Wie sie ticken

Heute:
Babsy Blitzschnells HBP-Watch
Bruno Beinhart über das letzte Machtspiel eines Mächtigen
GK von Hugo von Wald und See über eine Welt in Ordnung

Liebe Leserleins!

Wir sind schon ein wenig stolz auf uns, gell! Wir wollen uns ja nicht loben (das machen unsere Leserleins mehr als ausgiebig – danke für die vielen Dank-Mails, die uns laufend erreichen). Aber bei der Bewertung der Umfrage-Ergebnisse zur HBP-Wahl sind wir wieder einmal goldrichtig gelegen. Jetzt haben sich österreichische Statistik-Professoren kritisch zu Wort gemeldet und gefordert, man möge die Umfragen nicht all zu ernst nehmen. Sie argumentieren ihre Skepsis exakt so wie wir: Die Samples sind von Haus aus zu klein, und man wisse nicht einmal, wie viele der Befragten überhaupt eine Antwort gegeben hätten. Dazu käme, dass man bei jenen, die geantwortet haben, nicht wisse, ob sie überhaupt zur Wahl gehen. Also, liebe Leute, vertraut dem Gmundl-Blog, wir wissen, wovon wir schreiben. Auch wenn uns manche dafür nicht mögen. Würden uns alle lieben, liebe Leute, dann hätten wir was falsch gemacht, gell!

Wie ticken die Politiker? Bei Andreas Khol, dem Verwandschaftsverwalter der Wahrheit, werden immer mehr Zweifel an seiner Tauglichkeit für dieses Amt laut. Zuerst die Geschichte mit dem Vertuschungsversuch rund um die Groer-Affäre (was Khol jetzt herunter zu spielen versucht). Jetzt legte das profil nach. Genau gesagt: der Herausgeber dieses Wochenmagazins, Christian Rainer.

Auf Wunsch von Khol habe er sich mit diesem Ende November/Anfang Dezember 1999 zu einem Gespräch getroffen. Khol wollte Rainer davon überzeugen, dass es zu keiner Koalition zwischen ÖVP und FPÖ kommen werde. Bei diesem abendlichen Treffen im Do & Co. am Wiener Stephansplatz habe Khol damals wörtlich zu ihm, Rainer, gesagt: „Falls die Volkspartei mit der FPÖ in eine Koalition geht, scheide ich aus der Politik aus. Das verspreche ich Ihnen.“ Was Rainer nicht wusste, wie er jetzt erzählt: zu diesem Zeitpunkt führte Khol namens der ÖVP bereits Koalitionsverhandlungen mit der FPÖ.
Abgetreten ist er natürlich nicht. Er wurde Klubobmann der ÖVP und Koordinator der blau-schwarzen Koalition. Dann auch noch vier Jahre Erster Nationalratspräsident – gewählt von der blau-schwarzen Parlamentsriege.
Jedes Leserlein möge sich ein Bild über Khols moralische Qualitäten machen.

Auch Hundsi, der Kandidat der Arbeiterbewegung (die längst zu grossen Teilen ins Lager der FPÖ übergelaufen ist), hat wieder eine tolle Wortspende von sich gegeben. Seine Anstellung beim eigenen Unterstützungsverein mit der knapp bemessenen Hungerleider-Gage von 13.090,– Euronen (wer kommt eigentlich auf solche Beträge???) kommentierte er lakonisch: „Dass ich von irgendwas leben muss, wird jeder verstehen.“ Jeder? Dass der gute Mann sich da nur nicht ordentlich irrt! Ein durchschnittliches Angestelltengehalt hätte es auch getan, oder kann Hundsi von dem, wovon das Durchschnittsösterreicherlein leben muss, seinen Lebensunterhalt nicht fristen? Wussten Sie es übrigens: Hundsi begann seine Karriere, nomen est omen, im Hundesteuerreferat der Gemeinde Wien. Dann wurde er Gewerkschaftsfunktionär … eine österreichische Erfolgsstory eben. Kurios: der Mann ist zuerst auf den Hund gekommen und hat dann Karriere gemacht.

HBP-relevante Worte fand dagegen HC-Strache über den FP-Kandidaten Hofer: „Mit seinen unglaublich, ich sage liebevollen Rehaugen, wo er die Frauen auch gewinnt, und die Herzen der Frauen gewinnt – unserem unglaublich sympathischen Kandidaten Norbert Hofer …“
Ja, dann, liebe Geschlechtsgenossinnen, wählen wir die Rehaugen mit der Glock 26 im Schulterhalfter. Was will frau mehr: treue Augen und Sicherheit, gell!

Preisfrage: hat dieses Land womöglich genau die Kandidaten, die es verdient hat?

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Liebe Leserschaft!

Ein Mächtiger spricht seine letzten Machtworte. Pröll. Nachdem er der ÖVP in Sachen HBP-Kandidatur den Stinkefinger gezeigt hat. Jetzt spielt er – wohl zum letzten Mal und in letzter Sekunde – seine Macht aus. Zum ungünstigsten Moment für die ÖVP. Hier in Österreich werden politische Ämter in Partein natürlich nicht durch Wahlen und Gremien vergeben. Sondern monarchisch entschieden. Folgerichtig regelte Pröll jetzt „sein Erbe“. Die unsägliche Mikl-Leitner wird belohnt. Für ihr Totalversagen im Innenministerium. Mit dem Job der Landeshauptfrau von Niederösterreich. Solange der Pröll das noch durchsetzen konnte. Denn nach der HBP-Wahl wird er im Kreuzfeuer der Kritik stehen. Als Kaiser ohne Kleider da stehen. Weil der Khol abgesoffen sein wird. Man wird Pröll die Schuld geben.

Der Mikl-Leitner-Rivale um das LH-Amt, NÖ-Finanzlandesrat und LH-Stv. Sobotka, muss mit dem Innenministerium „belohnt“ werden. Damit er zwar murrend aber doch den Weg frei gibt. Nur keine Bröseln. Die Rechnung bitte an die Steuerzahlerleins. Ach ja: mit dem ÖVP-Finanzminister steht der neue ÖVP-Innenminister auf Kriegsfuss. Die haben sich in der Vergangenheit über die Medien einige Bösartigkeiten ausgerichtet. Eh wurscht. Bei dieser Regierung ist das auch kein Schaden mehr.

Also schnell noch die letzten Reste Macht einsetzen. Herr Pröll!! Den Widersacher ums LH-Amt, Sobotka, ins Innenministerium abschieben. So sieht qualitative Personalauswahl aus. Die Versager-Ministerin Mikl-Leitner ins LH-Amt schubsen. Das soll spätestens im Jänner 2017 erfolgen. Dann geht Pröll. Nach 25 (fünfundzwanzig) Jahren im Amt. 25 demokratieschädigenden Jahren. Landeskaiser halt. Die gehen nicht, die vererben. Es wird Zeit für die Beschränkung der Funktionsdauer in öffentlichen Ämtern. Zehn Jahre reichen. Der Rest ist Machtverfilzung. Man sieht es in OÖ. Der Pühringer will ja auch nicht gehen. Dafür will bei der SPÖ niemand kommen. Verkehrte Welt!

Mit dieser Vorgangsweise schadet Pröll der ÖVP im HBP-Wahlkampf. Massiv! Er zieht die ohnehin geringe Aufmerksamkeit von Khol ab. Der für heute Abend angesetzte ÖVP-Bundesparteivorstand war eigentlich als Krisensitzung wegen der schwachen Khol-Performance gedacht. Dumm gelaufen! Jetzt reden alle über Pröll und Sobotka. Aber Pröll musste handeln. Es war unklar, ob er nach verlorener HBP-Wahl noch genug Macht gehabt hätte. Um Mikl-Leitner auf „seinen“ Thron zu hieven. Da muss ein Landeskaiser natürlich handeln.

Wenn ÖVP und SPÖ so weitermachen, dann wird die FPÖ nach der NR-Wahl 2018 keinen Koalitionspartner mehr brauchen. Mit HBP-Hofer und Kanzler Strache werden wir dann unsere blauen Wunder erleben. Aber manchmal helfen eben nur heftige Schläge auf den Hinterkopf. Natürlich rein metaforisch gemeint!

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl


Als die Welt noch in Ordnung war

Gastkommentar von Hugo von Wald und See

Gummistiefel einfach super, der Ideenreichdumm der Stadt Gmunden einfach
genial! Freude auf Gummistiefelwanderung in der Innnenstadt Supper!
Die haben was drauf die Schwarzen!

Sehr lieb da eure Wahlanalyse!
Aber wir haben da bedenken weil die meisten Kanditaten 2x 3x und eventu
mehrmals verheiratet sind waren. Das sind doch keine Familienvorbilder.

Oder doch Familienvorbilder Scheidungsspezialisten, so mancher braucht da
ja Ratschläge. Und die Frauen der Mitglieder sind ja International eventuell
schlecht ausgebildet in Sachen Diplomatie. Eigentlich ist es in Österreich so
daß nur der Präsident gewählt wurde vom Volk. Beim Auslandsreisen nehmen
unsere Politiker gerne auch Verwandte mit. Ist ja fast wie ein Urlaub.

Der Herr Kohl ist der einzige vom Südtiroler Bauernadel Kohlerhof und so
der nicht geschieden ist. Bei den Umfragen dürfte dieser positive Umstand
auch nicht nützlich sein. Obwohl er als einziger ein ordentliches Privatleben führt.
Seine Standesverhältnisse offenlegt. Die Anderen sind da etwas verschlossen.
Außer der Richard, der erzählt uns sogar, das der Putin seine Angetraute im
Spint hat. Das nennt man Spintisiert. Seltsame Gedanken.

Der Van sieht überall jetzt plötzlich seine Heimat. Hoffentlich tritt er nicht zu
den Blauen über. Ein Maler glaubt das blau und grün fast die selbe Farbe ist.
Mancher wünscht sich den alten Jonas oder einen anderen Zeitgenossen aus
der Nachkriegszeit.
Da war die Welt noch in Ordnung.


 

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