Vorwehen

Heute:
Babsy Blitzschnell über HBP-Vorwehen
GK von Trauriger Riedling über die Lizenzgroteske

Liebe Leserleins!

Jetzt geht es um die Wurst. Diese Wurst hat nur ein Ende – und das naht mit dem kommenden Sonntag. Etwas überraschend (oder auch nicht) ist den Kandidätchens noch nichts wirklich originell Neues eingefallen, um doch noch einige Wählerleins zu gewinnen. Dafür gibt es die ersten Vorwehen, denn die Zeitungen müssen ja über was schreiben.

Unter anderem bringt sich OGM-Chef Bachmayer eher manipulativ in Stellung. Denn wenn er behauptet, nur Frau Griss hätte bei einem zweiten Wahlgang eine Chance, Hofer zu schlagen, dann ist das reichlich wenig mit Fakten unterlegt. Denn auch bei Wahlen gilt: The proof of the pudding is in the eating. Und diesen Pudding hat noch nie jemand gefuttert, gell. Eine solche Äusserung, einige Tage vor der Wahl von einem Meinungs“forscher“ getätigt, ist der Versuch einer Wahlbeeinflussung. Ob es der Frau Griss letzten Endes was bringt, wird sich weisen. Wir bezweifeln es. Aber der Seriosität der Meinungsforscherei und dem Vertrauen in sie dient so eine plumpe Manipulation nicht.

Weil sich nichts Sichtbares tut, wird jetzt in den Medien gross die Frage gestellt, ob die Bosse der beiden nicht mehr ganz so Grossparteien den Nichteinzug ihrer Kandidaten in den zweiten Wahlgang überleben werden. Bei Mitterlehner kann man das nicht genau sagen, denn der hat das Ablaufdatum schon auf der Stirn gehabt, als er als ÖVP-Chef antrat. Deren Halbwertszeit liegt nämlich deutlich unter dem des Cäsiums, das hier in Gmunden ausgerechnet beim öffentlichen Badeplatz Weyer seine höchste Konzentration hat (äh, gibt es da schon eine Reaktion der Stadtpolitik? Oder wird man dort jetzt doch ein Hotel bauen, damit die Gäste den Ruhm Gmundens mit strahlendem Antlitz in die Welt tragen?).

Wenn Mitterlehner fällt, dann einfach deshalb, weil er die durchschnittliche Amtszeit der letzten drei ÖVP-Bosse schon deutlich überschritten hat. Aber Faymann? So unfähig er als Kanzler und Parteiobmann auch ist, eines kann er: sich in der Partei an der Macht halten. Sein Ende kommt wahrscheinlich erst, wenn das Ende der Regierung gekommen ist. Einen Mann, der das Kanzleramt verspielt, hält nicht einmal eine völlig desolate SPÖ in seiner Funktion. Aber innerparteilich hat Faymann bis jetzt alles überlebt – bei grandioser Erfolgslosigkeit.

Erinnert sich wer an eine bedeutsame Wahl, die Faymann je gewonnen hätte? Selbst seine Wahl zum Parteiobmann geriet in den letzten Jahren – für SPÖ-Verhältnisse – zum Zitterspiel. Um sich im Amt zu halten, nimmt Faymann auch die Zerstörung der SPÖ in Kauf. Und alle mitverantwortlichen SP-Politiker, die ihn gewähren lassen. Der ehemalige SP-Chef Pittermann sagte einst: „Das Ende der Ära Kreisky wird furchtbar sein.“ Er behielt recht. Aber was würde er zu Faymann sagen? Vermutlich: „Das Ende der Nichtära Faymann wird tödlich sein.“

Inzwischen kann sich Herr Faymann nicht nur selbst in den ORF einladen, nein, vom ORF werden bestellte Satiren/Parodien nicht mehr gesendet, wenn sie für Faymann unangenehm sind. Geschehen bei der Romy-Gala, bei der eine Parodie des Duos Maschek in voraus eilendem Gehorsam (da will wer Generalintendant bleiben) nicht gesendet worden ist. Trotz Bestellung. Und obwohl man das Maschek-Duo ja kannte und wissen konnte, was da kommen wird. Sie finden den Link auf dieses zensurierte Video am Ende des Blogs. Das Maschek-Duo hat eine Einleitung hin zu gefügt, die auf die Zensur anspielt.

Der deutsche Ex-Bundeskanzler Kohl arbeitet an der Zerstörung seines Rufs. Ob dies historischer Blindheit, Altersstarrsinn oder beginnender Politdemenz geschuldet ist, weiss niemand. Aber sein Treffen mit Orbán war jenseitig. Orbán ist ein Politiker, der nicht auf die Reform zu einem besseren Europa setzt, sondern auf die Zerstörung Europas und auf kleinstaatlichen Nationalismus. Er ist einer der Totengräber der europäischen Idee und träumt von einer „illiberalen Demokratie“. Was immer an Illiberalität demokratisch sein soll, gell!

Da passt es gut, dass HBP-Kandidat Hofer sich dazu bekennt, dass Asylanten in eine eigene Sozialversicherung sollen, in der es gleich mal keine Arbeitslosenversicherung gibt. Dass das AMS Asylanten keine Arbeitsplätze vermitteln soll, ist angesichts der wenigen offenen Stellen einfach nur eine plump-demagogische Ansage an jene Teile seiner Wählerschaft, die zu dumm sind, um solche Forderungen als das zu erkennen, was sie sind: eine neue Form von Rassismus und praktisch gesehen purer Schwachsinn. Allein schon die Erhöhung der Verwaltungskosten spricht gegen eine solch menschenverachtende Lösung. Kommt noch dazu von einem FP-Politiker, der für die Abschaffung der Unzahl von SV-Anstalten ist. Je öfter Hofer den Mund aufmacht, umso offensichtlicher werden die Widersprüche und die inhaltliche Ahnungslosigkeit. Von der dümmlichen Anti-Ausländerpolitik ganz zu schweigen. Ohne Aussenfeind gehts bei der FPÖ scheinbar nicht. Billig!

HBP-Kandidat Khol hat jetzt in einem Interview gesagt: „Wenn ich verliere, wurde ich gewogen und für zu leicht befunden.“ Uppps. Wenn die Umfragen nur annähernd stimmen, dann wird der Mann sich als federleicht erweisen. Da kommt bei allen mit ein wenig Mehrgewicht voll der Neid auf, gell!

In Wien ist die SPÖ intern streitert worden, so liest frau. Nein, nicht um Asyl oder gar wegen sozialdemokratischer Werte wird gestritten. Auch nicht um die Frage, wie man die Partei vor Faymann retten könnte. Nein, liebe Leserleins! Die Finanzstadträtin Brauner streitet mit der Bezirkspartei der Inneren Stadt (des Ersten Bezirks) über ein echtes Grundsatzthema. Dürfen in den Schanigärten der Wiener Innenstadt Freiluftheizungen verwendet werden? Brauner dafür (sie will eine Abgabe kassieren), City-SP aus ökologischen Gründen dagegen. Was wir da beobachten, ist offensichtlich der Versuch einer durch greifenden Re-Ideologisierung der SPÖ. Ja, die Parteireform beginnt bei der Freiluftheizung. Damit jene führenden Genossinnen und Genossen, die man in absehbarer Zeit endlich aus ihren Funktionen werfen wird, sich dann als Funktionsobdachlose ausserhalb des schützenden Dachs der Partei keine kalten Fusserln holen, gell!

So, zum krönenden Abschluss hier der Link zum Maschek-Video. Faymann was not amused. So soll es auch sein, gell!

Und, liebe Leserleins, schärft den Verstand und spitzt den Bleistift. Demnächst wird es bitterernst!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Lizenzgroteske am Traunsee!

Gastkommentar von Trauriger Riedling

Im Vorjahr gab es einen ungewöhnlichen Entscheid des OGH ( http://www.ogh.gv.at/de/entscheidungen/weitere/jedes-fischereirecht-auch-das-koppelfischereirecht ) der dazu geführt hat, dass nicht mehr die Bundesforste als Rechtsnachfolger der Herrschaft Ort, sondern die damals mit Netzrechten bedachten Netzfischer seit heuer Lizenzen für die Fischerei am Traunsee verkaufen dürfen …

Die rund 1000 Fischer am Traunsee (bisher ca. 500 Jahreslizenznehmer) werden seither nicht nur geschröpft (Verdreifachung der Lizenzpreise von 95 € auf 300 €), auch ist nun den Anglern, die sich diese Lizenzen nun leisten, Vieles verboten (Saiblingfischen, Hegenenfischen, Angeln in der Nähe von Schilf, jegliches Überfahren von Netzen, das bislang erlaubte Nachtfischen …).
Zum “Ausgleich” wurde dafür KEIN fangbarer Besatz (Forellen oder Karpfen) in den Traunsee eingebracht. Das heißt, dass jene, die sich am Traunsee (fischend mit 50 Meter Abstand rund um die Netze und ums Schilf) bewegen wollen, nur die von den Fischern gehassten Hechte (als Verbreiter des HECHTBANDWURMES) und die ebenfalls nicht geliebten Barsche fangen können …

Der Neid, dass Angler den 52 Koppelfischereiberechtigten – jeder von Ihnen darf 5 Reusen und 5 Netze mit jeweils 200 Meter Länge und ca. 4,5 Meter Höhe 24 Stunden 300Tage im Jahr im See auslegen – ach so viele Fische wegfangen würden, ist mehr als unbegründet. Der bisher für die Bundesforste Lizenzen ausgebende Fischerverein Traunsee aus Gmunden und der Ebenseer Fischerverein haben in den vergangenen Jahren viel Jugendarbeit und zahlreiche Gewässerschutzmaßnahmen geleistet (Müllsammelaktionen, Tauchaktionen …)

Seit heuer gibt es keine (vor allem für Touristen so wichtige) Tages- und Wochenlizenzen, was von den Beherbergungsbetrieben bereits sehr bedauert wird. Ein Schlag ins Gesicht der Touristiker und der Angelfischer, die sich durch diese Vorgangsweise zurecht veräppelt fühlen – jedoch aufgrund ihrer Passion sich dem Preisdiktat beugen müssen – zumindest heuer …
Ein weiteres trauriges Kapitel über die Unfähigkeit in unserer Region, mit Chancen umzugehen und den touristischen Schatz unserer Region zu heben.


 

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