der Eierlikör-Flaschen erschnüffeln kann – wenn der gerade nix Anderes zu tun hat, dann, bittebitte, borgen Sie ihn mir! Er bekommt auch ein Schluckerl, so er kein Abstinenzler-Hund ist. Versprochen.


Spitalsgeschichten

Einserkasterl von Gegenstrom

liebe Babsy vielleicht auch diesen oö-Nachrichten Bericht nachlesen, und was ich als “gegenstrom” dazu gepostet habe – für Dich als Info – frohe Ostern und bleib so kritisch:
http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/Lernen-am-Salzkammergut-Klinikum;art71,2186461


 

Freilichtmuseum Gmunden

Gastkommentar von Geisterbahn

Ergänzung zum GK von Stefan Moser
Spitzen Beitrag von Stefan Moser Glückwunsch!

Ja, man sieht, was passiert, wenn nur eine Partei über 50 Jahre die Macht besitzt über eine Stadt – nicht nur in Gmunden, auch in Wels.

Es regiert dann das fröhliche Nichtstun, wichtige Amterl werden Freunden und Bekannten zugeschoben, null Kompetenz, aber Vitamin B.

Man biedert sich an an Großkonzerne als zweite Einnahmequelle, man lebt wie die Made im Speck, feiert fröhlich die eigene Inkompetenz ab jeden Tag.

Siehe Wels: nach einer gefühlten Ewigkeit unter SPÖ-Herrschaft ist die einst blühende Messestadt nur mehr ein Trümmerhaufen, der neue FPÖ-Bürgermeister steht vor einem Berg von Glasscherben, die niemand mehr kitten kann!

Was helfen würde, wäre ein Rotationsprinzip wie in der Schweiz: jede Partei regiert, nach einer Zeit folgt automatisch ein Wechsel, so dass jeder sich einbringen kann und muss. Aber das wollen unsere Politiker nicht, denn dann wäre es mit den gemütlichen Jahren vorbei!

In Gmunden kommt dazu, dass alle Parteien unwählbar sind, und neue Parteien keine Chancen haben, denn sie müssten der Gmundner Elite und den heimischen Konzernen den Krieg erklären, und das überlebt niemand.

Gmunden könnte ein Freilichtmuseum werden: Die Folgen von einem Jahrhundert ÖVP-Herrschaft live erleben.

Sehen Sie Wahnsinns Projekte!
Erleben Sie die tote Innenstadt!
Wandern Sie durchs Baumarkt Ghetto!
Kämpfen Sie sich durch den Schienen Urwald!
Bbesteigen Sie den größten Schuldenberg!
Suchen Sie ein Hotel !
Knien sie nieder vor König Stern & Hafferl!

Damit würden wir wenigsten den Tourismus wieder beleben!


 

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